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Strombedarf und Stromerzeugung

Fakten der Bundesnetzagentur:

1. Unser Stromverbrauch schwankt zwischen 40 und 81 GW

Der Stromverbrauch in Deutschland schwankt zwischen 40 und 81 GW (Gigawatt, = Millionen Kilowatt). Im Winter, wenn viel geheizt wird, ist er höher als im Sommer. Werktags, wenn die Fabriken laufen, ist er höher als sonntags. Und tagsüber, wenn viele Maschinen arbeiten, ist er höher als nachts.

2. Die Leistung (= Stromerzeugungskapazität) der ins deutsche Stromnetz einspeisenden Kraftwerke

27. März 13 www.bundesnetzagentur.de/SharedDocs/Downloads/DE/BNetzA/Sachgebiete/Energie/Sonderthemen/VeroeffKraftwerksliste/VeroeffKraftwerksliste_xls.xls;jsessionid=B0A75A88341848AE565907FBF721EB34?__blob=publicationFile

in GW (Gigawatt = Millionen Kilowatt)

Fossile Kraftwerke (Braunk. 17,8, Steink. 19,2 Erdgas 16,8, Mineralöl 3,7) 57,5
Mehrere Energieträger (14,5) + sonstige Energieträger (1,1), Öl- + Gasmischfeuerung, Steinkohle- + Holz/Klärschlammmischfeuerung, Abfall  usw. – überwiegend fossile Stoffe 16,6
Atomkraft 12,7
Wasserkraft (Laufwasser- + Speicherkraftwerke aber nicht Pumpspeicher-KW) 5,1
Biogas- und feste Biomasse, biogene Abfälle, Klär- + Deponiegas 6
Windkraft 30,3
Fotovoltaik 33

Bisher liefen die Laufwasserkraft-, Braunkohle-, Atomkraft- und Biogaskraftwerke 24 Stunden am Tag. Ergänzend werden die Steinkohlekraftwerke rauf- und runtergefahren. Tagsüber, wenn der Stromverbrauch ja erheblich höher ist, liefen für die Spitzenlast zusätzlich Gaskraftwerke sowie stundenweise Pumpspeicherkraftwerke. Damit kann die Erzeugung gut den Schwankungen im Stromverbrauch angepasst werden. Neuerdings haben wir allerdings mittags meistens eine hohe Fotovoltaikleistung mit 10 – 25 GW, so dass die Gaskraftwerke nicht mehr zum Einsatz kommen.


Primärenergieverbrauch 2012 gestiegen

Die im Mittel der vergangenen zehn Jahre um 0,5 Grad niedrigeren Temperaturen von durchschnittlich 9,2 Grad haben zu einem Anstieg des deutschen Primärenergieverbrauchs von rund 1 Prozent geführt. Die Konjunktur hatte hingegen einen verbrauchsdämpfenden Effekt. Dem Wirtschaftswachstum von 0,7 Prozent stand eine Abnahme von 1,2 Prozent im produzierenden Gewerbe und insbesondere bei der energieintensiven Industrie gegenüber. Witterungsbereinigt wäre der Primärenergieverbrauch um 1 Prozent gesunken.

Die Entwicklung der Energieträger lief wie folgt:

  • Erneuerbare Energien: + 8,1 Prozent, Anteil am Verbrauch 11,6 Prozent
  • Steinkohle: + 3,1 Prozent, Anteil am Verbrauch 12,2 Prozent
  • Braunkohle: + 5,3 Prozent, Anteil am Verbrauch 12,1 Prozent
  • Erdgas: + 1,4 Prozent, Anteil am Verbrauch 21,6 Prozent
  • Mineralöl: – 0,5 Prozent, Anteil am Verbrauch 33,1 Prozent
  • Kernenergie: – 7,9 Prozent, Anteil am Verbrauch 8 Prozent
  • Sonstige Energieträger: + 4,1 Prozent, Anteil am Verbrauch 2 Prozent (Stromaustauschsaldo: – 0,6 Prozent)

32 Prozent des Energieverbrauchs konnten aus heimischen Ressourcen gedeckt werden. Der Stromverbrauch sank um etwa 1 Prozent auf 595 TWh, während die Stromerzeugung um rund 1 Prozent zunahm.

Quelle: www.ag-energiebilanzen.de, Rubrik Berichte

 




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