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“STADTGESPRÄCH DES SENIORENBEIRATES” — Neuerungen in der Pflegeversicherung — Christian Strasser AOK berichtete im “Cafe am Isartürl”

Stadtgespräch des Seniorenbeirates zum Thema “Neuerungen in der Pflegeversicherung”!

Am 1.1. 2015 ist das erste Pflegestärkungsgesetz (PSG I) in Kraft getreten. Es ist das erste Gesetz einer zweistufigen Pflegereform, die die Regierungsparteien im Koalitionsvertrag von 2013 vereinbart haben.

Das PSG I hat die Leistungen der Pflegeversicherung für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen spürbar ausgeweitet und die Zahl der zusätzlichen Betreuungskräfte in stationären Pflegeeinrichtungen erhöht; zudem wurde ein Pflegeversorgungs-Fonds eingerichtet.

Die Details der Neuregelung sind sehr komplex und für Laien nicht leicht zu verstehen. Aus diesemGrunde hat der Seniorenbeiurat mit ihrem Vorsitzenden Franz Wölfl den Fachbereichsleiter von der Pflegeversicherung der AOK Landshut — die Gesundheitskasse, Herrn Christian Srasser eingeladen, um die verwirrende Gesetzeslage zu erklären.

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Mitglieder des Seniorenbeirates hören aufmerksam den Ausführungen des Herrn Strasser zu!

 

Pflegebedürftig kann jeder sein, das Leben ist eben mit Risiko behaftet. Christian Strasser führte aus, dass die Pflegebedürftigkeit ständig zunimmt. Die Altersstruktur der Bevölkerung ist so, dass die Menschen immer älter werden und damit die Pflegebedürftigkeit ständig zunimmt. Bis zum Jahre 2015 rechnet man mit 4,35 Millionen Pflegebedürftige. Die Tätigkeit der Pflege übernehmen in erster Linie immer noch Frauen. DiePflegeversicherung ist 1995 in zwei Stufen eingeführt worden als 5. Säule der Sozialversicherung. Im Laufe der Zeit sind ständig Nachbesserungen durchgeführt worden. Im Jahre 2003 und 2008 sind weitere Pflegereformen installiert worden. Um die Pflegeversicherung zu finanzieren und um die Arebeitgeber zu entlasten, hat man den Bus- und Bettag abgeschafft, ausser im Freistaat Sachsen. Der Beitragsatz zur Pflegeversicherung ist in den Jahren ab 1995 ständig gestiegen. Für die “Kinderlosen” ist ein Extra-Zuschlag geschaffen worden von 0,25 % zum Beitragssatz. Der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer zahlen den Beitrag je zur Hälfte, die Rentner bezahlen den vollen Betrag. Die letzte Erhöhung des Beitrags wurde im Jahre 2015 durchgeführt. Die Steigerung im PSG II beträgt weitere 0,2% im Jahre 2016 oder 2017.

Eine Person, die pflegeleistung benötigt, stellt grundsätzlich den Pflegeantrag dort, wo er krankenversichert ist. Der Pflegeantrag wird weitergeleitet zum medizinischen Dienst, der eine Begutachtung durchführt und somit kann dann eine Entscheidung durch die Gesundheitskasse getroffen werden. Die Pflegekasse kann nur Zuschüsse leisten. Dadurch wird die Eigenversorgung immer wichtiger, da die Kosten ständig steigen. Der Begriff der Pflegebedürftigkeit ist neu bearbeitet worden, nur wie die Berwertung aussehen wird, ist momentan nicht greifbar.

Fachbereichsleiter Christian Strasser führte nun sehr detailliert die verschiedenen Varianten der Pflegeversicherung aus und wie sie sich in der praktischen Arbeit zeigen und wie damit umzugehen ist. Die Kosten zeigte er anhand von Listen und Bildern auf der Leinwand auf. Die AOK Landshut erweitert ständig ihre Mitarbeiter in dem Bereich Pflegedienst, empfehlenswert wäre die AOK-Pflegedienst-Beschreibung im Internet zu suchen und abzurufen. Eindringlich ga er den Tipp: “Unbedingt, so lange man selber noch fit ist, für den Fall aller Fälle eine Vollmacht zu erstellen”!

H.J.Lodermeier(Beiratsmitglied)

 

 

 

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