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“VON DER LOKALEN AGENDA 21 IN LANDSHUT – ARBEITSGRUPPE WIRTSCHAFT UND SOZIALES – ZUR LISTENKANDIDATUR FÜR DEN DEUTSCHEN BUNDESTAG” — Klartext.LA im Interview mit dem CSU-Listenkandidaten Dr. Stefan Kluge

 „Von der Lokalen Agenda 21 in Landshut – Arbeitsgruppe Wirtschaft und Soziales – zur Listen-Kandidatur für den Deutschen Bundestag“

Klartext.LA im Interview mit dem CSU-Listenkandidaten Dr. Stefan Kluge

Fragen:

H.J. Lodermeier: „Herr Dr. Kluge, wie kamen Sie zu Ihrem politischen Engagement?“

                      Stefan Kluge: „Das ist eine sehr gute Frage. Politisch interessiert und an politischen Diskussionen im vor-politischen Raum beteiligt bin ich seit meiner Jugend. Der entscheidende Anstoß parteipolitisch aktiv zu werden kam durch die Teilnahme der „Lokalen Agenda 21“, einer der Umsetzungsinitiativen des UNO-Gipfels zum Thema Nachhaltigkeit in Rio de Janeiro.

Im Kapitel 28 des verabschiedeten Programms wurden alle Kommunen der Unterzeichnerstaaten aufgefordert, auch auf ihrer Ebene in Zusammenarbeit mit Bürgerschaft, zivilgesellschaftlichen Organisationen und der privaten Wirtschaft ein an Nachhaltigkeit orientiertes Handlungsprogramm zu erstellen. Das Motto ist und war „Global denken – Lokal handeln“.

Auch die Stadt Landshut hat an dem Programm teilgenommen. Mein Ausbildungshintergrund und Interessen führten mich in die Arbeitsgruppe „Wirtschaft und Soziales“.

Basierend auf den Erfahrungen wuchs der Wunsch weitere Ideen mit politisch  interessierten Bürgern strukturiert auszutauschen und der Umsetzung zuzuführen. Letztendlich kam dann die Erkenntnis, dass das mit einer Mitgliedschaft in einer politischen Gruppierung wohl am besten gelingt. Nach Prüfung von Alternativen, Teilnahme an Treffen verschiedener Parteien, fiel die Entscheidung auf die CSU.“

H.J. Lodermeier: „Welche Themenfelder adressieren Sie?“

                      Stefan Kluge: „Kurz und knapp: Umwelt-, Sozial- und Arbeitnehmerfragen. Von der             Umweltthematik ist das Thema Energie und Energiewende nicht zu trennen. Deswegen die Mitwirkung in der Arbeitsgemeinschaft CSA, den Arbeitskreisen Umwelt und Energie, AKU und AKE. Letztendlich eine konsequente Fortführung der in der Agenda 21 begonnenen Richtung.“

H.J. Lodermeier: „Nun, das ist ja etwas generisch und die Abkürzungen kennt wahrscheinlich auch nicht Jeder. Können Sie da bitte etwas präziser werden, was ist z.B. die CSA?“

                     Stefan Kluge: „Sehr gerne. Die CSA kümmert sich um die Anliegen der Arbeitnehmer und das Soziale innerhalb der CSU, sie stellt das „soziale Gewissen“ der CSU dar. Der Kreisverband der CSA Landshut, deren   Vorsitzender ich bin, dient als Ansprechpartner und Koordinator der Aktivitäten in Stadt und   Landkreis. Wir  nehmen aktiv Einfluss auf die politische Meinungsbildung v.a. in der Sozial-, Wirtschafts-,  Arbeits- und Familienpolitik.

Ziel der CSA ist es, dass jeder Mensch einen fairen Lohn für eine menschenwürdige, familienfreundliche Arbeit erhält, von dem man gut leben kann.      Sozial gerecht ist was gut bezahlte Arbeitsplätze in nachhaltig erfolgreichen    Unternehmen schafft. Unternehmen, die sich fast nur auf Belegschaften mit    befristeten Arbeitsverträgen, Zeitarbeitern, Werkverträgen, Minijobs begründen, zähle   ich nicht dazu.

