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Widerstand

Pressebericht vom Sonntag, 15. September 2019

Nach Unfall geflüchtet

GEISENHAUSEN, LKRS. LANDSHUT. Verlassenes Auto in Graben aufgefunden

Am 15.09.2019 wurde der Polizeiinspektion Vilsbiburg, gegen 02.45 Uhr, mitgeteilt, dass bei Holmannsberg ein Fahrzeug mit tschechischer Zulassung im Straßengraben liegt. Der bislang Unbekannte Fahrzeuglenker geriet vermutlich aufgrund überhöhter Geschwindigkeit in den linken Straßengraben, fuhr dort noch ca. 20m und kam schließlich kurz vor dem Überschlag zum Stehen. Vom Unfallverursacher fehlte jede Spur. Das Fahrzeug war nicht mehr fahrbereit. Falls jemand sachdienliche Informationen zu dem Vorfall machen kann, soll er sich bitte bei der Polizeiinspektion in Vilsbiburg unter 08741/96270 melden.

Vom Widerstand bis zum Fahrraddiebstahl

VILSBIBURG. LKRS. LANDSHUT. Jugendliche begehen mehrere Straftaten

Gleich mehrere Straftaten begingen drei Jugendliche in der Nacht von Samstag, den 14.09.2019 auf Sonntag, den 15.09.2019. Zunächst beschädigte ein 18Jähriger aus der Jugendgruppe am Samstagabend eine Werbefigur eines Restaurants am Stadtplatz in Vilsbiburg. Ein Zeuge hatte diesen hierbei beobachtet und folgte der Jugendgruppe anschließend mit dem Fahrrad bis zur Stadthalle. Dort trat ein 19Jähriger dann gegen das Fahrrad des Zeugen, sodass dieses beschädigt wurde und der Zeuge zu Boden stürzte. Dieser wurde hierbei leicht verletzt. Im weiteren Verlauf wurde durch die hinzugerufene Polizei die Gewahrsamnahme des 19Jährigen angeordnet, da dieser äußerst aggressiv war und nicht ausgeschlossen werden konnte, dass er weitere Straftaten begehen wird. Der Jugendliche war damit jedoch nicht einverstanden und leistete erheblichen Widerstand. Nach der anschließenden Sachbearbeitung auf der Polizeidienststelle wurden zwei der Jugendlichen, ein 18Jähriger aus Landshut und eine 17Jährige aus Geisenhausen  entlassen. Diese wurden jedoch kurze Zeit später durch eine Streife der Polizei Vilsbiburg mit gestohlenen Rädern angetroffen, woraufhin sie erneut zur Polizeidienststelle verbracht worden waren. Die Eigentümer der beiden Räder werden derzeit noch gesucht und gebeten sich bei der Polizeiinspektion Vilsbiburg unter der Rufnummer 08741 9627 0 zu melden.

LANDSHUT. Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Landshut wurden am Montag gegen 12.00 Uhr im Stadtgebiet auf einen Verkehrsrowdy aufmerksam. Der zunächst unbekannte Autofahrer war mit quietschenden Reifen und hoher Geschwindigkeit unterwegs, unter anderem missachtete er auch eine rote Ampel. In der Podewilsstraße wollte der Autofahrer in die Tiefgarage des CCL einfahren. Dazu bog er jedoch in die Ausfahrt der Tiefgarage ein. Als er dies erkannte, drehte er um und gefährdete beim Ausfahren in die Podewilsstr. sowohl einen bislang unbekannten Fußgänger und einen Feuerwehrmann. Die beiden konnten gerade noch ausweichen, um einen Zusammenstoß zu verhindern. Der Verkehrsrowdy setzte seine riskante Fahrt mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit in Richtung Freyung fort. Dort stellte er sein Auto ab und versuchte zu Fuß zu flüchten. Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr gelang es, ihn daran bis zum Eintreffen der Polizei zu hindern. Dabei leistete der Mann gegenüber den Einsatzkräften Widerstand und beleidigte diese. Auch bei der anschließenden Fesselung durch die Polizeibeamten wehrte sich der Mann gegen die Maßnahmen. Bei den Vorfällen wurde niemand verletzt. Der 31-jährige Autofahrer aus Landshut stand leicht unter dem Einfluss von alkoholischen Getränken, einen Drogentest verweigerte er. Die Polizeibeamten ordneten eine Blutentnahme an, im Anschluss erfolgte die Einweisung des 31-Jährigen in ein Bezirkskrankenhaus.

