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Tumororthopädie im Klinikum Landshut

Orthopädische Klinik in Großhadern neuer Kooperationspartner als übergeordnetes Zentrum

Von links: Chefarzt Privatdozent Dr. Klaus Lerch und Nicolas von Oppen, Geschäftsführer des Klinikums (rechts),  sehen in der intensiveren Zusammenarbeit   mit Tumororthopädie-Experte Prof. Dr. Roland Dürr vom Campus Großhadern einen Fortschritt in der wohnortnahen Versorgung für die Region.

Erneut ist es dem Chefarzt  der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, Privatdozent Dr. Klaus Lerch  gelungen, einen renommierten Kollegen für das Klinikum Landshut zu gewinnen. Zuletzt stellte er mit Prof. Gösta Ullmark, einem schwedischen Pionier und Spezialisten zum Aufbau von Knochensubstanz, den Einsatz von Knochenchips im Klinikum vor.  Im jüngsten Symposium zum Thema Tumororthopädie präsentierte er  Prof. Dr. Roland Dürr von der Orthopädischen Klinik am Campus Großhadern der LMU München, mit dem das Klinikum Landshut künftig auf dem Gebiet der Knochen- und Weichteiltumoren enger zusammenarbeiten wird.  Dürr ist ein europaweit ausgewiesener Experte für die Tumororthopädie, der sich über viele Jahre an den Universitäten Rostock und am Campus Großhader konsequent diesen Ruf erarbeitet hat. Mit seinem Vortrag über die Möglichkeiten der Chirurgie bei Knochen- und Weichgewebetumoren begeisterte er im Klinikum die zahlreich erschienen Kollegen. Die Schwierigkeit in der Tumororthopädie besteht u. a. darin, die zehn Prozent der bösartigen Tumore zu erkennen, da in der Regel Größe noch Aussehen nur schwer Rückschlüsse auf die Bösartigkeit zulassen. „Die gefährlichen Tumore sind nämlich die, die schnell wachsen und die der Patient in der Regel an sich selbst diagnostiziert, weil er plötzlich merkt, dass z. B. die Hose nicht mehr passt, weil der Oberschenkel zu dick ist, der Schuh zu eng wird oder eine Schwellung in der Leiste wächst“, so Lerch. Patienten profitieren von der Zusammenarbeit in mehrfacher  Hinsicht:  „Zum einen haben wir in Prof. Dürr einen hochkompetenten Ansprechpartner hinsichtlich der herrschenden Leitlinien zur Behandlung spezieller, an Knochenkrebs erkrankter Patienten gewonnen. Andererseits ist das Klinikum Landshut personell und medizintechnisch mit PET/CT, Linearbeschleuniger und SPECT-CT der ideale Kooperationspartner, um die Patienten aus der Region mit dem übergeordneten Tumorzentrum in Großhadern hier vor Ort auf höchstem Niveau zu behandeln“, so Lerch.  Der Vorteil für die Patienten besteht außerdem in der wohnortnahen Versorgung, da durch die engere Zusammenarbeit der Klinik für Orthopädie am Campus Großhadern ein Konsiliardienst im Klinikum zur Verfügung gestellt wird, der das für den Patienten im Klinikum geplante Therapieschema überprüft und validiert. „So können wir die Patienten hier vor Ort mit einem Spezialisten an der Seite hervorragend weiterbehandeln“, betont Lerch. Im Klinikum können die Patienten daher vom ersten Nadelstich für eine Gewebeprobe bis hin zur endgültigen, exakt geplanten Operation wohnortnah versorgt werden.

 

 

 

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