Home Wirtschaft und Unternehmen

Die Abschlepp-Offensive startet am 1. Oktober: Bei einem Ortstermin in der Spiegelgasse appellieren (von links) der Leiter der Polizeiinspektion, Helmut Eibensteiner, Oberbürgermeister Alexander Putz, die Stadträte und Antragsteller Bernd Friedrich und Robert Mader, Straßenverkehrsamtsleiter Holger Braune, sowie Stadtrat und Antragsteller Rudi Schnur an die Verkehrsteilnehmer, die Rettungswege und Feuerwehrzufahrten freizuhalten.

PRESSEMITTEILUNG
Rettungswege: Stadt Landshut geht gegen Falschparker vor

Ab 1. Oktober geht die Stadt gegen Falschparker in Feuerwehranfahrtszonen und Rettungswegen durch offensive Abschleppmaßnahmen vor – und das schneller als bisher. Wer sein Fahrzeug entsprechend rechtswidrig parkt und damit die Einsätze der Feuerwehr und Rettungsdienste erheblich behindert, muss neben den Kosten für den Abschleppvorgang auch mit einem satten Bußgeld rechnen. Bei einem kürzlichen Ortstermin in der Spiegelgasse machten Oberbürgermeister Alexander Putz sowie die Stadträte Rudi Schnur, Bernd Friedrich und Robert Mader, die 2019 mit einem Antrag ihrer damaligen Fraktionen CSU, JL/BFL und Freie Wähler hierfür den Stein ins Rollen brachten, auf die Problematik aufmerksam. Gemeinsam mit dem Leiter der Polizeiinspektion, Helmut Eibensteiner, und Straßenverkehrsamtsleiter Holger Braune appellierten sie an die Vernunft der Verkehrsteilnehmer und um mehr Rücksichtnahme.

„Durch Abschleppmaßnahmen effektiver gegen rechtswidrig in Feuerwehranfahrtszonen und Rettungswegen abgestellte Kraftfahrzeuge vorgehen“, lautete der einstimmige Beschluss des Verkehrssenats im Oktober 2019, der auf gemeinsamen Antrag der jeweiligen Fraktionen CSU, JL/BFL und Freie Wähler gefasst wurde. Anlass für die Antragsteller war die überhand nehmende Falschparkerei, die – wie der Leiter der Polizeiinspektion, Helmut Eibensteiner, beim Termin unterstrich – „der Polizei auch schon seit langem ein Dorn im Auge ist“. „Rettungswege zuzuparken, ist schon eine außergewöhnliche Form der Rücksichtslosigkeit“, schloss sich Putz Eibensteiners Aussage an: „Solche Parkverstöße sind beileibe kein Kavaliersdelikt und können im Einzelfall Menschenleben gefährden – das gehört rigoros geahndet“, betonte Putz.

Ab 1. Oktober wird abgeschleppt und das schneller als bisher. Denn ab sofort ist auch die Verkehrsüberwachung dazu berechtigt, Abschleppmaßnahmen zu veranlassen. Bisher musste bei etwaigen Parkverstößen erst die Polizei ausrücken, was oft zu Zeitverzögerungen führte. Wie Putz ergänzte, habe die Stadt eine entsprechende vertragliche Vereinbarung mit der Polizei geschlossen, die auch die einzelnen neuralgischen Örtlichkeiten – 200 an der Zahl – definiert. In der Praxis wird künftig laut Straßenverkehrsamtsleiter Holger Braune folgendermaßen vorgegangen: Nach Ausstellung einer Verwarnung informiert der Verkehrsüberwacher die Einsatzzentrale der Polizei. Von dort aus wird das Abschleppunternehmen sofort angefordert. Alle weiteren Maßnahmen werden dann durch den Verkehrsüberwacher vor Ort geregelt. Nach Abschluss der Maßnahme wird der Vorgang dann zur weiteren Bearbeitung an die Polizei übergeben.

