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Trotz Regenrückhaltebecken “Land unter”?

Zu den Berichten in der LZ vom 03. Mai 2013 und im Wochenblatt vom 02. Mai 2013:

Am Samstag, 27. April 2013, findet im Bereich südöstlich von Landshut ein Starkregenereignis mit teilweise Hagelschauer statt.

Gegen 19.00 Uhr ist die Wildbachstraße ab dem Anwesen Zehentbauer überflutet und wird kurz darauf für den Durchgangsverkehr gesperrt. Das THW räumt das Schwemmgut beiseite.

Wenig später bricht der Damm des Schweinbachs etwa in der Mitte seines Verlaufs zwischen der Schweinbach-Brücke der LA 14 und der Hochschule Landshut.

Der daneben liegende Acker läuft voll und die Hochschule wird durch Feuerwehr und THW durch rasches Eingreifen vor Schäden bewahrt.

Die Aufräumungsarbeiten dauern bis nach Mitternacht an.

Nun zu den Rückhaltebecken im Bereich Attenkofen. Diese wurden im Jahre 2010 der Bestimmung übergeben. Der damalige Bayerische Umweltminister Dr. Markus Söder war deswegen eigens aus München zur Freigabe angereist.

Fakt ist, dass die größte Menge an Wasser nicht durch den Schweinbach in sein Bachbett eingetragen wurde, sondern die Zuflüsse aus Adlkofen, insbesondere Jenkofen. Die Verwüstungen in diesen Bereichen waren am Morgen danach gut erkennbar.

Erkennbar für jeden, der es sehen wollte, war aber auch, dass die drei Rückhaltebecken ihren “Wirkbetrieb” nicht aufgenommen hatten (siehe Fotos).

Während die beiden oberen Becken bestenfalls zur Hälfte gefüllt waren, zeigte sich das untere Becken dem überraschten Beobachter völlig leer.

Im mittleren Becken war der Unterschied seit dem Regenereignis mit bestenfalls 25 cm auszumachen (siehe Foto: heller und dunkler, also feuchter Schlamm am Treppenabsatz).

Tatsache ist, dass es in jedem Fall zu Überschwemmungen gekommen wäre, da für die Zuläufe von Adlkofen keine Rückhaltevorrichtungen vorhanden sind. Sehr Wahrscheinlich ist aber, dass der Unterlauf des Schweinbachs im Bereich von Schönbrunn insgesamt weniger Hochwasser geführt hätte, wenn die drei Becken zuerst voll gestaut worden wären. Diese Vermutung liegt nahe und wird von zahlreichen Bürgern geäußert. Möglicherweise wäre es dann auch nicht zum Dammbruch gekommen.

Was nützten teuere Regenrückhaltebecken, wenn diese bei Starkregenereignissen das Regenwasser nicht zurückhalten?

In diesem Zusammenhang wurde berichtet, dass vor der Bruchstelle die Abzweigung in einen Entlastungsgraben ebenfalls nicht rasch genug ihren Wirkbetrieb aufgenommen hat. Dafür wären Sperrbalken verantwortlich, die dort eingebaut sind.

Wie immer es auch war, wird im Stadtrat zu klären sein.

Unser Dank gilt in jedem Fall den Helfern vor Ort!

 

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