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Bildmotiv einer Postkartenserie des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege: „Heimat ist Zusammenhalt“.
Foto: Bayerischer Landesverein für Heimatpflege e.V.

Bayerischer Landesverein für Heimatpflege e.V. setzt sich für ein offenes Heimatverständnis ein

Solidarität ist ein Schlüsselbegriff der Pandemie – und ein Konzept ihrer Überwindung. Denn die Menschen erkennen zunehmend, wie wichtig Gemeinschaft, Wir-Gefühl und Zivilgesellschaft sind.

Vor diesem Hintergrund gewinnt die kürzlich unter Mitarbeit des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege e.V. verabschiedete Resolution des Bund Heimat und Umwelt in Deutschland (BHU) „Wer da ist, gehört zur Heimat“ erneut und verstärkt an Bedeutung.

„Wer hier ist, hat ein Recht darauf, Heimat in Deutschland zu erfahren, zu bilden und hier heimisch zu werden. Als Engagierte in der Heimatpflege sehen wir es als unsere Aufgabe an, dies in unserem Rahmen zu ermöglichen. Heimat ist eine Einladung,“lautet die Kernaussage der Resolution.

Der Landesverein stellt sich damit dem politischen oder ideologischen Missbrauch von Heimat entschieden entgegen und lehnt ein exklusives Verständnis, das ein Anrecht auf Beheimatung nur bestimmten Bevölkerungsgruppen vorbehalten will, entschieden ab. Heimat werde, so der Landesverein, maßgeblich durch gemeinsames Engagement und Teilhabe bestimmt.

„Die deutsche und auch, und vielleicht insbesondere, die bayerische Kultur, ist schließlich keine Monokultur und wurde zu allen Zeiten von Zuwanderung und vom Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher biographischer Prägungen und Lebensweisen gestaltet,“ sagt Dr. Daniela Sandner, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Landesvereins, die der BHU-Arbeitsgruppe angehört.

Sie machte in ihrem Artikel „Bedrohte Heimat?“, der erst kürzlich in der Vereinszeitschrift „Schönere Heimat“ erschienen ist, auch auf die Vereinnahmung der Heimat von rechts aufmerksam.

„Wir alle sollten Heimat als Integrationsraum begreifen, anstatt ihn durch Missbrauch für Ausgrenzung, Spaltung und Hetze geradezu ad absurdum zu führen. Mit dem Bestreben, alle diejenigen draußen zu halten, die wir für fremd, anders oder gar ‚unwürdig‘ halten, kann heute kein gesellschaftliches Zusammenleben mehr gelingen. Solidarität, Empathie, Zusammenhalt wachsen nicht hinter der Thujahecke des mit Stacheldraht umzäunten Vorgartens,“ schrieb Martin Wölzmüller, ehemaliger Geschäftsführer des Landesvereins, schon 2018.

Bürgerschaftliches Engagement, zu dem auch das Engagement in der Heimatpflege gehört, kann dabei helfen, frühzeitig eine demokratiefreundliche Umgebung zu schaffen. Nicht nur rechtsextremen Gesinnungen kann so beizeiten entgegengewirkt werden. Es ist dafür unerlässlich, dass sich zivilgesellschaftliche Institutionen zu einem offenen und zukunftsfähigen Heimatbegriff bekennen.

Dem stimmt auch Dr. Tobias Appl, Bezirksheimatpfleger der Oberpfalz und Vorstandsmitglied des Landesvereins, zu:

„Heimat ist nicht nur der Raum, in dem sich Kultur abspielt, Heimat ist auch die Gemeinschaft derjenigen, die sich vor Ort für ein friedliches Zusammenleben einsetzen. Heimat bietet Sicherheit und Geborgenheit, macht eine Gegend erst lebenswert. Das gilt für alle, die in unserem Land leben.“

Krisenzeiten verstärken das Bedürfnis nach Gemeinschaft und Zugehörigkeit. Denn das gemeinschaftliche Erleben von Verwundbarkeit kann, so erklären es die Sozialwissenschaften, Empathie und Zusammenhalt hervorrufen. Heimatlich verbunden fühlt man sich dort, wo kulturelle Identität nicht in Frage gestellt wird. Heimat braucht eben Solidarität, auch und gerade in Zeiten der Pandemie.

