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“WIR SIND WIEDER SO WEIT, DER STARTSCHUSS KANN FALLEN” — Geschäftsführer Rudolf Schnur bei seiner Eröffnungsrede der 12. Landshuter Umweltmesse — Schirmherren Staatssekretär Pronold und OB Putz

WIR SIND WIEDER SO WEIT, DER STARTSCHUSS KANN FALLEN – Geschäftsführer Rudolf Schnur bei seiner Eröffnungsrede der 12. Landshuter Umweltmesse – Staatssekretär Pronold und OB Putz referieren zum Thema Umwelt.

 

Der Geschäftsführer der Landshuter Umweltmesse Rudolf Schnur lud zum Auftakt der Umweltmesse ein und begrüßte viele Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft, des öffentlichen Lebens sowie eine Anzahl von Vertretern der örtlichen Presse. An seiner Seite fanden die Herrn Pronold, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesumweltamt und Oberbürgermeister Putz lobende Worte für diese in Bayern einmalige Veranstaltung. Pronold vertrat die Bundesumweltministerin Barbara Hendricks, die ebenfalls als Schirmherrin der Veranstaltung agierte, ohne vor Ort zu sein.

Die geladene Prominenz gut gelaunt in vorderster Reihe

„Wir haben alle einen hektischen Alltag“ und sollen versuchen durch Pilgern und Wandern wieder zu uns selbst zu finden, so Schnur. Die Messe bietet Angebote für diese Aktivitäten. Aussteller Alexander Burger, der selbst in der ganzen Welt unterwegs war und ist, kann und will den Messebesuchern seine Erfahrungen und Erlebnisse aus  seinen Wanderungen und Pilgerfahrten mitteilen. Diese „Messe in der Messe“ soll sich weiter etablieren. Es gibt natürlich die Überlegung, ob man diese Messe für Pilgern und Wandern nicht gesondert durchführt. Eine weitere große Attraktion stellt neben der Messe Pilgern und Wandern, eine internationale Sternfahrt durch Bayern, Österreich und Tschechien dar und zwar mit E-Mobilen! Der Projektleiter der Sternfahrt Christian Guckel, zeichnet dafür verantwortlich.

Oberbürgermeister Putz begrüßte ebenfalls die geladenen Gäste. Putz hob in seiner Rede hervor, dass diese zum 12. Mal stattfindende Umweltmesse schon ein herausragendes Ereignis und ein Aushängeschild für die Stadt Landshut und die erweiterte Region sei. Mehr als 250 Aussteller stellen ihre Produkte vor und der Platz auf dem Aussteller-Areal reicht kaum noch aus, um ihre Erzeugnisse zu präsentieren. Die Messe steht, so Putz, unter den Oberbegriffen Natur, Technik, Bau, Wohnen, Energie und Mobilität, Gesundheit und Ernährung. Zusammenfassen kann man es unter dem Begriff der Nachhaltigkeit. Putz möchte diesen Begriff der Nachhaltigkeit deshalb verwenden, da Nachhaltigkeit ein sehr sinnvoller Begriff sei. „Wie die meisten von ihnen wissen“, kommt dieser Begriff aus der Forstwirtschaft, den der Verwalter der Sächsischen Bergwerke geprägt hat, und dass es keinen Sinn macht die Wälder einfach abzuholzen, denn sie wachsen nicht wieder so schnell nach. Es steckt ein einfaches Prinzip dahinter, nämlich ein ökonomisches Prinzip, d.h., von den Resourcen nur so viel zu verbrauchen, dass sie sich erneuern können. Der moderne Begriff der Nachhaltigkeit beinhaltet den Begriff der drei Säulen, die ökologische, die ökonomische und die soziale. Das sei besonders wichtig gerade bei so einer Messe, denn es geht hier auch darum, dass von der Wirtschaft interessante Produkte angeboten werden. Nachhaltigkeit bedeutet im Endeffekt immer wirtschaftliches Handeln.

