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Baufachwissen für Jedermann – Tipps und Fördermöglichkeiten für den Haus-Neubau

Bauherren-Infoabend der Leipfinger-Bader Ziegelwerke am 02. April in Vatersdorf

 

Weil der Hausbau meistens eine Entscheidung fürs Leben ist, sind vor dem ersten Spatenstich umfangreiche und vor allem verständliche Informationen sehr wichtig. Die gibt es für alle, die demnächst auf einer Baustelle anpacken wollen, beim Bauherren-Infoabend der Leipfinger-Bader (LB) Ziegelwerke in Vatersdorf. Am Dienstag, 02. April 2019 um 18 Uhr gibt es daher Baufachwissen für angehende Bauherren und die die es noch werden wollen.

„Wir wollen den Bauherren dabei helfen, ihr Haus nach den neuesten Standards zu errichten“, sagt LB-Chef Thomas Bader. „Behaglichkeit, Wohngesundheit und Energieeffizienz sind für angehende Bauherren entscheidende Kriterien im Rahmen der Neubauplanung. Mit der Ziegel-Massivbauweise lässt sich dies optimal erreichen.“ Schon die Planung des passenden Gebäudekonzepts sei einer der wichtigsten Beiträge zum ökologisch nachhaltigen und ökonomisch sinnvollen Wohnen.

Auf die Teilnehmer wartet ein informativer Vortrag über die die konkreten Vorteile der Massivbauweise: Ziegel sorgen immer für ein optimales Klima. Sie können selbst große Temperaturschwankungen kompensieren, indem sie Kälte von außen abhalten und Wärme im Gebäude belassen sowie im heißen Sommer unangenehme Temperaturspitzen wirksam ab puffern. So wirken sie wie eine naturnahe Klimaanlage. Höchstwerte beim Wärme- und Schallschutz erreicht zum Beispiel der neue Ziegel Unipor Silvacor. Außerdem haben die LB-Ziegel hervorragende Eigenschaften im Brand-, Strahlen- und Feuchtigkeitsschutz. Damit stehen sie für Wertbeständigkeit und gesundes Wohnen.

Außerdem gibt es einen kurzen Überblick der wichtigsten Eckpunkte einer Bauplanung sowie allerhand wissenswertes zur Energieeinsparverordnung und der Bedingungen für die staatliche KfW-Förderung. Häuser sollen künftig nicht nur weniger Energie verbrauchen, sondern auch weniger Wärme ungenutzt über die Gebäudehülle verlieren. Erreichen kann man das durch den Einsatz moderner Mauerziegel, die mit Dämmstoff gefüllt sind und den Bau auf Passivhaus-Niveau bringen. Eine besonders natürliche und umweltfreundliche Variante sind neue Ziegel mit Holzfaserdämmung.

 

 

Zum Abschluss des Bauherren-Infoabends geht es darum, Ziegel live zu erleben. Unter anderem wird bei einer Praxisvorführung das revolutionäre Mörtelpad vorgestellt. Mit dieser Trockenmörtelplatte, die zugeschnitten werden kann und nur noch bewässert werden muss, lässt sich Mauerwerk einfacher und schneller als bisher fertigstellen. Das ermöglicht Maurern mehr Leistung auf der Baustelle bei gleicher Zeit- und Personalplanung.

Die Teilnahme am Bauherren-Infoabend ist kostenlos. Für individuelle Fragen stehen den Besuchern qualifizierte Bau- und Fachberater zur Verfügung. Um Voranmeldung wird gebeten unter Telefon 08762/733-124 oder per E-Mail an veranstaltung@leipfinger-bader.de.

Programm

18.00 Uhr     Begrüßung und Empfang

18.15 Uhr     Expertentipps für Bauherren

– Baufachwissen für Jedermann

– Klug planen – Geld und Energie sparen

– Wohngesund und nachhaltig bauen

– Tipps und Fördermöglichkeiten für Ihren Neubau

 

                    Ziegel live erleben

Die modernste Form der Planziegelvermauerung mit dem revolutionären „maxit mörtelpad“

20.30 Uhr     Imbiss und Fachgespräche

Qualifizierte Bau- und Fachberater stehen für individuelle Fragen zur Verfügung

 

Fotos: Leipfinger-Bader

 

ANTRAG AN DEN STADTRAT DER STADT LANDSHUT

Die Verwaltung wird beauftragt, geeignete Grundstücke zur Bebauung durch die Bayernheim zu identifizieren und mit ihr in Gespräche zu treten, um zusätzlichen bezahlbaren Wohnraum in Landshut zu schaffen.