In Zahlen ausgedrückt bedeutet dies für den Falschparker: Allein das Parken auf dem Rettungsweg kostet 35 Euro, hinzu kommt der Abschleppvorgang, der mit 140 bis 165 Euro zu Buche schlägt, und oben drauf die Bearbeitungsgebühr der Polizei in Höhe von 59 Euro: Macht zusammen mindestens 230 Euro.
Mit der beschlossenen Abschlepp-Offensive, ergänzte Antragsteller Rudi Schnur, folge man dem Vorbild der Stadt Aschaffenburg. Dort habe man mit diesen Maßnahmen sehr positive Erfahrungen gemacht. „Eine gute Sache“ findet auch die Feuerwehr, die die Vorgehensweise sehr begrüßt. Die Antragsteller und Oberbürgermeister Alexander Putz erhoffen sich mit dem rigorosen Durchgreifen eine gewisse pädagogische Wirkung und besonders eine Verbesserung der Parkmoral.

Foto: Stadt Landshut

Landshuter Energiegespräche finden im Wintersemester 2020/21 erneut digital statt

Wie so viele Veranstaltungen in den vergangenen Monaten, gehen auch die Landshuter Energiegespräche 2020 wieder neue Wege. Die Hochschule Landshut hat in Kooperation mit dem Freundeskreis Maschinenbau sowie den Solarfreunden Moosburg eine Online-Seminarreihe auf die Beine gestellt. Die Landshuter Energiegespräche befassen sich in ihrer neuesten Auflage mit dem Thema Nachhaltigkeit.

An drei Terminen werden Expertinnen und Experten der Hochschule Landshut Aspekte wie nachhaltige Klärschlammentsorgung sowie Chancen und Perspektiven von Wasserstoff als Energieträger beleuchten. Eine Podiumsdiskussion greift außerdem Argumente der wieder aufgekeimten Diskussion um die Kernkraft auf.

Nachhaltige Energieversorgung
Die Landshuter Energiegespräche starten am Montag, 19. Oktober, um 18.30 Uhr. Dr. Uwe Behmel betrachtet in seinem Vortrag „Nachhaltige Energieversorgung – Chancen und Perspektiven für Wasserstoff“ unter anderem die Power-to-Gas-Technologie und beleuchtet den Stand der Technik. Die Technologie bietet die ideale Möglichkeit, große Mengen erneuerbaren Stroms als Gas zu speichern und in Form von Wasserstoff, Methan oder Methanol für den Verkehr, zur Wärmeerzeugung oder für Industrieprozesse zu verwenden oder wieder zurück in Strom umzuwandeln.

Podiumsdiskussion
Am Montag, 23. November, findet ab 18.30 Uhr eine digitale Podiumsdiskussion zum Thema Energiewende, moderiert von Prof. Dr. Petra Denk vom Institut für Systemische Energieberatung GmbH an der Hochschule Landshut (ISE) und Prof. Dr. Barbara Höling von der Fakultät Maschinenbau, statt. Mit Vertretern aus Politik, Wissenschaft und Energiewirtschaft sollen dabei Argumente für und gegen eine neue Kernenergiedebatte erörtert werden.

Nachhaltige Klärschlammentsorgung
Den Abschluss der Landshuter Energiegespräche bildet am Montag, 18. Januar, ab 18.30 Uhr eine Veranstaltung zum Thema „Nachhaltige Klärschlammentsorgung im ländlichen Raum – das Projekt greenIKK“. Referentin Julia Straub vom Technologiezentrum Energie der Hochschule Landshut stellt das Forschungsprojekt vor und geht der Frage nach, welche Wege für einen unter ökologischen, technischen, wirtschaftlichen und sozialen Gesichtspunkten optimalen Verfahrensablauf zum Umgang mit Klärschlamm es gibt.

Die Anmeldung zu den einzelnen Online-Seminaren ist unter www.haw-landshut.de/la-energiegespraeche möglich.

