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Windkraft

Berlin, 23. Februar 2018 − Die Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) zeichnet heute Haßfurt als Energie-Kommune des Monats aus. Strom aus Erneuerbaren Energien wird in der 14.000-Einwohner-Gemeinde durch eine Power-to-Gas-Anlage in Wasserstoff umgewandelt und ins Gasnetz eingespeist. Dies ist ein wichtiger Baustein für eine Energieversorgung auf Basis von Erneuerbaren Energien. „Haßfurt ist ein gutes Beispiel dafür, dass viele Innovationen von Kommunen und Stadtwerken in der Praxis angewendet und erprobt werden“, erklärt Nils Boenigk, stellvertretender AEE-Geschäftsführer anlässlich der Auszeichnung.

Die containergroße Power-to-Gas-Anlage, die seit Oktober 2016 auf dem Gelände des Haßfurter Mainhafens steht, wird von den Städtischen Betrieben und einem Hamburger Ökoenergieanbieter betrieben. In Zeiten großen Stromangebots aus Erneuerbaren Energien wird mittels Elektrolyse in der Anlage Wasserstoff erzeugt. Mit dem erzeugten Wasserstoff können somit Wind- und Sonnenstrom gespeichert werden. Der hierfür benötigte Strom stammt aus dem nahegelegenen Bürgerwindpark Sailershäuser Wald und Photovoltaikanlagen. „Wir wollen beweisen, dass die Ziele der Energiewende zu erreichen sind“, erklärt Günther Werner, Bürgermeister von Haßfurt.

Seit Oktober 2016 konnten eine Million Kilowattstunden Wasserstoff erzeugt werden. Die Abnehmer sind Haushalte und Firmen aus der gesamten Bundesrepublik, die beispielsweise mit dem proWindgas-Produkt in Blockheizkraftwerken Strom und Wärme erzeugen.

Die Kunden der Stadtwerk Haßfurt GmbH, die über einen kostenlos installierten intelligenten Stromzähler, so genannte Smart Meter, verfügen, können mit Hilfe einer App ihren Strom-, Gas- und Wasserverbrauch kontrollieren. „Dies macht eine effektive Nutzung in kostengünstigen Tarifzeiten möglich“, erklärt Norbert Zösch, Geschäftsführer der Stadtwerk Haßfurt GmbH. Die hierfür benötigte App wurde eigens von Schülern des Haßfurter Gymnasiums entwickelt.

In das Haßfurter Stromnetz speisen 13 Windkraftanlagen ein. Im vergangenen Jahr betrug deren Produktion 61 Millionen Kilowattstunden.
Photovoltaikanlagen befinden sich unter anderem auf dem Bauhof, dem Stadtwerk sowie dem städtischen Freizeitzentrum. Gut aufgestellt ist Haßfurt auch im Bereich Elektromobilität, die Stadt verfügt über fünf E-Ladesäulen. Weitere sind geplant. Selbstverständlich werden diese mit Ökostrom versorgt.

Ein ausführliches Portrait der Stadt Haßfurt ist nachzulesen auf Kommunal Erneuerbar.

http://www.rp-online.de/wirtschaft/unternehmen/deutsches-stromnetz-schrammt-am-blackout-vorbei-aid-1.6636489

https://www.welt.de/wirtschaft/article161831272/Die-Dunkelflaute-bringt-Deutschlands-Stromversorgung-ans-Limit.html

In wenigen Monaten ist es wieder soweit: Am Pfingstsonntag werden erneuerbare Energien aus Wind- und Solarkraft wohl über Stunden hinweg fast den gesamten deutschen Strombedarf decken können. Energiewendeprotagonisten und Grünen-Politiker werden dann wie stets in dieser Jahreszeit die Erfolge der Ökostromrevolution preisen – und die schnellstmögliche Abschaltung aller Kohlekraftwerke fordern.
In den langen, dunklen Wintermonaten allerdings schweigen die Lobbyisten der erneuerbaren Energien lieber. Aus gutem Grund, wie ein Blick auf die Erzeugungsdaten der zurückliegenden Wochen zeigt. Im Januar fielen die deutschen Ökostromanlagen wochenlang als Energielieferanten fast völlig aus.

In der ersten Januarwoche und dann wieder von der Monatsmitte an stellten rund 26.000 Windkraftanlagen und mehr als 1,2 Millionen Solaranlagen ihre Arbeit für lange Zeit ein. Verantwortlich war eine sogenannte Dunkelflaute: Ein für diese Jahreszeit typisches Hochdruckgebiet sorgte für zehntägige Windstille und Nebel – während zugleich der Strombedarf in Deutschland stark anstieg, weil es ziemlich kalt war.

