Home Allgemein Screening-Station für Corona-Test geht an den Start

Screening-Station für Corona-Test geht an den Start

PRESSEMITTEILUNG

Ab Montag (16.03.) werden in Landshut konkrete Verdachtsfälle zentral getestet

Die von Stadt und Landkreis Landshut initiierte zentrale Screening-Einheit zum Test von konkreten Verdachtsfällen auf eine Erkrankung mit dem Corona-Virus wird am Montag, 16.03. ihre Arbeit aufnehmen. Auf der Landshuter Grieserwiese werden im Bereich der alten Rettungswache künftig in einem Art “Drive-In”-Verfahren Personen getestet, bei denen der konkrete Verdacht besteht, dass sie sich mit dem Corona-Virus infiziert haben könnten. Zusätzlich wird ab Montag eine telefonische Annahme-Stelle für Bürgerinnen und Bürger aus Stadt und Landkreis eingerichtet, bei sich potentiell erkrankte Personen melden können und Mediziner eine erste Anamnese stellen können. Sie ist ab Montag täglich von 10.00 bis 12.00 Uhr und von 14.00 bis 16.00 Uhr unter Tel. 0871/408-1800 erreichbar.

In der Screening-Stelle werden aber ausschließlich Patienten getestet, die von ihrem Hausarzt oder der zusätzlichen telefonischen Annahme-Stelle zuvor als begründeter Verdachtsfall angemeldet werden. Ein solcher Verdachtsfall besteht erst, sofern ein Patient einschlägige Symptome (Atemwegsbeschwerden, Fieber, Schnupfen, Kopfschmerzen und Husten) aufzeigt und in den vergangenen zwei Wochen nach Auftreten der Beschwerden in einem der genannten Risikogebiete war und/oder mit einer nachweislich infizierten Person mindestens 15 Minuten in direktem Kontakt stand. Sollte mindestens einer dieser Punkte nicht erfüllt sein, besteht kein Verdacht auf eine Infektion. Die Teststelle wird vorerst täglich von 9.00 bis 12.00 Uhr geöffnet sein.

Auch weiterhin gilt: Der Patient meldet sich telefonisch bei seinem Hausarzt oder der neuen Service-Stelle und schildert seine Lage. Der Hausarzt beurteilt anhand des Gesprächs, ob es sich um einen konkreten Verdachtsfall handelt oder nicht. Muss die Person auf eine Infektion mit dem Corona-Virus getestet werden, meldet der Hausarzt die Person bei der Screening-Einheit zuvor an. Der Patient fährt mit seinem Auto auf die Grieserwiese, wo zunächst seine Personalien mit der Anmeldung aus der Praxis abgeglichen werden. Im Anschluss wird ein Rachenabstrich genommen, der von einem Labor untersucht wird. Der Getestete wird über sein Ergebnis informiert: Sollte der Test positiv ausfallen, wird das Gesundheitsamt weitere Maßnahmen veranlassen.

Da der Patient während des gesamten Verfahrens sein Auto nicht verlassen muss, ist gewährleistet, dass sich die Mitarbeiter oder andere Personen hier nicht anstecken können. “Mit dieser Screening-Einheit wollen wir die Hausärzte, Notaufnahmen und Rettungsdienste in unserer Region entlasten, damit auch die medizinische Versorgung in unserer Region weiter gewährleistet ist”, erklärten Landrat Peter Dreier und Oberbürgermeister Alexander Putz diese Initiative. Dabei machten sie noch einmal deutlich, dass ausschließlich die Personen getestet werden, die im Vorfeld auch tatsächlich vom Hausarzt oder der telefonischen Annahme-Stelle als begründete Verdachtsfälle angemeldet wurden. Personen, die sich rein präventiv testen lassen wollen oder zusätzlich mitgebracht werden, können nicht berücksichtigt werden.

Mittlerweile sind in Stadt und Landkreis Landshut sechs Menschen positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Das Gesundheitsamt ermittelt die Kontaktpersonen und veranlasst weitere Maßnahmen.

Trotz der geltenden Schul- und Kitaschließungen, die durch die Bayerische Staatsregierung veranlasst wurden, läuft der Busbetrieb des LAVV vorerst wie gewohnt weiter.

Alle Informationen sind auf der Homepage des Bundesgesundheitsministeriums (https://www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus.html), des Bayerischen Gesundheitsministeriums (https://www.stmgp.bayern.de/vorsorge/infektionsschutz/infektionsmonitor-bayern/) oder des Robert-Koch-Instituts

(https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/nCoV_node.html) verfügbar. Das Bundesgesundheitsministerium hat ein Bürgertelefon eingerichtet (Tel. 030 346 465 100) und auch unter der Tel. 116 117 steht der Ärztliche Bereitschaftsdienst zur Verfügung.

 

Foto: Landkreis Landshut