Foto: Hochschule Landshut

Über die Hochschule Landshut:

Die Hochschule Landshut steht für exzellente Lehre, Weiterbildung und angewandte Forschung. Die sechs Fakultäten Betriebswirtschaft, Elektrotechnik und Wirtschaftsingenieurwesen, Informatik, Interdisziplinäre Studien, Maschinenbau und Soziale Arbeit bieten über 30 Studiengänge an. Das Angebot ist klar auf aktuelle und künftige Anforderungen des Arbeitsmarktes ausgerichtet. Die rund 5.000 Studierenden profitieren vom Praxisbezug der Lehre, der individuellen Betreuung und der modernen technischen Ausstattung. Für Forschungseinrichtungen und Unternehmen bietet die Hochschule eine breite Palette an Projektthemen, die von wissenschaftlichen Fachkräften mit bestem Know-how betreut und umgesetzt werden. Über 120 Professorinnen und Professoren nehmen Aufgaben in Lehre und Forschung wahr.

Rezension
18.10.2016 Die Schuldfrage
http://www.spektrum.de/rezension/buchkritik-zu-schuld-oder-schicksa 1/1426482
Paul Riemann

Michael Scheele
Schuld oder Schicksal?

Verlag: Komplett-Media, Grünwald 2016 ISBN: 9783831204397 , 19,99 €

Ab wann ist ein Mörder ein Mörder? Und bis wohin
Totschläger oder fahrlässig Tötender? Kann man
genetisch so geprägt sein, dass man objektiv unschuldig ist, egal was man tut? Und wie soll die Gesellschaft mit Menschen umgehen, bei denen eine genetische
Disposition zum Gewaltverbrecher schon als Kind
festgestellt wird? Sind nüchterne Alkoholiker schuldfähig -und Traumata vererbbar? All diese Fragen streifen das Problem, ob unser Leben Schicksal ist oder wir es mit freiem Willen gestalten
können. Michael Scheele, Münchner Prominentenanwalt, der es selbst zu einiger Prominenz gebracht hat, geht dem im vorliegenden Buch nach, wobei er eine Rundreise durch die Wissenschaften unternimmt. Er
liebt offensichtlich den ganz weiten Blick über den Tellerrand und umkreist mit Hilfe neuer Forschungsergebnisse aus Psychologie, Hirnforschung und Humangenetik das Thema individuelle Schuld in der Rechtssprechung.
Auch philosophische Thesen zieht er hierfür heran.
Homo imperfectus
Schon auf den ersten Seiten macht Scheele seine Intention klar, wenn er schreibt, die Welt “wäre eine bessere, wenn es den in jeder Hinsicht unvollkommenen menschlichen Primaten gelänge, die Gewissheit von eigener Perfektion und die Überzeugung von einer autonomen, willensgesteuerten Wahlfreiheit zu reduzieren oder sogar ganz über Bord zu werfen.” Dass der Autor auf eine möglichst breite Leserschaft zielt, zeigt sich in seinem Kapitel über kognitive Dissonanz – jenen unangenehmen Zustand, wenn Wahrnehmungen mit einer kognitiven Vorprägung (oft Vorurteilen und Schubladendenken) kollidieren. Scheele geht hier auf den Kachelmann-Prozess ein, auf die Querelen um Sepp Blatter und behandelt Platons Höhlengleichnis. Der ehemalige Bundespräsident Christian Wulff, der wegen Bestechlichkeitsvorwürfen Schloss Bellevue verlassen musste, und Starmeterologe Jörg Kachelmann, der seit den Vergewaltigungsvorwürfen einer Expartnerin nicht mehr im Fernsehen auftritt, präsentiert Scheele als Opfer der kognitiven Dissonanz von Staatsanwälten.
Um Fehlurteile der Justiz zu veranschaulichen, erörtert der Autor unter anderem die Fälle Gustl Mollath und Uli Hoeneß. Diktatoren wie Idi Amin und Josef Stalin und Serienkiller von Ted Bundy bis zu Gräfin Erzebet Bathory dienen ihm als Beispiele für Psychopathie. Etwa fünf Prozent der Bevölkerung, zitiert er Schätzungen von Neuropsychologen, sind von Funktionsstörungen im präfrontalen Kortex betroffen – einer Hirnregion, die für Empathie und moralisches Empfinden zuständig ist. Bei diesen fünf Prozent handle es sich häufig um Psychopathen; rund siebzig Prozent der schweren Verbrechen würden von ihnen begangen.