 

Über die Modalitäten der Abtretung (Verkauf, Erbpacht) oder auch die Systematik der Vergabe der Wohnungen ist dem Stadtrat zu berichten. Insbesondere soll das Thema Vergabekriterien umfassend beleuchtet und Möglichkeiten geprüft werden, ob und auf welche Weise diese Wohnungen insbesondere städtischen Angestellten, Beamten oder Beschäftigten der Stadtwerke mit kleinem und mittlerem Einkommen zu Gute kommen könnten.

Begründung: Der bayerische Bauminister Dr. Hans Reichhart hat angekündigt, dass die Bayernheim in den kommenden Jahren 10.000 Wohnungen, bevorzugt in Ballungsgebieten, bauen will. Landshut muss hier in meinen Augen Berücksichtigung finden, zumal die städtische Wohnungsbaugesellschaft bei ihren finanziellen und personellen Mitteln Engpässen unterliegen wird.

Ein besonderes Augenmerk soll auf die Angestellten und Beamten der unteren und mittleren Einkommen gelegt werden. Es ist kein wünschenswerter Zustand, dass unsere eigenen Mitarbeiter dieser Ebenen aus der Stadt wegziehen müssen, bzw. sich keine Wohnung in der Stadt leisten können.

 

Dr. Thomas Haslinger

Stadtrat

Foto: Archiv KLARTEXT.LA

Gribl: Kommunen brauchen Klarheit bei der Erhebung von Beiträgen

– Diskussionen um Beitragserhebungen sorgen für Verunsicherung.

– Kommunen sind zur Erhebung von Erschließungsbeiträgen verpflichtet.

 

Die Diskussionen um die Abschaffung der Straßenausbaubeiträge und um die Ausschlussfrist zur Erhebung von Erschließungsbeiträgen für Altanlagen reißen nicht ab. Für Irritationen sorgen insbesondere Äußerungen von einzelnen Abgeordneten des Bayerischen Landtags, wonach die Erhebung von Beiträgen im freien Ermessen von Gemeinden stehen würde. Vielfach lassen Äußerungen den Verdacht entstehen, dass Kommunen die Grundstückseigentümer grundlos und teilweise willkürlich „abkassieren“ würden. Und es werden Erwartungen von Anliegern geweckt, dass sie überhaupt nicht mehr zu Beiträgen herangezogen werden. Allerdings können solche hohen Erwartungen wegen der enormen Kosten weder von einer Kommune, noch vom Freistaat erfüllt werden.

Die Landespolitik darf nicht Erwartungen wecken, die andere auf kommunaler Ebene erfüllen sollen, meint der Vorsitzende des Bayerischen Städtetags, Augsburgs Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl: „Es ist einfach, den Menschen etwas zu versprechen, wenn man es nicht selbst halten muss. Schließlich tragen nicht einzelne Abgeordnete die Verantwortung in den Rathäusern, sondern Bürgermeister, Gemeinderäte und die Verwaltung einer Kommune. Sie sind gesetzlich zur Erhebung von Beiträgen verpflichtet.“ 

Zur Rechtslage bei der Abrechnung von Beiträgen zur Ersterschließung von Altanlagen erwarten Bürgermeister und Kämmerer eine Klarstellung durch die Staatsregierung. Gribl: „Äußerungen von Landespolitikern über eine vermeintliche Freiwilligkeit der Erhebung von Erschließungsbeiträgen widersprechen den Vorgaben des Erschließungsbeitragsrechts und des Haushaltsrechts, wonach regelmäßig eine Verpflichtung besteht, diese Beiträge zu erheben. Städte und Gemeinden können nicht ohne Weiteres auf mögliche Einnahmen verzichten. Eng verknüpft mit dieser Frage sind haftungs- und strafrechtliche Risiken, falls Beiträge nicht erhoben werden. Diese Fragen dürfen nicht auf dem Rücken der Bürgermeister ausgetragen werden. Wenn Landtag und Staatsregierung den Wunsch haben, dass die Kommunen auf die Erhebung von Beiträgen für Altanlagen verzichten sollen, muss das Kommunalabgabengesetz entsprechend geändert und ein vollständiger Ausgleich der entstehenden Einnahmeausfälle durch den Freistaat Bayern gewährleistet werden.“

