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ZUGUNGLÜCK IN BAD AIBLING EINDRUCKSVOLL AUFGEARBEITET — Ärztlicher Landesbeauftragter Rettungsdienst referierte am Landratsamt Landshut

Zugunglück in Bad Aibling eindrucksvoll aufgearbeitet

Ärztlicher Landesbeauftragter Rettungsdienst referierte am Landratsamt

 

Welche Lehren können aus dem Zugunglück in Bad Aibling in Bezug auf die medizinische Versorgung der Opfer gezogen werden? Inwiefern kann auch der Rettungsdienstbereich Landshut daraus lernen? Diese Fragen standen im Mittelpunkt einer Fortbildungsveranstaltung in Landshut, an der die Verantwortlichen der medizinischen Versorgungszentren aber auch der Rettungsdienste und der Integrierten Leitstelle teilnahmen.

 

Dr. Michael Bayeff-Filloff, Chefarzt der Zentralen Notaufnahme des Klinikums Rosenheim und Ärztlicher Landesbeauftragter Rettungsdienst in Bayern, schilderte die ganzheitliche Organisation und die Abläufe der Rosenheimer Notaufnahme von der Erstmeldung durch die Integrierte Leitstelle bis zum Abschluss des Einsatzes. Dabei ging der Unfallchirurg und Notarzt auch auf die Verletzungsbilder und das tatsächliche Patientenaufkommen ein, das sich beim Zugunglück in Bad Aibling in der Realität viel niedriger gestaltete als bei einem Unglücksfall dieser Größenordnung zu erwarten gewesen wäre.

 

Der Referent erläuterte dabei auch auf die „Handlungsempfehlungen für Rettungsdiensteinsätze bei besonderen Einsatzlagen“ – kurz „REBEL“ – des Bayerischen Innenministeriums. So hat das Bayerische Innenministerium im Hinblick auf mögliche Schadensereignisse im Freistaat eine Leitlinie erarbeitet, um die Opfer von Anschlagsszenarien bestmöglich versorgen zu können, ohne die Mitarbeiter der Rettungsdienste selbst in Gefahr zu bringen. Aus Sicht des Zweckverbandes für Rettungswesen und Feuerwehralarmierung Landshut (ZRF) – zuständig für die Landkreise Landshut, Dingolfing-Landau, Kelheim sowie die Stadt Landshut – ist es unerlässlich, dass „REBEL“ auch im eigenen Bereich Anwendung findet. „Die Zusammenarbeit zwischen den Rettungskräften, dem Ärztlichen Leiter Rettungsdienst, den Notaufnahmen und den weiteren beteiligten Institutionen muss klar geregelt sein, so dass im Ernstfall eine schnelle Versorgung von Opfern größerer Anzahl garantiert ist. Deshalb unterstützen wir gerne mit solchen Veranstaltungen die Weiterbildung unserer Einsatzkräfte und Verantwortlichen“, schildert ZRF-Geschäftsführer Jakob Fuchs.

 

Die Fortbildungsveranstaltung war die zweite einer Reihe, die anlässlich des Zugunglückes in Bad Aibling im vergangenen Jahr durch den Ärztlichen Leiter Rettungsdienst in Landshut, Jürgen Königer, initiiert wurde. Während im ersten Teil die Arbeit des Rettungsdienstes vor Ort im Mittelpunkt stand, konzentrierte sich diese Veranstaltung auf die Organisation der Notaufnahmeeinrichtungen, die die erstversorgten Patienten weiter behandelte.

 

Zum Abschluss bedankte sich Herr Königer für die Unterstützung der Planung, Vorbereitung und auch Finanzierung dieser beiden Fortbildungen bei Landrat Peter Dreier und dem Geschäftsführer des ZRF, Jakob Fuchs. Gleichzeitig bedankte er sich bei den Teilnehmern für deren Interesse sowie das Engagement bei der anschließenden Diskussion.

 

 

Bildtext: Dankten Dr. Michael Bayeff-Filloff (Mitte) für seinen interessanten und aufschlussreichen Vortrag: ZRF-Geschäftsführer Jakob Fuchs (links) und der Ärztliche Leiter Rettungsdienst in Landshut, Jürgen Königer.