 

Hintergrund

Der Bayerische Landesverein für Heimatpflege e.V. kümmert sich seit seiner Gründung im Jahr 1902 um Heimat-, Denkmal- und Baupflege, Volksmusik, Bräuche, Trachten und Mundart in Bayern. Das Leitbild des Landesvereins, die Heimat zu schützen, bedeutet nicht nur, sie zu bewahren und zu pflegen, sondern sie auch verantwortungsvoll weiterzuentwickeln.

Bereits im Mai 2019 veröffentlichte der Landesverein einen Offenen Brief mit dem Titel „Haltung zeigen für die Heimat“. Alle Dokumente sind über die Internetseite www.heimat-bayern.de abrufbar.

Bis 28. Februar können sich Studieninteressierte noch für Masterstudiengänge sowie Bachelorstudiengänge in höheren Semestern bewerben

PRESSEINFORMATION                                                              20. Januar 2021

Noch bis 28. Februar können sich Studieninteressierte für ein Masterstudium sowie Bachelorstudiengänge in höheren Semestern bewerben – Ab sofort ist außerdem die Bewerbung für den im Sommersemester neu startenden Masterstudiengang “Wirtschaftsinformatik” möglich
Die Bewerbungsphase für die Masterstudiengänge Bordnetzentwicklung, Elektrotechnik, Internationale Betriebswirtschaft sowie Wirtschaftsingenieurwesen wurde bis 28. Februar verlängert. Studieninteressierte können sich inzwischen außerdem für den neuen Masterstudiengang Wirtschaftsinformatik bewerben, der zum Sommersemester 2021 startet.

Verlängert wurde die Bewerbungsphase aber nicht nur für die oben genannten Masterstudiengänge, sondern auch für Bachelorstudiengänge in einem höheren Semester. „Dieses Angebot richtet sich speziell an Studierende, die den Studiengang oder den Studienort wechseln möchten“, erklärt Andrea Brenninger, Leiterin des Studierenden-Service-Zentrum. „Auch wer sein Studium nach wenigen Semestern abgebrochen hat und einen Wiedereinstieg wünscht, kann diesen Service nutzen.“

Alle Bewerbungen laufen über das Bewerberportal der Hochschule Landshut. Informationen zur Bewerbung und den Voraussetzungen sind unter www.haw-landshut.de/bewerbung zu finden. Fragen beantwortet außerdem das Studierenden-Service-Zentrum der Hochschule Landshut.

Foto: Hochschule Landshut

Über die Hochschule Landshut:
Die Hochschule Landshut steht für exzellente Lehre, Weiterbildung und angewandte Forschung. Die sechs Fakultäten Betriebswirtschaft, Elektrotechnik und Wirtschaftsingenieurwesen, Informatik, Interdisziplinäre Studien, Maschinenbau und Soziale Arbeit bieten über 30 Studiengänge an. Das Angebot ist klar auf aktuelle und künftige Anforderungen des Arbeitsmarktes ausgerichtet. Die rund 4.600 Studierenden profitieren vom Praxisbezug der Lehre, der individuellen Betreuung und der modernen technischen Ausstattung. Für Forschungseinrichtungen und Unternehmen bietet die Hochschule eine breite Palette an Projektthemen, die von wissenschaftlichen Fachkräften mit bestem Know-how betreut und umgesetzt werden. Über 118 Professorinnen und Professoren nehmen Aufgaben in Lehre und Forschung wahr.

Foto: pixabay.de

Daten ermöglichen weltweiten Austausch zum Klimawandel

Gemeinsam mit der Deutschen UNESCO-Kommission (DUK) baut dm Klimastationen an 13 UNESCO-Projektschulen in ganz Deutschland auf. Die neu erbauten Klimastationen sollen jungen Menschen ermöglichen, sich mit den Fragen des Klimawandels ganz konkret auseinanderzusetzen. Zudem stellen die Stationen wissenschaftlich exakte Klimadaten für den weltweiten Austausch zur Verfügung. So haben die Schülerinnen und Schüler auch die Möglichkeit, Daten aus anderen Ländern mit den eigenen Beobachtungen und Dokumentationen zu vergleichen. Die Klimastationen wurden dafür vom UNESCO-Lehrstuhl für Erdbeobachtung und Geokommunikation von Welterbestätten und Biosphärenreservaten an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg entwickelt.