Die Polizei Landshut bittet Verkehrsteilnehmer, die durch den 31-jährigen Autofahrer, er war mit einem grauen Audi 80 unterwegs, gefährdet wurden, sich mit der Dienststelle unter Telefon-Nr.92520 in Verbindung zu setzen.

Pressebericht Montag, 17. Juni 2019

Stadtgebiet Landshut

Betrunkene Hotelgäste randalieren – Polizeibeamter verletzt

 

LANDSHUT. Am Montag, gegen 00.05 Uhr, wurde die Polizei zu einem Hotel in der Bahnhofstraße gerufen. Ein 46-jähriger Hotelgast beleidigte eine 26-jährige Angestellte massiv. Der 46-Jährige sowie sein 30-jähriger Begleiter verhielten sich nach dem Eintreffen der Polizei äußerst unkooperativ, ein ausgesprochenes Hausverbot wollten sie nicht befolgen. Nachdem beide Personen unbelehrbar waren, wurden sie in Gewahrsam genommen. Bei der Polizeiinspektion Landshut ging der 46-Jährige auf einen Polizeibeamten los und schlug ihm mit der Faust ins Gesicht. Im weiteren Verlauf leistete der betrunkene Mann massiven Widerstand gegen die Fesselung. Sowohl der Polizeibeamte als auch der 46-jährige Randalierer mussten durch den Rettungsdienst in ein Krankenhaus verbracht werden. Die Beamten haben ein Ermittlungsverfahren wegen Widerstand und tätlichen Angriff auf Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung und Beleidigung eingeleitet.

Polizeibeamtin bei Übergriff leicht verletzt

LANDSHUT. Am Sonntag, gegen 22.20 Uhr, wurde die Polizei zu einem Mehrfamilienhaus im Stadtgebiet gerufen. Ein 40-Jähriger randalierte unter dem Einfluss von Medikamenten und Alkohol. Der Mann ging sofort, zunächst verbal, auf die Beamten los, anschließend griff er eine Polizeibeamtin an, die dadurch leichte Verletzungen erlitt. Die Polizisten brachten den Mann zu Boden und fesselten ihn. Dabei sprach dieser massive Beleidigungen und Bedrohungen aus. Die Beamten verbrachten den Mann in eine Arrestzelle bei der Polizeiinspektion. Er hat sich wegen Bedrohung, Beleidigung, Widerstand und tätlichen Angriff auf Polizeibeamte zu verantworten. 

 

 

