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Schlesische Maiandacht in Seligenthal

Die Landsmannschaft Schlesien – Nieder- und Oberschlesien, Kreisverband Landshut e.V. feierte als Ausrichter für alle Heimatvertriebenen mit vielen Andachtsbesuchern in der Abteikirche Seligenthal in Landshut, die bereits traditionelle Maiandacht. Die Kulturreferentin der Landsmannschaft Brigitte Ullmer und  Studiendirektor i.R. Dr. Norbert Fuchs, Spiritual des Klosters Seligenthal, begleiteten die Gläubigen mit geistlichen Texten durch die Andacht. Die Organistin und Chorleiterin des Schlesischen Singekreises Anja Waniewskie bereicherte die Feier mit ihrem gekonnten Orgelspiel. Geprägt war die Andacht von Liedern aus dem Breslauer Diözesan- Gesangs- und Gebetsbuch. Die darin enthaltenen Grüssauer Marien-Rufe wurden von der Schwestern-Schola der Zisterzienserinnen-Abtei gesungen.

Das Grüssauer Kloster mit seiner Marienkirche liegt im schlesischen Riesengebirge zwischen Landeshut und der ehemaligen Textil- und Lederstadt Schönberg. Es war im Jahre 1292 von den Zisterzienserinnen übernommen worden. Gestiftet war es 1242 als Benediktinerprobstei „Grissobar“ durch Anna von Böhmen. Sie war die Schwiegertochter der Hl. Hedwig, Schutzpatronin von Schlesien. Anna von Böhmen war verwitwet von Heinrich II., dem Sohn des schlesischen Herzogpaares Hedwig und Heinrich II. Die Hl.Hedwig war 1174 in Andechs geboren worden und verstarb am 15.10.1243 in dem von ihr gestifteten Kloster Trebnitz in Schlesien.

Die Besucher bedankten sich herzlich bei der Landsmannschaft der Schlesier für diese besinnliche Feier und freuen sich auf das nächste Jahr.