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Dr.-Ing. Uwe Behmel bei seinem Vortrag zum Thema Wasserstoff.

Auftakt der Landshuter Energiegespräche befasste sich mit Potenzialen und Herausforderungen bei der Nutzung von Wasserstoff

Wasserstoff verfügt als Energiespeicher oder auch als „saubere“ Energiequelle über ein enormes Potenzial, allerdings ist die Herstellung und Nutzung sehr Energie- und damit kostenintensiv. Doch im Sinne einer nachhaltigen Energieversorgung und aus volkswirtschaftlicher Sicht betrachtet, führe kein Weg an diesem nahezu unbegrenzt verfügbaren Element vorbei. So lautet das Fazit von Dr.-Ing. Uwe Behmel in seinem Vortrag „Nachhaltige Energieversorgung – Chancen und Perspektiven für Wasserstoff“, der den Auftakt der Landshuter Energiegespräche dieses Wintersemesters an der Hochschule Landshut markierte. Die Veranstaltung fand online statt.

Auch in der Politik habe man das hohe Potenzial des Wasserstoffs erkannt, wie Hochschulpräsident Prof. Dr. Fritz Pörnbacher gegenüber den rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern betonte. An der vom Freistaat Bayern initiierten Wasserstoffstrategie, die innovative Technologien schnell in Anwendung bringen soll, will sich auch der Landkreis Landshut gemeinsam mit den Landkreisen Ebersberg und München und den dortigen Verkehrsbetrieben, Energieversorgern, Industrie, Gewerbe und Handwerk beteiligen. Dabei soll ein geschlossener Kreislauf installiert werden, der aus grüner Wasserstofferzeugung, Wasserstoffverteilung und Wasserstoffnutzung in emissionsfreien Wasserstofffahrzeugflotten besteht. Die Hochschule Landshut unterstützt dies bisher im Rahmen von studentischen Abschlussarbeiten, stehe aber in intensivem Austausch darüber, wie man sich hier verstärkt einbringen könne, so Pörnbacher.

Grüner Wasserstoff als nachhaltige Energiequelle

Wasserstoff sei das häufigste chemische Element im Universum, Bestandteil beinahe aller organischen Verbindungen, erläuterte Dr. Behmel, Mitarbeiter an der Fakultät Maschinenbau. Der nahezu unbeschränkt verfügbare Wasserstoff berge als umweltfreundliche Speichermöglichkeit für Strom aber auch durch die Nutzung der Energie in Motoren oder in Brennstoffzellen unter Freisetzung von Wasser ein enormes Potenzial. Da Wasserstoff auf der Erde gewöhnlich aber nur in gebundener Weise vorkomme, müsse das Element bisher immer anderen Molekülen „entrissen“ werden, um die technische einfachere Nutzung als Gas zu ermöglichen. Dies bedeute jedoch einen hohen Energieaufwand.

Er verglich verschiedene Methoden, um Wasserstoff zu gewinnen. Das Umwandeln von anderen Energieträgern in Wasserstoff sei sehr energieaufwändig, dabei gehe, je nach Nutzung als Speicher, Brenngas oder synthetischer Kraftstoff, teilweise mehr als die Hälfte der Energie verloren. Zur Wasserelektrolyse gäbe es verschiedene etablierte Verfahren, hier verspreche die sog. AEM Elektrolyse, die über Anionen-Austauschmembrane funktioniere, große Vorteile. Man müsse aber erst abwarten, wie sich diese Methode längerfristig bewähre, so Behmel. Kurzfristig verspreche die Elektrolyse von Wasser, bei der nur Sauerstoff als Nebenprodukt entstehe, den größten nachhaltigen Erfolg. Wird dazu nur Strom aus regenerativen Quellen eingesetzt, könne man von „grünem“ Wasserstoff sprechen.

Wasserstofftechnik einsetzbar – Rahmenbedingungen schaffen

Insgesamt sei die Erzeugung und die Verwertung von Wasserstoff mit seinem hohen Energiebedarf teuer. Dies allerdings auch deshalb, weil gerade bei der Nutzung von fossiler Energien die Schäden der Umwelt durch das schädliche CO2nicht angemessen eingerechnet würden. Allerdings sei Wasserstoff für Massenmärkte wie dem PKW auch nur bedingt geeignet, erläuterte Behmel. Würde man allein den Transportsektor auf Wasserstoff umstellen, wäre die gesamte derzeitige Strommenge Deutschlands dafür nötig. Und auch das für die Elektrolyse notwendige Platin sei in so großen Mengen nicht verfügbar. Für eine Massennutzung seien auch immense Kosten für den Ausbau der Infrastruktur nötig.