 LANDSHUT. Am Dienstag, gegen 15 Uhr, befand sich ein 42-jähriger Mann, polnischer Abstammung, im erheblich angetrunkenen Zustand im Stadtpark. Dort pöbelte er einen 77-jährigen Landshuter an, nahm ihm sein Handy weg und warf dieses zu Boden. Kurze Zeit später kam es in der Papiererstrasse zu einem weiteren Vorfall: Völlig grundlos schlug der 42-Jährige auf einen 46-jährigen Landshuter ein, dieser erlitt dadurch schwere Gesichtsverletzungen und musste deshalb in ein Krankenhaus zur stationären Behandlung eingeliefert werden. Das nächste Ziel des flüchtenden Täters war das Landshuter Stadtbad. Dort stieg der Mann über den Zaun und hielt sich beim Kinderbecken auf und wollte den Kindern Alkoholika anbieten. Die 36-jährige Bademeisterin schritt ein und bat den 42-Jährigen zum Ausgang. Der Randalierer zeigte sich zunächst unbeeindruckt und schlug mit seinen Schuhen auf die Bademeisterin ein. Beim Ausgang entwickelte sich ein weiteres Streitgespräch mit der 58-jährigen Kassiererin. Im weiteren Verlauf der Diskussion bespuckte der Täter die Dame. Die verständigten Polizeibeamten nahmen den Mann vorläufig fest und verbrachten ihn zur Dienststelle. Da er im Wachbereich immer aggressiver wurde und die Beamten massiv beleidigte, verbrachten ihn die Polizisten in eine Arrestzelle. Dort flippte der 42-jährige Pole total aus, er schlug mit voller Wucht einem Beamten mit der Faust zwei Mal gegen den Kopf und spuckten einem anderen Polizisten ins Gesicht. Der Beamte, welcher die Faustschläge erhielt, musste mit einer stark blutenden Platzwunde im Krankenhaus behandelt werden und ist bis auf weiteres nicht dienstfähig. Der Täter ist bereits strafrechtlich einschlägig mehrfach in Erscheinung getreten. Nach durchgeführter Blutentnahme wurde er dem Ermittlungsrichter beim AG Landshut vorgeführt. Dieser erließ gegen den Mann einen Haftbefehl, es erfolgte die Verbringung ein eine Justizvollzugsanstalt. Die Polizei hat ein Ermittlungsverfahren wegen Widerstand und tätlichen Angriff gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung und Beleidigung eingeleitet.

 

 

 

Stadtgebiet Landshut

Junge Frau leistet massiv Widerstand und verletzt Polizeibeamte

LANDSHUT (STADT): Eine 19-jährige Landshuterin wurde am 01.11.2018 gegen 01:00 Uhr erheblich alkoholisiert in der Industriestraße aufgegriffen. Hierbei zeigte sie sofort ein äußerst aggressives Verhalten gegenüber den eingesetzten Beamten und trat sowohl noch vor Ort als auch später im Dienstfahrzeug mit ihren Füßen nach den Polizisten. Eine Beamtin musste sich in stationäre Behandlung begeben, ein weiterer Beamter wurde leicht verletzt. Die renitente junge Frau wurde zur Ausnüchterung in Gewahrsam genommen, ein Strafverfahren wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte sowie wegen Tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte wurde eingeleitet.

Verkehrszeichen durch Vandalismus beschädigt

LANDSHUT (STADT): Im Zeitraum zwischen 00:00 Uhr und 05:30 Uhr des 01.11.2018 wurde in der Altstadt Nähe Grasgasse ein Verkehrszeichen „Durchfahrt verboten“ durch Vandalismus beschädigt. Der Mast knickte etwa 10 cm über dem Boden ab. Die Polizeiinspektion Landshut bittet unter Tel. 0871/9252-0 um entsprechende Hinweise.

Schaufensterscheibe eingeschlagen

LANDSHUT (STADT): Am 31.10.2018 gegen 23:23 Uhr schlug eine zunächst unbekannte Täterin eine Schaufenster- bzw. Vitrinenscheibe in der Königsfeldergasse mittels Fußtritten ein. Aufmerksame Passanten konnten die Begleiter der 25-jährigen Täterin bis zum Eintreffen der Polizei festhalten, wodurch diese letztendlich zu ermitteln war. Ein Strafverfahren wegen Sachbeschädigung wurde eingeleitet.