 

 Foto: Bayerischer Städtetag

Bildtext: Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich bei einem Besuch des kleinen Gotteshauses in Deutenkofen

 

Eine Kirche im Besitz des Bezirkes

1444 erbautes Gotteshaus Pauli Bekehrung in Deutenkofen wird liebevoll erhalten – Bezirkstagspräsident: „Eine Aufgabe, die uns am Herzen liegt“

 

Ein Bezirk, der Eigentümer einer Kirche ist – das ist eine ungewöhnliche Konstellation. In Deutenkofen, einer ehemaligen Hofmark in der Nähe von Adlkofen im Landkreis Landshut, unterhält der Bezirk Niederbayern den Lehr- und Beispielbetrieb für Obstbau. Aber auch ein schmuckes Gotteshaus, das früher zu den Gebäuden des Schlosses zählte und nach mehreren Verkäufen jetzt dem Bezirk gehört: die Filialkirche Pauli Bekehrung. Einmal im Monat wird dort Gottesdienst gefeiert.

Die kleine Kirche wurde 1444 erbaut. Schon eher gab es die Hofmark, die auf eine Geschichte zurückblicken kann, die die Jahrhunderte überdauert hat. Bereits 1027 soll in der zwei Stunden zu Pferde von Landshut entfernten Ortschaft ein Gerichtstag stattgefunden haben, so besagt es die Pfarrchronik aus dem 19. Jahrhundert. Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich ist stolz darauf, dass der Lehr- und Beispielbetrieb für Obstbau des Bezirkes an einem Ort mit langer Geschichte angesiedelt ist, und legt viel Wert auf den Erhalt des Kirchleins: „Wir sehen es nicht nur als unsere Pflicht an, dieses schöne, kleine Gotteshaus für die nächsten Generationen zu bewahren, sondern tun das mit Freude. Wir sind uns dieser besonderen Aufgabe sehr bewusst, die wir gerne übernehmen. Besonders freue ich mich, dass einmal im Monat die Menschen zur heiligen Messe in unserer Kirche zusammenkommen.“

Aus dem Sünder Saulus wurde der heilige Paulus. Diese Bekehrung zeigt das Relief aus dem Jahr um 1500, das noch heute gut erhalten den Hochaltar ziert. Es ist dramatisch gestaltet und lädt zur genaueren Betrachtung ein. Erbauer des Kirchleins waren der Hofmarksherr von Deutenkofen Caspar Pfäffinger und seine Frau Elisabeth. Sie wählten Sankt Peter und Paul als Kirchenpatronen aus. Nachlesen können dies die gern gesehenen Besucher an einer Inschrift, die in Ziegel geritzt und die an der Sockelabschrägung an der Außenseite des Chores angebracht ist. Im Lauf der Jahrhunderte wurde aus der Kirche zu Peter und Paul schließlich Pauli Bekehrung.

Der Erbauer der Kirche war nicht irgendjemand. Hofmarksherr Caspar Pfäffinger zu Teyttenkofen, wie Deutenkofen früher geschrieben wurde, ging am Hofe ein und aus und war von 1433 bis 1444 ein Rat im Gefolge Herzog Heinrichs IV. Danach wurde er Erbmarschall in Bayern – ein bedeutender Vertreter des Hofes also, der sich nicht selten in Deutenkofen aufhielt. Die Kirche seiner Hofmark ließ der gläubige Christ gegenüber seiner damaligen Unterkunft errichten, um immer einen wachen Blick darauf haben zu können und sich dort zum Gebet zurückzuziehen.

