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Wien

Vor wenigen Wochen wurde ich auf eine Veranstaltung von Sebastian Kurz, dem Vorsitzenden der ÖVP und derzeit kandidierenden Bundeskanzler für Österreich, eingeladen. Der Saal der Wienerstadthalle war bis auf die letzten Plätze gefüllt. Die Veranstaltung als solches war sehr pompös aufgezogen, wie das in Österreich oftmals so üblich ist. Der offizielle Einlass war gegen 13 Uhr. Zuvor hielten noch einige andere politische Mitglieder kurze Reden, bis dann Herr Kurz im Saal erschien.
Mit großem Beifall wurde dieser begrüsst. Sein Auftritt belief sich auf ca. einer halben Stunde. Dabei sprach er viele Themen an, die das Land und Volk schwer beschäftigen. Seine Rede war kurz und prägnant und kam bei den Personen im Saal sehr gut an. Ich persönlich hätte mir eine etwas ausführlichere Rede erwartet, in der auch angesprochen wird, wie er vor hat manche Themen spezifisch anzugehen. Diese Erwartung kam leider etwas zu kurz. Nichts desto trotz, war es sehr interessant bei der Veranstaltung beizuwohnen. Herrn Kurz selbst schätze ich als einen durchaus interessanten jungen Mann mit Charisma ein, der neuen frischen Wind in Österreichs Poltik bringen könnte. Er ist in meinen Augen standhaftig, durchsetzungsfähig und von gesundem Ehrgeiz angetrieben. Durch seine Dynamik, Zielstrebigkeit und doch einigen positiven Denkansätzen, habe ich den Eindruck, dass bei diesem jungen Mann noch viel Entwicklungspotential nach oben vorhanden ist. Und aufgrund der derzeitigen Stimmung im Lande gehe ich auch ziemlich sicher davon aus, dass er heute zum neuen Bundeskanzler in Österreich gewählt wird.

Tanja Begerack, Wien

In Österreich gilt statt der Schulpflicht wie in Deutschland die sogenannte Bildungs,-bzw. Unterrichtspflicht. Auch in den meisten Kantonen wie der Schweiz, Belgien, Luxemburg, Frankreich oder Großbritannien, gibt es die gesetzlich geregelte Möglichkeit, die Unterrichtspflicht des Kindes während seiner ganzen Schulzeit (ab der 1. Klasse) durch den sogenannten “häuslichen Unterricht” zu erfüllen. Die Eltern haben die Teilnahme ihres Kindes am Hausunterricht dem Bezirksschulrat jeweils vor Beginn des Schuljahres anzuzeigen. Die Abmeldung zum häuslichen Unterricht kann man formlos beim Bezirksschulrat stellen. Darin zeigt man an, dass das Kind seine Schulpflicht durch häuslichen Unterricht erfüllen wird.  Hierbei sind eine Abmeldung der aktuellen Schule, ein positives Zeugnis des letzten Schuljahres, sowie Geburtsurkunde, Staatsbürgerschaftsnachweis und Meldebescheinigung vorzulegen. Weiter ist nichts vorzuweisen oder gar zu begründen. Der zureichende Erfolg des Hausunterrichts ist jährlich vor Schulschluss durch eine Externistenprüfung an einer entsprechenden Schule mit Externisten Prüfungskommission nachzuweisen. Wird ein solcher Nachweis nicht erbracht, so hat der Bezirksschulrat anzuordnen, dass das Kind seine Schulpflicht künftig in der Schule zu erfüllen hat. Laut Statistik fallen weniger als ein Prozent der Kinder bei der jährlichen Externistenprüfung durch. Mittlerweile absolvieren rund 2200 Kinder den häuslichen Unterricht in Österreich und die Tendenz ist weiter steigend.

Aufgrund der vielfältigen Möglichkeiten, die uns hier in Österreich zuteil wurden, habe auch ich mich als liebende Mutter im Sinne meines Kindes für das sogenannte „Homeschooling“ entschieden.