Verstand ist nicht alles 
Anschaulich beschreibt Scheele, wie das Streben nach Bedürfnisbefriedigung sozial Isolierte in die Arme von Radikalen treibt, und wie die genetisch vorgegebene Neigung zu Depression oder Aggression unser Leben
bestimmt. Auch auf Prägungen im Kindesalter geht er ein: Wer als Kind missbraucht beziehungsweise vernachlässigt werde, neige eher dazu, “eine krumme moralische Kompassnadel” zu entwickeln. Zudem wendet sich der Autor ausführlich der deterministisch geprägten Hirnforschung zu, die dem
Menschen mehr oder weniger jeden freien Willen abspricht. Er tendiert dazu, ihren Schlüssen im Großen und Ganzen zuzustimmen, hat aber einen differenzierten Blick auf diesen Forschungszweig. Scheele ist kein
Technikfeind, doch sind ihm die manipulativen Risiken der Humangenetik und Hirnforschung durchaus bewusst.
Autobiografisches wie der Suizid seiner Zwillingsschwester nach einer Vergewaltigung, oder Scheeles Panikattacken in der Dunkelheit aufgrund einer höchst unsensiblen Augenoperation im Kindesalter, geben dem Buch eine persönliche Note. Scheele appelliert an die deutsche Rechtsprechung, indem er beklagt, dass Staatsanwälte noch immer das Unbewusste, die Erkenntnisse der Hirnforschung und den Einfluss des Genoms weitgehend ignorieren, wenn sie über individuelle Schuld befinden. Mit seinem Buch legt er eine im besten Sinne populärwissenschaftliche Streitschrift vor, in der er leidenschaftlich für ein humanistisches, wissenschaftlich orientiertes Weltbild plädiert.

Foto: Komplett Media / Scheele

Pressemitteilung 28.09.2020

Die FREIEN WÄHLER Bayern machen in der Bayerischen Staatsregierung klar, dass die Debatte um ein Atommüll-Endlager in Bayern nicht ideologisch motiviert sein darf. Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber sagt: “Der Schutz der Menschen steht an erster Stelle. Bayern ist kein geeigneter Standort für ein Endlager. Hier entscheidet Geologie, nicht Ideologie.”

Thorsten Glauber, Mitglied im Landesvorstand der FREIEN WÄHLER Bayern: “Wir blicken sehr kritisch auf die Inhalte des Berichts. Die Herausnahme von Gorleben ist nicht nachvollziehbar. Das weitere Verfahren hat ohne Gorleben ein Glaubwürdigkeitsproblem. Wir werden in unserem Einsatz nicht nachlassen. Wir werden den weiteren Prozess mit wissenschaftlicher Expertise begleiten. Denn: Oberste Prämisse für ein Endlager ist der Schutz der Bevölkerung. Dazu braucht es eine absolut sichere geologische Barriere, keine technischen Nachbesserungen. Der Bericht muss jetzt genau geprüft werden.”

Die FREIEN WÄHLER betonen, dass die Geologie in Bayern stark zerklüftet ist, der Bayerische Wald ist Deutschlands größter Nationalpark, die Tektonik der Alpen übt großen Druck auf die Böden in Bayern aus. Die Entwicklung der Erdschichten ist daher nicht sicher.

