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Viererbande

Viererbande

Marile Holzner, Steffen Kern, Melanie Siegel, Pia Winkenstern
Mixed Media

18. April – 10. Mai 2015

Eröffnung: Freitag, 17. April 2015, 19.30 Uhr

Einführung: Ursula Bolck-Jopp

Führungen durch den Künstler: Sonntag 8.2. und 22.1. jeweils um 15 Uhr

Öffnungszeiten: Do., Fr., u. So. 14 – 17 Uhr, Sa. 11 – 17 Uhr

Mit der Ausstellung ‚Viererbande: Marile Holzner, Steffen Kern, Melanie Siegel, Pia Winkenstern. Mixed Media‘ eröffnet sich ein Blick auf das aktuelle Schaffen jüngster Künstlergeneration: Die vier Künstler haben bei Prof. Karin Kneffel an der Akademie der Bildenden Künste in München studiert und sich autonome Positionen erarbeitet.

In der Landshuter Schau erproben sie die Korrespondenzen ihres Werkes untereinander.

Die Bilder Marile Holzners Bilder kreisen um das Interesse an Form als Volumen und ihrer Verortung im Raum.

Form entsteht durch unterschiedlichste Ursachen und ist im stetigen Wandel. Sie verändert sich durch Ausdehnung, Kompression, Reibung, Anpassung oder bildet aus eigener Bewegung neues Volumen und nimmt daraus Gestalt an.

Wie viel oder welchen Platz nimmt sie im Bildträger ein? Wie definiert sich Bildraum und wo endet dieser? Kann dieser gedehnt oder überschritten werden? Kann die Form den Bildraum ersetzten?

Dieser Fragestellung folgend, entstehen Zeichnung, Malerei sowie Collage unter Einsatz von Zirkel, Lineal und anderen technischen Hilfsmitteln. Papiere, Pappen oder MDF tragen durch ihre stoffliche Qualität zu einer reduzierten Farbgebung der Arbeiten bei.

Steffen Kern entwirft in seinen Zeichnungen Interieurs als Zeugnisse denkbarer Ereignisse. Sie bieten die Möglichkeit, tatsächlich geschehene oder erfundene Geschichten hineinzudenken und diese somit virtuell zu erleben. Steffen Kern konstruiert die Bilder ohne Zuhilfenahme von Vorlagen und erzeuge durch den Einbezug fotografischer Momente (Blooming, Blitzschatten, Schärfentiefe etc.) eine fotografische Anmutung – diese wirft die Frage nach dem Realitätsanspruch sowohl von Gesehenem als auch Gedachtem auf. Die Präsentation folgt, gemäß dem Konzept der fotografischen Anmutung, Konventionen aus der Fotografie. Sofern Malerei als der Umgang mit der Fläche betrachtet wird, befinden sich Zeichnungen größeren Formats, die flächig gearbeitet sind, sowohl an der Grenze zur Fotografie als auch zur Malerei.

Melanie Siegel interessiert sich für das Wechselspiel von Menschenwerk und Natur und stellt sich Fragen nach Werden und Vergehen, Natürlichkeit und Künstlichkeit. Organischen Wuchsformen und Landschaften begegnen Eingriffe, Ordnungsstrukturen, räumliche Eingrenzungen und Umformungen durch den menschlichen Willen. Die realistische Malerei dient ihr nicht als Medium zur Darstellung der objektiven Wirklichkeit. Aus dem Bedürfnis, sich die Welt anzueignen und sie mittels der Malerei neu zu erfinden, entsteht ein neuer ästhetischer Entwurf von Wirklichkeit, der vertraut und fremd zugleich erscheint.

Der gemeinsame Nenner der Arbeiten von Pia Winkenstern, die Malerei, Installationen und Objekte umfassen, liegt in der Verfänglichkeit von Vorurteilen, welche sich hinter einer trügerischen Vordergründigkeit verbergen. Der ästhetische Oberflächenreiz ist Indiz für den immanenten Protest, der die polarisierende Wirkung zwischen privater Intimität, zwischenmenschlicher Machtdynamik und Kontrolle behandelt. Geschlechtsspezifische, individuelle, gesellschaftliche, politische oder kulturelle Bezüge werden sichtbar.




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