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“VIELE HABEN DIESEN RÜCKHALT NICHT – Christine Gollwitzer spendet 520 Euro für Lebensmut

„Viele haben diesen Rückhalt nicht“

Christine Gollwitzer spendet 520 Euro für Lebensmut

 

Christne Gollwitzer von der gleichnamigen Bäckerei in Furth unterstützt jedes Jahr eine gemeinnützige Einrichtung. Die Entscheidung fällt sie meist schon zu Beginn des Jahres. Das war auch heuer nicht anders. Ihre Wahl fiel auf Lebensmut – wenig später erhielt sie selbst die Diagnose Krebs. Doch die Lebensfreude hat ihr die Erkrankung nicht genommen. Im Gegenteil: Freudestrahlend konnte sie Barbara Kempf, Chefärztin der Onkologie am Klinikum und Initiatorin von Lebenmut Landshut, kürzlich eine Spende in Höhe von 520 Euro überreichen.

Barbara Kempf, Chefärztin der Onkologie am Klinikum Landshut und Initiatorin von Lebensmut, freut sich über die großzügige Spende von Christine Gollwitzer in Höhe von rund 520 Euro.

Eine Geschichte, wie sie das Leben schreibt: Dass sie selbst zur Betroffenen am Klinikum werden würde, ahnte Christine Gollwitzer noch nicht, als sie auf Lebensmut aufmerksam wurde. Durch einen Zeitungsartikel erfuhr sie von den Make-up-Kursen für Krebspatienten. Eines von vielen Angeboten, das Gollwitzer überzeugte und unterstützen wollte. Im Familienbetrieb, eine Bäckerei in Furth, hatte sie eine Spendendose aufgestellt, um das Trinkgeld zu sammeln. „Ich möchte mich ganz herzlich bei unserer Kundschaft bedanken“, sagte Gollwitzer. Etwa 300 Euro kamen so über das Jahr hinweg zusammen, in einer Zeit, in der sich Gollwitzer der Krankheit stellen musste und am Klinikum behandelt wurde. „Mir war es immer wichtig, offen über die Krankheit zu sprechen, auch mit den Kunden“, erzählt sie. Doch damit nicht genug: Zusätzlich organisierte die Familie einen Flohmarkt im Laden und verkaufte Kinderkleidung und Spielsachen. Rund 510 Euro lautete schließlich das stolze Ergebnis. 10 Euro obendrein erhielt Gollwitzer noch von einer ebenfalls Betroffenen bei einem Behandlungstermin in der onkologischen Tagesklinik vor der Spendenübergabe. „Psychoonkologische Hilfe ist sehr wichtig“, so Gollwitzer. „Ich kann mit der Krankheit umgehen, weil mich meine Familie aufgebaut hat.“ Sie habe die Angebote daher nicht in Anspruch genommen, „aber viele haben diesen Rückhalt nicht“. Nach Operation und Chemotherapie am Klinikum hat Gollwitzer inzwischen ihr Hobby – die Klosterarbeiten – wieder aufgenommen. Die Handarbeit ist fester Bestandteil ihrer „Zurück-ins-Leben-Phase“. „Hätte ich das nicht, würde ich vielleicht an der Kunsttherapie teilnehmen“, so Gollwitzer. „Wer nicht so viel Unterstützung erfährt wie ich, der ist hier in den besten Händen.“

Die Spende für Lebensmut trägt dazu bei, dass Betroffene einer Krebserkrankung  therapie-begleitende Maßnahmen erhalten. „Vielen herzlichen Dank! Wir können mit der Spende ein halbes Jahr die Aromatherapie abdecken“, erklärte Chefärztin Barbara Kempf. Im Klinikum ist eine Armoaexpertin tätig, zwei weitere Mitarbeiter im Haus bekommen die Ausbildung über den Verein bezahlt. Bei der Aromatherapie werden Räume und die Station mit speziellen Ölen beduftet, die  zum Beispiel Ängste lindern oder entspannend wirken. Auch unangenehme Gerüche bei offenen Tumoren können abgemildert werden.

Alle Therapien, Kurse, Sprechstunden und mehr werden ausschließlich durch Spenden finanziert. Für die Patienten sind alle Angebote von Lebensmut kostenlos und unabhängig vom Krankenhaus oder behandelndem Arzt.

 

Foto: Klinikum.

 

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