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VON ST. WOLFGANG (Obb.) BIS JERUSALEM — Pilotprojekt “PILGERN und WANDERN” bei diesjähriger Landshuter Umweltmesse

VON ST. WOLFGANG (Obb.) BIS JERUSALEM – Pilotprojekt „PILGERN und WANDERN“ bei diesjähriger Landshuter Umweltmesse

„Messe in der Messe“! Die Geschäftsführer Andrea Lapper und Rudolf Schnur stellten der Presse im Umweltzentrum teilnehmende Aussteller vor!

Einer Idee folgend, die Alexander Bürger an die Veranstalter der Landshuter Umweltmesse, die zum 12ten Male stattfindet, herangetragen hat, wird in diesem Jahr eine Messe in der Messe installiert. Herr Bürger hat bereits in der Umweltmesse 2011 Vorträge über das Thema „Pilgern und Wandern“ gehalten. Die beiden Geschäftsführer haben sofort erkannt, dass diese Thematik enormen Zuspruch bei den Besuchern gefunden hatte und immer stärker wurde. Bei der letzten Umweltmesse kam dann die Idee, eine Messe in der Messe zu veranstalten. „Wir Landshuter sind nun wieder die Ersten“, die dieses Thema besetzen, so Rudolf Schnur bei seinen Grußworten.

Der “Impulsgeber” Alexander Bürger

 

Das Wort Entschleunigung beherrscht unsere Gesellschaft, darum finden immer mehr Menschen den Zugang zu gesundheitsfördernden Bewegungsarten wie das Wandern und Pilgern. Der Impulsgeber Alexander Burger, befasst sich seit 10 Jahren extrem mit dem Thema Pilgern und Wandern. Er sei bereits 13 000 km durch Europa gepilgert. In den letzten zwei Jahren hat sich viel getan. Zum einen ist der Wolfgangsweg und ganz neu der Martinusweg errichtet und beschildert worden. Viele Vereine, die sich dem Wandern und Pilgern verschrieben haben, können sich bei dieser Messe über die vielen Möglichkeiten informieren, ihrem Hobby zu frönen und sich was Gutes tun. Für das Wandern auf den Pilgerstrecken die nach Mekka, nach Jerusalem oder sonst wohin führen, sind Menschen aller Konfessionen eingeladen. In den drei Tagen der Messe werden über dreißig Fachvorträge abgehalten, in denen sich der Wanderer und Pilger ausführlich mit erfahrenen Marschierern  austauschen  kann  über Ausrüstung und Ernährung während seiner Wanderung.  Die nächste Pilgerreise des Vilsbiburger Impulsgebers Alexander Burger führt ihn nach Japan, d.h., es gibt viele Möglichkeiten zu „entschleunigen“ und dem alltäglichen Hamsterrad zu entfliehen.

Auf der Messe kann man sich auch über funktionelle sportliche Bekleidung und Schuhwerk informieren. Diverse Geschäftsleute im Raum Landshut stehen hierüber zu Auskünften zur Verfügung.

Weitere Aussteller zeigten Möglichkeiten auf, neue Wander- und Pilgerwege zu erkunden. Die Künstlerin Sabine Penzenstadler erstellte während ihrer Wanderung auf dem Jakobsweg, 50 Zeichnungen und Collagen.

Johann Graßer

 

Johann Graßer, durfte am 18. Mai 2013 nach einer Segnungsfeier mit Katholischen, Evangelischen Geistlichen, einem Imam und ca. 150 Freunden, die 4.100 km lange Fußstrecke nach Jerusalem beginnen. Er ging im Zeichen des Regenbogens. Dieser symbolisiert für ihn eine Brücke von Mensch zu Mensch, von Volk zu Volk, von Religion zu Religion und von Kultur zu Kultur. Mit 80 Gebetsanliegen von Mitmenschen, machte er sich auf den Weg. Er durfte als weltweit erster Jerusalemfriedenspilger in der UNO Wien die dortige Friedensglocke läuten. Viele  hilfsbereite Mitbürger spendeten während  seines Pilgerns für das Babyhospital in Bethlehem 2600 Euro und das Christophorus -Hospiz Erding 1.000 Euro.

Günther Fries

 

Der Landshuter Günther Fries erzählte von seiner Erfahrung  aus 30 Jahren Pilgerwanderungen nach Altötting. An einem Tag werden 65 km zurückgelegt. Zwei Tage ist man unterwegs. Nur mit THW und Feuerwehrunterstützung ist dieses Extrem-Pilgern zu bewältigen. Im Mittelpunkt dieses Wallfahrtens steht das Beten.

Franziska Schäfer

 

Franziska Schäfer von der Bücherei Pustet in Landshut berichtete, dass seit Erscheinen des Buches „ Ich bin dann mal weg“ von Hape Kerkeling, das Wandern wieder gesellschaftsfähig wurde. Frau Schäfer wies bei dieser Gelegenheit auch auf das Buch von Christine Thürmer, Laufen, Essen, Schlafen, hin.

Ludwig Götz

 

Ludwig Götz vom Landkreis Landshut erklärte und stellte den Landshuter Höhenweg vor. Auf insgesamt 128 km führt das bestens ausgebaute Wegenetz von Buch a. Erlbach über die Stadt Landshut einmal quer durch den Landkreis bis nach Hüttenkofen bei Niederaichbach.  Die Strecke verläuft zum Großteil auf dem Höhenrücken des Isartals entlang des Flusses. Immer wieder können die Wanderer von der Hauptroute (grüne Tafeln) auf insgesamt 17 Rundwege (blaue Beschilderung) abzweigen und einzigartige Perspektiven auf die Isar und wunderbare Ausblicke bis in die Alpen und den Bayerischen Wald genießen. Die Archäologie und die 8000-jährige Siedlungsgeschichte des Isartales sind Schwerpunkte des gesamten Wander-Lehrpfades. So geht spannende Umwelt- und Heimatbildung.

Die Veranstalter der Landshuter Umweltmesse sind gespannt darauf, wie sich diese „Messe in der Messe“ zeigen und weiter entwickeln wird.

Geschätsführer Rudolf Schnur erklärt die stilisierte Jakobsmuschel auf dem Umwelt-Plakat Pilgern und Wandern

 

Die Schirmherrschaft der 28. Landshuter Umweltmesse übernimmt Oberbürgermeister Alexander Putz. Die Bundes-Umweltministerin Barbara Hendricks musste ihre „Mitschirmherrschaft“ leider absagen. Sie wird vom parlamentarischen Staatssekretär Florian Pronold vertreten.

 

h.j.lodermeier