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SIEDLERBUND PIFLAS BESUCHT HISTORISCH ROMANTISCHEN WEIHNACHTSMARKT — Fahrt zum Schloss Guteneck bei Nabburg/Oberpfalz

SIEDLERBUND PIFLAS BESUCHT HISTORISCH ROMANTISCHEN WEIHNACHTSMARKT

Fahrt zum Schloss Guteneck bei Nabburg/Oberpfalz

Wie alle Jahre, so auch heuer, konnte der Vereins-Vorsitzende des Siedlerbundes Piflas, Joachim Flache, einen Bus voll Mitglieder begrüßen, um mit ihnen das Schloss Guteneck zu besuchen. Dort findet nämlich der historische und romantische Weihnachtsmarkt statt.

Die Burg Guteneck wurde erstmals im 12. Jahrhundert erwähnt. 1278 kam die Burg Guteneck an das Geschlecht derer von und zu Murach. 1299 ist erstmals ein Jordan von Murach amtlich beurkundet. Wolff Albrecht von Murach veräußerte 1576 Burg Guteneck an die Freiherrn von Kreith. Die Freiherrn von Kreith wurden im 17. Jhd. in den Reichsgrafenstand erhoben, und hielten, wie ihre Vorgänger, 300 Jahre an Guteneck fest. Die letzte Reichsgräfin Franziska von Kreith (weil kinderlos) verkaufte 1894 Schloss Guteneck mit Hofgut an ihren Bruder, den Grafen Franz von Spreti. 1923 veräußerte Graf Spreti das Anwesen wieder an einen Makler aus Nürnberg, der den Besitz 1937 an den Erbprinzen Leopold von Coburg, Sachsen und Gotha verkaufte. 1961 erwarb Albrecht Graf Beissel von Gymnich Schloss Guteneck von der Herzogin von Coburg, Sachsen und Gotha und verlieh dem Anwesen sein jetziges Erscheinungsbild. Burkhard Graf Beissel von Gymnich übernahm den Besitz im Jahre 2001 von seinem Vater Albrecht. Das Schloss Guteneck besteht aus einer Dreiseitanlage auf gotischen Mauern. Sie ist damit prädestiniert, diesen wundervollen Weihnachtsmarkt zu beherbergen.

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Der Gutenecker Weihnachtsmarkt findet zum zwölften Mal auf dem wunderschönen Schloss bei Nabburg statt. Die Piflaser Marktbesucher erwartete ein weihnachtliches, mittelalterliches und buntes Markttreiben mit alter Handwerkskunst: Krippenschnitzer, Fackelmacher, Schmied, Messer- und Scherenschleifer, Filzer, Glasbläser, Specksteinschnitzer, Stadtschreiber, Buchbinder, Kerzenzieher, Riemenschneider, Lederpunzierer, Klöppler, Töpfer, Zinngießer, Teppichweber, und weitere….. – Mehrere Rittergruppen zeigten ein historisches Lagerleben. Ein exotisches Erlebnis war für Kinder der Ritt auf einem Kamel.

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Um 15 Uhr gab es für die Schlosskirchen-Besucher die Möglichkeit, einem halbstündigen Adventsingen zu lauschen. Einige Vereinsmitglieder nahmen die Gelegenheit wahr, für kurze Zeit inne zu halten und die Andacht in der Schlosskirche zu verinnerlichen. Anschließend konnte man die von einem Künstler erschaffene Weihnachtskrippe bewundern. Sie leuchtete aus einer Baumgruppe heraus und vermittelte das Geschehnis der Heiligen Nacht.

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Eine Besonderheit stellte die Gutenecker Weihnachtspost dar. Dort gab es neben Briefmarken und weiteren Angeboten einen Sonderstempel und einen Sonderumschlag. Von hier konnte man einen Weihnachtsgruß an seine Angehörigen senden, d.h., für die Weihnachtspost war ein Briefkasten aufgestellt, wo die Post eingeworfen werden konnte.

Für das leibliches Wohl war an verschiedenen Speise- und Getränkeständen gesorgt. In den beheizten Räumen mit Bewirtung fanden sich die einzelnen Vereinsmitglieder-Gruppen ein, um sich genüsslich zu tun, an den angebotenen Leckereien.

Schon bald aber hieß es wieder Abschied nehmen von dieser weihnachtlichen Wunderwelt auf Schloss Guteneck. Joachim Flache bedankte sich bei seinen Mitreisenden im Bus und man trat wieder die Heimreise nach Ergolding-Piflas an. Auf eine ähnlich schöne Winterreise im nächsten Jahr, freute man sich jetzt schon.

 

h.j.lodermeier