Es bietet in meinen Augen viele sinnvolle Vorteile, die für die Entwicklung eines Kindes sehr positiv und produktiv sein können.

Durch den häuslichen Unterricht wird der Schüler nicht mehr in meist absolut überfüllte Klassen gesteckt, wo einzelne kindliche Individuen gerne im Unterrichtsstoff zu kurz kommen können. Dadurch hat man besser die Möglichkeit sein Kind individuell beim Lernen zu unterstützen und gezielt zu fördern. Talente und Begabungen können hierbei besser erfasst und strukturiert aufgebaut werden. Auch Themen wie negativer Gruppenzwang oder gar Mobbing sind beim Hausunterricht hinfällig.

Zudem ist man nicht auf die eigenen vier Wände gebunden, sondern hat die Möglichkeit den Unterricht auch aufs Freie zu verlegen. Hinzukommen bei uns z.B. regelmäßige Ausflüge in Museen, Zoo oder andere lehrreiche Sehenswürdigkeiten.

Insgesamt ist man zeitlich wesentlich flexibler und beweglicher. So sind wir nicht auf Schulferiendaten gebunden und können verschiedene Plätze der Welt bereisen. Kinder können von Reisen doch sehr profitieren. Zudem erhalten sie durch die Flexibilität mehr Entwicklungsfreiraum für ihr geistiges Potential aus welchem sie stets schöpfen können.

Einige berühmte Persönlichkeiten die Zuhause unterrichtet wurden:

  • Johann Wolfgang von Goethe in Nachahmung adliger Lebensverhältnisse
  • Wolfgang Amadeus Mozart, weil er seine Kindheit zu einem großen Teil auf Konzertreisen verbrachte
  • Mark Twain, Schriftsteller, im Alter von zwölf Jahren begann Mark Twain eine Druckerlehre. Abends ging er jeweils in die öffentlichen Bibliotheken, um sich weiterzubilden. Er hatte keine formelle Schulbildung und sagte: „Ich habe es der Schule nie erlaubt, sich in meine Bildung einzumischen.“
  • Agatha Christie, Krimi-Autorin
  • Christopher Paolini, Bestsellerautor
  • Erik Demaine, Computerspezialist

Stundenplan
Unser persönlich zusammengestellter Wochenplan besteht aus einem geregelten Tagesablauf. Ähnlich auch wie in der Schule beginnt der Unterricht um 8 Uhr und endet um 12:30 Uhr. Hierbei ist uns Kontinuität und Disziplin als Vorgabe durchaus sehr wichtig, da meiner Meinung nach ein strukturierter Tagesablauf für die spätere Entwicklung eines jungen Menschen maßgeblich erforderlich und entscheidend sind.

Täglich werden Fächer wie Mathematik, Deutsch, Sachunterricht und Englisch bei uns durchgenommen. Für die wichtigen sozialen Kontakte in Gruppen mit gleichaltrigen Kindern sorgen Tanzverein, Chorsingen und Theatergruppe. Einmal die Woche geht meine Tochter zudem in eine Kindergruppe wo verschiedene Aktivitäten wie Spiele spielen, basteln etc. auf dem Programm stehen. Und alle zwei Wochen geht sie regelmäßig in ein Kunsthaus wo verschiedene künstlerische Projekte wie malen und basteln auf dem Programm stehen.

Zum regulären Unterrichtsstoff nutzen wir zusätzlich verschiedene Lernprogramme online auf Seiten wie z.B. (kostenpflichtig) www.sofatutor.at oder (kostenlose) wie www.schlaukopf.at. Dort hat man die Möglichkeit mittels Videoerklärungen und Multiple Choice Fragen zusätzlich sein Kind gut zu unterstützen. Außerdem macht es meinem Kind sichtlich Spaß, wenn sie beim Lernen auch am Computer arbeiten darf. Regelmäßiges ansehen von Dokumentationen, sowie Sachunterrichtsfolgen wie „die Sendung mit der Maus“ oder „PixiTV“ auf YouTube, runden unseren Unterrichtsablauf sinnvoll ab.