„Wir wollen mit den Messstationen erreichen, dass das große Engagement von Schülerinnen und Schülern für Klimaschutz und gegen die Klimakrise weiter wächst. Wir wollen dazu animieren, selbst aktiv zu werden. So wird der Klimawandel noch deutlicher im eigenen Alltag erleb- und messbar. Wenn Schule es schafft, junge Menschen dafür zu sensibilisieren, ihr eigenes Handeln in globalen Zusammenhängen zu betrachten und verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen, ist das ein großer Erfolg. Es ist toll zu sehen, mit welch großem Engagement und welcher Kreativität sich die UNESCO-Projektschulen für diese Ziele einsetzen“, sagt Dr. Roman Luckscheiter, Generalsekretär der DUK.

„Der Ursprung der Drogerie liegt darin, einen Beitrag zur Gesundheit der Menschen zu leisten. In den vergangenen Monaten wurde besonders deutlich, dass unsere Gesundheit auch von unserer Umwelt abhängig ist. Studien zeigen, dass intakte Ökosysteme das Auftreten von Infektionskrankheiten im pandemischen Ausmaß reduzieren können. Daher ist für uns bei dm nicht nur der Klimaschutz, sondern auch die Auseinandersetzung mit Daten und Fakten im eigenen Lebensumfeld wichtig. Wir möchten jeden Einzelnen – und besonders junge Menschen – dazu befähigen, sich damit zu beschäftigen und seine Handlungsoptionen auszuloten“, erklärt Sebastian Bayer, als dm-Geschäftsführer verantwortlich für das Ressort Marketing + Beschaffung, das dm-Engagement.

Die Stationen erfassen Daten zu Lufttemperatur, Feuchtigkeit, Niederschlag, Windrichtung und Windgeschwindigkeit. Die Erkenntnis über regionale Besonderheiten des Klimas, dessen Veränderung in einem globalen Kontext und daraus resultierende lokale Folgen für unterschiedliche Bereiche, wie zum Beispiel Land- und Forstwirtschaft, naturnahe Ökosysteme, urbaner Lebensraum oder die Wirtschaft, schult die Schülerinnen und Schüler in systemischem Denken und trägt so maßgeblich zur Bildung für nachhaltige Entwicklung bei.

Zur Deutschen UNESCO-Kommission

Die UNESCO verfügt als einzige UN-Organisation über ein weltweites Netzwerk von Nationalkommissionen. Ihre Aufgabe ist es, an der Ausgestaltung der UNESCO- Mitgliedschaft des jeweiligen Staates mitzuwirken. Nationalkommissionen wirken in ihren Ländern als zentrale Schnittstellen zwischen Regierung, Zivilgesellschaft und der UNESCO. Die Deutsche UNESCO-Kommission wird vom Auswärtigen Amt institutionell gefördert. Zu ihren Mitgliedern gehören Vertreterinnen und Vertreter des Bundestages und der Bundesregierung, der Kultus- und Wissenschaftsministerien der Länder sowie wissenschaftlicher Institutionen, Verbände und der Zivilgesellschaft. Arbeitsschwerpunkte der Deutschen UNESCO-Kommission sind die Förderung hochwertiger und chancengerechter Bildung sowie Schutz, Erhalt und nachhaltige Entwicklung des Kultur- und Naturerbes.

Zu den UNESCO-Projektschulen

Das Netzwerk der UNESCO-Projektschulen in Deutschland besteht aus rund 300 Schulen und Bildungseinrichtungen. Darin sind alle Schultypen und Bundesländer vertreten. UNESCO-Projektschulen verankern in ihren Schulprofilen und Leitbildern wie auch im Schulalltag und der pädagogischen Arbeit die Ziele und Werte der UNESCO. Sie setzen sich damit für Frieden, Weltoffenheit und nachhaltige Entwicklung ein. Das Netzwerk arbeitet an der Erreichung der Bildungsagenda 2030 – vor allem in den Bereichen Global Citizenship Education und Bildung für nachhaltige Entwicklung. Mit ihrem ganzheitlichen Bildungsansatz und dem Whole School Approach wirken UNESCO-Projektschulen in die lokalen Bildungslandschaften hinein. Die UNESCO-Projektschulen arbeiten eng zusammen und profitieren vom weltweiten Austausch mit über 12.000 Projektschulen in 182 Ländern.