Doch es sei der richtige Weg, in die saubere Wasserstoff-Energie zu investieren. Dies dürfe jedoch nicht nur von betriebswirtschaftlichen Erwägungen geleitet werden, hier müssten volkswirtschaftliche Überlegungen und die Frage nach den im Rahmen der Klimaerwärmung entstehenden Folgen und Kosten gesehen werden. Kurzfristig betrachtet sieht Behmel bei synthetischen Brennstoffen für Fernverkehrs-LKWs, beim Ersetzen von Dieselantrieben bei Loks sowie bei der Stromkurz- und -Langzeitspeicherung mit Rückverstromung zur Netzstabilisierung erfolgversprechende Aktivitätsfelder. Die hierbei gewonnenen Erkenntnisse zur Prozessregelung, Industrialisierung, Kritikalität von Rohstoffen und Kostenoptimierungen könne man für mittelfristige Transformationen bei Mobilität und Herstellung von synthetischen Kraftstoffen nutzen.

„Wir können es uns nicht leisten, nicht in die Wasserstofftechnik zu investieren“, ist Behmel überzeugt. Dies habe auch die Politik erkannt, sowohl der Bund als auch das Land Bayern fördern diese Technologie. Allerdings plädiert er für einen „Markthochlauf“ der entsprechenden Technologien. Notwendig seien dafür aber klare regulatorische Rahmenbedingungen, um Investitionssicherheit zu gewährleisten. Der zentrale Hebel zur Senkung der Wasserstoff-Entstehungskosten liege in der Befreiung des Strombezugs von Abgaben, Umlagen oder Steuern sowie andererseits in einer umweltgerechteren Beteiligung von Nutzern fossiler Energieträger an den Folgekosten. Die Teilnehmenden nutzten in der anschließenden Diskussion, moderiert von Prof. Dr. Marcus Jautze, Vizepräsident für Digitalisierung, Gründung und Weiterbildung, die Gelegenheit, Fragen rund um das Thema Wasserstoff an den Referenten zu stellen.

In der nächsten Veranstaltung der Landshuter Energiegespräche wird am Montag, 23. November 2020, 18.30 Uhr, in einer online-Podiumsdiskussion das Thema „Zwischenbilanz der Energiewende – muss wieder über Kernenergie nachgedacht werden?“ diskutiert. Weitere Informationen und Anmeldung unter www.haw-landshut.de/la-energiegesprache.

Hochschulpräsident Prof. Dr. Fritz Pörnbacher begrüßte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an ihren Bildschirmen.

 

Foto: Hochschule Landshut/Peter Patzelt

 

Über das ITZ:

Das Institut für technologiebasierte Zusammenarbeit (ITZ) dient als zentraler Ansprechpartner für gemeinsame Aktivitäten im Rahmen des Technologietransfers der Hochschule Landshut. Insbesondere technologieorientierte Unternehmen können durch die Zusammenarbeit mit der Hochschule durch neueste wissenschaftliche Kenntnisse mit hohem Praxiswissen und Anwendungsbezug profitieren. Die drei Kompetenznetzwerke der Hochschule Landshut fördern den Kontakt zwischen Wissenschaft und Wirtschaft und erleichtern es, Wissen und Know-how auszutauschen: Leichtbau-Cluster, Cluster Mikrosystemtechnik, Netzwerk Medizintechnik.

 

 

Über die Hochschule Landshut:

Die Hochschule Landshut steht für exzellente Lehre, Weiterbildung und angewandte Forschung. Die sechs Fakultäten Betriebswirtschaft, Elektrotechnik und Wirtschaftsingenieurwesen, Informatik, Interdisziplinäre Studien, Maschinenbau und Soziale Arbeit bieten über 30 Studiengänge an. Das Angebot ist klar auf aktuelle und künftige Anforderungen des Arbeitsmarktes ausgerichtet. Die rund 4.700 Studierenden profitieren vom Praxisbezug der Lehre, der individuellen Betreuung und der modernen technischen Ausstattung. Für Forschungseinrichtungen und Unternehmen bietet die Hochschule eine breite Palette an Projektthemen, die von wissenschaftlichen Fachkräften mit bestem Know-how betreut und umgesetzt werden. Rund 120 Professorinnen und Professoren nehmen Aufgaben in Lehre und Forschung wahr.

