Home Allgemein “WIR FREUEN UNS ÜBER DAS NEUE GEBÄUDE, UND ES GEFÄLLT UNS”

“WIR FREUEN UNS ÜBER DAS NEUE GEBÄUDE, UND ES GEFÄLLT UNS”

„Hilfsbereitschaft ist für jede intakte Gesellschaft eine unabdingbare Tugend“

Neues Verwaltungsgebäude wurde offiziell seiner Bestimmung übergeben

 

An einem herrlichen sonnigen Herbsttag fanden sich viele geladene Gäste am neuen Gebäude der Sozialverwaltung des Bezirks Niederbayern ein, um der Einweihung des Neubaus beizuwohnen. Claudio Temporale (Saxophon) und sein Partner Peter Papritz am Piano von der Städtischen Musikschule Landshut, leiteten das Einweihungsfest mit einem Musikstück – The days of Wine and Roses – ein, bevor Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich die beteiligten Personen der neuen Sozialverwaltung herzlich willkommen hieß. Er freute sich, dass so viele Gäste gekommen waren, um mit ihm die neue Sozialverwaltung des Bezirks Niederbayern einzuweihen. “Für den Bezirk Niederbayern ist das ein besonderer (Feier-)Tag, und ich möchte mich heute auch ganz explizit bei all jenen bedanken, die die (politischen) Weichen für diesen Neubau gestellt haben,” stellte Dr. Olaf Heinrich fest.

 

Personen, die Dr. Heinrich explizit begrüßte waren: Stiftspropst Msgr. Dr. Franz Joseph Baur und Dekan Siegfried Stelzner. Oberbürgermeister der Stadt Landshut Alexander Putz und die Vertreter der Stadt, die mit dem  Bauvorhaben befasst waren. Prof. Dr. Karl Stoffel, Präsident der Hochschule Landshut, Rita Röhrl, Stellv. Bezirkstagspräsident Dr. Thomas Pröckl.

Mitglieder des Bezirkstags von Niederbayern, Margret Tuchen, Hannelore Langwieser, Cornelia Wasner-Sommer, Monika Maier, Josef Heisl, Franz Schreyer, Alfred Holzner, Anton Maller, Heinz Pollak, Markus Scheuermann, Andreas Winterer.

Ehemalige Mitglieder im Bezirkstag allen voran ein Vorgänger im Amt, Herr Altbezirkstagspräsident Manfred Hölzlein, sowie Hans Weinzierl (war damals Mitglied im Bezirksausschuss, als im Februar 2017 der Beschluss für den Neubau gefasst wurde).

Die anwesenden beratenden Mitglieder im Sozialausschuss Frau Architektin Dipl.-Ing. (FH) Angelika Greßmann vom dp-Architekturbüro sowie alle Vertreter der planenden Firmen ISP Scholz Beratende Ingenieure, Ingenieurbüro Kaiser, Sehlhoff GmbH und Landschaftsarchitektur Brenner. Vom Agrarbildungszentrum Landshut Schönbrunn Herrn Direktor Thomas Schneidawind und Verwaltungsleiter Martin Scholz

Von der Bezirksverwaltung stellvertretend für die Mitarbeiterinnen der Haupt- und Sozialverwaltung Herrn Abteilungsdirektor Josef Fröschl, Irmgard Kaltenstadler, Leiterin der Sozialverwaltung vom Referat Bauangelegenheiten den Referatsleiter Matthias Kopf und  Stefan Singer, den für dieses Projekt verantwortlichen Mitarbeiter Personalratsvorsitzenden Lorenz Heilmeier.

Zahlreiche ehemalige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die  offensichtlich immer noch Interesse am Geschehen des Bezirks und die Einweihung eines neuen Verwaltungsgebäudes (wenn auch nur für einen Teil der Verwaltung) ist es wahrlich ein besonderer, weil bislang einmaliger Anlass.(Anmerkung: anwesend war auch der Vorgänger von Herrn Fröschl, Herr Manfred Müller, sowie wiederum dessen Vorgänger, Herr Herbert Wolfrum)

“Wie Sie wissen, bedeutet ein Neubau samt Umzug im laufenden Betrieb immer einen Kraftakt. Den Betroffenen – den Planenden wie den Mitarbeitenden – wird dabei einiges abverlangt,” fuhr der Bezirkstagspräsident weiter fort. Doch selten funktionierte es so reibungslos wie im Falle der Sozialverwaltung: Sowohl der Zeit- als auch der Kostenplan konnten von Anfang an eingehalten bzw. sogar unterschritten werden. Dies war der hervorragenden Arbeit und Zusammenarbeit aller am Bau und Umzug beteiligten Planungsbüros, Firmen und Handwerker zu verdanken.