Zu dm-drogerie markt

Für dm-drogerie markt ist nachhaltiges Handeln Teil des Selbstverständnisses, denn Nachhaltigkeit sichert Zukunftsfähigkeit. Und Zukunftsfähigkeit berücksichtigt dm nicht nur in der ökonomischen Dimension, sondern auch im Ökologischen, im Sozialen und im Kulturellen. Sich in der Gesellschaft einzubringen und diese positiv mitzugestalten, ist dabei Teil der dm-Unternehmensphilosophie. Jeder Mitarbeiter in den dm-Märkten und den filialunterstützenden Diensten trägt mit seinem Engagement und seiner Individualität zu einer einzigartigen Unternehmenskultur bei und gestaltet sie aktiv mit. Die Mitarbeiter in den dm-Märkten zeigen mit vielfältigen Initiativen Verantwortung für gelebtes bürgerschaftliches Engagement. Wichtigster Baustein des dm-Engagements ist die Unterstützung regionaler und lokaler Projekte, Organisationen und Vereine im Umfeld der dm-Märkte beispielsweise im Rahmen der dm-Initiative HelferHerzen. Einen Einblick in die vielfältigen Nachhaltigkeitsaktivitäten in den unterschiedlichen Bereichen erhalten Sie auf dm.de/engagement sowie in der Publikation „Jeder Einzelne zählt. Nachhaltigkeit bei dm“.

 

Bayern wird sich mit dem Standort Pfeffenhausen beim Bundesverkehrsministerium um das nationale  Technologie- und Innovationszentrum Wasserstoff bewerben.
Das hat Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger bekanntgegeben. „Das ist ein Paukenschlag. Wir sind stolz und überglücklich, für unser Bundesland ins Rennen um diese zentrale Zukunftseinrichtung gehen zu dürfen. Unsere Anstrengungen haben sich gelohnt. Für Pfeffenhausen ist das eine Jahrhundertchance“, so die erste Reaktion des Pfeffenhausener Bürgermeisters Florian Hölzl.

Hintergrund ist ein Standortwettbewerb des Bundesverkehrsministeriums. In einem mehrstufigen Verfahren wird ein Standort für ein nationales Technologie- und Innovationszentrum Wasserstoff gesucht. Mit dem Zentrum sollen mittelständischen Automobilzulieferern und Start-Ups Entwicklungs-, Zertifizierungs- und Standardisierungseinrichtungen bereitgestellt werden. Weiter soll das Zentrum durch die Setzung gemeinsamer Standards und die Vereinheitlichung von Zertifizierungsprozessen die Zusammenarbeit international verbessern und Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnik made in Germany auf dem Weltmarkt zum Durchbruch verhelfen.

In einem ersten Schritt wird nun das Bundesverkehrsministerium aus den bundesweit eingegangenen Bewerbungen – darunter befindet sich auch die Bewerbung Bayerns mit dem Standort Pfeffenhausen – drei Gewinner küren, die im Rahmen einer Machbarkeitsuntersuchung vertieft betrachtet werden. Für den Sommer wird dann die Entscheidung erwartet, an welchem Standort das Technologie- und Innovationszentrum Wasserstoff tatsächlich realisiert wird. Baubeginn soll dann schon im Herbst 2022 sein.

Die Bewerbung des Freistaats wird von einem namhaften Konsortium getragen, dem unter anderem die folgenden Unternehmen und Institutionen angehören: Hynergy GmbH, TÜV Süd, MR Plan, TesTneT, Ludwig-Bölkow Systemtechnik, Technische Universität München, Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg und Helmholtz Institut Erlangen-Nürnberg. Unterstützung erfährt die Bewerbung überdies von zahlreichen Industrieunternehmen.