90 Prozent aus Kohle, Gas und Atomkraft

Als zum Beispiel am Dienstag, dem 24. Januar, elektrisch betriebene Züge, U-Bahnen und Fahrstühle die Menschen an den Arbeitsplatz brachten und die Fabriken ihre Arbeit aufnahmen, stieg Deutschlands Stromverbrauch rasch auf 83 Gigawatt. Die Windkraft an Land lieferte jedoch fast über den ganzen Tag hinweg weniger als einen Gigawatt. In der Mittagszeit halfen ein paar Solaranlagen, die gesamte Ökostromproduktion kurz mal auf drei Gigawatt zu hieven. Doch selbst das war nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.

http://www.wiwo.de/unternehmen/energie/dena-studie-deutschland-wird-zum-stromimporteur/7039512-2.html

 

Johann Hartl Dipl.Ing.Fh    84030 Ergolding     johann-hartl@gmx.de

 

Leserbrief zum  Artikel vom 13.1.2014  Energiewende: Seehofer setzt neue Prioritäten

Kostendämpfung und Versorgungssicherheit sollen Vorrang vor weiterem Ausbau haben. Seehofer wird nun von verschiedenen Seiten vorgeworfen , er würde damit die Energiewende behindern (auch durch die Änderung der möglichen Abstände von Windenergieanlagen zu Wohngebäuden). Der Vorsitzende der Freien Wähler – Landtagsfraktion, Hubert Aiwanger,  kritisierte laut Bericht, dass es falsch sei erneuerbare gegen konventionelle Energien auszuspielen. Der Schlüssel zur Energiewende sei es Sonne und Wind über die Methansierung speicherfähig zu machen.  Damit zeigt Aiwanger dass er genau sowenig Ahnung  von Energiewirtschaft und Energietechnik hat als auch schon viele andere, die die Energiewende durch Unwissen oder  aus speziellen wirtschaftlichen Interessen in die Sackgasse geführt haben. Der Schlüssel zur Energiewende ist allein die effizientere, sparsamere Energienutzung und nicht der massenhafte Bau von Fotovoltaikanlagen und Windrädern. Wenn die sinnvollen Grenzen und die Probleme  des Ausbaues von erneuerbaren Energien nicht beachtet werden, dann bringt uns die Energiewende für die Volkswirtschaft und für die Umwelt weitaus mehr Schaden als Nutzen und treibt die Stromkosten maßlos weiter nach oben.  Die Methanisierung  von Sonnen- und Windstrom und Wiederverstromung nach Bedarf ist mit extremen Energieverlusten und sehr hohen Anschaffungs- und Betriebskosten verbunden, was die Stromkosten zusätzlich extrem  weiter nach oben treiben würde. Auch die Möglichkeiten der Speicherung mit Akkus und Pumpspeicher  sind aus Kostengründen und geologischen Gründen sehr begrenzt und sind außerdem nur als Kurzzeitspeicher geeignet.  Was wir dringend brauchen ist eine grundlegende Änderung des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes. Eine Subventionierung darf künftig nur noch nach energiewirtschaftlichen, volkswirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Gesichtspunkten erfolgen. Dies hat automatisch eine starke Abbremsung des Ausbaues zur Folge, was auch dringend nötig ist, wenn die Energiewende nicht  ganz im Desaster enden soll. Besonders der Ausbau der Fotovoltaik müsste sofort gestoppt werden, da die Anlagen in Bayern bereits extrem überdimensioniert sind und die bezogen auf den Aufwand erzeugbare ohnehin geringe Strommenge immer weniger genutzt werden kann.  Es wird immer noch nicht beachtet, dass nicht nur die erzeugbaren Strommengen von Bedeutung sind,  sondern die zeitlich bedarfsgerechte Leistungsbereitstellung. Sonne und Wind richten sich leider nicht nach dem Bedarf.

Verbissene Windrad-Ideologie

60 t-Flügel abgebrochen, aber Ideologie-Soll erfüllt

 

Peter Helmes

 

„Ideologie macht blind.“ An diese Erkenntnis fühlt sich erinnert, wer die Reaktion der rheinland-pfälzischen Regierung und der Behörden auf den Bruch eines 60-Tonnen-Windradflügels beleuchtet. (Zur Verdeutlichung: 60 t entsprechen etwa dem Gewicht zweier beladener Mammut-LKW.) Ein 60 Tonnen-Gewicht flog also aus über 100 m Höhe zu Boden! Zum Glück wurde niemand erschlagen. Fachleute gehen davon aus, daß etliche Windräder durch ähnliche Brüche gefährdet sind. Aber was macht die zuständige Landesregierung in Mainz?