Der Bau ist gut erhalten und wird liebevoll gepflegt. Gerade im Dezember sind erst wieder Arbeiten an der Außenmauer abgeschlossen worden. Das Langhaus ist fast quadratisch und hat eine flache Decke. Eine Besonderheit am Chor ist das Tonnengewölbe mit zwei Jochen und Stichkappen.  Wie es zu jener Zeit  Mode war, wurde  die Kirche 1730 barockisiert. Dafür verantwortlich waren Georg Siegmund von und zu Hegnenberg Dux und seine Frau Maria Anna. An beide erinnern Grabplatten mit ungewöhnlich langen Texten, die die Besucher in der Nordwand finden können. Die Altäre entstammen dem bayerischen Rokoko. Besonders füllen wird sich die Kirche schon bald, wenn am 23. Januar im Rahmen des Patroziniums der Kirche eine feierliche Messe gehalten wird. Auch Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich schaut immer wieder gerne in dem Kirchlein vorbei, das unter seine Zuständigkeit fällt: „Es hat eine ganz besondere Atmosphäre und wir sind sehr stolz darauf.“

 

– mbs –

 

Fotos: Bezirk Niederbayern/Bäter

 

 

Stadt kauft Grundstück am Bernlochner-Areal

Damit stehen zusätzliche Flächen für die Planung des neuen Stadttheaters zur Verfügung

 

Das derzeit in ein Zelt ausgelagerte Stadttheater Landshut soll auch künftig im Bernlochnerkomplex beheimatet sein. Diese Grundsatzentscheidung hatte der Stadtrat bereits im Frühjahr getroffen; im Juli wurde der Auslobungstext für den Realisierungswettbewerb verabschiedet. Der nächste Schritt folgte am vergangenen Freitag im nichtöffentlichen Teil der Sitzung des Feriensenats: Dieser segnete den von der Stadt mit einer Privatperson geschlossenen Kaufvertrag über ein direkt an das Bernlochner-Gelände angrenzendes Grundstück einstimmig ab. Damit stehen zusätzliche Flächen für den Neubau des Stadttheaters zur Verfügung.

 

Über den Kaufpreis vereinbarten beide Seiten Stillschweigen. Oberbürgermeister Alexander Putz und die Verwaltungsspitze zeigten sich aber ebenso zufrieden wie die Senatsmitglieder. „In langen Verhandlungen mit dem Eigentümer haben wir ein Ergebnis erzielt, das mit den ursprünglichen Vorstellungen der Stadt gut vereinbar ist“, so Putz. Man erhalte ein Grundstück in bester Lage, das zudem neue Perspektiven für die Planungen des Stadttheaters eröffne. „Insofern war für uns alle klar, dass wir diese Gelegenheit ergreifen müssen. Das eindeutige Votum des Feriensenats spricht eine klare Sprache und ist auch als Bekenntnis zum Stadttheater zu verstehen, für das wir eine möglichst zeitnahe Rückkehr in den Bernlochner anstreben.“

 

Foto: Archiv klartext.LA

Bildtext: Die CSU-Bürgermeister im Landkreis Landshut vereinbarten mit Landtagsabgeordnetem Helmut Radlmeier (Sechster von links) und Bundestagsabgeordnetem Florian Oßner (Fünfter von rechts), weiterhin die kommunalen Interessen eng mit der Landes- und Bundespolitik zu verzahnen.

 

Kommunalpolitisches Spitzentreffen der CSU

Abgeordnete Radlmeier und Oßner diskutieren Anliegen der Landkreisbürgermeister

 

Die CSU-Bürgermeister aus dem Landkreis Landshut haben sich am Montag mit dem Landtagsabgeordneten Helmut Radlmeier und dem Bundestagsabgeordneten Florian Oßner in dessen Bürgerbüro in Landshut über aktuelle politische Schwerpunkte für die Kommunen und Menschen in der Region ausgetauscht. Im Fokus standen dabei die steigenden Kosten für die Entsorgung des Bodenaushubs von Baustellen, die Gewinnung von Bauland, die neue Breitbandförderung des Bundes und die pragmatische Umsetzung von EU-Richtlinien vor Ort.