Der Markt Pfeffenhausen hat sich in enger Abstimmung mit dem Landkreis Landshut im Dezember 2020 dafür beworben, den Freistaat Bayern beim diesem wichtigen nationalen Wettbewerb vertreten zu dürfen. Dass man nun bayernweit die Nase vorn hat, hängt mit verschiedenen Faktoren zusammen. Pfeffenhausen liegt zum einen inmitten der Mobilitätsregion München – Ingolstadt – Regensburg – Dingolfing – Landshut und ist für Automobilhersteller und Zulieferer gut erreichbar. Weiter sprechen für den Markt der hohe Versorgungsgrad mit erneuerbaren Energien und die damit verbundenen Möglichkeiten der Erzeugung grünen Wasserstoffs. Ohne Berücksichtigung der schon zugeschalteten Windkraftanlagen im Ortsbereich Egg und der geplanten PV-Freiflächenanlagen Englmühle (2 MW) und Burghart (14 MW) lag der Versorgungrad mit elektrischer Energie im Jahr 2019 bei 241,88 %. Ein weiterer Pluspunkt ist die Automobilaffinität des Markts, war doch Pfeffenhausen bis zuletzt Mutterstandort der Firma Brandl Industries mit bis zu 300 Beschäftigten.

Als Projektstandort steht das Grundstück mit der Flurnummer 691 der Gemarkung Pfeffenhausen im Osten des Markts mit einer Ausdehnung von 12,8 Hektar im Raum. Das Areal, das sich über die Schmatzhausener Straße erschließen lässt, erfüllt die hohen Bewerbungsanforderungen. Unter anderem ist es ausreichend groß, weit genug von der nächsten Wohnbebauung abgerückt und lässt sich ideal an die regenerativen Energieerzeugungsanlagen im näheren Umgriff anbinden. Die geplante PV-Freiflächenanlage Burghart ist weniger als 2 km entfernt. Von den Flächenforderungen her galt es, mindestens 12 Hektar beizubringen. Davon entfallen 3,5 Hektar auf das Wasserstoffzentrum, 3,5 Hektar auf eine PV-Freiflächenanlage und weitere 5 Hektar auf einen etwaigen Gewerbepark. Für den Fall, dass die Bewerbung des Freistaats bundesweit den Sprung unter die TOP 3 schafft, werden der Standort Pfeffenhausen im Allgemeinen und das Projektgebiet im Besonderen detailliert unter die Lupe genommen.

„Das Wasserstoffzentrum ist für Pfeffenhausen und die Region ein Jahrhundertvorhaben mit riesigen Chancen. Dies gilt nicht nur hinsichtlich des Arbeitsplatzangebots und des gemeindlichen Finanzsäckels. Im Fall einer erfolgreichen Ansiedlung können wir zum Beispiel auch dem Leerstand im Ortskern endlich etwas entgegensetzen“, betont Bürgermeister Florian Hölzl. Konkret denkt er dabei an Tagungsräumlichkeiten, Übernachtungsmöglichkeiten und ein attraktives gastronomisches Angebot. Durch ein intelligentes Zusammenspiel von Campus-Entwicklung einerseits und Nutzung vorhandener Liegenschaften andererseits soll das Wasserstoffzentrum die Ortsentwicklung nachhaltig und ganzheitlich positiv beeinflussen. Auch soll bei einer etwaigen Machbarkeitsbetrachtung die Nutzung des aufgelassen Standorts der Firma Brandl Industries in die Überlegungen einbezogen werden.

„Heute ist vor allem ein Tag, aufrichtig Vergelt`s Gott zu sagen“, stellt Hölzl klar. Ausdrücklich dankt er neben dem Konsortium vor allem Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger für die Entscheidung pro Pfeffenhausen. Eine Schlüsselrolle habe Landrat Peter Dreier eingenommen. In der Gesamtverantwortung für den Landkreis Landshut habe er der Bewerbung Pfeffenhausens kräftigen Rückenwind verliehen. Verdient gemacht habe sich auch sein Namenskollege Florian Oßner: „Unser Bundestagsabgeordneter hat als Schirmherr der Wasserstoffregion Landshut, eingebettet in die Modellregion HyBayern, das Zukunftsthema überhaupt erst in unserer Heimatregion platziert. Er hat die Bewerbung des Markts Pfeffenhausens von Beginn an positiv begleitet und wird sie nun kraftvoll auf Berliner Parkett vertreten.“ Auch Kelheims Landrat Martin Neumeyer, die niederbayerischen Landtags- und Bundestagsabgeordneten, zuvorderst Petra Högl, Ruth Müller, Helmut Radlmeier und Jutta Widmann, die Mitglieder des Marktgemeinderats, die Mitarbeiter der Markt- und Landkreisverwaltung wie auch den Grundstückseigentümer schließt Hölzl in seinen Dank ein. „Dass man nun für den Freistaat im Startblock sein darf, ist eine Gemeinschaftsleistung“, bilanziert er.