Explizit bedankte sich Dr. Olaf Heinrich herzlich bei den Mitgliedern der Arbeitsgruppe Bau im Bezirkstag, Hannelore Langwieser, Markus Scheuermann und Michael Deller bzw. noch dem 2018 ausgeschiedenen Toni Deller, für die Mitwirkung am Planungsprozess insbesonders auch für kurzfristig getroffene Entscheidungen; bei den Mitarbeitenden der Stadt Landshut für die stets konstruktive Zusammenarbeit bei der Genehmigung und Umsetzung des Vorhabens; beim Agrarbildungszentrum, das mit seinen Handwerkern immer ausgeholfen hat, wenn kurzfristig Arbeiten am Grundstück oder den alten Gebäuden zu erledigen waren.

Aber auch das im Bezirk mit dem Neubau befasste Team – allen voran das Baureferat mit dem Projektleiter Stefan Singer, die Verantwortlichen in der SV – Herr Baier und Herr Krebs stellvertretend für alle Mitarbeitenden – und die  IT- Abteilung der Sozialverwaltung  haben vorbildliche Arbeit geleistet. “Haben Sie alle herzlichen Dank für Ihr tolles Engagement!”

Ein großes Dankeschön gebührte den Mitgliedern des Personalrats für ihre engagierte Mitarbeit bei der Planung und Ausführung des Vorhabens. Sie waren in alle Planungsbesprechungen eingebunden und haben mit guten Anregungen zum Erfolg des Projekts beigetragen.

Die Sozialverwaltung des Bezirks Niederbayern hat nun also ein eigenes modernes Zuhause, das besonders energieeffizient errichtet wurde. So gibt es beispielsweise eine Photovoltaikanlage für den Eigenverbrauch, die wenn auch nicht den gesamten Tagesbedarf an Strom deckt, so doch senkt. Das barrierefreie Gebäude mit vier Geschossen und insgesamt 180 Stellplätzen wurde für 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geplant. In Anbetracht des Aufgabenzuwachses und der damit verbundenen steigenden Mitarbeiterzahl war eine räumliche Expansion der Sozialverwaltung unumgänglich geworden. Waren im Jahr 2005 in der SV noch 77 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, sind es aktuell bereits rund 180.

Der Bezirk Niederbayern hat rund 19 Millionen Euro weitgehend aus Eigenmitteln in den Neubau investiert. Trotz überwiegend europaweiter Ausschreibungsverfahren gingen fast 80 Prozent der Bauaufträge mit einem Gesamtvolumen von rund 14,5 Millionen Euro an niederbayerische Unternehmen. Leider geht es in der öffentlichen Wahrnehmung bisweilen nur um Einzelfälle, bei denen (vermeintlich) etwas nicht so optimal läuft. In diesem Jahr wurden von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der SV rund 30 000 Fälle bearbeitet – und das effektiv und geräuschlos. Die Bezirke unterstützen als überörtlicher Sozialhilfeträger Menschen in besonderen sozialen Schwierigkeiten. Ziel ist es, Menschen, die sich in einer problematischen Lebenssituation befinden und deren Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft dadurch unmöglich bzw. stark beeinträchtigt ist, so weit wie möglich in die Gesellschaft zu integrieren.