Ich bin sehr froh, dass es in Österreich die Möglichkeit zum häuslichen Unterricht gibt und kann mir nur wünschen, dass diese Alternative auch in Deutschland eines Tages zugelassen wird.

Tanja Begerack, Wien

Am Samstag, 25. März 2017 drehte sich im Messepark Landshut alles um die Elektromobilität. Anstelle der rund 50 angemeldeten Teilnehmer erschienen bei bestem Frühlingswetter ca. 120 Teilnehmer. Vom E-Bike bis zum Eigenbau traf nach und nach ein und wurde von Radio Trausnitz empfangen. Die stärkste Gruppe war mit 17 Twizy angereist und die größte Entfernung wurde über 420 km zurück gelegt. Eine Jury kürte einen Goggomobil-Umbau zum Sieger in der Kategorie “ausgefallene Fahrzeuge”.
Die Begrüßung der Ehrengäste und Teilnehmer an der Sternfahrt wurde von Projektleiter Christian Guckel und dem Präsidenten des Bundesverbandes für Elektromobilität (BEM) e.V., Kurt Sigl durchgeführt.

 

Umweltfreundliche Elektrobusse in Wien
Dr. Norbert Aschenbrenner
Corporate Communications, Corporate Technology, Siemens AG
17.03.2013 15:53
Elektrisch angetriebene Busse mit Antriebs- und Ladetechnologie von Siemens fahren sein einigen Monaten im Linienbetrieb in Wien. Die Verkehrsbetriebe planen nun, bis Mitte 2013 zwei Strecken ausschließlich mit eBussen zu bedienen. Auch während der Skiweltmeisterschaft im österreichischen Schladming transportierte einer dieser Elektrobusse rund 6000 Passagiere und legte dabei mehr als 1000 Kilometer völlig emissionsfrei zurück. Dieser Elektrobus war Teil des Umweltkonzeptes der Großveranstaltung, da er emissionsfrei und extrem leise fährt und im Vergleich zu einem konventionellen Dieselbusdeutlich weniger Energie verbraucht. Im Schladming wurden die Busse über Nacht geladen.

Für den Linienbetrieb in Wien verfügen die Fahrzeuge zusätzlich über modernste Ladetechnologie. Ihr Energiespeicher kann innerhalb von 15 Minuten nachgeladen werden. An den Endhaltestellen verbinden sich die Busse dazu über einen ausfahrbaren Stromabnehmer mit der Stromversorgung der der Wiener Straßenbahn. Durch diese Nachladetechnik konnte man ein kleineres Batteriesystem einsetzen und gleichzeitig die Investition in die Infrastruktur verringern. Dank ihres regenerativen Bremssystems können die Elektrobusse auch Energie zurückgewinnen. Sobald der Fahrer den Fuß vom Gaspedal nimmt, wird die Energierückgewinnung aktiviert.

Das Antriebssystem dieses Fahrzeuges hat einen deutlich höheren Wirkungsgrad als ein konventioneller Dieselantrieb. Neun Lithium-Eisenphosphat-Akkus mit einer Kapazität von insgesamt 96 Kilowattstunden versorgen den Motor über einen IGBT-Wechselrichter – der Gleichstrom in Drehstromwandelt – mit genug Energie für bis zu 150 Kilometer. Dabei wird aus den Batterien nicht nur der Antrieb gespeist, sondern auch die gesamte Bordelektronik einschließlich Heizungs- und Klimaaggregat.

Elektrobusse leisten einen entscheidenden Beitrag zum Umweltschutz und machen unsere Innenstädte lebenswerter, während sie geringere Betriebskosten als Dieselbusse haben