„Nun gilt es, unter enger Einbindung der Pfeffenhausener Bürgerschaft in Berlin zu überzeugen“, blickt Hölzl voraus. Sein Hauptaugenmerk sei darauf gerichtet, gemeinsam mit allen Marktgemeinderäten die Bürgerinnen und Bürger auf diese „chancenreiche, aber auch ambitionierte“ Zukunftsreise mitzunehmen. Die Entscheidung der Staatsregierung, mit Pfeffenhausen anzutreten, sei zwar ein erster wichtiger Meilenstein, die wirkliche Arbeit liege aber noch vor den Beteiligten, zeigt er sich überzeugt.

Organisatorisch hat das Zukunftsvorhaben schon die ersten Spuren im Rathaus hinterlassen. So ist eine Stabstelle Wasserstoffzentrum eingerichtet worden. Die Stabstelle koordiniert den Bewerbungsprozess und alle in diesem Zusammenhang aufkommenden Fragen. Informationen werden auch auf der Internetpräsenz unter www.pfeffenhausen.de und in einem Sonderheft des Marktmagazins bereitgestellt. Bei zwei außerordentlichen Telefonsprechstunden am 21. und 22.01.2021, jeweils von 16 – 20 Uhr, stellt sich Bürgermeister Florian Hölzl überdies allen Fragen rund um das Thema. Weitere Bürgerbeteiligungsformate sind in Arbeit und werden in Abhängigkeit von der weiteren Entwicklung der Corona-Situation abgehalten werden.


Wappen, Fotos und Text: Markt Pfeffenhausen

 

 

 

 

Der Studiengang „Werteorientiertes Produktionsmanagement“ am TZ PULS startet im März.
Foto: Hochschule Landshut

Sechster Start in ein neues Semester im Master „Werteorientiertes Produktionsmanagement“
Nur noch ein paar Wochen bleiben zur Anmeldung für den Studiengang „Werteorientiertes Produktionsmanagement“ mit dem Abschluss MBA. Dieser startet nunmehr zum sechsten Mal erfolgreich am Technologiezentrum Produktions- und Logistiksysteme (TZ PULS) in Dingolfing. Für Interessierte findet eine digitale Informationsveranstaltung am Donnerstag, 21. Januar, von 18:30 Uhr bis 20 Uhr statt. Mehr Informationen sowie Anmeldung zur Veranstaltung unter: https://www.haw-landshut.de/mba-wpm.

Der berufsbegleitende Masterstudiengang richtet sich an künftige Führungskräfte im Produktionsumfeld. Besonders im Fokus stehen dabei das persönliche Führungsverständnis und die Auswirkungen durch den Umgang mit Menschen auf die Leistungen der Produktion eines Unternehmens. Der Studiengang soll Antworten geben auf Fragen, die sich mit der stetig ändernden Gesellschaft und den damit verbundenen Herausforderungen in einem Hochlohn-Produktionsumfeld ergeben.

Dozierende aus der Praxis

Der hohe Praxisbezug der Studieninhalte mit einem Anteil von etwa 30 Prozent an Top-Dozierenden aus der Industrie sowie die Bearbeitung realer Situationen produzierender Unternehmen, bereiten die Studierenden auf künftige Aufgaben eines hochdynamischen Berufsumfeldes vor.

Der Masterstudiengang ist auf (Wirtschafts-)Ingeniuerinnen und -ingenieure, Naturwissenschaftler sowie Betriebswirte mit technischem Hintergrund und ähnliche Berufsgruppen zugeschnitten. Aufgrund der kleinen Gruppengrößen in den Seminaren findet ein intensiver und interaktiver Austausch zwischen den Teilnehmenden und den Dozierenden statt.

Es besteht auch die Möglichkeit zur Teilnahme an Einzelmodulen des Studiengangs: Qualitäts- und Produktionsmanagement, Konzepte der werte- und gesundheitsorientierten Führung, Interkulturelles Verständnis und Grundlagen der Ethik sowie Produktentstehungsprozesse in Schlüsselbranchen.

Bewerbungsschluss für den berufsbegleitenden Masterstudiengang ist der 31. Januar 2021.

