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Weihbüchl

KUMHAUSEN / WEIHBÜCHL. Am Sonntagmorgen gegen ca. 08:30 Uhr ereignete sich im Gemeindebereich Weihbüchl / Kumhausen ein folgenschwerer Verkehrsunfall mit zwei beteiligten Pkw.

Zu diesem Zeitpunkt befuhr ein 83-jähriger Verkehrsteilnehmer mit seinem VW Golf die Straße aus Weihbüchl kommend in Richtung Vogen. Zur gleichen Zeit befuhr ein 36-jähriger Fahrzeugführer und sein 5-jähriger Sohn die Straße aus Allmannsdorf kommend in Richtung B299. Im Kreuzungsbereich der beiden Straßen kam es aus bislang unbekannter Ursache zum Zusammenstoß beider Pkw.

Der 83-jährige erlag noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen.

Der 36-jährige Fahrzeugführer des anderen Pkw kam mit schweren Verletzungen in ein Landshuter Krankenhaus, sein 5-jähriger Sohn, der sich ebenso im Pkw befand und bis dato beim Unfall nicht verletzt wurde, kam zur vorsorglichen Untersuchung ebenso in ein Landshuter Krankenhaus.

Die Unfallstelle wurde durch Kräfte der freiwilligen Feuerwehren der Stadt Landshut und Umgebung abgesperrt, die Straßensperrung in diesem Bereich dauert aktuell noch an.

Zur Klärung der Unfallursache ordnete die Staatsanwaltschaft Landshut die Hinzuziehung eines Gutachters zur Erstellung eines unfallanalytischen Gutachtens an.

Die Unfallstelle wurde durch Kräfte der freiwilligen Feuerwehren der Stadt Landshut und Umgebung abgesichert, die Straßensperrungen in diesem Bereich dauern aktuell noch an.

Bild: Die ersten Kilowattstunden wurden heute ins Netz der Stadtwerke Landshut eingespeist.

Die Windkraftanlage bei Weihbüchl ist seit heute nach den Funktionsprüfungen der letzten Tage im Probebetrieb, die ersten Kilowattstunden wurden ins Netz der Stadtwerke Landshut eingespeist.

Der äußerliche Aufbau des Windrads war am 29. August abgeschlossen. Die Montage dauerte sechs Tage, die Planung, Genehmigung und Vorbereitung hingegen rund drei Jahre.

In den Tagen nach dem Aufbau erfolgten der Innenausbau, diverse Tests, die Installation von Software und die Anlagenüberwachung. Bevor die Windraftanlage ihren ganzen Dienst verrichten darf, wird nun im Probebetrieb erst noch alles geprüft, ob alles funktioniert, wie es soll. Die offizielle Einweihung der Anlage findet im Oktober statt.

Die Vestas-Anlage ist für Schwachwindregionen konzipiert. Der prognostizierte Ertrag am Standort Weihbüchl liegt zwischen 6,6 und sieben Millionen Kilowattstunden pro Jahr. Bei einem durchschnittlichen Stromverbrauch einer Familie von 3.500 Kilowattstunden können damit rein rechnerisch rund 2.000 Haushalte mit regenerativem Strom versorgt werden.

Die Windkraftanlage bei Weihbüchl ist ein weiterer Baustein im Klimaschutzkonzept der Stadt Landshut auf dem Weg zur Versorgung durch erneuerbare Energien. Die Anlage wird im Auftrag der 1. Landshuter Windparkgesellschaft errichtet, an der die Stadt und drei weitere Co-Investoren beteiligt sind. Geschäftsführer ist Gerhard Heilmeier.

Bilder: Mit rund 650 Kubikmeter Fertigbeton wurde heute der Bewehrungskorb befüllt.

Zwischen 90 und 100 Betonmischfahrzeuge lieferten am Mittwoch, 24.06.2015, den Fertigbeton für das Fundament der künftigen Windkraftanlage bei Weihbüchl an. Gegen 4 Uhr morgens begannen die Arbeiter mit dem Befüllen von insgesamt 650 Kubikmetern Beton. Die nächsten vier Wochen muss das Fundament vor Sonne und Wind geschützt aushärten, ehe es mit dem Aufbau der Anlage weitergeht.

 

 

13.08.2014 20:01

Das haut die stärkste Fledermaus um

Karl-Heinz Karisch Pressestelle des Forschungsverbundes Berlin e.V.
Forschungsverbund Berlin e.V.