Hubert Aiwanger, Landesvorsitzender FREIE WÄHLER Bayern, betont, dass Bayern nicht als Lagerort geeignet sei. „Das zerklüftete Granit im Bayerischen Wald und an anderen Standorten, da wurde uns bisher gesagt, sei dem nicht gewachsen, und jetzt ist plötzlich Gorleben nicht geeignet und unser Granit sei geeignet.” Zum Aus von Gorleben zeigen sich Aiwanger und Glauber mehr als überrascht.

Aiwanger weiter: „Ich halte es ohnehin für fragwürdig, ob man einen Standort findet, der für eine Million Jahre sicher ist. Zielführender ist es, auf Standorte zu setzen, wo wir die nächsten Jahrzehnte oder Jahrhunderte sicher einlagern können und der Atommüll überwacht und rückgeholt werden kann, um diesen mit dann neuen Methoden zu entsorgen. Diesen Standort haben wir schon in Gorleben, wo bereits zwei Milliarden Euro investiert wurden. Das ist allemal besser als die derzeitige Lagerung der Castoren in oberirdischen Lagerhallen bis zum St. Nimmerleinstag, da der Standort für die nächsten Millionen Jahre auch 2050 noch nicht fertig sein wird.“

https://www.bge.de/de/endlagersuche/zwischenbericht-teilgebiete

Foto: Freie Wähler

Pressemitteilung

Straubing, 28. September 2020

Pressestatement Zwischenbericht Suche Atommüll-Endlager

Zum heute bekanntgegebenen Zwischenbericht zur Suche nach einem Atommüll-Endlager in Deutschland erklärt der CSU-Bezirksvorsitzende von Niederbayern, Bundesminister Andreas Scheuer, MdB:

„Der Prozess für die Endlager-Suche ist realitätsfern und utopisch – kurz: für Niederbayern inakzeptabel. Die Tatsache, dass unsere Städte Landshut, Passau und Straubing als mögliche Endlagerstandorte aufgeführt werden, beweist das. Gleichzeitig wird das jahrzehntelang erforschte Endlager Gorleben nicht einmal mehr in Erwägung gezogen.

Das Verfahren zur Standortsuche setzt das falsche Signal an die Bürger in den vielen Gebieten in Deutschland, die jetzt aufgelistet sind. Für die CSU Niederbayern steht außer Frage, dass eine Endlagerstätte in der Region aus geologischen Gründen nicht möglich sein wird. Der jetzige Suchprozess hat an der geologischen Zusammensetzung des Gesteins nichts geändert.“

Ver.di hat für morgen zu einem bundesweiten Warnstreik im ÖPNV aufgerufen. Davon sind auch die Stadtwerke betroffen. Nach Informationen der Stadtwerke dauert der Warnstreik von 04:00 bis 23:59 Uhr. Es ist daher morgen ganztägig  mit erheblichen Beeinträchtigungen im Schülerverkehr und im Stadtlinienverkehr in den Tarifzonen 100 und 199 des Landshuter Verkehrsverbunds (LAVV) zu rechnen.

Foto: Stadtwerke Landshut

Pressemitteilung vom 28.09.2020

Zur heute bekanntgegebenen Vorauswahl für ein Atommüll-Lager:

ÖDP Bayern hält Granit, Salz und Ton gleichermaßen für ungeeignet – keine Garantie für 1 Million Jahre möglich

„Kein Wissenschaftler kann garantieren, dass geologische Formationen wie Salzstöcke, Ton und Granitgestein für 100.000 bis 1 Million Jahre stabil und dicht bleiben“, erklärte der bayerische ÖDP-Landesvorsitzende Klaus Mrasek zur heute bekannt gegebenen Vorauswahl für ein Atommüll-Endlager. Die ÖDP Bayern hält Granit, Salz und Ton gleichermaßen für ungeeignet.

