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Wiederverwendbare Masken für alle Bürger sind das Ziel: Stadt startet die Aktion „Landshut näht“

PRESSEMITTEILUNG                                                                                  09.04.2020

Dem Beispiel Österreichs folgend wird seit einigen Tagen auch in Bayern verstärkt über die Verwendung einfacher Mund-Nasen-Gesichtsmasken im öffentlichen Raum diskutiert. Nach Ansicht vieler Gesundheitsexperten wären diese Masken sehr sinnvoll, um die Gefahr einer Übertragung des Coronavirus gerade beim Sprechen, Husten oder Niesen zu verringern. Auch Oberbürgermeister Alexander Putz steht einer Maskenpflicht zum Schutz der Bevölkerung daher aufgeschlossen gegenüber. Die Stadt Landshut hat deswegen nun die Aktion „Landshut näht“ gestartet und bittet alle Bürgerinnen und Bürger, vor allem die Näherinnen und Näher unter ihnen, beim Anfertigen von wiederverwendbaren Masken ehrenamtlich mitzuhelfen.

„Die Nachfrage nach einfachen Mund-Nasen-Masken ist schon jetzt sehr hoch und wird vermutlich weiter ansteigen“, ist Putz überzeugt. Mittlerweile seien zwar auch bayerische Unternehmen in die Produktion medizinischer Schutzmasken eingestiegen. „Diese zertifizierten Masken sind aber angesichts der knappen Bestände zunächst ausschließlich für Ärzte und Pflegepersonal in den Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen vorgesehen. Denn dort werden diese Masken dringend benötigt.“

Dennoch hat sich die Stadt Landshut zum Ziel gesetzt, zeitnah möglichst jeden Bürger mit einer einfachen und wiederverwertbaren Mund-Nasen-Gesichtsmaske zu versorgen. Getreu dem Motto „Gemeinsam was bewegen“ wurde deshalb die Aktion „Landshut näht“ ins Leben gerufen. In deren Rahmen sollen nun so viele Masken wie nur möglich gesammelt und dann an die Bürger verteilt werden – verbunden mit dem Appell, diese Masken unter anderem beim Einkaufen zu tragen. „Auch wenn es sich nicht um medizinische Mund-Nasen-Masken handelt, sind diese Masken ebenfalls gut geeignet, um das Risiko einer Übertragung von Viren auf andere zu minimieren“, betont OB Putz, stellt aber klar: „Die Maske ist eine sinnvolle Ergänzung, als alleinige Schutzmaßnahme jedoch nicht ausreichend. Die geltenden Abstands- und Hygieneregeln sind natürlich in jedem Fall weiter einzuhalten.“

Die Annahme und Verteilung der genähten Mund-Nasen-Gesichtsmasken wird über den Zivil- und Katastrophenschutz der Stadt erfolgen. Auch Stoffspenden, vor allem Baumwollstoffe und Moltoneinlagen, sind willkommen. Diese werden dann an die fleißigen Näher verteilt. „Wir sind für jeden Beitrag und jede Unterstützung dieser Aktion sehr dankbar“, sagt Alexander Putz. „Mit ihrem Engagement dienen alle freiwilligen Helfer der Gesundheit ihrer Mitbürger.“

Nähanleitung und Sammelstelle

Wer helfen will, aber keine Muster hat, findet auf der Internetseite www.landshut.de eine Anleitung und Tipps für die Materialauswahl. Dort finden sich auch Hinweise zur Wäsche der Masken. Abgeben kann man die Masken und auch Stoffspenden montags bis freitags von 13 bis 16 Uhr (beginnend ab Dienstag, 14. April) in der Live Box der Sparkassen Arena auf dem Messegelände an der Niedermayerstraße 100. Freiwillige können sich auch unter Telefon 0871/97697134 zu den angegebenen Zeiten informieren. Alternativ können die Masken per Post an folgende Adresse geschickt werden: Messe- und Veranstaltungs GmbH Landshut, Stichwort „Landshut hilft“, Niedermayerstraße 100, 84036 Landshut.
Ergänzender Hinweis: Um die Koordinierung der Aktion zu erleichtern, unterstützt die Landshuter Marketingagentur „mediaMEANS“ das Projekt, indem sie eigens für diese Aktion kostenlos eine Homepage gestalten und programmieren wird. Diese soll im Laufe der kommenden Woche an den Start gehen. Hierzu wird noch gesondert berichtet.

Foto: Klartext.LA