 

Sie macht einfach weiter – nach dem Motto, daß nicht sein kann, was nicht sein darf. Sonst überall in ähnlichen Fällen mit „sofortiger Stilllegung“ bei der Hand, dürfen sich die Mega-Flügel weiterdrehen – trotz der öffentlichen Empörung. Ein Eigenheimbesitzer, von dessen Haus etwa ein Bauteil unkontrolliert abbräche und auf eine öffentlich zugängige Fläche stürzte, müßte sogleich mit behördlichem Einschreiten, sofort umzusetzenden Auflagen sowie juristischen Folgen rechnen. Nicht so die Verantwortlichen in diesem Windrad-Unfall: Sie zeigen sich verblüfft ob dieses unerhörten Ereignisses, das nach ihrer Einschätzung doch niemals hätte eintreten dürfen. Jetzt wollen sie die Unfallursache herausfinden lassen, derweil sich ähnliche Windräder fröhlich weiterdrehen dürfen.

 

Sofortiger Stopp nötig, aber die Politik duckt weg

Es ist unglaublich: An der beschädigten Anlage wurden gravierende Materialfehler entdeckt. Bei auch nur annähernd vergleichbaren Gefährdungen durch fehlerhafte Teile in Kraftfahrzeugen oder an Haushaltsgeräten käme es zu spektakulären Rückrufaktionen oder Betriebsverboten. In Rheinland-Pfalz gehen die Uhren offenbar anders: Sowohl das in der SWR-Landesschau dokumentierte unbeholfene Achselzucken eines für die WEA-Genehmigungen zuständigen Verwaltungsbeamten über den Absturz jenes 60 Meter langen und 60 Tonnen schweren Flügels als auch die mit rot-weißen Plastikbändern abgesperrte Gefahrenzone führen uns Bürgern mal wieder klar vor Augen: Das “Recht” ist hierzulande auf der Seite derjenigen, die mit viel Geld große Macht auszuüben vermögen. Denn niemand an politisch verantwortlicher Stelle traut sich, bis zur einwandfreien Klärung des Rotorabbruchs einen Stopp aller Windräder anzuordnen – obwohl die konkrete Gefahr jetzt offensichtlich geworden ist! Viel zu groß ist die Angst der Regierenden vor mutmaßlichen Regreßforderungen der Windindustrie.

 

Seit dem letzten Sommer gab es in Deutschland mehr als ein halbes Dutzend Windrad-Havarien, vom Getriebebrand bis zum vollständigen Mastbruch. “Zum Glück”, so hieß es stets lapidar, “kamen keine Personen zu Schaden.” Rechtliche Konsequenzen aus der lebensbedrohlichen Fahrlässigkeit der jeweiligen Betreiberfirmen wurden nirgends bekannt. (Über die Unmengen von “versehentlich” aus Windgeneratoren ausgetretenen und im Boden versickerten Chemikalien dringt sowieso nichts an die Öffentlichkeit.)

 

Das skandalöse Ausmaß der von solch riesigen Windrädern ausgehenden Gefahrenvielfalt wird mal wieder ignoriert, beiseite gewischt oder unter den politischen Teppich gekehrt: Barbarischer Tiermord durch Schreddern der „Flugobjekte“ (Vögel, Fledermäuse etc.), Eisabwurf, Schattenschlag, nervenschädigende Blinkfeuer, brutale Lärmemissionen, schwer krank machender Infraschall und optische Bedrängungen durch viel zu geringe Abstände zu Wohnorten und Lebensräumen werden offenbar nicht zur Kenntnis genommen oder gar geleugnet. Und das alles bei einer grandiosen Geringfügigkeit des Windstromanteils von gerade einmal 1,3 Prozent am Primärenergieverbrauch in Deutschland!

 

Während der abgebrochene und hinabgeschmetterte Rotorflügel noch wie eine makabre Neujahrsbotschaft der apokalyptischen Windmüllerei auf einem Acker bei Gerbach/Pfalz liegt, leiert Ministerpräsidentin Malu Dreyer in ihrer Neujahrsansprache vor dem Teleprompter eine so altgewohnte wie landestypische “Friede-Freude-Eierkuchen”-Lobpreisung daher. Das erinnert fatal an „Problem-Bär“ Kurt Beck, der stets dann am lautesten sprach – und am meisten Geld rauswarf – wenn es um Dinge ging, von denen er keine Ahnung hatte. Nun also Dreyer: Kein Wort über die auch ihr durchaus bekannten Sorgen Zigtausender Bürger, die unter dem Windräder-Wahnsinn wahrhaftig leiden. Und keine mitleidsvolle, verstehende oder gar bedauernde Silbe zu der vielerorts in Rheinland-Pfalz schon jetzt flächendeckenden Landschaftszerstörung durch die kaum noch zählbaren, planlos aufgestellten Windindustrieanlagen.