Wie wichtig der Bereich Soziales für den Bezirk Niederbayern ist, sollen ein paar weitere Zahlen veranschaulichen. 2019 fließen mit 442,9 Millionen Euro fast 90 Prozent des Verwaltungshaushalts in die soziale Sicherung. Seit 2014 haben sich die Ausgaben für die Hilfe zur Pflege und die Eingliederungshilfe allein um fast 111 Millionen Euro erhöht. Der Bezirk wird zu Recht als Sozialparlament bezeichnet und Landshut ist die zentrale Anlaufstelle für viele tausende Menschen in Niederbayern, die Hilfe suchen. In unmittelbarer Nachbarschaft zur Hochschule, unserem Agrarbildungszentrum und zur Sparkassenakademie ist die Sozialverwaltung nun mit einem attraktiven Neubau direkt an der Straße sichtbar. Sichtbarkeit ist im Übrigen auch für eine andere Thematik wichtig. Heutzutage ist es im Wettbewerb um guten, engagierten Nachwuchs unabdingbar, dass man sich als moderner Arbeitgeber präsentiert. Und der Bezirk Niederbayern muss sich hier wahrlich nicht verstecken. Die Arbeitszeitmodelle für die unterschiedlichsten Lebensentwürfe sind so vielfältig, wie bei wenigen anderen Unternehmen und Institutionen. Das Tätigkeitsfeld ist breit gefächert. Wer sich beruflich weiterentwickeln möchte, bekommt bei uns auch die Chance dazu. Neben dem dualen Studium zum Diplom- Verwaltungswirt wird ab 2020 auch der Studiengang Diplom-Verwaltungsinformatik angeboten.

Für den Hochschulpräsidenten Stoffl dürfte heute ein Freudentag sein, meinte der Bezirkstagspräsident. Denn ganz nach einem bekannten Banken-Slogan hat man nun auch ganz offiziell „den Weg frei gemacht“ für die  Belange  des Präsidenten der Hochschule Landshut. Der Bezirk hat seine früheren Räumlichkeiten unmittelbar am Campus langfristig an die Hochschule vermietet, das bedeutet, dass sich auch der Hochschulpräsident jetzt ein Stück weit ausbreiten könne.

Denn auch in der Hochschule sei der Platz knapp geworden. Schließlich hat sich in den vergangen zehn Jahren die Zahl der Studierenden auf nunmehr rund 5500 mehr als verdoppelt. Damit ging auch eine Aufstockung des Personals einher. Durch das zusätzliche Gebäude kann die Raumnot deutlich gelindert werden, und es freut Olaf Heinrich ausserordentlich, dass der Bezirk zu einer Weiterentwicklung der niederbayerischen Hochschullandschaft beitragen konnte.

„Hilfsbereitschaft ist für jede intakte Gesellschaft eine unabdingbare Tugend“, hat Horst-Joachim Rahn, Hochschullehrer und Autor, einmal formuliert. Dies leben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sozialverwaltung des Bezirks Niederbayern Tag für Tag. Und das soll auch in Zukunft so bleiben. In dem neuen Gebäude wurden dafür die besten Bedingungen geschaffen. Der Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich wünschte  allen Beschäftigten alles Gute.

Oberbürgermeister Alexander Putz sagte in seiner Rede, dass er bereits beim Spatenstich des Neubaus dabeigewesen sei. Er gratulierte dem Bauherrn für den gelungenen Bau, ganz besonders für den Einhalt des Termins und Einhalt des Kostenrahmens. Dieses würde er sich auch für die Bauvorhaben der Stadt Landshut wünschen. Natürlich bedarf es, dass alle an einem Strang ziehen müssen. Der Bau der neuen Sozialverwaltung ist ein Schmuckstück für die Stadt geworden, obwohl man es auch um ein Stockwerk höher hätte bauen können. Es bereichert hier dieses Stadttviertel mit der Hochchule und mit der Sparkassenakademie ungemein.

Architektin Angelika Greßmann überreichte den Schlüssel an den Bauherrn und freute sich über den so positiven Ablauf des Projekts und bedankte sich recht herzlich für die sehr erfolgreiche und angenehme Zusammenarbeit bei allen Beteiligten, sowie auch explizit bei allen Firmen und Handwerkern für Ihren fleißigen Arbeitseinsatz. Sie wünschte allen künftigen Nutzern, dass das Gebäude in seiner Form eine angenehme Arbeitsatmosphäre unterstützt und sich alle Mitarbeiter und Besucher in den Räumen wohlfühlen.

 

Stiftspropst Msgr. Dr. Franz Joseph Baur und Dekan Siegfried Stelzner (ist auch beratendes Mitglied im Sozialausschuss) erteilten der Veranstaltung und dem neuen Gebäude ihren kirchlichen Segen. Stifstprobst Baur überreichte ein von den Metallern, die am Bau beschäftigt waren, ein von ihnen geschmiedetes Metallkreuz, das in der neuen Sozialverwaltung platziert wird.

 

Personen aus Politik und Wirtschaft begleiteten die Veranstaltung:

 

 

-hjl-

 

Fotos: h.j.lodermeier