PRESSEMITTEILUNG
Anlässlich des „Bayerischen Musikschultags 2020“ in Kaufbeuren ist der Schüler der Städtischen Musikschule Landshut, Moritz Gill (im Bild), ausgewählt worden, bei einer Rundfunkaufnahme im Rahmen des virtuellen Festkonzerts bayerischer Musikschulen mit dabei zu sein. Der Elfjährige ist Schüler der Trompetenklasse von Martin Stefani. Zu hören ist Moritz Gill in der Sendung „Bühne frei“ im Programm „Bayern 4 Klassik“ und zwar am Sonntag, 1. November, von 14.05 bis 15 Uhr in Begleitung von Tanja Wagner am Klavier mit den Werken von Thorvald Hansen und Johann Sebastian Bach.

Foto: Stadt Landshut

Diskutierten über die Themen, die die Landwirte in der Region beschäftigen, wie die Schließung der Landwirtschaftsschule Abteilung Landwirtschaft und die Afrikanische Schweinepest: der CSU-Bundestagsabgeordnete Florian Oßner (2.v.r.), BBV-Kreisobmann Georg Sachsenhauser (l.), AELF-Leiter Reinhard Menzel (2.v.l.) und Fachzentrumsleiter Schweinezucht und –haltung Jens Reimer. Foto: Aicher

MdB Florian Oßner diskutiert mit Landwirtschaftsvertretern über Schulstandort und Afrikanische Schweinepest

Die Zukunft der landwirtschaftlich geprägten Region Landshut, die kritisch diskutierte Schließung der Landwirtschaftsschule sowie die Bekämpfung einer drohenden Afrikanischen Schweinepest wurden bei einem intensiven und ganz offenen Austausch von dem CSU-Bundestagsabgeordneten Florian Oßner mit Reinhard Menzel, Leiter des Amtes für Ernährung und Landwirtschaft in Landshut (AELF), Jens Reimer, Leiter des Fachzentrums für Schweinezucht und -haltung am AELF sowie Kreisobmann Georg Sachsenhauser vom Bayerischen Bauernverband (BBV) diskutiert. Die hochkarätigen Gesprächspartner waren sich vollkommen einig: der “grüne Standort” Landshut ist auch nach der Schließung der Abteilung Landwirtschaft der Landwirtschaftsschule Landshut von entscheidender Bedeutung und soll durch die Neustrukturierung des AELF weiter gestärkt werden. Um dies den Landwirten in der Region Landshut zu vermitteln, soll der Dialog verstärkt in Gang gesetzt werden.

Gesunde Perspektive für die Landwirtschaft

Der Dialog sei hier besonders wichtig, um Vertrauen zu schaffen, betonte Heimatabgeordneter Florian Oßner, der selbst aus der Landwirtschaft kommt. Damit müsse schon ganz früh begonnen werden, angefangen bei den Kindern in der Schule. Der Bayerische Bauernverband und die Landfrauen hätten laut Oßner schon viele gute Ansätze geliefert. Die Botschaft müsse lauten: “Die Landwirtschaft in der Region hat eine gesunde Perspektive. Es muss aufgezeigt werden, was zur Stärkung der Standorts getan wird. Hier steht auch die Frage der Kompensation durch den Wegfall der Landwirtschaftsschule im Raum”, so der CSU-Bundestagsabgeordnete.

Hauswirtschaftsschule bleibt

“Wir werden weiterhin Schulstandort bleiben, nur in anderer Form”, machte AELF-Leiter Reinhard Menzel deutlich. “Die Erfolgsgeschichte 150 Jahre Landwirtschaftsschule, welche wir im vergangenen Jahr gefeiert haben, geht weiter.” Oßner wollte genauer wissen, welche Planungen im Gange sind und wie er diese unterstützen könne, um das Grüne Zentrum Landshut zu stärken. In Landshut gebe es bereits eine “sehr gute Hauswirtschaftsschule, an deren Fortbestand kein Zweifel” bestehe, erläuterte Menzel. Diese gehöre auch in das Grüne Zentrum. Das künftige Amt Abensberg-Landshut werde mit der Hauswirtschaftsschule Abensberg, der Hauswirtschaftsschule Landshut sowie der personalorganisatorischen Einbindung der Fachschule für Ökologischen Landbau in Schönbrunn weiterhin ein starker Schulstandort bleiben.

