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Weitsprung und Volleyball, Picasso und Gallardo: Der interessante Weg von Lisa Arbos

Lisa Arbos gehört nicht zu jenen Spielerinnen, die Volleyball quasi mit der Muttermilch aufgesogen haben. Der französische Neuzugang der Roten Raben hatte erst mal ein Faible für Leichtathletik, genauer gesagt: für den Weitsprung. Als eines Tages der Trainer wegging, orientierte sich Lisa Richtung Teamsport – landete aber zunächst beim Handball. Und so wurde die Neu-Vilsbiburgerin 13 Jahre alt, bis sie in ihrer Heimatstadt Béziers beim Volleyball landete – und in ihr eine relativ späte, aber sehr nachhaltige Leidenschaft entflammte.

Foto: Rote Raben e.V.

Denn die folgenden knapp 13 Jahre ihres Lebens hat sich Lisa Arbos (die im November 26. Geburtstag feiert) mit wachsender Begeisterung dem Volleyball hingegeben. Bis 2020 spielte sie in Frankreich, nach Béziers in Istres sowie in Mougins, das es als letzter Wohn- und Sterbeort von Pablo Picasso zu weltweiter Bekanntheit gebracht hat.

Lisa Arbos unterdessen wechselte von Südfrankreich nach Spanien, wo sie 2021 mit CCO 7 Palmas den Meistertitel holte und das Pokalfinale erreichte. In beiden Endspielen – sowohl in den Playoffs als auch im nationalen Cup-Wettbewerb – traf sie mit ihrer Mannschaft auf Alcobendas, damals trainiert von Guillermo Gallardo, dem heutigen Vilsbiburger Sportdirektor. Nun arbeiten die Titelkonkurrenten von einst also im RabenNest zusammen.

Als Mitglied des französischen Nationalteams erreichte Lisa Arbos 2021 das EM-Viertelfinale und kehrte zunächst in die heimische Liga zu Saint-Raphael zurück, um nun bei den Roten Raben durchzustarten. Die rund 1.200 Kilometer lange Strecke von daheim nach Vilsbiburg legte sie mit dem Auto zurück – so was nennt man wohl eine sportliche Anreise. Wobei es auch Ziele gibt, die Lisa mit dem Flugzeug anpeilen würde – etwa ihre Destinationen für einen fernen Traumurlaub, die Malediven und die Bahamas.

Bis auf Weiteres freilich gilt der Fokus der 1,80 Meter großen Französin dem volleyballerischen Erfolg mit den Roten Raben. Diesbezüglich hat ihr Florian Völker eine spezielle Rolle zugedacht – der Cheftrainer will seinen Neuzugang „hybrid“ einsetzen, also sowohl auf der Diagonal- als auch auf der Außen/Annahme-Position. Hat Lisa Arbos eine Vorliebe? „Das ist“, sagt sie mit einem Lächeln, „für mich eigentlich gar kein Thema. Ich kenne beide Positionen sehr gut und spiele auf beiden gleich gerne!“

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