Damit sich die ohnehin schwierige Lage auf dem Wohnungsmarkt nicht noch weiter zuspitzt, hat der Kreisverband Landshut des Bayerischen Gemeindetages eine Resolution beschlossen, indem der Bund und der Freistaat dazu aufgefordert werden, die Pflicht zur immens teuren Entsorgung von kaum belastetem Bauschutt und Baustellen-Bodenaushub auf Deponien aufzuheben. „Diese Vorgabe hat dazu geführt, dass viele Baustellen vor allem auch in unserer Region für Kommunen, Planer, Bauherren und Bauunternehmer zu einem unkalkulierbaren Kostenrisiko geworden sind“, sagte Infrastrukturpolitiker Oßner. Um diesen unnötigen Baukostentreiber zu entschärfen, habe er das berechtigte Anliegen der Bürgermeister bereits mit Bayerns Bauministerin Ilse Aigner und deren Staatssekretär Josef Zellmeier besprochen.

Weitere Anreize für mehr Bauland nötig

Die CSU-Bürgermeister begrüßten die neuen Initiativen von Bundes- und Staatsregierung zur Schaffung von mehr Wohnraum. Sie forderten aber weitergehende Maßnahmen, um mehr Bauland gewinnen zu können. Die steuerlichen und finanziellen Anreize für Grundstücksbesitzer zum Verkauf von Flächen müssten zum Beispiel weiter verbessert werden. Nur dann könnten flächendeckend neue Wohnungen entstehen und die Immobilienpreise zumindest etwas gedrückt werden. Konkret müsste auch das Reinvestitionsgebot für die Landwirte gelockert werden und die Risikorücklage sowie die Abschreibungsmöglichkeiten insgesamt für Investoren verbessert werden. Baupolitiker Oßner verwies dabei auf die laufenden Beratungen in Berlin zu diesen Punkten, welche zügig abgeschlossen werden sollen. „Zudem müsse auch verdichtet werden, sowie stärker in die Höhe und Tiefe in Zukunft gebaut werden dürfen, um den Flächenverbrauch auch in Grenzen zu halten“, so Oßner.

Die neue Förderrichtlinie des Bundes zum zügigeren und einfacheren Ausbau des schnellen Internets, die ab 1. August gilt, wurde von den Bürgermeistern und den Abgeordneten als wichtiges Signal für die Stärkung des ländlichen Raums gelobt. „Bei der Umsetzung ist nun ein gutes Zusammenspiel zwischen Bund und Freistaat notwendig“, erklärte MdL Radlmeier. Er sagte zu, sich auch in bereits laufenden Verfahren für eine umfangreiche finanzielle Unterstützung der Kommunen einzusetzen, damit Glasfaserkabel und das Gigabitnetz in die Fläche kommen. Auf die Neuerungen ging Oßner kurz ein. So werden in Zukunft nicht mehr die Anträge in Berlin gesammelt und dann bewertet, sondern sofort geprüft, was viel Zeit spart. Zudem ist es möglich, während eines laufenden Verfahrens noch Verbesserungen in der Förderung zu erhalten, falls die Kosten zwischenzeitlich gestiegen sind. Die Höchstfördersumme ist nun auf 30 Millionen Euro je Projekt verdoppelt worden.

MdB Oßner appellierte schließlich mit den Rathauschefs dafür, dass Deutschland bei der Umsetzung von EU-Richtlinien in nationale Vorgaben nicht „päpstlicher als der Papst“ sein solle. „Vernünftige Regelungen sind wichtig. Aber genauso wichtig ist auch, diese so zu gestalten, dass sie von den Behörden vor Ort praktikabel und im Sinne der Bürger ausgelegt werden können.“ Gerade am Beispiel des Hochwasserschutzes ist dies momentan ersichtlich.“ Diese klare Botschaft der Kommunen werde Oßner mit Nachdruck in Berlin vertreten.

 

Foto: Bragulla

Grunderwerbssteuer für erste selbstgenutzte Immobilie abschaffen


FDP-Bauexperten Sebastian Czaja und Sebastian Körber diskutierten über liberale Baupolitik

 

Gemeinsam mit dem niederbayerischen FDP-Spitzenkandidaten zur Landtagswahl, Norbert Hoffmann, diskutierten vergangenen Freitag der Vorsitzende des Bundesfachausschusses Bau und Wohnen der Freien Demokraten, Sebastian Körber, und der Vorsitzende der FDP-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus, Sebastian Czaja, mit rund 30 Gästen im Augustiner in Landshut die aktuellen Herausforderungen der Bau- und Wohnpolitik.

