Home Allgemein “SO WAHR MIR GOTT HELFE” — Oberbürgermeister Alexander Putz spricht Eidesformel im...

“SO WAHR MIR GOTT HELFE” — Oberbürgermeister Alexander Putz spricht Eidesformel im Rathausprunksaal der Stadt Landshut

 

Angekündigt als Plenumssitzung am Dienstag, 10. Januar 2017, fand im gut besuchten Rathausprunksaal die Vereidigung und Einführung von Alexander Putz in sein Amt als neuer Oberbürgermeister der Stadt Landshut, statt.

Der erste Tagesordnungspunkt der Sitzung bestand darin, den neuen Oberbürgermeister der Stadt Landshut zu vereidigen.  Zweiter Bürgermeister Dr. Thomas Keyßner forderte OB Putz auf, die dafür bestimmte Eidesformel nachzusprechen, die da lautet: „ Ich schwöre Treue, dem Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland und der Verfassung des Freistaates Bayern, Gehorsam den Gesetzen und gewissenhafte Erfüllung meiner Amtspflichten, so wahr mir Gott helfe!“ Dies wurde mit kräftigem Applaus der anwesenden Bürgerinnen und Bürgern der Stadt bekundet. Dr. Keyßner gratulierte als Erster dem neuen Oberbürgermeister und legte ihm als Zeichen seiner Funktion die Amtskette um den Hals, „so dass alles perfekt sei“, wie er meinte.

Im Anschluss an die Vereidigung kam der zweite Tagesordnungspunkt, die Einführung des neuen Oberbürgermeisters in sein Amt, zum Tragen. Zuständig dafür war der neue Regierungspräsident Rainer Haselbeck. An die Anrede „Oberbürgermeister der Stadt Landshut“, solle sich Herr Putz schnell gewöhnen, meinte der Regierungspräsident von Niederbayern. Es sei eine große Ehre, denn er sei vom Souverän der Stadt, nämlich von den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt, in dieses hohe Amt gewählt worden. Es sei natürlich auch ein großer Auftrag, denn die Landshuterinnen und Landshuter haben ganz wesentlich die Geschicke ihrer Stadt, in die Hände des neuen OB gelegt. Ehre und Auftrag, das verbindet Rainer Haselbeck mit der Amtseinführung von Alexander Putz. Der Regierungspräsident überbrachte die besten Wünsche und hofft auf eine gute Zusammenarbeit für die Zukunft.

Landshut ist nicht irgendeine Stadt, Landshut ist die Niederbayerische Hauptstadt und somit der Sitz der Regierung von Niederbayern. Landshut ist aber noch viel mehr, der Name sagt es deutlich, Hut und Schutz des Landes. Ganz offensichtlich waren die ersten Landshuter selbstbewusste Niederbayern wie sich das gehört, und so soll es weitergehen. St. Martin ist der größte Backsteinturm der Welt, die Residenz erster Renaissance-Palazzo nördlich der Alpen. Die Landshuter Hochzeit bildet das größte „Mittelalterliche Fest“, wie es nirgendwo zu finden ist. Landshut ist ein Ort in dem es sich gut leben lässt. Aus diesen Gründen, hat sich vor 35 Jahren Alexander Putz in diese Stadt verliebt und dies spräche erst einmal für ihn. Es zeige auch, was man in dieser Stadt als Zuwanderer alles werden kann. Regierungspräsident Haselbeck war eben aus diesem Grunde versucht, ohne das Wort Österreicher bei seiner Rede auszukommen. Dies aber wäre kaum zu schaffen, denn es bieten sich unzählige Assoziationen an.

Haselbeck fand auch lobende Worte für die anwesenden Altoberbürgermeister Josef Deimer und Hans Rampf. „Lieber Hans, lieber alter treuer Oberbürgermeister, Du hast diese Stadt 12 Jahre lang erfolgreich regiert, getragen von einem großen Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger, du hast die Arbeit deines großen Vorgängers Josef Deimer mit eigenen Akzenten versehen, du kannst stolz sein auf deine Leistung, wir wünschen Dir alles, alles Gute!“

Die Gesellschaft für Marktforschung hat erst kürzlich festgestellt, dass Landshut in Bayern auf Platz 2 und in Deutschland auf Platz 7 steht, das ist ein tolles Zeugnis. Dies lässt aber nach oben noch etwas Luft um Ehrgeiz zu zeigen und ehrgeizig muss man auch sein, denn allein der Stolz auf das Gestern und auf das Wohlfühlen von heute, sichern natürlich nicht das gute Leben und das gute soziale Zusammenleben von Morgen. Der Bevölkerungszuwachs der Stadt ist enorm. Die Schätzungen für die nächsten acht Jahre ergeben noch einmal 5000 Einwohner mehr. Das sind große Herausforderungen, die die Stadt in der Zukunft zu meistern hat. Für Oberbürgermeister Putz stellt dies eine fast schon übergroße aber dennoch eine tolle Aufgabe dar. Eine gute Zusammenarbeit zwischen den Verwaltungen der Regierung von Niederbayern und der Hauptstadt Niederbayerns ist demnach unabdingbar, wie Haselbeck meinte und sich auch wünsche. Mit dem Ausspruch „Himmel Landshut-Tausend Landshut“, übergab der Regierungspräsident die Stadt an den neuen Oberbürgermeister Putz.

