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Verein Berberhilfe Landshut

Bildtext von links nach rechts: Rosemarie Zeilhofer, Josef Emeneth, Angela Illguth (2. Vorsitzende), Lorenz Kindsmüller (3. Vorsitzender), Wilma Gschaider, Astrid Kindsmüller (1. Vorsitzende), Martin Klaus

 

 

Berberhilfe Landshut e.V. hält Kontakt zu den Menschen

 

Heutzutage machen gerade Wohnungskündigungen vor keiner Gesellschaftsschicht mehr halt. Mittlerweile gibt es Hilfesuchende jeden Alters und aus allen gesellschaftlichen Milieus, die die Berberhilfe Landshut in Anspruch nehmen. Viele, die ihre Wohnung verlieren, versuchen natürlich erst einmal am Rand der Städte eine Wohnung zu finden oder ins Umland zu ziehen. Doch nicht wenige verzweifeln am Wohnungsmarkt und einige landen dann eben auf der Straße.

Gerade die hohen Mieten, die in jüngster Zeit ins Unermessliche gestiegen sind, sind verantwortlich dafür, dass viele Menschen in die Obdachlosigkeit gezwungen werden. Wie die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAG W) recherchierte, stieg die Zahl der Obdachlosen 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 15 bis 20 Prozent auf geschätzte 275.000 Menschen.

Aus diesen und noch weiteren Gründen haben sich im Jahre 2015 drei Frauen aus der Region Landshut ein Herz genommen und sich zu einer „Privaten Obdachlosenhilfe“ zusammengeschlossen. Daraus ist dann im November 2017 der Verein „Berberhilfe LA e.V.“ entstanden und gegründet worden. Hierbei handelt es sich um einen Zusammenschluss von Privatpersonen.

Nicht nur um Obdachlose kümmern sich die Mitglieder des Vereins, sondern organisieren und verteilen regelmäßig Lebensmittel unbürokratisch an Obdachlose und Bedürftige im Raum Landshut. Sachspenden wie z. Bsp. Schlafsäcke, Kleiderspenden und Hygieneartikel werden an bedürftige Menschen verteilt. Auf weitere Anlaufstellen in der Stadt Landshut und Umgebung wird hingewiesen. Bei der Suche nach einer Unterkunft (Einzel-oder Mehrbettzimmer, z. Bsp. in Pensionen und Boardinghäusern) sind die Helfer des Vereins gerne eine Unterstützung. Hierfür erfolgt primär die Meldung bei den zuständigen Behörden.

Leider ist es oftmals so, dass sich Menschen, die bereits obdachlos sind, bzw. dies werden, oftmals überfordert fühlen, sich um Ämtergänge und Arzttermine selbst zu kümmern. Auch dabei werden die Betroffenen gerne unterstützt.

Sollte eine Person ein Suchtproblem haben, so vermittelt und begleitet die Berberhilfe den- oder diejenige an die dafür zuständige Organisation. Selbstverständlich gehört auch der Gang zum Jobcenter bzw. der Agentur für Arbeit zu einer Resozialisierungsmaßnahme. Speziell hier achtet man auf eine geduldsame Begleitung, diesen Weg zu gehen. Auch die Vermittlung bei Konfliktsituationen zwischen Amtsträgern und dem Klienten gehört zur Herzensangelegenheit der Berberhilfe.

Eine der wichtigsten Aufgaben sei der Kontakt zu den Menschen. Mehrmals in der Woche werden Kontakte gepflegt, Gespräche geführt und Hilfe angeboten. Regelmäßig gemeinsame Mahlzeiten (Frühstück etc.), ermöglichen wichtige soziale Kontakte zu knüpfen und sie aufrecht zu erhalten.

Es gibt bei dem Verein eine Einrichtung und zwar die eines „Berberpaten“. Hier kümmert sich ein Mitglied etwas intensiver um einen einzelnen Klienten.

Der Verein der Berberhilfe sucht und braucht dringend ehrenamtliche Helfer, gerne auch Rentner, die die vielfältige Arbeit des Vereins unterstützen. Kontaktaufnahme ist gewünscht unter der Tel. Nr. 08704-928820 oder 0179-7418376 – per Mail an: info@berberhilfe-la.de.

Die Berberhilfe LA e.V. freut sich über jeden Menschen mit Herz, der das Team tatkräftig unterstützen möchte, denn es herrscht beim Verein der Leitspruch:

„ES GIBT VIELE GRÜNDE, WARUM JEMAND AUF DER STRASSE LANDET….ABER ES GIBT KEINEN GRUND, IHN NICHT WIE EINEN MENSCHEN ZU BEHANDELN“…………

Die Herbergseltern und große Gönner des Vereins der Berberhilfe e.V. sind die Wirtsleute der Gaststätte des ETSV 09 Landshut (Zum 09 Wirt), Petra Lindinger und Heinrich Pagelsen.

 

Der Name des Vereins bezieht sich auf das Volk der Berber in Nordafrika, denen es sehr schlecht geht, ähnlich wie teilweise den obdachlosen Menschen hier in Deutschland. Die Regierungen in den nordafrikanischen Staaten, wie z. Bsp. Marokko tun wenig für die Berber im Land. Das Volk lebt in Armut – viele Dörfer im Gebirge haben weder Strom noch Wasseranschluss. Wer hilft, sind ausländische Hilfsorganisationen.