Die heute veröffentlichte Standortvorauswahl für ein Atommüll-Endlager komme „um 60 Jahre zu spät“. „Sechs Jahrzehnte nach der Inbetriebnahme des ersten deutschen Versuchsreaktors Kahl mit der Atommülllagersuche zu beginnen, ist unverantwortbar gegenüber künftigen Generationen. Der vor allem von der CSU befürwortete Irrweg der Atomwirtschaft hätte nie begonnen werden dürfen“, so Mrasek.

Der ÖDP-Politiker glaubt nicht daran, “dass ausschließlich fachliche Aspekte für den Standort ausschlaggebend sind, an dem die lebensbedrohenden Hinterlassenschaften des Atomzeitalters aufbewahrt werden”. „Ich befürchte, dass letztendlich doch politische Aspekte entscheiden. Man wird den Atommüll dort vergraben wollen, wo man den geringsten Widerstand erwartet”. Deshalb will sich die ÖDP vor die betroffenen Regionen stellen und den öffentlichen Widerspruch mobilisieren. „Das erhöht auch den wissenschaftlichen Begründungsaufwand“.

Jedes Gutachten, das auf einen der heute genannten Standorte hinausläuft, müsse durch Gegengutachten überprüft werden, verlangt die ÖDP. Der Atommüll dürfe nur rückholbar gelagert werden – in der Hoffnung, dass künftige Generationen über technische Möglichkeiten verfügen, die den heute bekannten überlegen seien. „Bis dahin kommt es darauf an, den Atommüll in einem Hochsicherheitszwischenlager geschützt vor möglichen Terrorangriffen und absichtlich herbeigeführten Flugzeugabstürzen zu lagern. Wo dieses vorübergehende Hochsicherheitslager entstehen könnte, müsste in einem separaten Verfahren ermittelt werden. Die bestehenden ungesicherten Zwischenlager an den Atomkraftstandorten sind jedenfalls vollkommen ungeeignet und dürfen nicht noch weitere Jahrzehnte bleiben“.

Logo: ÖDP

ÖDP Bayern, Landesgeschäftsstelle, Heuwinkel 6, 94032 Passau

bayern@oedp.de; www.oedp-bayern.de

Hochschulpräsident Prof. Dr. Fritz Pörnbacher (von links), Kerstin Dempf, Leiterin der Abteilung Studienberatung und Karriereservice, Markus Schnelzer, Schulleiter Fach- und Berufsoberschule Schönbrunn, und Dr. Georg Aigner, Leiter der Fach- und Berufsoberschule Landshut-Dingolfing, streben eine enge Kooperation an.

Schulleiter von Fach- und Berufsoberschule Landshut zu Besuch beim Hochschulpräsidenten

120 Minuten intensiver Austausch – das war das Ergebnis eines Hochschulbesuchs von Dr. Georg Aigner, Leiter der Fach- und Berufsoberschule Landshut-Dingolfing, und Markus Schnelzer, seinem Schulleiterkollegen der Fach- und Berufsoberschule Schönbrunn. Das Treffen mit Hochschulpräsident Prof. Dr. Fritz Pörnbacher und Kerstin Dempf, Leiterin der Abteilung Studienberatung und Karriereservice, hatte zum Ziel, Kooperationspotenziale zwischen Hochschule, FOS und BOS auszuloten.

Der Besuch war gleichzeitig das erste Aufeinandertreffen der beiden Schulleiter mit dem Hochschulpräsidenten. Pörnbacher nutzte deshalb die Gelegenheit, seine Vision der Zukunft der Hochschule Landshut vorzustellen. Mit seinem Wunsch, den Campus in der Region noch weiter zu verwurzeln und das Studienangebot daran auszurichten, stieß er bei Aigner und Schnelzer auf viel Zuspruch. „Wir wollen Absolventinnen und Absolventen unbedingt in der Region halten“, so Schnelzer. Umso wichtiger sei es daher, ergänzte Aigner, attraktive Studiengänge zu etablieren, die in Süd-Ost-Bayern gefragt sind.

