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WeiterqualifizierendeR Studiengang

Bildtext: Hochschulpräsident Prof. Dr. Karl Stoffel (links) und Konstantin Ziegler, Dekan der Fakultät Interdisziplinäre Studien (rechts), überreichten Prof. Anne Wiedermann ihre Ernennungsurkunde.

 

Professorin für Hebammenwesen berufen

 

Prof. Anne Wiedermann, M.Sc., ist ab dem Wintersemester 2020/21 an der Hochschule Landshut für neuen weiterqualifizierenden Studiengang verantwortlich.

Auf dem Weg zur Einführung des neuen Studiengangs Hebammenwesen konnte die Hochschule Landshut einen weiteren wichtigen Schritt gehen. Hochschulpräsident Prof. Dr. Karl Stoffel hat Anne Wiedermann zur neuen Professorin an der Fakultät Interdisziplinäre Studien ernannt. „Wir freuen uns sehr, dass es nun schon bald mit dem neuen Studiengang losgehen kann”, betonte Stoffel. „Mit Frau Wiedermann berufen wir eine junge Kollegin mit herausragender wissenschaftlicher Qualifikation zur Professorin für Hebammenwesen.”

Prof. Anne Wiedermann wechselt von der Fachhochschule Salzburg, wo sie derzeit in Teilzeit als Senior Lecturer im Bereich Hebammenwesen tätig ist, nach Landshut. Den Rest ihrer Arbeitszeit verteilt die 38-Jährige auf freiberufliche Hebammenarbeit und ihr Promotionsvorhaben. In ihrer Dissertation an der Universität Lübeck beschäftigt sich die Österreicherin mit der erfahrungsbasierten Qualitätsmessung in der Geburtshilfe. Mit ihr konnte erstmals in Bayern eine Hochschulprofessur mit einer Hebamme besetzt werden.

Wiedermann nimmt Mitte April ihre Arbeit in Landshut auf

Ihre Professur tritt die gebürtige Tirolerin in knapp drei Monaten an. Bis zum voraussichtlichen Studienstart zum Wintersemester 2020/21 gibt es auch noch einiges zu tun. „Dazu zählen die Ausgestaltung des Curriculums, die enge Vernetzung mit den regionalen Kliniken und die kontinuierliche Abstimmung mit den Ministerien”, erklärte Prof. Dr. Konstantin Ziegler, Dekan der Fakultät Interdisziplinäre Studien. Der Studiengang richtet sich vorerst an examinierte Hebammen zur Weiterqualifizierung. Im zweiten Schritt soll auch eine grundständige Ausbildung aufgebaut werden.

Wiedermann blickt ihrem Arbeitsbeginn mit großer Vorfreude entgegen. „Ich habe nach meinem eigenen Hebammenstudium sieben Jahre in einem etablierten System von akademisierten Ausbildungen für

Hebammen gearbeitet”, so Wiedermann. „Mich reizt es nun besonders, an der Hochschule Landshut den neuen Studiengang aufzubauen und meine Erfahrungen und Ideen einzubringen.” Deshalb habe sie sich auch bewusst für Landshut entschieden. „Es ist eine kleine Hochschule mit sehr flexiblen Strukturen. Interdisziplinäre Studien ist eine sehr junge Fakultät mit großem Entwicklungspotenzial.”

2018 hat die Hochschule Landshut als eine der wenigen bayerischen Hochschulen den Zuschlag erhalten, den Studiengang Hebammenwesen in Kooperation mit den regionalen Kliniken künftig anzubieten. „Wir haben an unserer Hochschule bereits Erfahrung darin, Fachausbildungen in eine sinnvolle, akademische Ausbildung zu überführen”, so Ziegler. Im Wintersemester 2015/16 wurde der Studiengang Gebärdensprachdolmetschen mit großem Erfolg eingeführt. Im Oktober 2020 soll nun der weiterqualifizierende Studiengang Hebammenwesen in Teilzeit starten. Voraussichtlich mit rund 20 Erstsemester-Studierenden.

 

Foto: Hochschule Landshut