Zum Abschluss der Sitzung, hat Alexander Putz, wie es bei ihm üblich und seine Art ist, ohne Manuskript und in freier Rede, einige Worte an alle anwesenden Bürgerinnen und Bürgern gerichtet. Er habe in den letzten Wochen einige bewegende Augenblicke erlebt. In diesem wunderbaren Rathausprunksaal mit der Aufgabe eines Oberbürgermeisters betraut zu werden, ist ein Höhepunkt in seinem bisherigen Leben. In diesem Moment empfand er Dankbarkeit, Dankbarkeit an erster Stelle seiner Frau gegenüber, die sich bereit erklärt hatte, mit ihm diesen Weg zu gehen.  Dank geht auch an seine Familie, die ihn geprägt hat und vor allem den Landshuterinnen und den Landshutern, die ihm dieses ungeheure  Vertrauen bei der Oberbürgermeisterwahl geschenkt haben. Zwei persönliche Wünsche zu seiner Amtszeit möchte er äußern. Zum Einen, dass die Menschen, die ihm das Vertrauen geschenkt haben sagen werden, er hat es gut gemacht, und wir haben richtig entschieden. Zweitens wünschte er sich, dass nach seinem Ausscheiden aus diesem Amt eines Oberbürgermeisters, die Leute äußern werden, er hat seine eigenen „Spuren in der Loipe“ hinterlassen. In einem Buch eines Ratgeberverlages über den Bürgermeister steht sinngemäß: „ Das Amt des Bürgermeisters gehört auf Grund der Vielfalt der Aufgaben in unserer Gesellschaft, zu einem der anstrengensten und zeitaufwendigsten, aber auch zu einem der befriedigensten Ämter. Es bietet die Chance, den Gestaltungsspielraum unmittelbar zu erleben. Darauf freut sich Putz sehr. „Wenn wir die Stadt weiter gut entwickeln wollen, brauche ich ihre Unterstützung“, so der neue OB. Auf die Zusammenarbeit mit den Stadträten, von welcher Partei auch immer, legt er großen Wert. Die vorangegangenen Gespräche mit den einzelnen Fraktionen im Stadtrat, zeigen gute Ansätze von guter Zusammenarbeit. Der Umgang miteinander sollte konstruktiv und fair sein und der neue OB glaubt, dass dies auch möglich sei. Für die Unterstützung der Menschen in den Stadtverwaltungen in den letzten Wochen, möchte er sich heute schon bedanken. Er appellierte an die Bürgerinnen und Bürger der Stadt, suchen sie den Kontakt zum Oberbürgermeister und auch zu den Stadträten. Putz lädt alle dazu ein.

Transparenz zeigen, ist ein wichtiges Thema, d.h., die Landshuter sollen wissen, was in ihrer Stadt passiert und was getan wird. Bei der nächsten Kommunalwahl sollte es eine wesentlich höhere Wahlbeteiligung geben, das sollte unser gemeinsames Ziel sein.

Drei wichtige Themen stellte Putz für die Zukunft in den Vordergrund. Die Schulentwicklung, das ist die Zukunft, gleichzeitig ist Wohnraum zu schaffen, und der Ausbau der Verkehrsinfrastruktur muss weiter im Focus der Stadtratsarbeit stehen.

Ein großes Lob sprach er seinem Amtsvorgänger Hans Rampf aus. Wie er in vertrauensvoller Weise und in Offenheit in den letzten Wochen mit Putz umgegangen ist, hat Putz sehr berührt, und er bedankte sich herzlich bei seinem Vorgänger.

Der neue Oberbürgermeister versprach den Landshutern, dass er immer das Beste für diese seine Stadt geben wird.

 

BILDER DES ABENDS:

Der neue Oberbürgermeister spricht die Eidesformel

 

Das neue “Bürgermeister-Dreigespann”

 

Regierungspräsident Rainer Haselbeck bei seiner Ansprache

 

Sabine Putz wurde mit einem Blumenstrauß bedacht

 

Die Räte der Stadt Landshut

 

*ENDE*

h.j.lodermeier