Einig war man sich darin, dass die Gründung einer staatlichen Wohnbaugesellschaft, wie von der Staatsregierung beschlossen, nicht dazu geeignet ist, die Wohnungsnot in den Ballungs- und Boomregionen im Freistaat zu lindern. Ebenso stellten planwirtschaftliche Instrumente, wie die Mietpreisbremse, allenfalls ein untaugliches Herumdotktern an den Symptomen der hohen Mieten und Baukosten dar.

Vielmehr sei es nötig, an der Wurzel des Problems anzusetzen und Voraussetzungen dafür zu schaffen, schneller und vor allem auch günstiger bauen zu können. Der oberfränkische Spitzenkandidat zur Landtagswahl und Architekt, Sebastian Körber, betonte: „Der beste Mieterschutz ist ausreichend bezahlbarer Wohnraum!“ Daher müsse alles dafür getan werden das Bauen insgesamt wieder durch eine Reduktion von Vorschriften, Bürokratie und Standards günstiger gemacht werden, denn nur durch diese Ursachenbekämpfung könnten die Baukosten reduziert und damit das Wohnen und Mieten wieder erschwinglicher werden, so Körber weiter.

Um den Druck auf Ballungsräume abzumildern, sprach sich Sebastian Czaja für eine Stärkung der Infrastruktur insbesondere auch im ländlichen Raum aus: „Wer das, was er zum Leben und Arbeiten benötigt, vor der eigenen Haustüre findet, ist nicht gezwungen, in Großstädte abzuwandern.“ Zu einer zeitgemäßen Infrastruktur gehörten heute nicht nur eine entsprechende verkehrliche Anbindung, sondern zum Beispiel auch flächendeckend schnelles Internet sowie eine gute medizinische Versorgung, so Czaja weiter.

Für Bayern fordern die beiden Landtagskandidaten Hoffmann und Körber, die Grunderwerbssteuer für die erste selbstgenutzte Immobilie abzuschaffen, um die Wohneigentumsbildung als Schutz vor steigenden Mieten und Altersarmut zu stärken.

LANDSHUTER SPD-SPITZE SEHR ERFREUT UND ZUVERSICHTLICH – 3293 notwendige gültige Stimmen für „Pro Städtische Wohnungsbaugesellschaft erreicht“ – Stadtrat Steinberger verwundert über die verbale aggressive Konfrontation mit Landshuter Bürgern zum Thema

Führende Landshuter SPD-Leute mit der Fraktionsvorsitzenden und stellvertretenden Vorsitzenden des SPD-Stadtverbandes Anja König, der Vorsitzenden des SPD-Stadtverbandes Patricia Steinberger und des SPD-Vorstandsmitglieds und Stadtrates Gerd Steinberger, gaben der Presse in der Gaststätte Zollhaus Auskunft über ihre Erkenntnisse und Erfahrungen, die sie während ihrer Aktion „Pro Städtische Wohnungsbaugesellschaft“ erhalten haben.

Zum Bürgerbegehren für eine Städtische Wohnungsbaugesellschaft waren 3290 Unterschriften notwendig. Der Landshuter Stadtverwaltung wurden in den letzten Tagen 3293 Stimmen übergeben. Die SPD-Spitze ist darüber sehr erfreut und denkt mit Zuversicht an den hoffentlich positiven Ausgang des Entscheids am 14. Oktober im Zusammenhang mit der Landtagswahl, eine Städtische Wohnungsbaugesellschaft zu gründen. Voraussetzung sei hierfür ein positiver Bescheid des Feriensenats.

„Die fleißigsten Sammler von Unterschriften sitzen neben mir“, so Patricia Steinberger bei ihren einführenden Worten. Anja König war Tag und Nacht unterwegs Unterschriften für das Bürgerbegehren zu sammeln. Sie war die Person, die die meisten Schuhsohlen durchgelaufen hat. Gerd Steinberger sind speziell am Wochenmarkt die Unterschriftswilligen die Türe eingelaufen und sind Schlange gestanden. Nachdem Stadtrat Steinberger den Bürgerinnen und Bürgern erklärt hatte um was es hier eigentlich geht, hätten sich ganze Gruppen gebildet um zu unterschreiben. Die Scheu davor zu unterschreiben war verflogen und im Nu waren fünf-sechs Unterschriften hintereinander zu verzeichnen. Interessant war, dass besonders Bürgerinnen und Bürger aus den Nachbargemeinden ein besonderes positives Empfinden für diese „gute Sache“ hatten.

