Home Kunst und Kultur

Der Stern hat 2020 unter allen freiverkäuflichen Zeitschriften in Deutschland den höchsten Bruttowerbeumsatz erwirtschaftet. Laut PZ-Online belaufen sich die Einnahmen des Magazins von Gruner + Jahr auf rund 107 Millionen Euro. Die Bild am Sonntag (BamS) ist mit einem Anzeigenumsatz von 85,4 Millionen Euro das zweitstärkste Printerzeugnis, dicht gefolgt vom Spiegel (84,7 Mio. Euro). Die Zeitschrift des Axel Springer Verlags konnte vor allem im Dezember dazugewinnen und erwirtschaftete etwa ein Achtel des Jahreswerbeumsatzes in diesem Monat. Brigitte, Focus und Bunte erzielten 2020 jeweils 74 bis 75 Millionen Euro durch Reklame in ihren Magazinen.

Im Vergleich zum Vorjahr registrieren die meisten der Kiosk-Titel einen Rückgang des Anzeigenumsatzes. Die Bunte beispielsweise verlor gegenüber 2019 etwa 15 Prozent des Bruttowerbeumsatzes, beim Stern sind es acht Prozent. Der Spiegel kommt mit einem Minus von knapp drei Prozent vergleichsweise gut durchs letzte Jahr. Die BamS hingegen kann als einzige unter den hier aufgeführten Zeitschriften den Umsatz um über neun Prozent steigern.

Pressemitteilung                               Landshut, 24.01.2021

Landshut, 24.01.2020 – Am frühen Sonntagmorgen wurden Landshuter Statuen zum Sprachrohr für Extinction Rebellion. Die Empfehlung zur Einberufung eines Bürger:innenrats solle am darauffolgenden Tag, dem 25. Januar, vom Petitionsausschuss an die Bundesregierung übermittelt werden.

Statuen demonstrieren

Extinction Rebellion Aktivist:innen bestückten mehrere Skulpturen und Kunstobjekte in ganz Landshut mit Schildern. „Lobby raus – Bürger:innen rein!“, „Bürger:innenversammlung2021“ forderten diese nun mit den Hashtags #PolitikNeuLeben #Demokratieupdate oder #Klimamitbestimmung. Anlass zu dieser Form des corona-konformen Protests ist die anstehende Entscheidung im Petitionsausschuss des Bundestages am Montag, den 25.01.2021, ob die sehr erfolgreiche Petition 116046 dem Deutschen Bundestag empfohlen wird. Dieser würde einen entsprechenden Beschluss fassen, der an die Bundesregierung übermittelt wird.

3.Forderung: #BeyondPolitics #Politikneuleben

Die Petition 116046 fordert den Bundestag dazu auf, „einen bundesweiten Bürger*innenrat zur Klimapolitik einzuberufen“, dessen Ergebnisse verpflichtend in der Gesetzgebung berücksichtigt werden sollen.

Ein Bürger*innenrat bringt randomisiert gezogene Menschen, die die Vielfalt der Gesellschaft widerspiegeln, zusammen und gibt ihnen die Möglichkeit, sich umfassend durch anerkannte und unabhängige Expert*innen zu informieren. Im Zuge mehrerer Wochenenden erarbeiten die beteiligten Bürger:innen gemeinsam transparent und unabhängig Lösungsvorschläge für die Politik, die der sozialen Gerechtigkeit Rechnung tragen. Ein Bürger*innenrat ist nicht abhängig vom kurzfristigen Blick auf Wahlergebnisse, deshalb kann er Veränderungen vorschlagen die kurzfristig unpopulär erscheinen, aber langfristig besser sind. Gleichzeitig ist er frei von wirtschaftlichen Einflüssen, die häufig politische Entscheidungen “industriefreundlich” aber nicht bürgerfreundlich beeinflussen. Wenn Entscheidungen von einem repräsentativen Teil der Bevölkerung getroffen werden, haben sie eine höhere gesellschaftliche Akzeptanz, erklärt Anja Helmbrecht, Aktivistin der Landshuter Ortsgruppe. „Die Politik der letzten Jahre hat gezeigt, dass es nicht reicht, wenn wir der Regierung und Lobbyverbänden die ganze Verantwortung überlassen. Gäbe es mehr Mitbestimmung, würde Lützerath möglicherweise gerade nicht unnötig für die Kohleindustrie platt gemacht werden.“