Darüber hinaus befinde sich das AELF Menzel zufolge aktuell in einer Phase der Neustrukturierung, Detailfragen zu den personellen Ressourcen werden in den nächsten Monaten geklärt. Klar sei aber bereits, dass das künftige Amt mit den überregionalen Sachgebieten Nutztierhaltung sowie Gemeinschaftsverpflegung gestärkt werde, so Menzel. “Das Amt Abensberg-Landshut wird zum zentralen Standort für alle überregionalen Fragen der Nutztierhaltung für ganz Niederbayern. Es kann als positives Zeichen betrachtet werden, dass diese wichtige Aufgabe uns zugeordnet wurde.”

Wie sich diese Veränderungen in Bezug auf die Stellen am AELF auswirken, sei man gerade noch am Eruieren. “Da sind wir noch nicht am Ende des Prozesses”, erklärte auch der Leiter des Fachzentrums Schweinezucht und -haltung Jens Reimer, der insbesondere die Schweinehaltung als Thema von “extremer Relevanz” ansieht. “Die Schweinehalter in der Region standen und stehen auch in Zukunft vor so vielen großen Herausforderungen. Da gehört nicht nur die Afrikanische Schweinepest dazu”, machte Reimer aufmerksam. BBV-Kreisobmann Georg Sachsenhauser sieht vor allem ein großes Problem darin, dass die Verbraucher “ein Premium-Produkt haben wollen, aber nur wenig dafür zahlen wollen, während gleichzeitig die Produktionskosten für die Landwirte steigen”. Dem konnte der Direktabgeordnete Oßner für die Region Landshut und Kelheim nur zustimmen. “Wir wollen gutes Schweinefleisch. Der Lohn dafür muss aber am Ende auch beim Landwirt ankommen.”

ASP-Risikominimierung für unsere Hausschweinebestände mit allen zulässigen Mitteln

Gerade darum fragte Oßner nach, wie sich die Landwirte in der Region auf die drohende Gefahr für die Hausschweinebestände durch die Afrikanische Schweinepest (ASP), die bereits in Nachbarländern, wie Tschechien, aber eben Anfang September auch erstmals in Brandenburg ausgebrochen ist, vorbereiten. Für den Menschen stellt die ASP keine Gefährdung dar, daher hat “die Verhinderung des Eintrags von ASP in die Nutztierbestände oberste Priorität”, sagte Menzel. Darum sprachen sich er und Sachsenhauser für eine konsequente Bejagung von Schwarzwild aus. Schwarzwild habe eine große Bedeutung als Reservoir für das ASP-Virus und müsse deshalb verstärkt bejagt werden. Ihm sei klar, wie viel man hier den Jägern in der Region bereits abverlange, die der Jagd überwiegend in ihrer Freizeit nachgehen, so Menzel, der selbst Jäger ist. “Wir müssen aber eine Risikominimierung mit allen zulässigen Mitteln herbeiführen – auch mit dem nun möglichen Einsatz von Nachtsichtgeräten.”

Oßner begrüßte die Intensivierung der Bejagung zum Schutz der Hausschweine und vereinbarte mit den Vertretern, sich regelmäßig mit den Verantwortlichen des AELF sowie BBV austauschen und sie als Bundestagsabgeordneter zu unterstützen.