Besser ist es mit einer starken, regulär sozialversicherungspflichtig-beschäftigten Kernbelegschaft ein solides Wissen aufzubauen, immer bessere Leistungen zu erbringen und damit die Grundlage für dauerhaften wirtschaftlichen Erfolg zu legen. Wenn man dann zum Ausgleich von Schwankungen im Markt, zur Abdeckung nicht zum Kerngeschäft gehöriger Aufgaben oder von nur selten anfallenden Aufgaben, zu einemkleineren Teil vorgenannte Beschäftigungsoptionen einbezieht ist das hilfreich. Man sollte dann aber so fair sein den Gewinn an Flexibilität, der sich in der Profitabilität widerspiegelt, entsprechend zu honorieren.

Bis spätestens 2025 streben wir Vollbeschäftigung in Deutschland an. Auf flächendeckende berufliche Weiterbildungs- und Weiterentwicklungsperspektiven ist gemeinsam hinzuwirken. Ein weiteres Element, welches wir seitens des CSA Bezirksverbandes Niederbayern adressieren wollen, ist die Weiterbildung von Führungskräften, die einen entscheidenden Beitrag zur nachhaltigen Schaffung von Arbeitsplätzen in einem gesunden Betriebsklima leisten müssen.

Wohnraum, Energie, medizinische Versorgung und der Lebensunterhalt insgesamt müssen bezahlbar bleiben. Jeder soll sich seinen wohlverdienten Ruhestand leisten können, auch einen eventuellen Aufenthalt im Senioren- und Pflegeheim. Besonderes Augenmerk liegt daher auf einer vernünftigen und gerechten Rentenpolitik.

Weil wir gerade über die CSA sprechen, der Anstoß für die Kandidatur auf der CSU Landesliste kam von der CSA Niederbayern. Die Nominierung wurde von der CSA Niederbayern einstimmig unterstützt.“

H.J. Lodermeier: „Vielen Dank. Sie sind also durch die CSA Niederbayern nominiert worden. Soziale Gerechtigkeit ist ja eines der schwer greifbaren Schlagworte. Kommen wir nun zur Bundespolitik und bleiben bei den Themenfeldern, welche wir gerade diskutiert haben. Was sind in diesem Zusammenhang Ihre und die konkreten Ziele der CSU auf Bundesebene, die beim Bürger ankommen sollen.

                     Stefan Kluge: „Die Ziele sind zum einen im gemeinsamen Wahlprogramm mit der CDU festgelegt, ergänzend dazu finden sich einige im Bayernplan 2017 der CSU, da die CDU bekanntermaßen nicht alle Ideen mittragen wollte. Hier in Niederbayern werden die Ziele durch den Niederbayernplan ergänzt. Familien stehen im Mittelpunkt, deswegen werden wir uns für eine zeitnahe Abschaffung des Solidaritätszuschlages einsetzen. Des Weiteren ist eine spürbare Entlastung der Arbeitnehmer in der Einkommenssteuer längst überfällig.

Gleichwertige Lebensbedingungen in Stadt und Land. Neben der Verkehrs-Infrastruktur ist die Erschließung des Breitbandnetzes und das Füllen der Lücken im Mobilfunknetz wichtig. Niederbayern soll Pilotregion für die nächste, die 5. Generation, der Mobilnetze werden.

Wohneigentum ist ein wichtiger Pfeiler in der Altersversorgung. Die Abschaffung der Eigenheimzulage wird durch die Einführung eines Baukindergeldes kompensiert werden. Der Ersterwerb von Wohneigentum zur eigenen Nutzung wird durch Anrechnung eines Freibetrages bei der Grunderwerbssteuer erleichtert werden.

Außerdem wird der Wohnungsbau, z.B. durch Schaffung von erweiterten Abschreibungsmöglichkeiten angeschoben. In den nächsten 4 Jahren ist das Ziel zusätzlich 1.5 Millionen Wohnungen deutschlandweit zur Verfügung zu haben.

Das Ehegattensplitting wird beibehalten. Wir wollen das Kindergeld um 25 Euro erhöhen. Auch soll der Kinderfreibetrag in der kommenden Legislaturperiode in zwei Schritten auf das Niveau des Freibetrages für Erwachsene erhöht werden. Derzeit beträgt das Kindergeld für das erste und das zweite Kind pro Monat 192 Euro. Für das dritte Kind werden 198 Euro gezahlt, für jedes weitere 223 Euro.