 

Kein Wort auch über den politisch angezettelten Landfriedensbruch infolge des Verlagerns der Entscheidungsebene für Windindustriestandorte auf die unterste kommunale Ebene. Und kein Wort zu dem täglich wachsenden volkswirtschaftlichen Schaden durch die völlig falsch organisierte Energiewendepolitik in Rheinland-Pfalz samt ihrer paranoiden Überbewertung der Windenergienutzung.

 

Ideologisch verblendete EEG-Politik

Bürger fragen besorgt, Politiker schweigen beredt – das ist die Situation. Abgespeist werden kritische Bürger mit dem Hinweis auf eine „alternativlose Energie-Politik“, die wir u. a. dem „beherzten Eingreifen“ unserer Kanzlerin zu verdanken haben. Derweil wächst die Angst in der Bevölkerung. Die Menschen fühlen sich von der rasant wachsenden Zahl dieser Monsterräder bedroht – wie erst jüngst das „Bündnis Energiewende für Mensch und Natur“ warnte. Diese und ähnliche sind Bürgerinitiativen für die Menschen, die zunehmend eine menschenverachtende „grüne Ideologie“ satthaben und den Menschen wieder in den Vordergrund rücken. Sie und ihre Gleichgesinnten übernehmen damit Verantwortung für ihre Mitbürger, die vielerorts aus durchsichtigen Finanzaspekten – Einnahmen-Erwartung der Kommunen durch Windräderbetrieb – über die realen Folgen dieser im doppelten Sinne des Wortes „überdrehten“ Politik getäuscht werden.

 

Kaltblütige Zerstörung unserer Lebensgrundlagen

Es ist höchste Zeit, über die Dummheit und ideologische Verblendung einer Energiewendepolitik aufzuklären, die unter dem längst als fadenscheinige Schimäre entlarvten Deckmantel des Klimaschutzes unsere Lebensgrundlagen zerstört. Nie zuvor wurde mehr elektrische Energie aus Cattenom und Fessenheim (Frankreich) in die hiesigen Stromnetze eingespeist. Erforschung und technische Entwicklung anderer regenerativer Energiequellen wurden (nicht nur) in Rheinland-Pfalz zugunsten einer riesig überproportionalen WEA-Förderung vernachlässigt und zurückgestellt. Und das soll eine „Energiewende“ sein?

 

Dies alles ereignet sich und geschieht für sage und schreibe 1,3 Prozentanteile am gesamten deutschen Primärenergieverbrauch! Wohin soll uns dieser wahnwitzige politische und “öko“-ökonomische Irrsinn denn letzten Endes noch führen? Und: Welchen Preis hat diese vermeintlich „grüne“ Katastrophe? Es ist höchste Zeit, daß wir aufwachen und diese Politiker aus ihren Ämtern wählen. Die Natur soll dem Menschen dienen, nicht der Mensch der Natur.

 

7. Januar 2014

Am vergangenen Wochenende tagte der Landesvorstand des Arbeitskreises Energiewende (AKE) der CSU in Erlangen.
Stadtrat Rudolf Schnur vertrat dabei den niederbayerischen Bezirksverband des AKE. Unter dem Vorsitz des Erlanger Oberbürgermeister Dr. Siegfried Balleis wurde insbesondere ein Beschluss formuliert, der sich an die Spitze der CSU richtet.

