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Thema: Schimmel (1) Gibt es Grenzwerte?

Schimmelpilze in der Raumluft: Grenzwerte

Zur Zeit existieren weder in Deutschland noch international gültige Grenzwerte für Schimmelpilze in der Raumluft, welche gesetzlich festgelegt wären. Verschiedene Autoren oder Institutionen schlagen jedoch Richtwerte vor, die sie auf der Basis von Erfahrungswerten bestimmt haben.

Die Bestimmung von Grenzwerten scheitert an verschiedenen ökologischen und medizinischen Aspekten. Da Schimmelpilze überall in der Natur vorkommen, gehören sie zu unserer natürlichen Umwelt und sind keine Verschmutzung oder ein Umweltgift, welches durch die Industrie oder andere Quellen erzeugt würde. Das Auftreten oder die Emission von Schimmelpilzen kann daher nicht reguliert werden. Des weiteren existieren Hunderte von Arten in der Luft, von denen nur ein kleiner Teil für den Menschen hygienisch relevant oder gar pathogen sein können. Grenzwerte sollten daher nur für die gefährlichen Pilze festgelegt werden.

Die gesundheitsschädliche Wirkung von Schimmelpilzen beruht im Allgemeinen auf einer Infektion, der Produktion von Mykotoxinen oder allergen wirksamen Stoffen. Bezüglich Infektionen konnte jedoch bisher keine Dosis-Wirkungsbeziehung gefunden werden. Niemand kann mit Sicherheit sagen, ab welcher Konzentration von Sporen in der Raumluft eine Infektion zu erwarten ist. Der erste Mediziner, der eine Schimmelpilz-Infektion diagnostiziert, ist oftmals erst der Pathologe. Daher weiß man, dass einige Arten Infektionen auslösen können. Im Gegensatz zu den Bakterien, ist für Schimmelpilze aber keine infektiöse Dosis bekannt. Eine einleuchtende Vermutung ist nur, dass mit steigender Konzentration auch die Wahrscheinlichkeit einer Infektion steigt. Dies wird durch epidemiologische Studien bestätigt.

 




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