Home Bürgerbriefe Seehofer und die Energiewende

Seehofer und die Energiewende

Johann Hartl Dipl.Ing.Fh    84030 Ergolding     johann-hartl@gmx.de

 

Leserbrief zum  Artikel vom 13.1.2014  Energiewende: Seehofer setzt neue Prioritäten

Kostendämpfung und Versorgungssicherheit sollen Vorrang vor weiterem Ausbau haben. Seehofer wird nun von verschiedenen Seiten vorgeworfen , er würde damit die Energiewende behindern (auch durch die Änderung der möglichen Abstände von Windenergieanlagen zu Wohngebäuden). Der Vorsitzende der Freien Wähler – Landtagsfraktion, Hubert Aiwanger,  kritisierte laut Bericht, dass es falsch sei erneuerbare gegen konventionelle Energien auszuspielen. Der Schlüssel zur Energiewende sei es Sonne und Wind über die Methansierung speicherfähig zu machen.  Damit zeigt Aiwanger dass er genau sowenig Ahnung  von Energiewirtschaft und Energietechnik hat als auch schon viele andere, die die Energiewende durch Unwissen oder  aus speziellen wirtschaftlichen Interessen in die Sackgasse geführt haben. Der Schlüssel zur Energiewende ist allein die effizientere, sparsamere Energienutzung und nicht der massenhafte Bau von Fotovoltaikanlagen und Windrädern. Wenn die sinnvollen Grenzen und die Probleme  des Ausbaues von erneuerbaren Energien nicht beachtet werden, dann bringt uns die Energiewende für die Volkswirtschaft und für die Umwelt weitaus mehr Schaden als Nutzen und treibt die Stromkosten maßlos weiter nach oben.  Die Methanisierung  von Sonnen- und Windstrom und Wiederverstromung nach Bedarf ist mit extremen Energieverlusten und sehr hohen Anschaffungs- und Betriebskosten verbunden, was die Stromkosten zusätzlich extrem  weiter nach oben treiben würde. Auch die Möglichkeiten der Speicherung mit Akkus und Pumpspeicher  sind aus Kostengründen und geologischen Gründen sehr begrenzt und sind außerdem nur als Kurzzeitspeicher geeignet.  Was wir dringend brauchen ist eine grundlegende Änderung des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes. Eine Subventionierung darf künftig nur noch nach energiewirtschaftlichen, volkswirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Gesichtspunkten erfolgen. Dies hat automatisch eine starke Abbremsung des Ausbaues zur Folge, was auch dringend nötig ist, wenn die Energiewende nicht  ganz im Desaster enden soll. Besonders der Ausbau der Fotovoltaik müsste sofort gestoppt werden, da die Anlagen in Bayern bereits extrem überdimensioniert sind und die bezogen auf den Aufwand erzeugbare ohnehin geringe Strommenge immer weniger genutzt werden kann.  Es wird immer noch nicht beachtet, dass nicht nur die erzeugbaren Strommengen von Bedeutung sind,  sondern die zeitlich bedarfsgerechte Leistungsbereitstellung. Sonne und Wind richten sich leider nicht nach dem Bedarf.




NO COMMENTS

Leave a Reply