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Startschuss für Energieeffizienznetzwerk Niederbayern gefallen

Die Vertreterinnen und Vertreter der Kommunen und Landkreise unterzeichneten eine gemeinsame Erklärung zur Netzwerkarbeit.

Mitglieder-Kommunen treffen sich zur Auftaktveranstaltung an der Hochschule Landshut und unterzeichnen gemeinsame Erklärung

Anfang Juli haben die Landräte, Bürgermeisterinnen, Bürgermeister und Netzwerkbeauftragten von neun niederbayerischen Kommunen sowie drei niederbayerischen Landkreisen an der Hochschule Landshut das kommunale „Energieeffizienznetzwerk Niederbayern“ gegründet. Die teilnehmenden Kommunen sind die Städte Landshut, Dingolfing und Pfarrkirchen, die Verwaltungsgemeinschaft Ergoldsbach, die Gemeinden Loiching und Tiefenbach, die Märkte Wallersdorf, Pfeffenhausen und Essenbach sowie die Landkreise Landshut, Dingolfing und Rottal-Inn.

Energieeffizienz und Klimaschutz als Ziel

Ziel des Netzwerks ist es unter anderem, einen breiten Erfahrungsaustausch zu Fragen der Energieeinsparung und des Klimaschutzes anzustoßen. Die Mitglieder des Netzwerks versprechen sich von ihrer Teilnahme aber auch, mehr Transparenz über den Energieverbrauch der eigenen kommunalen Liegenschaften zu erhalten, Potenziale zu identifizieren, Ziele zu definieren und wirtschaftlich sinnvolle Maßnahmen zur Senkung des Energieverbrauchs umzusetzen. Insgesamt werden so künftig der Energieverbrauch und die Treibhausgasemissionen der teilnehmenden Kommunen gesenkt.

Prof. Dr. Petra Denk, Leiterin des Instituts für Systemische Energieberatung GmbH (ISE), stellte die Netzwerkarbeit vor. Sie freue sich über das große Interesse der Kommunen und Landkreise: „Dadurch, dass alle teilnehmenden Kommunen und Landkreise in der Region liegen, kann eine intensive Vernetzung stattfinden, die auch über die Zeit der geförderten Netzwerkphase hinaus besteht und von der alle nachhaltig profitieren können.“

Prof. Dr. Josef Hofmann, Leiter des Forschungsschwerpunkts Energie, hielt im Rahmen der Veranstaltung einen Vortrag über die Hochschul-Forschungsaktivitäten im Bereich Energie. Dazu zählen unter anderem die Entwicklung, Qualifizierung und Quantifizierung von Methoden und Systemen zur dezentralen, ressourcenschonenden Energieversorgung.

Hochschulpräsident Prof. Dr. Fritz Pörnbacher rückte besonders die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Hochschule und den umliegenden Kommunen und Landkreisen in den Fokus. „Wir verstehen uns als wichtiger Partner der gesamten Region in den Bereichen Bildung und Weiterbildung sowie Forschung und Entwicklung“, so Pörnbacher. Das kommunale Energieeffizienznetzwerk sei ein gutes Beispiel, wie Transfer von Know-how der Hochschule in die Region und in die Gesellschaft gelinge.

Das Institut für Systemische Energieberatung (ISE) mit Sitz an der Hochschule Landshut hatte das Projekt „Energieeffizienznetzwerk Niederbayern“ initiiert und im Herbst 2019 einen Förderantrag beim Projektträger Jülich gestellt. Das Bundesumweltministerium unterstützt im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative die Kommunen während der dreijährigen Netzwerkphase und beteiligt sich mit einer Förderung von 60 Prozent an den Kosten der Netzwerkarbeit und der energietechnischen Beratung.

Individuelle energietechnische Beratung

Zu Beginn der Netzwerkarbeit steht dabei eine Analyse des Energieverbrauchs ausgewählter kommunaler Liegenschaften und die Identifikation von Einsparpotenzialen durch die energietechnischen Berater des ISE. Auf dieser Basis werden individuelle Maßnahmen zur Senkung des Energieverbrauchs entwickelt und anschließend ein gemeinsames Netzwerkziel definiert. Dabei können die Kommunen ihre individuellen Schwerpunkte selbst festlegen. Bei der Ausarbeitung und Umsetzung der Maßnahmen unterstützt das ISE durch kontinuierliche und neutrale energietechnische Beratung.

Nachhaltige Vernetzung

Während der Netzwerkphase finden vierteljährlich Netzwerktreffen statt, bei denen sich die Netzwerkbeauftragten der Kommunen und Landkreise zu praktischen Fragen des kommunalen Energiemanagements austauschen und ihre Erfahrungen bei der Umsetzung von Maßnahmen teilen können. Zusätzlich erhalten sie Expertentipps und Schulungen durch fachkundige Referentinnen und Referenten.

Zum Abschluss der Veranstaltung unterzeichneten alle teilnehmenden Kommunen und Landkreise die gemeinsame Erklärung zur Netzwerkarbeit.

Foto: Hochschule Landshut

Über die Hochschule Landshut:

Die Hochschule Landshut steht für exzellente Lehre, Weiterbildung und angewandte Forschung. Die sechs Fakultäten Betriebswirtschaft, Elektrotechnik und Wirtschaftsingenieurwesen, Informatik, Interdisziplinäre Studien, Maschinenbau und Soziale Arbeit bieten über 30 Studiengänge an. Das Angebot ist klar auf aktuelle und künftige Anforderungen des Arbeitsmarktes ausgerichtet. Die rund 5.000 Studierenden profitieren vom Praxisbezug der Lehre, der individuellen Betreuung und der modernen technischen Ausstattung. Für Forschungseinrichtungen und Unternehmen bietet die Hochschule eine breite Palette an Projektthemen, die von wissenschaftlichen Fachkräften mit bestem Know-how betreut und umgesetzt werden. Über 120 Professorinnen und Professoren nehmen Aufgaben in Lehre und Forschung wahr.