In der Rentenpolitik werden wir ein tragfähiges Rentenkonzept für 2030+ erstellen und den 3. Rentenpunkt für die Mütterrente auf den Weg bringen.

H.J. Lodermeier: „Was ist aus Ihrer Sicht von Wahlversprechen zu halten, zu denen auch Ihre Punkte gehören? Diese werden doch erfahrungsgemäß nicht eingehalten.“

                      Stefan Kluge: „Nun gut, vor allem der CSU wird das von politischen Mitbewerbern nachgesagt. Fakt ist, dass die Wahlversprechen des Bayernplanes 2013, dem CSUProgramm zur Bundestagslegislaturperiode 2013-2017, ausnahmslos erfüllt worden sind: Länderfinanzausgleich reduziert, Mütterrente umgesetzt, PKW-Maut durchgesetzt, Kindergeld erhöht, Erbschaftssteuer fair gestaltet, mit dem Ziel, Arbeitsplätze in mittelständischen Unternehmen zu sichern. Diesen Weg, das abzuliefern, was versprochen wird, jetzt den Bayernplan 2017, werden wir konsequent weitergehen.“

H.J. Lodermeier: „Weshalb kandidieren sie persönlich für den Bundestag?“

                      Stefan Kluge: „Die vielfältigen, internationalen Erfahrungen in verschiedenen Branchen,   Unternehmen und Funktionen würde ich gerne sach- und zielorientiert in die parlamentarische Arbeit in Berlin einbringen.“

H.J. Lodermeier: „Eine abschließende Frage: Was wünschen Sie sich von unseren Wählern?“

                      Stefan Kluge: „Das ist eine weitere sehr gute Frage. Zunächst, bitte an der Wahl  zahlreichst teilnehmen. Jede Stimme ist wichtig, und die Möglichkeit der Wahl ist,  wenn man sich den Rest der Welt so ansieht, ein Geschenk. Zweitens die Ruhe  sorgfältig abzuwägen, ob es Sinn macht eine Protestbewegung oder Nischenpartei zu unterstützen. Dies besonders im Hinblick auf die Situation hier in Bayern. Ganz pragmatisch: in Bayern besteht die Möglichkeit, mit dem Votum Erst- und Zweitstimme für die CSU, realen, gewichtigen Einfluss auf die Schwesterpartei CDU und die Bundespolitik insgesamt zu sichern.“

 

Hans Joachim Lodermeier: „Vielen Dank für das Gespräch und viel Erfolg.“

Stefan Kluge: „Herzlichen Dank.“

 

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Lebenslauf

Dr. Stefan Kluge, geboren in Landshut, 49 Jahre, verheiratet 2 Kinder, 12 und 17 Jahre

Ausbildung:

Abitur 1987 am Hans-Leinberger-Gymnasium, Landshut

Studium der Chemie, allgemeine Rechtslehre und Umweltrecht, Toxikologie an der Universität

Regensburg von 1988 bis 1994

1994 Abschluss der Ausbildung als Diplomchemiker

1994 bis 1997 Promotionsstudium und Ergänzungsstudium Informationstechnologie

1997 Abschluss Dr. rer. nat.

Beruflicher Werdegang:

1998 Systemingenieur bei General Electric

1998-2000 Projektleiter Fertigungsautomatisierung bei Siemens

2000-2005 verschiedene Funktionen in Entwicklung, strategischer Planung und

Geschäftsplanung, IT-Management in der Fertigung der Infineon Technologies AG

2005-2011 verschiedene Funktionen in Supplychain- und Fertigungsstrategie, Einkauf von

Fremdfertigungsleistungen im Geschäftsbereich Kommunikation und der Zentralfunktion

Operations der Infineon AG

2011-heute verschiedene Funktionen im Supplychain-Management, Einkauf von

Fremdfertigungsleistungen im Geschäftsbereich Mobilkommunikation und dem Zentraleinkauf

von Intel

Politisch: u.a. Vorsitzender Ortsverband Landshut-Stadt St. Wolfgang/ Bayerwald,

Kreisvorsitzender CSA Landshut-Stadt/ -Land, Schatzmeister CSU-Bezirksverband Niederbayern

 

*ENDE*