Studienangebot soll weiter wachsen
„An der Hochschule wird sich in den kommenden Jahren einiges tun“, versprach Pörnbacher. Erst vor kurzem sei man mit dem zum diesjährigen Wintersemester startenden Studiengang „Hebamme, weiterqualifizierend“ tief in den Gesundheitssektor eingetaucht. „Neben dem bereits bestehenden Studiengang ‚Biomedizinische Technik‘, wollen wir das Angebot in diesem Bereich weiter ausbauen“, betonte der Hochschulpräsident. Besonders Schnelzer nahm diese Aussage mit Freude zur Kenntnis: „In unserer elften Jahrgangsstufe haben wir dieses Jahr drei Gesundheitsklassen mit über 60 Schülerinnen und Schülern. Einen weiteren Ausbau in Studiengänge aus dem Gesundheitsbereich begrüße ich deswegen sehr.“

Um potenzielle Studierende bestmöglich auf ein Studium vorzubereiten und ihr Interesse für ein bestimmtes Fachgebiet zu wecken, ist der Austausch zwischen Bildungseinrichtungen und Hochschule von enormer Bedeutung. Das zu koordinieren ist Aufgabe von Kerstin Dempf, die mit Aigner und Schnelzer in regelmäßigem Kontakt steht. Zusammen mit dem Hochschulpräsidenten und den beiden Schulleitern diskutierte die Leiterin der Abteilung Studienberatung und Karriereservice mögliche Formate.

Studierende sollen von Erfahrungen berichten
Alle vier waren sich einig, dass es sinnvoll wäre, den Austausch von Studierenden mit Schülerinnen und Schülern zu fördern, zum Beispiel in Form von Besuchen an den beiden weiterführenden Schulen. „FOS und BOS würden sicher davon profitieren, wenn unsere Studierenden von ihrem Studium und ihrem Alltag berichten“, hob Dempf hervor. „Das nimmt vielen vielleicht auch die Scheu vor einem Studium und löst Berührungsängste.“

Aber auch auf der Ebene von Lehrkräften und Dozierenden wollen Hochschule sowie FOS und BOS mehr Austausch. Eine konkrete Umsetzung könnte dabei schon bald folgen. Dempf, Pörnbacher, Aigner und Schnelzer verständigten sich darauf, Teile des nächsten Arbeitskreistreffens der Schulleiter und Schulleiterinnen von FOS und BOS an der Hochschule abzuhalten, und dabei beispielsweise Laborführungen anzubieten.

Foto: Hochschule Landshut

 

Über die Hochschule Landshut:

Die Hochschule Landshut steht für exzellente Lehre, Weiterbildung und angewandte Forschung. Die sechs Fakultäten Betriebswirtschaft, Elektrotechnik und Wirtschaftsingenieurwesen, Informatik, Interdisziplinäre Studien, Maschinenbau und Soziale Arbeit bieten über 30 Studiengänge an. Das Angebot ist klar auf aktuelle und künftige Anforderungen des Arbeitsmarktes ausgerichtet. Die rund 5.000 Studierenden profitieren vom Praxisbezug der Lehre, der individuellen Betreuung und der modernen technischen Ausstattung. Für Forschungseinrichtungen und Unternehmen bietet die Hochschule eine breite Palette an Projektthemen, die von wissenschaftlichen Fachkräften mit bestem Know-how betreut und umgesetzt werden. Über 120 Professorinnen und Professoren nehmen Aufgaben in Lehre und Forschung wahr.

