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Statt Neubau oder Renovierung – Bestehendes nutzen Zehn Jahre Förderverein für ein Stadtmuseum in der Innenstadt e.V.

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Der „Förderverein für ein Stadtmuseum in der Innenstadt e.V.“ beging in diesem Herbst sein zehnjähriges Bestehen. Dabei gab es nicht nur die Aktivitäten der Vergangenheit zu würdigen und die Planungen für die Zukunft zu diskutieren, sondern der Verein hat auch einen neuen Vorsitzenden: Dieter Vallant löst Dr. Wilhelm Eggert-Vockerodt ab, der seit Gründung des Fördervereins an der Spitze stand. Zweite Vorsitzende bleibt Rosemarie Schwenkert, ebenfalls von Beginn an in dieser Funktion.

Der Förderverein für ein Stadtmuseum in der Innenstadt e.V. bringt mit seinem Namen bereits das Hauptziel zum Ausdruck. Der Verein wirbt vornehmlich für die Nutzung der Stadtresidenz als Ausstellungsort heimischer Kunst. Einen Museumsneubau oder die Sanierung und Restaurierung eines bestehenden Gebäudes, wie zum Beispiel des ehemaligen Franziskaner-Klosters, lehnen die Mitglieder als finanziell nicht umsetzbar ab. Die Residenz werde derzeit zu wenig genutzt und biete sich als städtisches Museum für Landshut geradezu an.

Seit seinem Bestehen ist der Förderverein schön öfter als Stifter bedeutender Werke an die Stadt Landshut hervorgetreten. So überreichten Vereinsmitglieder das sehr große Ölgemälde „Burg Trausnitz“ von Friedrich Müller, das heute im Rathaus beim Eingang zum Vorzimmer des Oberbürgermeisters hängt. Auch ein Modell, welches, nach wissenschaftlichen Erkenntnissen angefertigt, Landshut um 1410 zeigt, wurde der Stadt gestiftet. Ein altes Möbelschloss aus dem 16. Jahrhundert, welches mit dem Landshuter Beschauzeichen, dem Helm, verziert wurde und aus einer Plattnerwerkstatt stammt, wurde ebenso gestiftet wie restaurierte Archivalien des Stadtarchivs, um diese vor dem Verfall zu retten.

In diesem Jahr übergaben die Verantwortlichen im Rathaus das Gemälde „Bildnis in Weiß“ des Landshuter Malers Hugo Högner. Mit diesem Ölgemälde ging wieder ein  landshutspezifisches Werk praktisch als Dauerleihgabe an die Stadt. Das Högner-Bild, entstanden 1946, findet man in den Räumlichkeiten des Verkehrsvereins im Erdgeschoss des Rathaus. Der Förderverein für ein Stadtmuseum in der Innenstadt e.V. hat es aus Privatbesitz erworben.

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