Über Extinction Rebellion

Extinction Rebellion (XR) wurde 2018 in Großbritannien gegründet und ist eine internationale, dezentrale Graswurzelbewegung. Die Bewegung zählt über 140 Ortsgruppen in Deutschland mit ca. 20.000 Aktivist:innen. Weltweit ist XR bereits in ca. 1.178 Ortsgruppen in aktuell 73 Ländern auf sechs Kontinenten aktiv. Mit weit über 200.000 Rebell:innen wächst XR stetig und gewinnt insbesondere in Ländern des globalen Südens an Bedeutung. Durch Proteste mit friedlichem zivilem Ungehorsam will XR die Regierungen weltweit dazu auffordern, einen gesetzlichen Spielraum für ihre drei Forderungen zu schaffen:

  1. Tell the truthMedien, Unternehmen und Regierung müssen endlich mit der gebotenen Dringlichkeit über die Klimakrise und das Artensterben berichten
  2. Act now Artensterben und Naturzerstörung stoppen sowie Klimaneutralität bis 2025 (Netto-Null CO2-Emissionen)
  3. Beyond politicsBürger:innenversammlungen sollen inklusiv und partizipativ über die konkreten Schritte zur Erreichung der zweiten Forderung entscheiden

Text und Fotos: Anja Helmbrecht

Extinction Rebellion OG Landshut Extinction Rebellion Deutschland
www: extinctionrebellion.de/og/landshut/ www.extinctionrebellion.de
Twitter: @XRLandshut Twitter: @ExtinctionR_DE
Facebook: @XRLandshut Facebook: Extinction Rebellion Deutschland
Instagram: @landshut_xr Instagram: @extinctionrebelliondeutschland

 

 

Unesco

Foto: pixabay.com

Internationaler Tag der Bildung am 24. Januar: UNESCO befürchtet sinkende Investitionen

Durch die Verbreitung des Corona-Virus geraten Staatshaushalte weltweit unter Druck. Auch die Bildungsbudgets sind durch die wirtschaftlichen Folgen der Covid-19-Pandemie gefährdet. Die UNESCO warnt, dass insbesondere in den ärmsten Ländern die Finanzierungslücke im Bildungsbereich weiter wächst.

„Jeder Euro, der jetzt nicht in die Bildung fließt, wird uns in Zukunft teuer zu stehen kommen“, macht Walter Hirche, Vorstandsmitglied der Deutschen UNESCO-Kommission, vor dem Internationalen Tag der Bildung am 24. Januar deutlich. „Nur mit Bildung können wir die Folgen der Gesundheitskrise in den Griff bekomme. Dabei müssen wir besonders diejenigen im Blick behalten, die schon vor Corona besondere Unterstützung brauchten. Die Pandemie droht ohnehin bestehende Ungleichheiten noch zu verschärfen. Hier tut sich ein gesellschaftlicher Graben auf, den wir schnellstens überbrücken müssen“, betont Bildungsexperte Hirche.

Kaum Soforthilfen für Bildung

Auf dem vorläufigen Höhepunkt der Pandemie waren weltweit fast 1,6 Milliarden Lernende von geschlossenen Bildungseinrichtungen betroffen. Schon davor hatten 258 Millionen Kinder und Jugendliche keinen Zugang zu Bildung. Weitere 24 Millionen Menschen könnten durch die Pandemie dauerhaft von Bildung ausgeschlossen werden. Dennoch fallen die Soforthilfen für diesen Bereich verhältnismäßig gering aus.

„Die UNESCO schätzt, dass weltweit nicht einmal ein Prozent aller staatlichen Hilfen zur Bewältigung der Corona-Krise der Bildung zu Gute gekommen sind. Das ist deutlich zu wenig“, erklärt Hirche. Dringend notwendige Maßnahmen wie der Distanzunterricht müssten finanziert werden, so der Bildungsexperte. Dabei gehe es ebenso um die technische Ausstattung der Schülerinnen und Schüler wie um die Vermittlung des notwendigen Know-hows für Lehrkräfte. „Aber eine gemeinsame Studie von UNESCO, UNICEF und der Weltbank zeigt, dass nur die Hälfte aller untersuchten Länder Fortbildungen in diesem Bereich angeboten hat“, unterstreicht Hirche.

Weniger internationale Unterstützung

Die UNESCO befürchtet, dass auch die internationalen Finanzhilfen im Bildungsbereich sinken werden. Wurden 2018 noch 15,6 Milliarden US-Dollar von den Gebern bereitgestellt, könnten die Hilfen bis 2022 um rund 2 Milliarden US-Dollar schrumpfen. Ohne zusätzliche Anstrengungen würde das Vorkrisenniveau erst 2024 wieder erreicht werden, was für Bildungssysteme in ärmeren Staaten eine enorme Belastung darstelle.