Foto: Fachhochschule Landshut

Abschlussveranstaltung der Landshuter Energiegespräche im Wintersemester 2020/2021
Der optimale Umgang mit Klärschlamm aus kommunaler Abwasserreinigung steht im Fokus der abschließenden Veranstaltung der Landshuter Energiegespräche im WS 2020/2021. “Nachhaltige Klärschlammentsorgung im ländlichen Raum – das Projekt greenIKK” lautet des Thema des Vortrages von Julia Straub (Technologiezentrum Energie der Hochschule Landshut) mit anschließender Diskussion am 18. Januar 2021, Beginn 18.30 Uhr.

Durch die verschärften Anforderungen an die landwirtschaftliche und landbauliche Nutzung von Klärschlamm aus kommunaler Abwasserreinigung wird ein erhöhter Kostendruck auf die Abwasserentsorger entstehen. Im Forschungsprojekt „Green Infrastructure Maßnahmen aus Klärschlamm- Kaskadennutzung (greenIKK)“ wurden Möglichkeiten entwickelt, dieser Situation entgegenzuwirken und Wege für einen unter ökologischen, technischen, wirtschaftlichen und sozialen Gesichtspunkten optimalen Verfahrensablauf zum Umgang mit Klärschlamm aufgezeigt. Hierzu wurde in einem grenzüberschreitenden, interregionalen Verbund zusammengearbeitet. Eine stoffliche Nutzung, durch eine Rückgewinnung von Nährstoffen und deren Rückführung in die Ökosysteme stand neben der energetischen Verwertung von Klärschlamm im Rahmen eines ganzheitlichen Konzepts im Fokus des Projekts.

Die Landshuter Energiegespräche informieren über aktuelle Entwicklungen in den Bereichen Energietechnik, Energiewirtschaft und Energiepolitik. Die Vortragsreihe will die Energiewende informierend und kritisch begleiten und auf eine breite öffentliche Basis stellen. Im Wintersemester 2020/2021 steht das Thema „Nachhaltigkeit“ im Mittelpunkt der Reihe. Veranstaltet wird sie vom Forschungsschwerpunkt Energie, dem Technologiezentrum Energie und dem Institut für Transfer und Zusammenarbeit der Hochschule Landshut, unterstützt durch die Partner Solarfreunde Moosburg und den Freundeskreis Maschinenbau der Hochschule. Die Landshuter Energiegespräche werden auch im diesem Wintersemester als Online-Seminare durchgeführt. Weitere Informationen und Anmeldung unter www.haw-landshut.de/la-energiegespraeche.

Über die Hochschule Landshut:
Die Hochschule Landshut steht für exzellente Lehre, Weiterbildung und angewandte Forschung. Die sechs Fakultäten Betriebswirtschaft, Elektrotechnik und Wirtschaftsingenieurwesen, Informatik, Interdisziplinäre Studien, Maschinenbau und Soziale Arbeit bieten über 30 Studiengänge an. Das Angebot ist klar auf aktuelle und künftige Anforderungen des Arbeitsmarktes ausgerichtet. Die rund 4.600 Studierenden profitieren vom Praxisbezug der Lehre, der individuellen Betreuung und der modernen technischen Ausstattung. Für Forschungseinrichtungen und Unternehmen bietet die Hochschule eine breite Palette an Projektthemen, die von wissenschaftlichen Fachkräften mit bestem Know-how betreut und umgesetzt werden. Über 118 Professorinnen und Professoren nehmen Aufgaben in Lehre und Forschung wahr.

PRESSEMITTEILUNG
Die Schülerlinien der Stadtwerke Landshut bleiben bis einschließlich Freitag, 29. Januar, eingestellt. Die übrigen Buslinien, mit Ausnahme der Abendlinie, fahren normal. Hintergrund ist die von Ministerpräsidentenkonferenz und Bayerischem Kabinett beschlossene Verlängerung des bestehenden Lockdowns bis zunächst 31. Januar. Für den Schulbetrieb bedeutet das, dass von Montag, 11. Januar, bis zunächst 29. Januar kein Präsenzunterricht stattfindet.
Die eigentlich ab Montag, 11. Januar, geplanten, zusätzlichen Verstärkerfahrten entfallen ebenfalls bis zur Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts.

Foto: Stadtwerke Landshut