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Vorankündigung: beyondBLACK

Wanda Stolle, 2020, Manuskript, Tuschzeichnung, 130 x 100 cm


Liebe Freunde, liebe Kunstfreunde,

Wir wollen das Jahr beschliessen mit einer Ausstellung, die zur Reflektion des Vergangenen einlädt und ein Tor öffnet zur eigensten Wahrnehmung. Unter dem Titel:  beyondBLACK  zeigen wir eine Ausstellung, die der Farbe Schwarz gewidmet ist, der Farbe, die ihr bedeutendster zeitgenössischer Protagonist Pierre Soulages die Farbe des Lichts genannt hat.

Aufgrund der aktuellen Beschränkungen findet keine Eröffnungsveranstaltung statt.

Die Ersteröffnung ist am Mittwoch 9. Dezember von 15-20 Uhr, danach ist die Ausstellung vom 10. Dezember bis 13. Februar 2021 (außer 22.12-2.1.2021) Do 17-21,Fr 11-18, Sa 11-15 Uhr und nach Vereinbarung geöffnet: Telefon/WhatsApp 017645662416, jwludwig@laprojects.de.

Wir möchten uns mit Ihnen gemeinsam an die derzeitigen Corona Beschränkungen halten, Einlass für maximal 8 Personen. Sollte es doch einmal zu Wartezeiten kommen, verkürzen wir Ihnen die Zeit gerne mit einem Glas Wein.

Die Farbe Schwarz hat im sich wandelnden sozialen Kontext der Geschichte immer eine besondere Rolle gespielt: als Ausdruck des Bösen, der Magie, der Trauer, der Macht, des Festes, der Eleganz.  Ebenso in der Kunst – und das nicht erst seit dem 20. Jahrhundert, wie wir aus der Betrachtung der Bilder von Caravaggio, Velasques oder Manet wissen. Schwarz ist und bleibt die „aktivste“ Farbe, auch in der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts. Im Schwarzen Quadrat von Malewitsch signalisiert sie das Ende aller Bilder; in den Bildern von Ad Reinhardt und Mark Rothko wird sie zum Ausdruck der absoluten bildlichen Reduktion. Für Künstler der Nachkriegsgeneration wie Henri Matisse, Lucio Fontana, Pierre Soulages und die Künstler der ZERO Gruppe ist Schwarz die Farbe der Überwindung und des Neuanfangs. Und für Theodor Adorno sind „alle gelungenen (radikalen) Kunstwerke von der Grundfarbe schwarz“.

Schwarz, im Dialog mit anderen Farben, hat die Kraft diese zu verändern und zu verstärken. Losgelöst von diesem Dialog entwickelt Schwarz eine jenseitige Qualität, die Pierre Soulages sein outrenoir nennt: „es geht also nicht um etwas, was wir sehen; sondern es geht um das Gefühl, das dieses Schwarz auslöst. Das Gefühl, die Ahnung von dem, was dahinter, auf der anderen Seite verborgen sein mag“.

Die Ausstellung in der dunklen, der staden Zeit, zeigt in den Bildern und Skulpturen der 20 beteiligten Künstlerinnen und Künstler all diese Facetten der Farbe Schwarz: Schwarz als die Farbe, die zum Nachdenken einlädt, Schwarz als das Tor von der Wahrnehmung zum Gefühl.

Zu den in der Ausstellung vertretenen Künstlerinnen und Künstler zählen Frank Badur, Michael Berman, Enzo Cucchi, Alfonso Frattegianni, Anton Kirchmair, Jannis Kounellis, Siegfried Kreitner, Joseph Kossuth, Alf Lechner, Winfried Muthesius, Pavel Olszynski, Tristano di Robilant, Rolf Rose, Michael Sailstorfer, Julia Schewalie, Richard Serra, Wanda Stolle, Malgorszata Szymankiewicz, Antoni Tapies, Jeremy Thomas, Alessandro Twombly, Peter Weber und Ryszard Winiarski.