An Windrädern kommen Fledermäuse in großer Zahl um. Forscher haben in einer aktuellen Studie die Herkunft der Tiere ermittelt: Sie stammen nicht nur aus der lokalen Umgebung, sondern manche legten vorher zum Teil große Flugstrecken zurück. So trägt Deutschland nicht nur Verantwortung für den heimischen Artenschutz, sondern auch für Populationen anderer Länder.

Windräder sind wichtig für die Energiewende. Die Technologie ist weit fortgeschritten und Wind ist vor allem im Norden ausreichend vorhanden. Neben dem Problem des Energietransports und der Ästhetik gibt es allerdings noch ein weiteres Problem: Für viele Vögel und Fledermäuse sind die Rotorblätter eine tödliche Gefahr. So könnten jedes Jahr schätzungsweise 300.000 Fledermäuse an Windkraftanlagen in Deutschland verunglücken, wenn die Kollisionsgefahr nicht über nächtliche Abschaltzeiten der Anlagen während der Hauptaktivitätsphasen der Fledermäuse reduziert wird.

In einer aktuellen Studie, die im wissenschaftlichen Fachblatt PLOS ONE publiziert wurde, hat ein Forscherteam unter der Leitung des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) die Herkunft von Großen Abendseglern – einer migrierenden Fledermausart – bestimmt, die an Windrädern in den östlichen Bundesländern tödlich verunglückten. Es zeigte sich, dass es sich bei über einem Viertel der Fledermäuse nicht um standorttreue Tiere handelte, sondern um Tiere, die sich auf dem Weg in ihr Winterquartier in Deutschland oder im südwestlichen Europa befanden. Sie kamen aus dem nordöstlichen Verbreitungsgebiet, das sich vom Baltikum über Russland und Weißrussland bis nach Polen erstreckt.

Die Wissenschaftler fanden heraus, dass besonders viele weibliche und junge Tiere verunglückt waren. Für die Population ist das besonders kritisch, denn mit einem Weibchen fehlen in der nachfolgenden Generation auch deren potenzielle Jungtiere. Fledermausexperte Christian Voigt vom IZW betont: „Die Studie zeigt, dass wir in Deutschland nicht nur Verantwortung für den Artenschutz heimischer Fledermausarten tragen, sondern aufgrund der zentralen Lage als Durchreiseland auch für migrierende Fledermäuse aus entfernten Ländern.“ Deutschland liegt genau auf der Zugroute dieser Fledermäuse, wenn sie aus ihren Reproduktionsgebieten in Nordosteuropa im Herbst zum Überwintern in wärmere Gebiete ziehen, so zum Beispiel nach Deutschland, oder weiter in die Schweiz oder nach Südfrankreich. Für diese Populationen ist es besonders dramatisch, da sie sich bei ungünstigen Klimabedingungen in manchen Jahren ohnehin kaum vermehren. Wenn dann noch viele Fledermäuse in an deutschen Windkraftanlagen verunglücken, wird der Bestand vermutlich empfindlich geschwächt.

Die Methode, mit der die Forscher die Herkunft der Fledermäuse bestimmten, stammt aus der Forensik. Wenn ein Kadaver unbekannter Herkunft auftaucht, untersuchen die Forensiker das Verhältnis von schwerem zu leichtem Wasserstoff im Keratin der Haare. Dieses Verhältnis variiert mit der Umgebungstemperatur; in nördlichen, kühleren Breiten gibt es weniger Deuterium im Niederschlagswasser als in südlichen Breiten. Menschen und Tiere nehmen dieses Wasser direkt oder über die Nahrung auf, wo es sich im Körpergewebe ablagert. Da Keratin im Haar oder Fell biologisch inaktiv ist, bleibt das Isotopenverhältnis dort über lange Zeit erhalten. Wie ein geografischer Fingerabdruck weist es auf die Herkunft des Menschen oder des Tieres hin. Das Praktische an dieser Methode: Die Wissenschaftler können die Herkunft jeder Fledermaus bestimmen, ohne sie vorher beringt zu haben – was einen immensen Aufwand bedeuten würde.

