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“WIR LANDWIRTE WERDEN WIEDER GEHÖRT”

„Wir Landwirte werden wieder gehört“

Appell zu gesellschaftlichem Dialog zwischen Landwirten und Verbrauchern

 

sdr

Der Verein HeimatLandwirte, das Sprachrohr von rund 140 Landwirten aus Niederbayern, Oberbayern und der Oberpfalz, hat bei der Mitgliederversammlung am vergangenen Freitag im Gasthof Lackermeier in Edenland die Jahresversammlung für ihre Mitglieder veranstaltet. In diesem Jahr waren auch erstmals einige interessierte Landwirte zum Besuch eingeladen, die nicht Mitglied des Vereins sind. Neben dem Tätigkeitsbericht des Vorsitzenden gab es ein Statement zur aktuellen Lage der Landwirtschaft von Sebastian Dickow, dem Sprecher und bayerischen Vertreter auf Bundesebene von „Land schafft Verbindung“.

„Die Landwirtschaft befindet sich mitten in einer schwierigen Zeit, deshalb ist es gerade jetzt wichtig, den gesellschaftlichen Dialog zu suchen und den Verbraucher weiter über die Landwirtschaft aufzuklären“, sagte Thomas Weigl, Vorsitzender der HeimatLandwirte. Schon seit dem Jahr 2015 engagiert sich der Verein für die Öffentlichkeitsarbeit der Landwirtschaft in der Region Landshut. Umso mehr hat es den Verein gefreut, dass Sebastian Dickow als Gastredner bei der Jahreshauptversammlung vor Ort war.

Bundesweite Demonstrationen

Nun wird das Problem der fehlenden Aufklärung und der damit folgenden unsinnigen Vorschriften bezüglich der Landwirtschaft nämlich nicht mehr nur regional aufgegriffen, sondern auch auf Bundesebene, denn Sebastian Dickow hat zusammen mit der Initiative „Land schafft Verbindung“ zahlreiche Schlepper-Demonstrationen im gesamten Bundesgebiet organisiert. Ziel dieser Demos war auf die strenge Reglementierung der kommenden Düngeverordnung aufmerksam zu machen und die Politik aufzufordern, mit den Landwirten ins Gespräch zu kommen. Dieses Ziel wurde grundlegend schon erreicht. Dennoch appelliert Dickow, dass das Problem noch lange nicht über dem Tisch ist.

Weitere Aktionen geplant

Es werden weitere Aktionen geplant, um den Berufsstand der Landwirte wieder zukunftsfähig zu machen. Kürzlich standen Landwirte vor einem Lebensmittelmarkt und befragten Kunden, wie viel Wert diese auf regionale und nachhaltige Lebensmittel legen und wie sich dies auf den täglichen Einkauf auswirkt. Es hat sich gezeigt, dass das Bewusstsein der Personen durch das Gespräch mit den Landwirten geschärft wurde. Die Personen sprachen sich für die Wertschätzung der regionalen und nachhaltigen Lebensmittel aus und folglich konnten diese Lebensmittel auch in ihren Einkaufskörben gefunden werden.

„Wir Landwirte werden wieder angehört und es wird wieder mit uns gesprochen“, sagte Dickow, „jetzt liegt es viel mehr an den Politikern, ob nach Worten auch Taten folgen.“

Erfolgreiches Jahr der HeimatLandwirte

Thomas Weigl blickte auf ein erfolgreiches Jahr der HeimatLandwirte zurück. Fast traditionell ist schon das Grillen in der Landshuter Altstadt das jedes Jahr im Frühjahr stattfindet. Passanden werden mit regionalen Fleischspezialitäten versorgt und einige interessante Gespräche zum Thema Landwirtschaft werden geführt. Gäste aus mehreren verschiedenen Regionen Europas waren in diesem Jahr anlässlich des EPP-Congresses unter anderem auf einigen Höfen der HeimatLandwirte zu Gast. Für die Medien wurde eine Presserundfahrt organisiert, die zu den Themen: Artenschutz, Auswirkungen des Klimawandels auf den Wald und die Ansprüche der Verbraucher beim Einkauf im Hofladen aufgeklärt hat. Für den fachpolitischen Austausch sorgten Treffen mit Nicole Bauer und Florian Oßner. Und auch an den Demonstrationen der Organisation „Land schafft Verbindung“ nahmen einige Mitglieder der HeimatLandwirte teil.

Auch in diesem Jahr soll die Aufklärungsarbeit weiter so positiv fortgeführt werden, unter anderem findet im Juni wieder ein Hofinformationstag statt. Den gesamten Tag können sich Verbraucher ein Bild von der modernen Landwirtschaft auf einem Mitgliedsbetrieb machen.  Auch die Grillaktion in der Landshuter Altstadt und weitere Aktionen sind geplant.

 

Fotos: Heimat-Landwirte