Die Vereinbarung im Koalitionsvertrag zum Ausbau von Windkraft an Land erschüttert die Energieexperten im Arbeitskreis Energiewende der CSU. „Wenn die neuen Referenzwerte und die Länderöffnungsklausel so umgesetzt werden, wie sie derzeit im Koalitionsvertrag angedacht sind, dann kommt der Ausbau der Windkraft und damit eine der wichtigsten Säulen der Energiewende in Bayern zum Erliegen,“ so der Landesvorsitzende des Arbeitskreises Energiewende Dr. Siegfried Balleis.
Der Arbeitskreis Energiewende hat großes Verständnis für die Bedenken der Bürger, dass sie nicht von Windkraftanlagen umzingelt werden wollen. Darüber hinaus besteht Einverständnis, dass der Ausbau regenerativer Energie nur mit Zustimmung der Mehrheit der Bevölkerung und der Kommunen erfolgen darf. Allerdings kann der Vorschlag nicht akzeptiert werden, dass künftig nur noch Windräder gebaut werden dürfen, wenn der Mindestabstand zur Wohnbebauung den 10fachen Abstand der Windradhöhe beträgt. Mit dieser Einschränkung kann der Beschluss der Bayerischen Staatsregierung vom 24. Mai 2011 zum Ausbau der regenerativen Energien keinesfalls eingehalten werden.
Landesvorstandsmitglied Rudolf Schnur betonte, dass die bisherigen, umfassenden Regelungen zum Bau von Windkraftanlagen unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Mehrheit der Bürger absolut ausreichend. Dabei bezog er sich auf die von Vorstandsmitglied Regina von Wernitz-Keibel ausgearbeitete Übersicht des gegenwärtigen Genehmigungsverfahrens. Man war sich einig, dass sich der Stand der Technik seit Erlass der Regelungen zwar fortentwickelt hat, doch gerade die moderne Technik dazu beiträgt, dass auch bei höheren und leistungsfähigeren Windrädern die Grenzwerte der bestehenden Regelungen eingehalten bzw. sogar unterschritten werden.
Der AKE bekannte sich zur Aussage des Ministerpräsidenten und Parteivorsitzenden Horst Seehofer im Bayernplan, dass Bayern das Musterland der regenerativen Energien ist. Um dies auch in Zukunft noch behaupten zu können, setzt sich der AKE dafür ein, dass die Energiewende in Bayern mit all seinen Zielsetzungen konsequent fortgesetzt wird.
Mit Freude wurde im Landesvorstand zur Kenntnis genommen, dass alle Anträge die von deren Mitglieder am Parteitag der CSU eingebracht wurden, ein positives Votum erhielt. So auch der von Rudolf Schnur formulierte Antrag auf Abgabenbefreiung für selbsterzeugten und -genutzten Strom der aus einer Kraft-Wärme-Kopplung oder aus regenerativen Energiequellen stammt. Dieser Antrag wurde vom Kreisverband Landshut-Stadt der CSU eingebracht und vom AKE unterstützt.
Hier das Schreiben und die Faktenliste “Genehmigungsverfahren Windkraftanlagen” Stand Dezember 2013

31.10.13  http://www.saarbruecker-zeitung.de/sz-berichte/saarland/Mangel-an-aesthetischem-Empfinden;art2814,5001182

„Mangel an ästhetischem Empfinden“

Linken-Fraktionschef Lafontaine fordert Stopp des Windkraft-Ausbaus und spricht von „kultureller Barbarei“

In Merzig hat der Stadtrat dem Bau eines Windparks zugestimmt, nun wollen die Franzosen direkt bei Biringen (Rehlingen-Siersburg) noch neun Windräder dazu setzen. Diese Massierung ruft nicht nur Anwohner, sondern auch die Initiatoren von „Steine an der Grenze“ auf den Plan. Die Linke im Landtag stellt sich an die Seite der Windkraftgegner. SZ-Redakteurin Cathrin Elss-Seringhaus sprach mit Fraktionschef Oskar Lafontaine. (Veröffentlicht am 31.10.2013)

Der Ausbau der Windkraft ist umstritten. Im Saarland steckt der Protest von Bürgerinitiativen noch in den Anfängen. Unterstützung erhalten die Windkraftgegner nun von der Linken. Foto: dpaFoto: dpa

Können die Vorhaben überhaupt noch gestoppt werden?

Lafontaine: Das ist unklar. Vielleicht ist ein Arrangement mit den Franzosen möglich. Die wollen ja auch nicht, dass die Sicht auf das Schloss Malbrouck durch Windräder auf deutscher Seite beeinträchtigt wird. Das Problem ist, dass die Genehmigungsverfahren oft schon viel zu weit fortgeschritten sind, bevor die Bürger etwas erfahren. Bekanntlich sind Landräte, Bürgermeister oder Ortsräte sehr zugänglich, wenn von den Investoren Vergünstigungen in Aussicht gestellt werden, etwa wenn Investoren dem Kindergarten oder den Sportvereinen was spenden. Deshalb bin ich der Meinung, dass es bei der Genehmigung solcher Anlagen zwingend einen Bürgerentscheid geben muss[K1] . Aktuell wäre es wünschenswert, wenn die Landespolitik sich besinnen und sich einschalten würde.

Wie soll das gehen? Die Kommunen haben bei der Windkraft die Entscheidungshoheit, seit die Jamaika-Koalition das so eingeführt hat. Rechtlich sind dem Land die Hände gebunden.

Lafontaine: Es gilt der Satz: Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren. Das Land hat sehr wohl Einflussmöglichkeiten. Es kann zum Beispiel viel besser mit den französischen Behörden verhandeln als jede einzelne Gemeinde.

