Home Allgemein STYROPOR-DÄMMSTOFFE RICHTIG ENTSORGEN — Gesundheitsschäden vermeiden

STYROPOR-DÄMMSTOFFE RICHTIG ENTSORGEN — Gesundheitsschäden vermeiden

Styropor-Dämmstoffe richtig entsorgen

 

Dämmstoffe aus Polystyrol, im Volksmund besser bekannt als Styropor- oder Styrodurplatten, wurden seit Jahrzehnten bei Gebäuden zur Wärmedämmung eingesetzt. Dabei enthält das Material bestimmte Stoffe als Flammschutzmittel, die in der Atemluft Gesundheitsschäden auslösen können. Deshalb sind Dämmstoffe aus dem Rückbau von Altbeständen als gefährliche Abfälle einzustufen und entsprechend zu entsorgen. Privatpersonen können das Material aber auch weiterhin in kleinen Mengen bis zu einem halben Kubikmeter in den Altstoffsammelstellen des Landkreises oder in Mengen bis zu zehn Kubikmetern in der Müllumladestation Wörth anliefern. Für gewerbliche Anlieferer gelten dabei strengere Vorschriften.

 

Wer als Privatmann die alte Dämmung aus Polystyrol bei der Sanierung oder dem Abriss eines Hauses entfernt, unterliegt dabei nicht der Nachweisverordnung für gefährliche Abfälle und muss die flammschutzmittelhaltigen Dämmstoffe dem öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger, im Landkreis Landshut also der Abfallwirtschaft mit ihren Einrichtungen in den Altstoffsammelstellen oder der Müllumladestation Wörth des Zweckverbandes Müllverwertung Schwandorf (ZMS) zuführen. Wer gewerblich im Sanierungs- und Rückbaugeschäft tätig ist, darf Baumischabfälle mit einem maximalen Anteil von einem halben Kubikmeter Polystyrol pro Tonne ohne gesonderten Nachweis in der Müllumladestation anliefern. Anlieferungen von Gewerbetreibenden, die rein aus Polystyrol-Dämmstoffen bestehen, werden ohne Analyse nicht angenommen. Sollte das Material weniger als 1000 Milligramm Flammschutzmittel pro Kilogramm enthalten, so kann es angenommen werden. Einen entsprechenden Nachweis muss der Anlieferer jedoch vor der Anlieferung der Abfallberatung des ZMS zur Prüfung vorlegen.

 

Bei Abfällen aus Neubaumaßnahmen kann davon ausgegangen werden, dass die Dämmstoffe keine gesundheitsgefährdenden Flammschutzmittel enthalten. Gewerbliche Anlieferer müssen jedoch bestätigen, dass es sich um Abfall aus Neubaumaßnahmen handelt. Verpackungsstyropor ist frei von Flammschutzmitteln und kann über den gelben Sack einer weiteren Verwertung zugeführt werden.