Während der Fahrt Farbeimer verloren

LANDSHUT (STADT): Eine 43-jährige Frau aus dem Landkreis Dingolfing befuhr am 31.10.2018 19:45 Uhr mit ihrem Renault-Transporter den Rennweg. Hierbei verlor sie mindestens einen Eimer Wandfarbe. Der Vorfall führte zu einem größeren Feuerwehreinsatz, auch die Straßenmeisterei war vor Ort. Über eventuelle Geschädigte ist derzeit noch nichts bekannt. Die Polizeiinspektion Landshut prüft derzeit mehrere verkehrsrechtliche Verstöße.

Fahrraddiebstahl im Rennweg

LANDSHUT (STADT): Im Zeitraum zwischen 14:00 Uhr und 18:00 Uhr des 25.10.2018 wurde vor einer Arztpraxis im Landshuter Rennweg ein schwarzes Fahrrad der Marke „BBW“ entwendet. Das Fahrrad war versperrt, dass Schloss ist ebenfalls gestohlen worden. Hinweise bitte unter 0871/9252-0 an die Polizeiinspektion Landshut.

Unfall mit verletztem Motorradfahrer

LANDSHUT (STADT): Am 31.10.2018 gegen 19:00 Uhr kam es auf der Luitpoldstraße zu einem Unfall zwischen einem Taxi und einem Motorradfahrer. Ein 60-jähriger Taxifahrer fuhr in den fließenden Verkehr der Luitpoldstraße ein und beabsichtigte sofort einen Spurwechsel. Hierbei übersah er den herannahenden, 17-jährigen Fahrer eines Leichtkraftrades. Es kam zum Zusammenstoß. Der Motorradfahrer verletzte sich leicht, die eingesetzten Polizeibeamten leisteten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes Erste Hilfe. Anschließend wurde er ins Klinikum Landshut eingeliefert. Der entstandene Sachschaden dürfte sich auf mindestens 4000,- Euro belaufen.

Unfall zwischen Omnibus und Pkw

LANDSHUT (STADT): Am 31.10.2018 gegen 09:30 Uhr kollidierte in der Seligenthaler Straße ein Omnibus beim Vorbeifahren seitlich mit einem Pkw, der unvermittelt nach links in einen Parkplatz einbiegen wollte. Die 45-jährige Pkw-Fahrerin verletzte sich leicht, der 55-jährige Busfahrer blieb unverletzt. Es entstand ein Sachschaden in Höhe von ca. 13.000,- Euro.

Landkreisgebiet Landshut

Rollerfahrer unter Drogeneinfluss

ESSENBACH (LKRS. LANDSHUT): Am 31.10.2018 gegen 17:55 Uhr wurde in der Altheimer Dieselstraße der 25-jährige Fahrer eines Kleinkraftrades einer Verkehrskontrolle unterzogen. Da sich Anhaltspunkte für vorangegangenen Konsum verschiedener berauschender Mittel ergaben, musste er sich einer Blutentnahme unterziehen. Ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen Verstoßes gegen das Straßenverkehrsgesetz wurde eingeleitet.

Fahranfänger alkoholisiert unterwegs

ERGOLDING (LKRS. LANDSHUT): Am 01.11.2018 gegen 04:20 Uhr wurde ein 18-jähriger Pkw-Fahrer aus dem Landkreisgebiet in der Gustl-Waldau-Straße einer Verkehrskontrolle unterzogen. Hierbei wurde Alkoholgeruch wahrgenommen. Entsprechende Tests erbrachten eine Atemalkoholkonzentration im Bereich einer Verkehrsordnungswidrigkeit. Ein Bußgeldverfahren wurde eingeleitet, der Pkw-Fahrer muss sich auf ein Fahrverbot sowie eine Nachschulung einstellen.

Fahrraddiebstahl

ESSENBACH (LKRS. LANDSHUT): Im Zeitraum zwischen 17.10.2018, 22:00 Uhr bis 19:10.2018, 17:00 Uhr entwendeten Unbekannte ein in der Rosengasse angekettetes Fahrrad der Marke KTM. Personen, die im Tatzeitraum relevante Beobachtungen gemacht haben, werden unter 0871/9252-0 um Hinweise an die Polizeiinspektion Landshut gebeten.