Bei der Landtagsdebatte hatte ich nicht den Eindruck, dass die Landesregierung Ihrem Aufruf folgen möchte.

Lafontaine: Es war tatsächlich eine neue Erfahrung, dass selbst der Hilferuf des Bildhauers Paul Schneider überhaupt nichts auslöst. Deshalb ist damit zu rechnen, dass diese kulturelle Barbarei voranschreitet. Nicht einmal der Kulturminister hat sich für „Steine an der Grenze“ stark gemacht. Dieser Mangel an ästhetischem Empfinden ist erschreckend.

Man hat Ihnen vorgeworfen, Sie protestierten nur aus Eigennutz. Sehen Sie die Windräder überhaupt von Ihrem Haus in Silwingen aus?

Lafontaine: Nein, die sehe ich nicht. Ich sprach vom Verlust der Heimat. Was ich darunter verstehe, ist nicht der Gesichtskreis meines Hauses, sondern zumindest das Saarland vom Dom in St. Wendel bis zur Kapelle in Sankt Gangolf. Ich würde genauso argumentieren, wenn rund um die Burg Montclair Windräder aufgestellt würden.

Ihre Fraktion hat im Antrag zur Windkraft gefordert, das Land solle zur alten Regelung zurückkehren, Vorranggebiete auszuweisen. Sie würden den Kommunen also das Entscheidungsrecht wieder entziehen?

Lafontaine: Mit der Rückkehr zu dieser Regelung wäre zumindest der Wildwuchs und wären Beschädigungen von Kulturdenkmälern nicht möglich. Aber mittlerweile gehe ich weiter: Ich bin für den Stopp des Ausbaus der Windkraft.

Damit rücken Sie allerdings von der Position Ihrer Partei ab, die sich bisher grundsätzlich ja immer für den Ausbau ausgesprochen hat?

Lafontaine: Es sind neue Argumente aufgetaucht, die den Ausbau absurd erscheinen lassen. Erstens: Trotz des ungesteuerten Ausbaus hat die Windkraft 2012 einen Anteil von nur 1,3 Prozent der Primärenergie erbracht. Zweitens: Durch die Netzstruktur und den Kraftwerkspark führt der Zubau von Windkraftanlagen zu einem erhöhten CO-Aus­stoß. Weil sich Gaskraftwerke nicht mehr rechnen, werden alte Braunkohlekraftwerke zugeschaltet. Drittens: Aufgrund des Erneuerbare-Energien-Gesetzes erhöht jeder Zubau den Strompreis für die Verbraucher. Also sage ich: Der Stopp des Ausbaus ist jetzt die richtige Antwort. Es ist doch pervers, wenn man, um die Umwelt zu schützen, den CO-Ausstoß steigert und die Landschaft zerstört.

1. Primärenergie

Lafontaine will die Bürger mit dem Wort Primärenergie täuschen. Wenn ein AKW eine Kilowattstunde (kWh) Strom erzeugt, heißt es, das AKW habe etwa 3 kWh Primärenergie gewonnen. Denn der Wirkungsgrad  der AKW liegt bei rund einem Drittel und die andere Energie wird über die Kühltürme abgeführt.

Wenn eine Solar- oder eine Windanlage eine kWh Strom erzeugt, heißt es, sie hätte 1 kWh Primärenergie gewonnen. Denn ihr Wirkungsgrad wird mit 100 % angesetzt.

Wenn ein studierter Physiker wie O. Lafontaine die Windenergie mit Primärenergievergleichen madig machen will, wissen wir, dass er betrügen will.

Entscheidend sind die vier Zahlen 4 %, 27 %, 47 % und 100 %.

Im Jahr 1993 wollten uns die Stromkonzerne entmutigen und haben in großen Anzeigen getönt, dass die Erneuerbaren Energien auch langfristig nicht mehr als 4 % unseres Strombedarfs decken könnten. Jetzt im Jahr 2013 stammen aber schon 27 % unseres Nettostromverbrauchs aus EE. 2020 können es nach einer schon vor Fukushima gemachten Prognose des Bundesverbandes Erneuerbarer Energien (BEE) bereits 47 % sein.  Und 2030 können es bald 100 % sein. Aber die Atom- und Kohlekonzerne verteidigen ohne Rücksicht auf Gesundheit und Umwelt ihr Geschäft. Und einige Politiker helfen ihnen dabei.