Zur Meldung „Endlager-Suche: 90 Gebiete als geologisch geeignet benannt“ ein Statement von Florian Streibl, Vorsitzender der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion:

„Bei der Suche nach einem atomaren Endlager muss die FREIE WÄHLER Landtagsfraktion heute Probleme lösen, die der ehemalige Ministerpräsident Seehofer verursacht hat – wegen eines politischen Deals: Im Jahr 2013 hatte CSU-Koalitionär Seehofer im Bund zugestimmt, die Gebietskulisse für die Atommüll-Endlagersuche auf Bayern auszudehnen – im Gegenzug für den naiven Wahlkampfschlager ‚Ausländermaut‘. Für ein ‚Linsengericht’ hat Seehofer damit unsere Heimat Bayern verkauft. Wir setzen unsere Erwartungen nun auf den koalitionstreuen CSU-Ministerpräsidenten Markus Söder und die Umsetzung unseres bayerischen Koalitionsvertrags. Das bedeutet: kein Endlager für Atommüll in Bayern! Wir FREIE WÄHLER stehen zu unserem Wort.“

Foto: Freie Wähler

Medienerklärung 28.9.2020

Angesichts des gefährlich oberirdisch in Zwischenlagern abgestellten und tödlich strahlenden Atommülls müssen wir ein Endlager in Deutschland finden. Dieses muss in Erdschichten sein, die wenigstens eine Million Jahre den Todesmüll einschließen.

Die jetzt zu erwartenden Reaktionen „Endlager ja – aber hier nicht“ werden dem Problem nicht gerecht. Jeder Stromverbraucher, der in den letzten Jahrzehnten und vielleicht sogar noch heute Atomstrom bezieht, ist Mitverursacher unseres schrecklichen Atommüllproblems. Ebenso ist jede, die Politiker gewählt hat, die die Atomkraft haben ausbauen lassen, Mitverursacherin. Und jetzt müssen wir zusammen – mit Blick auf unsere Nachkommen – in Deutschland ein bestmögliches Endlager finden.

Übrigens: Wer meint, man sollte das Problem doch besser europäisch lösen, sollte sich klar machen, dass in Europa Deutschland wohl die bestgeeigneten Erdschichten hat. Eine europäische Lösung würde voraussichtlich auch den Strahlenmüll unserer Nachbarn zu uns bringen.

Gerade der hochradioaktive Atommüll wird durch die Spaltung des Urans in den Atomkraftwerken erzeugt. Uran strahlt – die Folgeprodukte strahlen millionenfach mehr. Bis sie wieder das Strahlenniveau von Uran erreichen, vergehen über eine Million Jahre. Alle in den letzten Jahrzehnten diskutierten Beseitigungswege a la „ins All schießen“ oder „im Meer versenken“ oder die „Wunderwaffe Transmutation“ sind nach Beurteilung von Fachleuten wie dem damaligen Arbeitskreis Endlager der Bundesregierung untauglich.

In einem laufenden Reaktor werden jeden Tag etwa 70 Kilogramm hochradioaktiver Müll erzeugt. Seine Strahlung ist höher als all die Strahlung, die beim Tschernobyl-Unfall freigesetzt wurde.

Seit sechs Jahrzehnten wird auch in Deutschland Atommüll erzeugt, für den es keine Entsorgung gibt.

Die oberirdischen Zwischenlager sind gerade bei Berücksichtigung nicht auszuschließender Terroranschläge nicht sicher. Deswegen brauchen wir in Deutschland ein Endlager in tiefen Erdschichten, die einen möglichst dichten Einschluss dieses Mülls für die notwendige Zeit in Aussicht stellen.

Unsere Bürgerinitiative fordert dazu auf, sich die Ewigkeitsdimension des von unserer Generation geschaffenen Atommülls bewusst zu machen und nicht in kurzsichtigen Lokalheldenreaktionen zu verharren.

Raimund Kamm  (Vorstand)

FORUM Gemeinsam gegen das Zwischenlager

und für eine verantwortbare Energiepolitik e.V.

Augsburg – Dillingen – Günzburg – Heidenheim – Ulm

www.atommuell-lager.de