Home Allgemein “SICHERHEIT GEHT VOR” — Helmut Radlmeier und Kripo-Chef Werner Mendler diskutieren Sicherheitslage

“SICHERHEIT GEHT VOR” — Helmut Radlmeier und Kripo-Chef Werner Mendler diskutieren Sicherheitslage

„Sicherheit geht vor“

Helmut Radlmeier diskutiert Sicherheitslage mit Kripo-Chef Werner Mendler

 

„Das Thema Sicherheit ist mein persönliches Schwerpunktthema in diesem Jahr“, machte Landshuts Stimmkreisabgeordneter Helmut Radlmeier zu Beginn des Austausches mit Landshuts Kripo-Chef Werner Mendler deutlich. Mendler und Radlmeier besprachen die aktuelle Sicherheitslage in der Region Landshut.  

 

Bereits beim Weihnachtsgespräch Ende letzten Jahres konnten sich Radlmeier und Mendler über aktuellen Entwicklungen kurz austauschen. Im dabeivereinbarten Gesprächstermin erörterten Abgeordneter und Kripo-Leiter nun die Sachlage in den einzelnen Bereichen.

Gerade Wohnungseinbrüche seien derzeit ein Schwerpunkt, erläuterte Mendler. Mit den wachsenden Einwohnerzahlen in der ganzen Region steige auch die Zahl der Einbrüche. Allein am vergangenen Wochenende habe man im Zuständigkeitsbereich der Kriminalpolizei Landshut insgesamt 14 Einbrüche gezählt. Dies lasse auf organisierte Banden schließen, die nach einer Serie von professionellen Einbrüchen wieder weiterziehen. „Das Vorgehen ist immer das Gleiche: Schnell rein, schnell raus“, schilderte Mendler. Dagegen gehe die Kripo nun verstärkt vor. Man habe die Ermittlungsgruppe für die Einbruchskriminalität gestärkt. Außerdem habe man im vergangenen Jahr die Prävention ausgebaut. 475 Beratungsgespräche zum Einbruchsschutz habe die Kripo geführt und dabei telefonisch, in der Dienststelle oder bei den Bürgern vor Ort über technische Gegenmaßnahmen informiert. Denn in der Regel gelte, dass man Einbrüche schon mit relativ einfachen Mitteln oder technischen Verbesserungen verhindern könne. „Auch gegenseitige Aufmerksamkeit der Nachbarn verhindertEinbrüche und liefert der Polizei wertvolle Täterhinweise“, so Mendler.

 

Reichsbürger und Gefährder

 

Weitere Themen waren die sogenannten Reichsbürger sowie Gefährder im Zuständigkeitsbereich. In der Region Landshut habe man zu rund 140 Personen Hinweise, dass sie den Reichsbürgern angehören könnten. Nachdem im vergangenen Oktober ein Reichsbürger in Franken bei einer Durchsuchung nach Waffen einen Polizisten tödlich verletzt und weitere verletzt hat, beobachte man diese Gruppierung nun in enger Zusammenarbeit mit den Kommunen aufs Genaueste.

 

Ebenfalls unter strenger Beobachtung stünden sogenannte Gefährder. Gefährder sind Personen, bei denen angenommen wird, dass sie politisch motivierte Straftaten von erheblicher Bedeutung begehen werden. Landtagsabgeordneter Radlmeier betonte in diesem Zusammenhang, dass die CSU in Zukunft Gefährder durch elektronische Fußfesseln überwachen lassen möchte. Damit erhöhe man die Sicherheit der Bevölkerung. Außerdem entlaste man die Polizei, die bisher viele hochqualifizierte Beamte für eine Überwachung rund um die Uhr abstellen müsse. Diese Beamte könne man dann für andere wichtige Aufgaben einsetzen.

 

Cybercrime-Kommissariat 

 

Wie wichtig eine solche Entlastung sei, machte Mendler daran deutlich, dass sich die Kripo verstärkt neuen Herausforderungen, wie etwa der Computer- und Internetkriminalität zuwenden müsse. Konsequente Folge daraus ist, dass auch bei der Kripo Landshut ein Cybercrime-Kommissariat eingerichtet wird. Ein Schritt, den Helmut Radlmeier ausdrücklich begrüßte: „Angesichts der steigenden Bedrohung für Bürger, Einrichtungen und Unternehmen braucht es starke Gegenmaßnahmen.“ Der Freistaat Bayern setze hier die richtigen Schwerpunkte. So werde die Zentralstelle Cybercrime Bayern (ZCB) in Bamberg personell weiter verstärkt. Zudem werde Bayern ein neues Landesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (LSI) einrichten – als erstes Bundesland in Deutschland.

„Egal in welchen Bereichen – Sicherheit geht vor“, bekräftigte Radlmeier seinen Standpunkt.

 

Bildunterschrift: Wie man die Sicherheit in der Region Landshut noch weiter stärken kann, diskutierten Stimmkreisabgeordneter Helmut Radlmeier (r.) und der Leiter der Kriminalpolizeiinspektion Landshut Werner Mendler.