2. Windkraftanlagen erhöhen nicht sondern senken die CO2-Emissionen

Im Internet kann man verfolgen, wie bei starker Solar- oder Windleistung die Kohlekraftwerke gedrosselt werden:

http://www.agora-energiewende.de/service/aktuelle-stromdaten/stromerzeugung-und-verbrauch/ http://www.rwe.com/web/cms/de/59928/transparenz-offensive/deutschland/stromerzeugung-online/

Im Stromnetz muss immer ein Gleichgewicht zwischen Einspeisung und Verbrauch bestehen. Wenn Solar- und Windstrom, die einen gesetzlichen Einspeisevorrang haben, ins Netz fließen, werden dementsprechend Atom- und Kohlekraftwerke und eventuell auch Gaskraftwerke gedrosselt.

Zum Beispiel blies am Sonntag (27.10.) stark der Wind und es wurden in Deutschland den ganzen Tag über etwa 20 GW (20 Tausend Megawatt oder 20 Millionen Kilowatt) Windstrom eingespeist. Die Braunkohlekraftwerke des RWE (Link siehe oben) liefen deshalb nicht mit 10 sondern nur mit 5-6 GW. Die Steinkohlekraftwerke des RWE, die sonst mit 3-4 GW laufen, standen. Bei den Gaskraftwerken lief nur das Minimum, das für Prozesswärmeerzeugung und Frequenzstützbetrieb erforderlich war. Selbst die drei Atomreaktoren des RWE wurden etwas gedrosselt. Ähnlich wird es bei Vattenfall, EON und EnBW gewesen sein.

Solar- und Windstrom sind wetterabhängig. Können aber seit einigen Jahren sehr gut vorausgesagt werden. Dementsprechend werden dann die fossilen Kraftwerke, und manchmal sogar die Atomkraftwerke gedrosselt gefahren. Das wird man heute und morgen wieder gut beobachten können.

Das frühere Gerede von Schattenkraftwerken oder neuerdings von CO2-Erhöhungen durch Windkraftwerke ist eine Irreführung der Windkraftgegnerszene und setzt auf mangelhafte Kenntnisse über den Betrieb unseres Stromnetzes.

3. „Kulturelle Barbarei“

Ist für mich beispielsweise dieser Braunkohletagebau und sind nicht die Windräder hinten im Bild:

Die abgesiedelten Häuser sieht man auf dem Bild natürlich nicht mehr. Auch im Saarland sind viele Orte durch rücksichtslosen Steinkohleabbau und den Folgen sehr hässlich. Ob das O. Lafontaine nicht mehr sehen kann?

Es gibt hässlich aufgestellte Windkraftanlagen. Wir Umweltschützer sollten dafür eintreten, dass Windkraftanlagen gut in der Landschaft platziert werden. Und dass Baufehler vermieden werden. So wie man keine einstöckigen Häuser neben sechsstöckige baut, so sollte man keine niedrigen WKA neben große bauen. Die Anlagen sollten möglichst vom gleichen Typ sein, so dass sie gleichförmig drehen. Und ihre Anordnung sollte landschaftsarchitektonische Empfehlungen berücksichtigen und harmonische Strukturen zu bilden versuchen.

 

Medienerklärung v. 21.8.13

Bayerische Regierung würgt Windkraftausbau ab und fordert sogar zum Rechtsbruch auf

Beschluss der Bayerischen Regierung am 21. Aug. 2013

Heute hat ausweislich des im Internet lesbaren Berichts (http://www.bayern.de/Ministerratsberichte-.851.10447426/index.htm) die Bayerische Staatsregierung beschlossen, den Windkraftausbau in Bayern abzuwürgen und die Beamten deswegen sogar zum Rechtsbruch aufgefordert. Unter 5. (siehe unten) steht die unverblühmte Wahrheit.

>> Umweltminister Dr. Marcel Huber und Innenminister Joachim Herrmann bekräftigten in der heutigen Kabinettssitzung, dass der Freistaat Bayern die mit Sachsen auf den Weg gebrachte Gesetzesänderung zu Abstandsregelungen für Windkraftanlagen mit Nachdruck verfolgt. Herrmann und Huber: „Laufende Verfahren und die Planung neuer Anlagen sollten sich bereits jetzt auf die sich ändernde Gesetzeslage einstellen, Neuplanungen, die dem Ziel der Neuregelung zuwider laufen, sollten deshalb zurückgestellt werden.“ <<

Aufforderung zum Rechtsbruch

So lange keine neuen Gesetze vom Gesetzgeber beschlossen wurden, gilt das geltende Recht! Wenn Beamte dies vorsätzlich nicht anwenden, begehen sie Rechtsbruch und machen sich vermutlich gegenüber den Investoren schadensersatzpflichtig.