Nicht verschweigen möchte allerdings Steinberger, dass es auch einen kleineren Teil der Passanten gab, der durchaus sehr feindselig dem Bürgerbegehren gegenüber stand. Die Leute, die selber keine Wohnung brauchen, waren nach Aussage von Steinberger die Zugänglichsten. „Eine Städtische Wohnungsbaugesellschaft ist längst überfällig“, meinten viele Interesssenten. Gerade eine Funktionärin aus der CSU hatte Steinberger besonders angegriffen. Sie meinte, sie hätte ja ihre Wohnung und den Kindern wird sowieso eine Eigentumswohnung gekauft. Diese Erfahrung war für Steinberger erschütternd, dennoch waren die positiven Wahrnehmungen bei weitem überwiegend. „Wir von der SPD sind immer gegen eine Wand gelaufen mit diesem Thema Städtische Wohnungsbaugesellschaft“, aber endlich ist dieses Bürgerbegehren durch, resümierte Gerd Steinberger und darauf sind wir sehr stolz.

Anja König berichtete von Wohnungen, die sie selber besucht und mit eignen Augen bei ihrer Unterschriftensammlung gesehen hatte, die den heutigen Maßstäben nicht mehr genügen und den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt nicht mehr zumutbar sind. In der Küche einer Wohnung steht ein Pflegebett, da sich aus Platzmangel keine andere Möglichkeit bietet. Darüber hinaus seien viele Wohnungen verschimmelt. Dazu kommt, dass viele Eigentümer aus welchen Gründen auch immer, noch nie  saniert haben. „Gäbe es noch ein Wohnungsaufsichtsgesetz, so wären viele Menschen obdachlos“, meinte König. Es handle sich hier nicht um Hartz-IV-Empfänger sondern um Menschen, die im Niedriglohnsektor beschäftigt sind und sich daher keine bessere Wohnung leisten können. „Auf dem Immobilienmarkt klafft die Schere immer weiter auseinander“, so König. Es gäbe in der Stadt Landshut nur Bruchbuden oder Luxuswohnungen, so wie es eine Zeitungsschlagzeile einmal beschrieb. Das sind die wahren Verhältnisse in der Stadt Landshut.

Stadtrat Gerd Steinberger machte der Stadt den großen Vorwurf, in dieser Sache bis heute untätig gewesen zu sein. Die Planungen gingen immer sehr langsam voran, was den Wohnungsbau in der Stadt betrifft. Die Wohnungen die die Stadt baut, sind lediglich ein Tropfen auf dem berühmten heißen Stein.

Stadtrat Steinberger macht hier dem neuen Oberbürgermeister der Stadt Landshut, Alexander Putz große Vorwürfe. Es stecke reine Taktik dahinter, die Fertigstellung der neuen Wohnungen bis ins Wahljahr 2020 hinauszuzögern, um dann die politischen Früchte einfahren zu können.

Steinberger nahm nochmals besonders OB Putz aufs Korn. „Herr Putz lässt immer verlauten sich neutral zu verhalten, aber von seiner politischen Einstellung her bleibt er ein Neoliberaler und ist damit weit weg von uns!“

Ein Resümee zog die SPD-Vorsitzende Patricia Steinberger: „Wer ein soziales Gewissen hat, der muss am 14. Oktober für die Wohnungsbaugesellschaft stimmen, denn eine Städtische Wohnungsbaugesellschaft würde das Problem der Wohnungsnot in Landshut auf alle Fälle entschärfen!“

 

-hjl-

 

Foto: h.j.lodermeier

Bildtext: Oberbürgermeister Alexander Putz (links), die SPD-Landtagsabgeordnete Ruth Müller und Florian Pronold, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesumweltministerium, tauschten sich über aktuelle Entwicklungen in Landshut aus.