Wie genau sich diese Zahlen entwickeln, hänge eng mit den wirtschaftlichen Auswirkungen der Krise auf die Haushalte der Geberländer zusammen. Nach aktuellen Berechnungen geht die UNESCO davon aus, dass die Volkswirtschaften der zehn größten Geber, darunter Deutschland, durch die Pandemie stärker belastet werden, als durch die globale Finanzkrise von 2007 und 2008.

Staaten wollen Finanzierung sichern

Bereits im vergangenen Oktober kamen unter dem Dach der UNESCO Staats- und Regierungschefs, internationale Organisationen sowie Ministerinnen aus mehr als 70 Ländern zusammen, um über die Bildungskrise zu beraten. Auf dem Treffen sicherten sie unter anderem zu, ihre nationalen Bildungsausgaben stabil zwischen vier und sechs Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu halten oder noch zu steigern.

„Vom internationalen Bildungsgipfel ist ein positives Signal ausgegangen“, konstatiert Hirche. „Doch wenn die Wirtschaftsleistung schrumpft, geraten auch die Bildungshaushalte unter Druck.“ Wird der pandemiebedingte Lernrückstand aber nicht aufgeholt, könnte das nach Schätzungen der Weltbank in den kommenden Jahren zu globalen Einkommensverlusten von bis zu 10 Billionen US-Dollar führen. „Wir dürfen jetzt nicht an der falschen Stelle sparen“, stellt Hirche klar. „Bildung ist nicht Teil des Problems, sondern Teil der Lösung.“

Hintergrund

Seit 2019 erinnern die Vereinten Nationen mit einem Internationalen Tag an das Menschenrecht auf Bildung und seine zentrale Bedeutung für eine nachhaltige Entwicklung von Gesellschaften weltweit. Mit der Verabschiedung der Globalen Nachhaltigkeitsagenda hat sich die Weltgemeinschaft verpflichtet, bis 2030 für alle Menschen inklusive, chancengerechte und hochwertige Bildung sicherzustellen. Die UNESCO koordiniert die Umsetzung dieses Ziels und gibt jährlich den Weltbildungsbericht heraus.

Weitere Informationen

Agenda Bildung 2030

UNESCO-Webseite zum Internationalen Tag der Bildung

UNESCO-Webseite zum Stand der Bildung

Aktionen zum Deutsch-Französischen Tag wie 2020 an der Grundschule Lalling können dieses Jahr nicht stattfinden.

BEZIRK NIEDERBAYERN

Pressemitteilung, Landshut, 21. Januar 2021

Präsenzveranstaltungen am Deutsch-Französischen Tag nicht möglich 

Landshut: In den vergangenen Monaten hat die Corona-Pandemie unseren Alltag auf den Kopf gestellt und Liebgewordenes verändert. Seit April 2020 wurden alle im Rahmen der Regionalpartnerschaft des Bezirks Niederbayern mit dem Departement Oise geplanten Begegnungen abgesagt. Betroffen sind etliche Schüleraustauschmaßnahmen, Jubiläumsfeierlichkeiten sowie regelmäßige Treffen in den Partnerkommunen. Gerade zum Deutsch-Französischen Tag am 22. Januar werden jedes Jahr zahlreiche Aktionen in den Schul- und Kommunalpartnerschaften organisiert, die auf die lange Freundschaft der beiden Nachbarländer verweisen. Schulen und Vereine wecken Neugierde auf Sprache und Kultur und informieren über Austauschmöglichkeiten zwischen Deutschland und Frankreich. Aufgrund der Pandemielage fallen in diesem Jahr Präsenzveranstaltungen aus.

In einem persönlichen Schreiben an die Präsidentin des Conseil départemental de l’Oise sowie die Bürgermeister der Partnerstädte und -gemeinden bedauerte Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich, dass die mit Fleiß und Sorgfalt vorbereiteten Begegnungen nicht stattfinden können und der unersetzliche persönliche Austausch vor Ort derzeit nicht möglich ist.

