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Skulpturenmuseum crossover: Vom Herzog zum Koenig

Foto: Paarung, 1967 (Toni Ott)

 

Skulpturenmuseum crossover

Vom Herzog zum Koenig

öffentliche Themenführung

Verwandelt in einen Schwan nähert sich der höchste der griechisch-römischen Götter Zeus der menschlichen Leda an und verführt sie. Nur durch eine List kann der seiner Ehefrau Hera untreue Zeus sich mit den Schönheiten der Erde vergnügen: Verwandelt als Stier begegnet er Europa, als Goldregen der Danae und als Feuer der Aegina, um nur einige zu nennen. Die Liebe, wenn auch meist nur die körperliche, spielen in der griechisch-römischen Mythologie eine wesentliche Rolle. Die Liebe und den menschlichen Körper darzustellen, ist ein großes, Jahrhunderte übergreifendes Anliegen der Kunst. Aber auch Themen, wie der Tod oder die Überheblichkeit des Menschen finden sich nicht nur in den Deckenmalereien der im 16. Jahrhundert von Herzog Ludwig X. fertig gestellten Stadtresidenz, sondern auch in dem Inneren des Hofberges, im Skulpturenmuseum. Themen wiederholen sich und werden doch auf ganz unterschiedliche Weise umgesetzt.

Davon abgesehen, dass Fritz Koenig ganz bewusst auf Geschichten der Antike zurückgreift, wenn er den Sturz des Ikarus mehrfach darstellt, reiht er sich auch in eine lange Tradition von Themen, die er ganz neu und individuell interpretiert. Nicht nur in der Mythologie begegnet die körperliche Liebe immer wieder, auch der Bildhauer zeigt sie in seiner Skulptur „Paarung“ aus dem Jahr 1967. Liebe, Tod, Erinnerung, Übermut – Wie werden sie dargestellt? Welche Geschichten stehen hinter den Kunstwerken? Diesen und weiteren Fragen wird auf dem Rundgang durch die herzogliche Vergangenheit und die koenigliche Gegenwart begegnet.

 

Die neue Reihe ‚Skulpturenmuseum crossover’ setzt unter verschiedenen Gesichtspunkten die Kunstwerke des Bildhauers Fritz Koenig mit Werken aus der Landshuter Alt- und Neustadt in Bezug. Dieser ersten Themenführung folgen zwei weitere unter den Titeln „Kriegserinnerung“ am 19. Oktober um 11 Uhr und „Herr, lehre mich, dass es ein Ende haben muss“ am 8. November um 15 Uhr. Dabei werden einerseits das Kriegerdenkmal in der Neustadt und andererseits die Epitaphe der Stiftskirche St. Martin in Zusammenhang mit den Kunstwerken Fritz Koenigs betrachtet. Ziel der Reihe „Skulpturenmuseum crossover“ ist es, einen Blick über den Tellerrand hinaus zu wagen, neue Beziehungen und Zusammenhänge zu erkunden und Landshut als eine Kunststadt zu erfahren. Unter dem Motto „Vom Herzog zum Koenig“ werden nun am 19. September um 16 Uhr zuerst die Kunstwerke im Skulpturenmuseum betrachtet, bevor ein Besuch der Stadtresidenz folgt.

 

 

 




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