Pressemitteilung: Bonn, Gronau, Lingen, Münster,
31.. August 2018

Symbolische Blockade und Kundgebung gegen belgische Atomkraftwerke vor dem Bundesumweltministerium in Bonn / Solidarität mit Widerstand im Hambacher Forst

Bundesumweltministerin Svenja Schulze soll sich verstärkt für die sofortige Stilllegung der störanfälligen belgischen Atomkraftwerke einsetzen. Außerdem soll sie unverzüglich die brisanten Brennelement-Exporte nach Belgien – und in andere Länder – endlich untersagen und die für diesen Export produzierenden Uranfabriken in Lingen und Gronau stilllegen lassen. Das haben bei einer Kundgebung in Bonn vor dem Bundesumweltministerium am Donnerstag (30.08.2018) rund 60 Mitglieder mehrerer Organisationen mit großem Nachdruck gefordert. Zeitweise wurde die Zufahrt zum Ministerium spontan mit Anti-Atomkraft-Transparenten symbolisch blockiert. Außerdem solidarisierten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Kundgebung in Redebeiträgen mit dem Widerstand im Hambacher Forst gegen die drohende Rodung des Waldes. Die Energiepolitik des Energiekonzerns RWE wurde massiv kritisiert.

Veranstaltet wurde die Protestaktion von der Initiative Anti Atom Bonn, Unterstützung kam u. a. von weiteren Anti-Atomkraft-Initiativen, vom Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU), von Greenpeace und von der Deutschen Sektion der Internationalen Ärzte zur Verhütung eines Atomkrieges/Ärzte in sozialer Verantwortung (IPPNW).

Anlass der Protestaktion war die verharmlosende Reaktion des Bundesumweltministeriums (BMU) auf eine fragwürdige Stellungnahme der Reaktorsicherheitskommission (RSK) zu den beiden belgischen Pannen-AKW Tihange 2 und Doel 3. Das BMU hatte dazu unbegründet verlauten lassen, dass die beiden Reaktoren trotz tausender Risse im Druckbehälter angeblich sicher zu betreiben seien. Die Anti-Atomkraft-Initiativen und Umweltverbände sind entsetzt über diese Verharmlosung.

Im Juli hatte das BMU nach Veröffentlichung der RSK-Stellungnahme behauptet, die Forderung nach Abschaltung der beiden Rissereaktoren Tihange 2 und Doel 3 sei „jetzt durch nichts mehr zu rechtfertigen.“ Nach mehreren Medienanfragen ruderte jedoch selbst der RSK-Vorsitzende Wieland in der Badischen Zeitung zurück und erklärte, die RSK-Stellungnahme treffe eben keine Aussage über die “Sicherheit oder Unsicherheit” des weiteren AKW-Betriebs in Belgien. Massive Kritik an dem RSK-Gutachten kommt auch vom Land Baden-Württemberg. Die Länder NRW, Rheinland-Pfalz und auch Niedersachsen sehen ebenfalls noch offene Fragen.

Der Protest der Anti-Atomkraft-Bewegung richtet sich zudem gegen die sehr fragwürdige Zusammensetzung der RSK. Mehrere Mitglieder sind z. B. bei der Nuklearfirma EDF/Framatome beschäftigt, die die Brennelemente aus Lingen für Tihange und Doel liefert. Außerdem modernisiert Framatome die Sicherheitsleittechnik für Doel 1 und 2, während EDF sogar Miteigentümerin von Tihange 2 und Doel 3 ist. EDF/Framatome ist damit wirtschaftlich stark beteiligt in Belgien. Zudem hat Framatome über seine Anwälte in letzter Zeit laut Süddeutscher Zeitung massiv Druck auf das Bundesumweltministerium und das untergeordnete Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE) zur Erteilung von Transportgenehmigungen für Brennelementexporte ausgeübt.