“Berberhilfe” war der Vorschlag von Martin. Martin war ein Obdachloser, der sich einst bewusst unter einer Brücke in Landshut finden ließ und den Stein ins Rollen brachte. Er war beim ersten Treffen “Hilfewilliger” mit dabei und hat bei der Gründung des Vereins viele Tipps und auch Warnungen den Helfern mit auf den Weg gegeben.

Der “Gründungs-Martin” ist damals in Geisenhausen untergekommen und bald darauf wieder auf Wanderschaft gegangen.

 

 

-hjl-

 

Fotos: h.j.lodermeier

Auf dem Foto von links nach rechts: 1. Vorsitzender Drei Helmen e.V. Georg Stemberger;2. Vorsitzende Drei Helmen e.V. Kirstin Sauter;2. Vorsitzende Berberhilfe Landshut e.V. Angela Illguth; 1. Vorsitzende Berberhilfe Landshut e.V. Astrid Kindsmüller; Beirätin Drei Helmen e.V. Barbara Stemberger

Für den Drei Helmen e.V. ist es immer ein Herzensanliegen gemeinnützige Vereine in der Stadt Landshut mit Geld- oder Sachspenden helfen zu können. Aus den selbst erhaltenen Spenden konnte erstmalig eine Sachspende an die Berberhilfe Landshut überreicht werden. Bereits im letzten Jahr haben sich der Vorsitzende Georg Stemberger und die Beirätin Barbara Stemberger des Drei Helmen Vereins persönlich mit dem damals frisch gegründeten Verein Berberhilfe Landshut getroffen. Dabei wurde deutlich, dass Obdachlosigkeit selbst in einer wohlhabenden Stadt wie Landshut ein Thema ist, welches aber nicht unbedingt von der Öffentlichkeit wahrgenommen wird.

Die Berberhilfe hat es sich daher zur Aufgabe gemacht, Obdach- und Wohnungslose in verschiedenen Bereichen zu unterstützen, ihnen das Leben etwas zu erleichtern und sie zu stärken. Um diese Aufgaben bewältigen zu können sind die ehrenamtlichen Mitglieder der Berberhilfe auf der Straße unterwegs um vor Ort, den Menschen helfen zu können. Das Spektrum welches hier abgedeckt werden muss reicht fängt bei der Wohnungssuche an über Behördengänge und endet in nicht seltenen Fällen in einem Vertrauensverhältnis zu den Betroffenen. Nur mit viel Fingerspitzengefühl und auch Verständnis ist diese Arbeit möglich.

Um diese wichtigen Aufgaben befriedigend erledigen zu können sind auch Spenden von Nöten. Der Drei Helmen e.V. hat sich daher entschlossen mit einer Sachspende die Berberhilfe Landshut zu unterstützen. So wurden 11 Paar Schuhe gekauft und an die 1. und 2. Vorsitzende der Berberhilfe Frau Kindsmüller und Frau Illguth übergeben. Die Beiden zeigten sich erfreut und sind über die erhaltenen Schuhe sehr dankbar.

Das Bild zeigt: Oberbürgermeister Alexander Putz (Zweiter von rechts) sowie Vorsitzende Vera Fenor (rechts), ihre Stellvertreterin Astrid Kindsmüller und Wenzel Janda von der Berberhilfe Landshut.

 

OBDACHLOSE MENSCHEN UNTERSTÜTZEN UND BEGLEITEN

Diesem Ziel widmet sich der Ende 2017 gegründete gemeinnützige Verein Berberhilfe Landshut.

 

Vertreter des Vereins um Vorsitzende und Streetworkerin Vera Fenor haben sich kürzlich mit Oberbürgermeister Alexander Putz im Rathaus getroffen, um über die Situation von Menschen ohne festen Wohnsitz zu beraten. Putz bedankte sich zunächst bei Fenor und ihren Mitstreitern für das große ehrenamtliche Engagement. Auch deshalb sei das Thema in Verwaltung und Stadtrat mittlerweile sehr präsent sei. „Über alle Parteigrenzen hinweg ist es uns ein Anliegen, obdachlosen Menschen in ihrer schwierigen Lebenslage noch besser als bisher zur Seite zu stehen“, so der Rathauschef. Wichtig sei einerseits, eine angemessene Unterkunft für die Betroffenen vorzuhalten. Das klappe in Landshut schon recht gut: „2017 waren insgesamt 200 Personen als Obdachlose in der Stadt untergebracht, die mit Abstand meisten davon in acht städtischen Wohnanlagen und nur 35 im Nikolausheim.“ Dort sei die Situation aber in der Tat verbesserungswürdig. Andererseits sei es ebenso wichtig, die Obdachlosen künftig auch sozialpädagogisch zu begleiten. „Das ist in der Vergangenheit wohl zu kurz gekommen“, räumte Putz ein. Die zuständigen Fachstellen der Verwaltung seien deshalb beauftragt, ein tragfähiges Gesamtkonzept zu erarbeiten, das bei der nächsten Sitzung des Sozialausschusses am 2. Mai vorgestellt werden soll.