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Stadt und Landkreis Landshut erneut von heftigem Unwetter getroffen – Einsatzzahlen mittlerweile bei 210 – ein Feuerwehrmann im Einsatz verletzt

Die Stadt und der Landkreis Landshut wurden in der Nacht auf den 23. Juni 2021 erneut von einem heftigen Unwetter getroffen. Dabei wurden über die seit zwischen 2:30 und 7:30 sowie dann ab 9:30 bis 13:30 erneut besetzte Kreiseinsatzzentrale in der Hauptfeuerwache Landshut bis zum Morgen insgesamt 210 Einsätze koordiniert, davon alleine gut 90 im Stadtgebiet Landshut. 
Im Stadtgebiet waren ab etwa 3:00 alle Löschzüge der Landshuter Feuerwehr sowie das THW Landshut im Einsatz. Der Schwerpunkt lag dabei auf vollgelaufenen Kellern, Unterführungen sowie dem beseitigen umgestürzter Bäume bzw. abgebrochener Äste. Nach einer kurzen Verschnaufpause zwischen 7:00 und 9:00 zog das Einsatzgeschehen ab 9:00 wieder deutlich an und forderte erneut Einsatzkräfte aller Löschzüge. Erneut mussten vorwiegend Keller, Erdgeschosse, Tiefgaragen und ebenerdige Lagerflächen von Wasser und Schlamm befreit werden. Die Wasserhöhe in einigen Kellern und Tiefgaragen reichte dabei teilweise bis zu einem Meter. 
Neben vielen Privatanwesen waren vor allem in Landshuter Westen, in der Innenstadt sowie im Industriegebiet auch zahlreiche Geschäfte, Gewerbebetriebe und städtische Einrichtungen wie Kindergärten betroffen. Gerade die Beseitigung der dortigen Wasserschäden zog sich auf Grund der großen Flächen noch über den gesamten Mittwoch hin. Unter anderem waren durch die Wassermassen ein großes Möbelhaus, ein Lebensmittelgroßhandel, ein Elektrofachmarkt, ein Pharmaunternehmen, die Kindergärten St. Konrad und St. Nikola, ein Hotel in der Wolfgangsiedlung, die Landshuter Polizei, ein Modehaus in der Innenstadt sowie mehrere Tiefgaragen großer Mehrparteienhäuser betroffen.
In der Eisenbahnunterführung am Rennweg steckte ein Rettungswagen im Wasser fest und musste durch die Feuerwehr herausgezogen werden. Auch im Rosental ergossen sich aus dem hinteren Bereich analog zum Unwetter vor zwei Wochen wieder Wassermassen bis zur Bachstraße und sorgten phasenweise für verschlammte Anwesen, Zufahren und nicht mehr passierbare Fahrbahnen sowie ausgehobene Gullydeckel. Ausgehobene Gullydeckel mussten auch in anderen Bereichen wieder eingehängt werden. 
Rein von den Einsatzzahlen waren diesmal besonders der Landshuter Westen von Achdorf beginnend über Landshut West, Teile der Münchnerau und die Wolfgangsiedlung mit dem Industriegebiet sehr stark betroffen. Im Landshuter Osten mussten sich die Einsatzkräfte neben einiger Keller auch um mehrere umgestürzte Bäume kümmern, unter anderem im Bereich der LA 14 zwischen der Gretlmühle und der Wolfsteinerau. 
Bei den Einsätzen wurde heute mittag leider auch ein Feuerwehrmann durch einen technischen Defekt eines Stromaggregates im Gesicht verletzt. Er befindet sich in ärztlicher Behandlung, darf aber nach dem letzten Stand in Kürze nach Hause. Verletzte innerhalb der Bevölkerung gab es nach bisherigem Kenntnisstand der Feuerwehr im Stadtgebiet Landshut keine zu beklagen. Die Schadenshöhe kann durch die Feuerwehr nicht beziffert werden. Die Einsatzschwerpunkte im Landkreis Landshut lagen anhand der in der Kreiseinsatzzentrale vorliegenden Daten vor allem im heftig getroffenen Markt Altdorf, sowie in der Gemeinde Eching und im Bereich Wörth an der Isar. 

Fotos: Freiwillige Feuerwehr Landshut
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