Bildquelle: Pixabay

PRESSEMITTEILUNG 16.10.2020

Stadt bietet Herbstferienprogramm: ab Montag anmelden

In den Herbstferien bietet die Stadt Landshut ein Ferienprogramm für Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 13 Jahren an. Ob Origami-Basteln, eine Geschichten- und Schreibwerkstatt, Theater-Spiele oder Jonglage: Von Montag, 2., bis einschließlich Freitag, 6. November, werden jeweils am Vor- und Nachmittag Veranstaltungen angeboten, die im Jugendkulturzentrum „Alte Kaserne“, Liesl-Karlstadt-Weg 4, stattfinden. Gebucht werden kann jeweils eine Veranstaltung am Vormittag von 9 bis 12 Uhr als auch am Nachmittag von 13 bis 16 Uhr. Sollten an einem Tag beide Veranstaltungen gebucht werden, ist auch eine betreute Mittagspause von 12 bis 13 Uhr im Jugendkulturzentrum möglich. Die Kosten je Veranstaltung betragen 15 Euro; oder für zwei Veranstaltungen an einem Tag 25 Euro. Detaillierte Informationen sind online unter www.ferienprogramm-landshut.de zu finden. Dort kann man sich ab Montag, 19., bis Sonntag, 25. Oktober, für die einzelnen Veranstaltungen anmelden; in Ausnahmefällen auch telefonisch unter 0871/9663623 oder persönlich zu den Öffnungszeiten im Ferienprogrammbüro in der Alten Kaserne, Liesl-Karlstadt-Weg 4: montags, mittwochs und freitags von 8 bis 12 Uhr.

Hochschulpräsident Prof. Dr. Fritz Pörnbacher hielt die Laudatio auf Fayez Alkhalil (rechts).

Fayez Alkhalil aus Syrien erhält für seine Leistungen und sein sozial-gesellschaftliches Engagement den DAAD-Preis
Noch vor sechs Jahren war es für Fayez Alkhalil undenkbar an der Hochschule Landshut zu studieren, geschweige denn ein Leben in Deutschland zu führen. Der 33-Jährige floh im September 2015 vor dem Bürgerkrieg in seiner syrischen Heimat. Seitdem ist Alkhalil ein Musterbeispiel für erfolgreiche Integration. Für sein Engagement und seine Studienleistungen im Studiengang „Soziale Arbeit in der Kinder- und Jugendhilfe“ erhielt er nun von Hochschulpräsident Prof. Dr. Fritz Pörnbacher den mit 1000 Euro dotierten DAAD-Preis verliehen.

 

„Sie haben es geschafft, sich in kürzester Zeit in ein Studium einzuarbeiten, das eine hohe Kommunikationsfähigkeit erfordert“, betonte der Hochschulpräsident in seiner Laudatio. „Umso beeindruckender ist das vor dem Hintergrund, dass sie vor ihrer Ankunft in Deutschland kein Wort Deutsch sprachen.“

 

Ehrenamtlicher Einsatz bei Feuerwehr, Caritas und Diakonie

Alkhalils soziales Engagement würdigte Prof. Dr. Stefan Borrmann, Dekan der Fakultät Soziale Arbeit. Der junge Syrer engagiert sich ehrenamtlich bei der Flüchtlings- und Integrationsberatung der Caritas und Diakonie Landshut, im Helferkreis Bruckberg als Ansprechpartner bei Fragen des Alltags von arabischsprachigen Flüchtlingen und als Mitglied bei der Freiwilligen Feuerwehr Bruckberg. „Die Leistung von Herrn Alkhalil verdient unser aller Respekt. Er hat sich in die Gesellschaft mit seinem Engagement eingebracht. Es gab aber auch Menschen in seinem Umfeld, die offen dafür waren, dass er sich einbringen kann. Damit ist er ein gutes Beispiel, wie das 2015 erstmals geäußerte Motto unserer Bundeskanzlerin ‚Wir schaffen das!‘ Wirklichkeit werden kann“, so Borrmann.

 

Neben Pörnbacher und Borrmann nahm auch Andrea Kilb vom International Office an der Preisverleihung teil und sprach Fayez Alkhalil ihre Glückwünsche aus. Der 33-Jährige bedankte sich für die Auszeichnung und hob dabei hervor, wie viel Freude ihm das Studium an der Hochschule bereite: „Es ist unglaublich, was ich in den vergangenen fünf Jahren in Deutschland erleben durfte und welch tolle Erfahrungen ich gesammelt habe.“

 

Vor über zehn Jahren hat der Deutsche Akademische Austauschdienst den DAAD-Preis ins Leben gerufen. Dieser ist mit 1.000 Euro dotiert und soll dazu beitragen, ausländischen Studierenden an deutschen Hochschulen ein Gesicht zu geben und sie für außergewöhnliche Leistungen würdigen.


Fotos: Hochschule Landshut

 

 

 

Prof. Dr. Stefan Borrmann, Dekan der Fakultät Soziale Arbeit, überreichte Alkhalil ein kleines Präsent und würdigte seinen herausragenden Einsatz.

Der Hochschulpräsident überreichte Alkhalil die DAAD-Preis-Urkunde.

 

Pressekontakt:

Thomas Kolbinger
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