Zuversicht verbreiten die vielen Botschaften der Freundschaft und der Solidarität zwischen den Menschen. Weil sein Antrittsbesuch nicht stattfinden konnte, überbrachte Bürgermeister Michael Englram aus Langdorf die Grüße aus der Bevölkerung via Videobotschaft an die französische Partnergemeinde St. Crepin-Ibouvillers. Pakete mit Geschenken wurden an die Freunde in Frankreich versandt und Kontakte per Telefon und in digitaler Form gepflegt. „Dies alles lässt hoffen“, so der Bezirkstagspräsident in seinem Schreiben, „dass die Menschen in dieser schwierigen Zeit zusammenrücken, gemeinsam Lösungen finden und grenzüberschreitende Freundschaften weiterhin mit Leben füllen.“

In diesem Jahr jährt sich die Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde zwischen dem Bezirk Niederbayern und dem nordfranzösischen Departement Oise zum 30. Mal. Die Vorbereitungen für verschiedene Begegnungsmaßnahmen sind bereits in Planung – in der Hoffnung, dass persönliche Treffen in absehbarer Zukunft wieder möglich sein werden.

(pz)

Foto: Peter Gruber

Der Bezirk Niederbayern:

Mit den anderen sechs bayerischen Bezirken bildet der Bezirk Niederbayern die dritte kommunale Ebene. Das Bezirksgebiet umfasst neun Landkreise, drei kreisfreie Städte und eine Große Kreisstadt. Die Kernaufgaben umfassen die Bereiche Soziales, Gesundheit, Kultur- und Heimatpflege, Bildung und Jugend sowie die Fachberatung für Fischerei. Als überörtlicher Träger der Sozialhilfe unterstützt der Bezirk Pflegebedürftige, Senioren und Kranke sowie Menschen mit Behinderungen, die auf Hilfeleistungen angewiesen sind. Mit dem Bezirksklinikum Mainkofen sowie den Bezirkskrankenhäusern Landshut, Straubing und Passau sichert der Bezirk die psychiatrische Versorgung Niederbayerns. Der Bezirk Niederbayern ist auch ein wichtiger Arbeitgeber in der Region: Insgesamt sind für den Bezirk und seine Einrichtungen rund 3.000 Mitarbeiter tätig. Dazu gehören neben den Bezirkskrankenhäusern auch schulische Einrichtungen wie das Institut für Hören und Sprache in Straubing sowie das Agrarbildungszentrum Landshut-Schönbrunn.

Bildmotiv einer Postkartenserie des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege: „Heimat ist Zusammenhalt“.
Foto: Bayerischer Landesverein für Heimatpflege e.V.

Bayerischer Landesverein für Heimatpflege e.V. setzt sich für ein offenes Heimatverständnis ein

Solidarität ist ein Schlüsselbegriff der Pandemie – und ein Konzept ihrer Überwindung. Denn die Menschen erkennen zunehmend, wie wichtig Gemeinschaft, Wir-Gefühl und Zivilgesellschaft sind.

Vor diesem Hintergrund gewinnt die kürzlich unter Mitarbeit des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege e.V. verabschiedete Resolution des Bund Heimat und Umwelt in Deutschland (BHU) „Wer da ist, gehört zur Heimat“ erneut und verstärkt an Bedeutung.

„Wer hier ist, hat ein Recht darauf, Heimat in Deutschland zu erfahren, zu bilden und hier heimisch zu werden. Als Engagierte in der Heimatpflege sehen wir es als unsere Aufgabe an, dies in unserem Rahmen zu ermöglichen. Heimat ist eine Einladung,“lautet die Kernaussage der Resolution.

Der Landesverein stellt sich damit dem politischen oder ideologischen Missbrauch von Heimat entschieden entgegen und lehnt ein exklusives Verständnis, das ein Anrecht auf Beheimatung nur bestimmten Bevölkerungsgruppen vorbehalten will, entschieden ab. Heimat werde, so der Landesverein, maßgeblich durch gemeinsames Engagement und Teilhabe bestimmt.

„Die deutsche und auch, und vielleicht insbesondere, die bayerische Kultur, ist schließlich keine Monokultur und wurde zu allen Zeiten von Zuwanderung und vom Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher biographischer Prägungen und Lebensweisen gestaltet,“ sagt Dr. Daniela Sandner, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Landesvereins, die der BHU-Arbeitsgruppe angehört.

Sie machte in ihrem Artikel „Bedrohte Heimat?“, der erst kürzlich in der Vereinszeitschrift „Schönere Heimat“ erschienen ist, auch auf die Vereinnahmung der Heimat von rechts aufmerksam.

„Wir alle sollten Heimat als Integrationsraum begreifen, anstatt ihn durch Missbrauch für Ausgrenzung, Spaltung und Hetze geradezu ad absurdum zu führen. Mit dem Bestreben, alle diejenigen draußen zu halten, die wir für fremd, anders oder gar ‚unwürdig‘ halten, kann heute kein gesellschaftliches Zusammenleben mehr gelingen. Solidarität, Empathie, Zusammenhalt wachsen nicht hinter der Thujahecke des mit Stacheldraht umzäunten Vorgartens,“ schrieb Martin Wölzmüller, ehemaliger Geschäftsführer des Landesvereins, schon 2018.