Besonders fatal sind Windräder, weil sie Fledermäuse anlocken. Die Zugzeit ist auch Paarungszeit, dann geraten die Fledermäuse regelrecht ins Schwärmen – im wahrsten Sinne des Wortes. Und das geschieht am liebsten an landschaftlich markanten Strukturen wie Felsen, Kirchtürmen, oder eben Windrädern. Christian Voigt wundert sich darüber, dass nur wenige weit reichenden Maßnahmen gegen diese tödlichen Fallen ergriffen werden: „Fledermäuse sind sowohl nach nationalem Recht als auch nach EU-Recht geschützt und migrierende Fledermäuse stehen zudem unter dem Schutz einer UN-Konvention, die von Deutschland unterzeichnet wurde. Wer eine einzige Fledermaus tötet, kann strafrechtlich belangt werden.“ Bei den Windkraftanlagen würde dagegen großzügig weggeschaut, weil die Energiewende politisch im Hau-Ruck-Verfahren umgesetzt werden soll. „Hier werden Klimaschutz und Artenschutz gegeneinander ausgespielt – doch müssten sie im Sinne eines umfassenden Umweltschutzes Hand in Hand gehen.“ Dabei würden Windräder und Fledermäuse eigentlich gut zusammenpassen: Fledermäuse mögen keinen starken Wind. Sie sind nur bei Windgeschwindigkeiten von maximal sechs bis acht Metern pro Sekunde aktiv. Genau da fangen Windräder erst an, richtig Energie zu produzieren. Würden die Anlagen nur bei kräftigem Wind laufen, ließen sich Kollisionen vermeiden – auch die zwischen Klima- und Artenschützern.

Publikation:
Lehnert LS, Kramer-Schadt S, Schönborn S, Lindecke O, Niermann I, Voigt CC (2014): Wind farm facilities in Germany kill noctule bats from near and far. PLOS ONEhttp://dx.plos.org/10.1371/journal.pone.0103106

Kontakt
Leibniz-Institut für Zoo und Wildtierforschung (IZW)
Alfred-Kowalke-Str. 17
10315 Berlin

Christian Voigt
Tel.: +49 30 5168-517
voigt@izw-berlin.de

Steven Seet
(Öffentlichkeitsarbeit)
Tel.: +49 30 5168-125
seet@izw-berlin.de

Diese Frage wurde heute Abend im Saal des Hotels Schönbrunn behandelt. Auf Einladung der CSU-Stadtratsfraktion war der Leiter der Stadtwerke Landshut, Herr Armin Bardelle mit einem Mitarbeiter, der Pressebeauftragten Susanne Franck  und Herrn Harald Zwander vom Büro PGA gekommen um Herrn Zwander mittels Power-Point-Vortrag die bisherigen Vorarbeiten darstellen zu lassen. Die Fraktionsvorsitzende, Frau Dr. Anna-Maria Moratscheck, begrüßte die Bürger und stellte klar, dass es bei der Veranstaltung um eine frühest mögliche Information der Bürger handelt. Entscheidung sei also noch keine gefallen. Es gehe darum, die Fragen und Anregungen der Bürgerschaft mit in die Beratungen im Stadtrat einzubeziehen. Sie bedankte sich bei den beiden Organisatoren der Veranstaltung, den Stadträten Dr. Thomas Küffner und Rudolf Schnur. Letzterer hatte auch den Arbeitskreis Umwelt und die Stadtteilgruppe Ost einbezogen.
Die CSU-Fraktion hatte in den vergangenen Jahren (auch vor der Abschaltung von Isar 1) bereits mehrfach die unvoreingenommene Prüfung der Nutzung von Windkraft in Landshut beantragt.

Bei der anschliessenden Diskussion beantworteten sowohl der Werkleiter, als der von der Stadt beauftragte Energie-Koordinator die Fragen der überaus zahlreich erschienen Bürger. Der Saal war so überfüllt, dass die Besucher teilweise in den Nebenraum ausweichen mussten und durch die Türöffnung zuhörten. Dies gelang nicht immer, da eine Lautsprecheranlage fehlte. Überdies waren alle im Erdgeschoss verfügbaren Stühle heran geschafft worden.
Ernüchternd nahmen die interessierten Bürger  den Deckungsgrad der angedachten Windkraftanlage am Energiebedarf der Stadt zur Kenntnis der bei nur 1,5 % liegen würde. Dem steht ein Aufwand von mindestens 5,5 Mio. Euro gegenüber. Die Rentabilität ergibt sich laut Herrn Zwander durch das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG), nachdem die Einspeisevergütung auf 20 Jahre garantiert sei.

Die städtebauliche Wirkung scheint das geringste Problem für die Bürger zu sein. Vor allem die Wirtschaftlichkeit bei unberechenbarem Windaufkommen und unsicherem Strompreis in der Zukunft war für die Bürger ein Thema. Auch Fragen nach der Haftung für eine mögliche Unwirtschaftlichkeit und nach einer Bürgerbeteiligung wurden geäußert.

Die CSU ist nun in der Pflicht, die Anregungen und Skepsis in die Beratungen im Stadtrat einzubringen.