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Zur Vertreibung der Deutschen

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Normalerweise ignoriere ich die Geschichtsklitterungen, doch irgendwann reißt auch einem ruhigen Menschen der Geduldsfaden. Einen der größten Völkermorde (nach UN-Definition) in der Menschheitsgeschichte – nämlich die Vertreibung von rund 17 Millionen Deutschen mitsamt der Ermordung von 2 bis 3 Millionen davon – zum “Recht” umzudeklarieren, dazu gehört schon eine gehörige Portion Chuzpe. Von ähnlicher Dreistigkeit ist die Stimmungsmache gegen die korrekte Aussage, dass die nationalistische Regierung in Polen 1939 unbedingt einen Krieg wollte und ihre Truppen 1939 lange vor den Deutschen (teil-)mobilisierte, um sich weitere deutsche Gebiete anzueignen. Die über das “Recht des Stärkeren” erfolgten Annexionen nach dem 1. Weltkrieg sowie der teilweise erfolgreiche völkisch-polnische Terror in Oberschlesien 1918ff. hatten Teilen der polnischen Eliten Appetit auf mehr gemacht. Das sind historische Wahrheiten, auch wenn Sie diese nicht wahrhab
en wollen, weil sie dem Märchen “Die Deutschen sind immer an allem Schuld” widersprechen.

BERLIN/ESPELKAMP (Eigener Bericht) – Kurz vor seiner diesjährigen Zentralveranstaltung zum “Tag der Heimat” in Berlin bietet der Bund der Vertriebenen (BdV) zum wiederholten Male einem Leugner der deutschen Alleinschuld am Zweiten Weltkrieg öffentlichen Raum. Vor dem 1. September 1939 hätten starke Kräfte in Polen einen Krieg gegen Deutschland befürwortet und sich Gebietsgewinne versprochen, wird der Hauptredner auf der BdV-Regionalveranstaltung zum “Tag der Heimat” am vergangenen Sonntag in Espelkamp (Nordrhein-Westfalen) zitiert: “Die polnische Regierung trägt eine Mitverantwortung”. Der Redner wurde vom örtlichen BdV in Kenntnis seiner revisionistischen Ansichten eingeladen, um über die Entstehung der deutsch-polnischen Grenze zu sprechen. Sein Auftritt ist beileibe kein Einzelfall: BdV-Funktionäre, die Zweifel an der deutschen Alleinschuld am Zweiten Weltkrieg erkennen ließen oder sonst revisionistische Thesen vertraten, gehören bis heute dem Stiftungsrat der staatlichen “Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung” an. Der “Tag der Heimat” wird Anfang September bundesweit begangen, um – wie in jedem Jahr – die im Potsdamer Abkommen völkerrechtlich verbindlich festgelegte Umsiedlung der Deutschen nach dem Zweiten Weltkrieg als angebliches Unrecht zu brandmarken.

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http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/58420




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