Bürgerschaftliches Engagement, zu dem auch das Engagement in der Heimatpflege gehört, kann dabei helfen, frühzeitig eine demokratiefreundliche Umgebung zu schaffen. Nicht nur rechtsextremen Gesinnungen kann so beizeiten entgegengewirkt werden. Es ist dafür unerlässlich, dass sich zivilgesellschaftliche Institutionen zu einem offenen und zukunftsfähigen Heimatbegriff bekennen.

Dem stimmt auch Dr. Tobias Appl, Bezirksheimatpfleger der Oberpfalz und Vorstandsmitglied des Landesvereins, zu:

„Heimat ist nicht nur der Raum, in dem sich Kultur abspielt, Heimat ist auch die Gemeinschaft derjenigen, die sich vor Ort für ein friedliches Zusammenleben einsetzen. Heimat bietet Sicherheit und Geborgenheit, macht eine Gegend erst lebenswert. Das gilt für alle, die in unserem Land leben.“

Krisenzeiten verstärken das Bedürfnis nach Gemeinschaft und Zugehörigkeit. Denn das gemeinschaftliche Erleben von Verwundbarkeit kann, so erklären es die Sozialwissenschaften, Empathie und Zusammenhalt hervorrufen. Heimatlich verbunden fühlt man sich dort, wo kulturelle Identität nicht in Frage gestellt wird. Heimat braucht eben Solidarität, auch und gerade in Zeiten der Pandemie.

 

Hintergrund

Der Bayerische Landesverein für Heimatpflege e.V. kümmert sich seit seiner Gründung im Jahr 1902 um Heimat-, Denkmal- und Baupflege, Volksmusik, Bräuche, Trachten und Mundart in Bayern. Das Leitbild des Landesvereins, die Heimat zu schützen, bedeutet nicht nur, sie zu bewahren und zu pflegen, sondern sie auch verantwortungsvoll weiterzuentwickeln.

Bereits im Mai 2019 veröffentlichte der Landesverein einen Offenen Brief mit dem Titel „Haltung zeigen für die Heimat“. Alle Dokumente sind über die Internetseite www.heimat-bayern.de abrufbar.

Zufriedene Gesichter bei der Spendenübergabe: (v.l.) Dr. Elisabeth-Maria Bauer, Christian Gallwitz, Dr. Hannelore Omari, Martin Frühmorgen. Foto: Sparkasse Landshut

Landshut. Die Freiwilligenagentur Landshut „fala“ wurde von der Sparkasse Landshut ein weiteres Mal für ihre Aktivitäten unterstützt. Vorstandsmitglied Christian Gallwitz und Kommunalberater Martin Frühmorgen übergaben dazu eine Spende von 3.000 € aus dem Reinertrag der bayerischen Gewinnsparlotterie „Sparkassen-PS-Sparen und Gewinnen“ an die Vertreterinnen der fala.

Die Mittel werden für die vielfältigen Aufgaben der Agentur eingesetzt. „Die fala berät als eine unabhängige Anlaufstelle Bürger, die sich engagieren möchten. Sie werden informiert, qualifiziert und an gemeinnützige Einsatzstellen vermittelt. Derzeit koordiniert die fala mehr als 1.000 Freiwillige und arbeitet mit rund 150 Einrichtungen in der Region zusammen. Um das bürgerschaftliche Engagement zu stärken bringt die Agentur immer wieder eigene Freiwilligenprojekte auf den Weg. So wird schwerpunktmäßig im Bereich Leseförderung für Kinder und Integration vielfältige Unterstützung angeboten.“, erläuterte die Vorständin Dr. Hannelore Omari.

Christian Gallwitz dankte den Vertreterinnen der fala für ihr Engagement: „Die Leistung der fala ist wichtig für unsere Gesellschaft und verdient Unterstützung. Sie bringt Menschen aus den unterschiedlichsten Bereichen zusammen und zeigt Möglichkeiten des freiwilligen Engagements auf. Dabei helfen wir gerne mit.“

Die Vorständin der fala, Dr. Hannelore Omari, und die Geschäftsführerin Dr. Elisabeth-Maria Bauer freuten sich sehr über die großzügige Spende der Sparkasse, zumal zusätzliche neue Aufgaben warten:   Seit 1.1. ist die Freiwilligenagentur ein landesweiter Modellstandort und wird als „Zentrum für lokales Freiwilligenmanagement“ gefördert.