Man stelle sich vor, eine radikal ökologisch orientierte Regierung beschlösse zum Schutz des Klimas, dass neue Autos nicht mehr zugelassen werden sollen, und forderte die Beamten in den Zulassungsbehörden auf, alle Zulassungsanträge unbearbeitet zu lassen. Zu Recht würde man dieser Regierung Rechtsbruch vorwerfen und verlangen, sie solle die Beschlüsse des Gesetzgebers, und das sind die vom Volk gewählten Parlamente, respektieren.

Empörend, dass die Bayerische Regierung so eine Aufforderung zum Rechtsbruch beschließt.

Umweltpolitischer Irrweg

Fachlich bleibt festzuhalten, dass bei Mindestabständen von um 2000 Metern, praktisch keine neuen Windkraftanlagen in Bayern mehr genehmigt werden können. Nach heute geltendem vernünftigem Recht, können neue Windkraftanlagen nur genehmigt werden, wenn die Geräuscheinwirkungen wie auch eventueller Schattenwurf die gesetzlichen Schutzwerte unterschreiten. Wenn jetzt Abstände von über 1 Kilometer einzuhalten wären, könnten in Bayern mit seinen vielen verstreuten Kommunen und Ansiedlungen praktisch keine neuen Windkraftanlagen mehr errichtet werden. Denn sinnvollerweise ist der Bau in Nationalparks wie auch Naturwäldern ausgeschlossen. Dort hat der Naturschutz Vorrang. Wenn ähnliche Immissionsschutzwerte und Abstände, wie sie jetzt die Bayerische Staatsregierung fordert, für den Bau und Betrieb von Straßen oder Flugplätzen gelten würden, wäre praktisch keine Straße in Bayern mehr zu bauen. Auf vielen Straßen müsste wenigstens nachts der Verkehr verboten werden.

Sinnvoll hingegen wäre es, zukünftig Windkraftwerke bei Windhöffigkeit auch in Gewerbe- und Industriegebiete zu bauen. Ein Abstand von 800 Metern zu Wohnhäusern garantiert ausreichenden Immissionsschutz.

Mit diesem Amoklauf gegen die gesundheits- und umweltfreundliche Windkraft wird entsprechend der Interessen von EON, RWE/LEW & Co der Weiterbetrieb der Atom- und Kohlekraftwerke abgesichert. Zum Schaden von Gesundheit und Umwelt. Unsere Bayerische Verfassung fordert hingegen was anderes. In Art. 141 (1) heißt es:

„Der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen ist, auch eingedenk der Verantwortung für die kommenden Generationen, der besonderen Fürsorge jedes einzelnen und der staatlichen Gemeinschaft anvertraut.“

100 % Erneuerbar ist die Zukunft

Deswegen müssen wir die ohne Entsorgung und ohne risikogerechte Haftpflichtversicherung betriebenen Atomkraftwerke abschalten, die klimaschädlichen Kohlekraftwerke zurückdrängen und unsere Stromversorgung auf 100 Prozent Erneuerbare Energie umstellen.

Raimund Kamm

Vorstand FORUM Gemeinsam gegen das Zwischenlager und für eine verantwortbare Energiepolitik e.V.

Stellv. Landesvorstand Bayern des Bundesverbandes Windenergie (BWE)

Pressemitteilung

21.08.13 

Bericht aus der Kabinettssitzung

5. Planung neuer Windkraftanlagen / Umweltminister Huber und Innenminister Herrmann: „Bayern verfolgt Gesetzesänderung zu Abstandsregelungen für Windkrafträder mit Nachdruck / Neugenehmigungen bis zur Gesetzesänderung zurückstellen“

Umweltminister Dr. Marcel Huber und Innenminister Joachim Herrmann bekräftigten in der heutigen Kabinettssitzung, dass der Freistaat Bayern die mit Sachsen auf den Weg gebrachte Gesetzesänderung zu Abstandsregelungen für Windkraftanlagen mit Nachdruck verfolgt. Herrmann und Huber: „Laufende Verfahren und die Planung neuer Anlagen sollten sich bereits jetzt auf die sich ändernde Gesetzeslage einstellen, Neuplanungen, die dem Ziel der Neuregelung zuwider laufen, sollten deshalb zurückgestellt werden.“ Umweltminister Huber erinnerte in diesem Zusammenhang an das Vollzugsschreiben von Umwelt-, Innen- und Wirtschaftsministerium vom 7. August 2013, demzufolge bis zu einer Änderung der Gesetzeslage möglichst konsensuale Lösungen angestrebt werden sollen, bei denen auch Vertrauensschutzgesichtspunkte Berücksichtigung finden müssen.