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WEIL BILDUNG KEINE FRAGE DER UHRZEIT IST — Auszeichnung aus Berlin für 30 Tagesmütter in Landshut

 

PRESSEMITTEILUNG 04.10.2016

 

Auszeichnung aus Berlin für 30 Tagesmütter in Landshut

Weil Bildung keine Frage der Uhrzeit ist

Aus zwei Kindernestern am Kennedy-Platz sind in fünf Jahren 15 Kindernester geworden. Nun wurde das Projekt der Quartiersmanagerin aus Nikola und ZAK-Vorsitzenden, Ele Schöfthaler, vom Bundesfamilienministerium als Landshuter Modellprojekt „KITA-Plus” ausgezeichnet. Bis Ende 2018 zeigen 30 Tagesmütter des „ZAK”-Vereins, darunter acht Erzieherinnen und eine Heilpädagogin, dass gute Betreuung und Bildung auch zu ungewöhnlichen Betreuungszeiten gelingt – vor acht Uhr morgens, nach 16 Uhr, am Wochenende und bei Bedarf auch über Nacht.

Von 700 Anträgen aus dem ganzen Bundesgebiet sind bisher 42 Projekte von Tagesmüttern und 108 Projekte von Kindertagesstätten als Modellprojekte ausgewählt worden. Und 30 der ausgewählten Tagesmütterprojekte, also mehr als 70 Prozent, stammen aus Landshut. „Die Leute in Berlin wundern sich schon über die vielen Projektpunkte in Bayern”, sagte dazu die Projektleiterin Anne Schumacher, die vergangene Woche in Berlin an Ele Schöfthaler und ihre „ZAK”-Kollegin Sabine Krebs die Auszeichnung „KITA-Plus” mit passenden Türschildern überreicht hat. Oberbürgermeister Hans Rampf hat nun das erste Türschild an der Hauswand vor der „Villa Kunterbunt” im Magdalenenheim festgeschraubt.

In den nächsten Tagen werden die „KITA-Plus”-Schilder auch an den Türen der Kindernester „Ritterburg”, „Takatuka” und „Regenbogen” am Kennedy-Platz, des „Nikolanest” und des „Nikolastüberl” an der Nikolastraße und der „Kinderarche” am Auerweg angebracht. Kinder, deren Eltern Schicht arbeiten, werden in diesen Nestern auch zu unüblichen Randzeiten betreut. Zudem gehen einzelne Tagesmütter auch in die Wohnungen von Kindern, deren meist alleinerziehende Mütter zu spät nachhause kommen, um die Kinder erst nach der Arbeit vom Kindernest abholen zu können. Vor 19 Uhr etwa kommt die Alleinerziehende beispielsweise vom Job in München nie nachhause, meist wird es später – kein Problem für „ZAK e.V.”: Eine junge Tagesmutter holt die Kinder vom Kindergarten und der Schule ab und macht mit den beiden das Abendessen in der Wohnung der Familie. Und in Ferienzeiten garantiert sie den Anschluss der Kinder an die Gruppe, die das ganze Jahr über flexibel betreut wird.

ZAK bedeutet „Zentrum für Arbeit und Kultur”. Von Anfang an hat sich „ZAK” um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bemüht. Das Konzept hat im vergangenen Jahr auch die Heilig-Geist-Stiftung überzeugt – die Stiftung hat dem Verein die hauseigene „Villa Kunterbunt” im Magdalenenheim übertragen. Nun hat der Verein ein eigenes Übernachtungskonzept für Kinder von Altenpflegerinnen entwickelt. Eine Tagesmutter, deren Sohn schon „erwachsen” ist, übernachtet immer dann in der „Villa Kunterbunt”, wenn ein Kind über Nacht betreut werden muss. Ein Schreiner hat dafür eine Hochebene mit heimeligen Schlafzonen für die Kinder gebaut.

Nachtdienst in Kindernestern bietet der Verein vor allem für ältere Kinder. Kleine Kinder übernachten bei den vertrauten Tagesmüttern zuhause oder die Tagesmutter kommt ins Haus des Kindes. So etwa bei einer jungen Witwe, die nach dem plötzlichen Tod des Mannes ohne die Hilfe des Vereins die Arbeit als Krankenschwester hätte aufgeben müssen.

Freilich weiß man im Verein auch, dass wechselnde Arbeitszeiten der Eltern für Kinder belastend sein können. Doch die Alternative „Hartz IV” findet man bei „ZAK e.V.” noch viel belastender – nicht nur für das Kind und die Eltern, sondern auch für die ganze Gesellschaft. Mit besonderen Lern-Spiel-Materialien, mit Kuschelecken und der sicheren Bindung an die Tagesmutter versucht die Tagesmutter in den Kindernestern gerade den kleinen Kindern eine gute und die Bildungsprozesse anregende Atmosphäre in den besonderen Betreuungszeiten zu schaffen.

Bildunterschrift

Oberbürgermeister Hans Rampf zieht die Schrauben fest am „KITA-Plus”-Schild der „Villa Kunterbunt” im Magdalenenheim. Rechts von ihm Vereinsvorsitzende Ele Schöfthaler, Kinderpflegerin Jutta Pütter, Erzieherin Tatjana Kolesnik, Geschäftsführer Dieter Groß, Tagesmutter Fahrye Önder hinter den Kindern der „Villa Kunterbunt”

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Projektleiterin Anne Schumacher (Mitte) aus Berlin übergibt im Auftrag des Bundesfamilienministeriums die „KITA-Plus”-Plakette an Ele Schöfthaler (links) und Sabine Krebs vom Landshuter „ZAK e.V”.

 

 

 

-hjl-




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