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Verkehr und Zukunft abhängig von guter Infrastruktur

(von links) DVWG-Präsident Professor Knut Ringat, Stv. Ministerpräsident von Hessen Tarek Al-Wazir, Stadtrat und DVWG-Beirat Südbayern Bernd O. Friedrich (Bild: dvwg-Kösling)

Deutscher Mobilitätskongress „Mobility 4.0 – Datenfluss und Mobilität“

Die Deutsche Verkehrswissenschaftliche Gesellschaft (DVWG), Rhein-Main Verkehrsbund (RMV), International School of Management (ISM) und das House of Logistics & Mobility veranstalteten in Kooperation über 3 Tage den „2.Deutschen Mobilitätskongress“ als Spitzenveranstaltung in Europa im KAP Europa der Frankfurter Messe.

Kompetente Vertreter und Entscheidungsträger aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik diskutierten mit 400 Teilnehmern über neue Potenziale für Mobilität und Verkehrsvernetzung. In unterschiedlichen Sequenzen wurden Themen wie „New Mobility / Share Economy“, „Universal Design in der Mobilität“ und“Mobilität, Big Data und IT“ diskutiert und bewertet. Workshops über „Zukunft der Mobilität“, „Internationale Fahrradmobilität“ und „Big Data – Chance für den ÖPNV“ vertieften Kenntnisse und vermittelten Anregungen für die Kongressteilnehmer.

Professor Knut Ringat, Präsident der Deutschen Verkehrswissenschaftlichen Gesellschaft, verglich in seiner Eröffnungsrede die Erfindung der IT Datentechnik mit der Erfindung des Verbrennungsmotors. Mit der Digitalisierung der Bundesrepublik werden Kräfte gebündelt, die alle Verkehrsträger (Schiene, Straße. Luftwege und Wasserstraße) betreffen. Grundlage dafür ist, als besondere Kernleistung, eine solide Infrastruktur, die in den letzten Jahrzehnten durch die Politik sträflich vernachlässigt wurde. Dass  diese Vernachlässigung schwerwiegende und für jeden Bürger  spürbare Folgen für die Verkehre hat, erklärte der stellvertretende Ministerpräsident von Hessen,Tarek Al-Wazir, in seiner Rede; bei dem Streik der Lokführer wurden 30 % mehr Staus (Frankfurt als der Verkehrsknotenpunkt Europas 60%) in der Republik erzeugt. Die Kapazität der Verkehrsträger Schiene, Straße, Luft ist an ihre Grenzen gestoßen. Fällt eine Säule der Verkehrsträger aus (Schiene) so bricht die nächste Säule (Straße) zusammen. Intelligente Verkehrsleitsysteme mit Istzeit-Informationen können diese Probleme lösen, bei geforderter auszubauender Infrastruktur. Wissenschaft und Wirtschaft fordern von der Politik mehr Mittel für den Erhalt und Ausbau der notwendigen Infrastruktur. Der volkswirtschaftliche Schaden durch diesen Mangel geht in die Milliarden. Für intelligente Mobilitätskonzepte müssen alle Verkehrsträger in ihrer Gesamtheit berücksichtigt werden. Um die Verkehre zu entlasten sind auch Wirtschaft und Politik gefordert. Lösungsansätze sind beispielsweise Job-Tickets, Schüler-Tickets oder auch Car-Sharing. In Zukunft auch über das Datennetz.

Um finanzielle Ressourcen zu sparen vernetzen sich heute schon große Firmen durch Wissenstransfer. Ebenso in der Wissenschaft. Share-Economy (Teilende Wirtschaft) war das immer wieder auftauchende Schlagwort in den Diskussionen. Der Nachwuchs spart nicht mehr auf das 1. Auto sondern auf das 1. Smartphone, das in der Zukunft, besonders bei Verkehrslösungen, eine große Rolle spielen wird. Der „Besitz“ des Autos steht nicht mehr im besonderen Vordergrund. Leistungen mit dem Auto werden geteilt. Bereitstehende KFZ im Rent-a-Car System sind in den Metropolen wie Frankfurt, Berlin, Stuttgart, schon heute über Apps auf dem Smartphone im Straßennetz zu finden und zu nutzen (29 Cent/Minute). Vernetzung aller Verkehrsträger auf der Datenschiene (Big Data) sind als Zukunft für die Gesellschaft anzusehen.

Auch für die Region Landshut müssen entsprechende Lösungen unter Nutzung aller technischen und strukturellen Hilfsmittel für die chaotischen Verkehrsverhältnisse genutzt werden. Ein Blick über den Tellerrand führt zu neuen Erkenntnissen und manchen Einsichten.

 

 

 




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