Die Landshuter Umweltmesse bietet eine Vielfalt von Themen an Produkten. Sie bietet einen tollen Mixed an Ausstellern, die schon lange Jahre der Messe die Treue halten sowie neu hinzugekommenen Produktanbietern. Dass der Eintritt zur Messe frei ist, findet Putz besonders wichtig, so dass möglichst viele Menschen diese Veranstaltung besuchen können. Letztes Jahr waren es 35.000 Besucher, heuer sollen es noch mehr werden, so der optimistische Oberbürgermeister. Die Messe sei geeignet, dass die Besucher sich in Einzelgesprächen mit den Herstellern informieren können. Aus eigener Erfahrung kann Putz sagen, dass auch er sich auf der Messe vor ein paar Jahren über Maßnahmen seines eigenen Bauvorhabens informierte, gewisse Produkte auszuprobieren. Wie schon viele Jahre, beteiligt sich auch die Stadt Landshut an der Ausstellung. Allen voran die Stadtwerke, sie stellt kostenlos den Strom für die Elektromobilität und versorgt damit die „Sternfahrer“ auf der internationalen Sternfahrt durch Bayern, Österreich und Tschechien am zweiten Tag der Ausstellung mit Elektrizität. Außerdem präsentieren sich die Stadtwerke mit einer Produktpalette in den Bereichen der Wasserversorgung und Mobilität durch den ÖNPV. Die Stadtwerke sind auch der Hauptsponsor für die stattfindende internationale Sternfahrt und sponsern weiter die Infrastruktur auf dem Messegelände. Außerdem präsentiert sich die Stadt auch mit der Umweltstation. Nachhaltiges Verhalten beginnt immer im Kopf, d.h., bei der Bildung. Die Umweltstation sei eine Bildungseinrichtung in der Region, gemeinsam von der Stadt und dem Landkreis ins Leben gerufen, in der auch die Bildung derer stattfindet , die wiederum in den Bildungseinrichtungen den Kindern umweltbewusstes nachhaltiges Handeln beibringen. Frau Dr. Eisfelner präsentiert den Stand der Stadt Landshut. Der Fachbereich Naturschutz, das Umweltmanagement und die AOK widmen sich der Gesundheit und Mobilität und unter anderem dem Projektbaustein 10 Tausend Schritte. Die Stadt hat heuer im 200. Jahr des Fahrrades zahlreiche Aktionen geplant, und die Stadt will sich noch aktiver für die Fahrradfahrer einsetzen. Das Fahrradfahren sei eine besondere nachhaltige Art der Fortbewegung, lediglich das Wandern sei noch eine nachhaltigere Art.

Es sei eine wunderbare Sache, dass man die elektrisch angetriebenen Fahrzeuge ausprobieren kann, meinte Putz. Er hatte selbst schon die Möglichkeit ein solches Gefährt zu testen. Wir wissen alle, dass in unserer Region BMW große Akzente setzen und in diesem Jahr 100.000 Autos verkaufen möchte. Die Autoindustrie sei schon längstens auf den Zug der E-Mobile aufgesprungen.

Florian Pronold zeigte die Entwicklung und Nutzung von Erdöl und Kohle auf. Sie war sehr wichtig, um das Abholzen von den Wäldern in Deutschland zu verhindern. Gerade heute gilt es die Nachhaltigkeit weiterzudenken. „Was ist denn jetzt zu tun, wie kann man die Energiewende so gestalten, dass sie bald CO2 frei stattfindet.“ Es sei unheimlich wichtig, dass wir Beispiele liefern, wie dies zukünftig erreicht werden kann, sowohl in der Frage der Mobilität, wie in der Frage des nachhaltigen Wirtschaftens, was auch ein wichtiger Vorteil sein kann. Darum glaubt  Staatssekretär Pronold, dass gerade die Landshuter Umweltmesse in großem Maße dazu beitragen kann.

 

-hjl-

 

Foto: Lodermeier