Abgerundet wurde die Kundgebung vor dem Bundesumweltministerium mit Liedern von Gerd Schinkel aus Köln.

AntiAtomBonn
Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen
Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau
Natur- und Umweltschutzverein Gronau (NUG)
Arbeitskreis Umwelt (AKU) Schüttorf
SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster
BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg
Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU)
Internationale Ärzte zur Verhütung eines Atomkrieges/Ärzte in sozialer Verantwortung (IPPNW)

Kontakt:
Herbert Hoting, AntiAtomBonn, Tel. 0162-3083314
Peter Bastian, Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen, Tel. 0157-86269233
Udo Buchholz, AKU Gronau/BBU, Tel. 02562-23125

Weitere Infos:
www.antiatombonn.de <http://www.antiatombonn.de>, www.sofa-ms.de <http://www.sofa-ms.de>, www.urantransport.de <http://www.urantransport.de>, www.bbu-online.de <http://www.bbu-online.de>, www.bi-luechow-dannenberg.de <http://www.bi-luechow-dannenberg.de>, https://hambacherforst.org

Leserbrief zum Interview “Alle müssen helfen – nicht jedem können wir helfen” (Wochenblatt Regensburg, 5. August 2015, Seite 3)

Zum zweiten Mal binnen kurzer Zeit – zuletzt beim Arbeitnehmerempfang vor dem 1. Mai 2015 – schwadroniert SPD-OB Wolbergs vom “deutschen Tätervolk“. In freien Wahlen haben die Nazis jedoch nie die Mehrheit bekommen, und an den Verbrechen hat sich nur eine Minderheit beteiligt. Wolbergs tritt damit zudem das Andenken des deutschen Widerstands mit Füßen, der 1939 (Elser) und 1944 (Stauffenberg) beinahe Hitler getötet hätte. Zehntausende Kommunisten, Sozialisten, Sozialdemokraten und Gewerkschafter leisteten Widerstand und bezahlten oft mit ihrem Leben dafür. Der rechte Sozialdemokrat Wolbergs leugnet dies indirekt durch seinen Kollektivschuld-Vorwurf, was ungeheuerlich ist.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Martin Hohmann verlor für sein unsägliches Gerede vom “jüdischen Tätervolk” sein Ansehen und alle Posten – zurecht! Stellen wir uns vor, jemand würde vom “portugiesischen Tätervolk” oder “spanischen Tätervolk” salbadern, wegen der weitgehenden Ausrottung der lateinamerikanischen Ureinwohner, oder vom US-amerikanischen “Tätervolk”, wegen des Völkermords an den Indianern, usw.: Wer so etwas unternähme, würde zurecht in die äußerste rechte Ecke gestellt, womöglich sogar als Volksverhetzer angeklagt und verurteilt. Was reitet Herrn Wolbergs, dass er wiederholt zu solchen üblen rassistischen Ausfällen gegen ein ganzes Volk neigt?

Nun, die gleiche Motivation wie 1999: Er missbraucht den Nationalsozialismus für niedere politische Ziele. 1999 hat Wolbergs sich öffentlich hinter den Kosovo-Krieg von SPD und GRÜNEN gestellt, der mit der dreisten revisionistischen Lüge begründet würde, man müsse “Auschwitz im Kosovo” verhindern. Heute fällt OB Wolbergs und seiner SPD auf die Füße, dass sie – obwohl seit 2008 in der Regensburger Stadtregierung vertreten – so gut wie nichts für sozialen Wohnungsbau gemacht haben. Die Wohnungsnot in Regensburg führt nun zur Hilflosigkeit der Politik angesichts der Flüchtlingsströme. Da lenkt ein “Entlastungsmanöver” wie das vom “deutschen Tätervolk” elegant vom Versagen der SPD ab.

Der Verfasser des Leserbriefes ist der Redaktion bekannt.