 

Parlamentarischer Staatssekretär Pronold besucht OB Putz

SPD-Politiker will sich um Fördermittel des Bundes für Sanierung des Eisstadions bemühen – Bessere Finanzausstattung der Kommunen als gemeinsame Forderung

 

Der niederbayerische SPD-Bundestagsabgeordnete Florian Pronold wurde im März nach der Neuauflage der Großen Koalition erneut zum Parlamentarischen Staatssekretär berufen und unterstützt seitdem Ministerin Svenja Schulze (SPD) im Bundesumweltministerium vorrangig in Belangen des Wasserschutzes sowie der Abfallpolitik. Am vergangenen Freitag stattete Pronold Oberbürgermeister Alexander Putz einen Besuch im Rathaus ab, um sich mit ihm über die aktuellen Entwicklungen in der Stadt Landshut auszutauschen. Initiiert wurde das Gespräch von der örtlichen SPD-Landtagsabgeordneten Ruth Müller, die sich ganz besonders darüber freut, dass durch die erneute Ernennung von Pronold der „kurze Draht“ für die niederbayerische Politik ins Umweltministerium erhalten bleibt.

 

Oberbürgermeister Putz nutzte die Gelegenheit, um dem Staatssekretär die gegenwärtigen Aufgaben zu erläutern, denen sich die Stadt stellen muss. Als besonders drängend bezeichnete der Rathauschef dabei die Verkehrsproblematik und die daraus resultierenden Belastungen der Bürger in der Region Landshut. Die Schwierigkeiten sollen durch einen dreigliedrigen Plan gelöst werden. Dazu gehört der Ausbau des Straßensystems: Einen wesentlichen Beitrag werde der Bund durch den zügigen Bau der sogenannten Ost-Süd-Umfahrung Landshuts als Weiterbau der B15 neu leisten. Darüber hinaus gelte es, die nach einem erfolgreichen Bürgerbegehren geplante Westtangente möglichst rasch zu realisieren. Der zweite zentrale Punkt ist für Putz der Ausbau des ÖPNV-Angebots, der im vergangenen Jahr ebenfalls durch einen erfolgreichen Bürgerentscheid auf den Weg gebracht wurde. Als dritte Säule strebt der OB schließlich weitere Verbesserungen in der Gestaltung Landshuts als „Fahrradfreundliche Kommune“ an. Wesentlich dafür sei beispielsweise die geplante neue Geh- und Radwegverbindung von Ergolding über Mitterwöhr Richtung Hochschule und Kaserneneck, die in Zusammenarbeit mit der Marktgemeinde Ergolding gebaut werden soll. „Diese Geh- und Radwegverbindung stellt eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten dar. Wir können uns alle darüber freuen, dass eine solche unumstrittene Lösung gefunden werden konnte“, sagte Putz.

 

Das dynamische Bevölkerungswachstum in der Region bringt für Landshut aber nicht nur eine Reihe von verkehrspolitischen Herausforderungen mit sich. Auch in Bildung und Betreuung muss kräftig investiert werden. Beispielsweise in die Umsetzung des Schulentwicklungsplans, der den Neubau von zwei Grundschulen und einer Realschule vorsieht. Hohe Priorität genießt laut Putz auch das Thema „bezahlbares Wohnen“. Hier werde die Stadt in den nächsten Jahren verstärkt aktiv werden. „Diese Aufgaben werden uns nicht nur finanziell, sondern auch operativ alles abverlangen“, betonte Putz. Mit Pronold und Müller war sich der OB darin einig, dass für eine zeitnahe Umsetzung aller Projekte auch mehr Bundesmittel und eine bessere Finanzausstattung der Kommunen durch den Freistaat Bayern notwendig sein werden.

 

Auf eine Finanzspritze des Bundes spekuliert Putz auch für ein anderes städtisches Großprojekt: die anstehende, umfassende Sanierung samt Dacherneuerung des Eisstadions am Gutenbergweg. Städte wie Straubing und Deggendorf hätten für entsprechende Maßnahmen bereits Zuwendungen in Millionenhöhe aus der Sportstättenförderung erhalten, so Putz. „Warum sollte das für Landshut dann nicht ebenso möglich sein?“ Mit seinem Anliegen stieß der Oberbürgermeister bei Staatssekretär Pronold auf offene Ohren: Der SPD-Politiker versprach, hierfür sein Netzwerk in Berlin zu nutzen und sich für das Landshuter Eisstadion einzusetzen.

 

Foto:

Stadt Landshut