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urbane Logistik

“Der Klimaschutz ist wichtig…” – “Der Haushalt ist klamm…” – “Ernste Mienen bei der Verwaltungsspitze: Kämmerer Rupert Aigner, OB Alexander Putz und Hauptamtsleiter Andreas Bohmeyer” – “Fördermittel können helfen Projekte umzusetzen, die wir uns sonst nicht leisten könnten…”
Bekannte Lippenbekenntnisse, die im Rathaus immer wieder zu hören sind.

Wie geht man mit den sich ergebenden Chancen um?

Am 21.06.2019 ging ein Antrag auf “Nachhaltige urbane Logistik” beim Oberbürgermeister ein. Darin wurde ausdrücklich auf Fördermittel von Bundesministerien hingewiesen. Mittlerweile hat das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur am 26.07.2019 einen Aufruf zur Antragstellung gemäß der “Förderrichtlinie Städtische Logistik erlassen. Die erste Frist ist am 31. August 2019 verstrichen. Die zweite wird am 31. Oktober 2019 und die dritte und letzte am 31.12.2019 verstreichen.
Der Stadtratsantrag wurde bisher nicht behandelt. Nicht vor der Sommerpause in den beiden Umweltsenaten und auch nicht im Feriensenat.
Ein Fördersatz von bis zu 80 % für eine Maßnahme zugunsten des Klimaschutzes wird voraussichtlich erstmals frühestens im Oktober – kurz vor Ablauf der 2. Tranche – im Landshuter Stadtrat behandelt werden.
Dann wird in gewohnter Weise darauf verwiesen werden, dass es nun zu spät sei um ein Konzept zu erstellen das Aussicht auf Erfolg hätte und dem Stadtrat empfohlen werden davon Kenntnis zu nehmen.

Rudolf Schnur, Herausgeber

 

 

 

 

                                                                                                               Juni 2019
An den
Stadtrat der Stadt Landshut
Rathaus
Antrag „Nachhaltige urbane Logistik”
Die Stadtverwaltung prüft die Möglichkeiten um das Verkehrsaufkommen im Bereich der Logistik / der Zustelldienste – ggf. auch in Zusammenarbeit mit dem Landkreis oder den die Stadt umgebenden Gemeinden – zu reduzieren und stellt diese dem Stadtrat zeitnah vor.
Fördermöglichkeiten für die Stadtlogistik der Zukunft sind zu eruieren (z.B.von Bundesministerien).
Begründung:
Insbesondere der Onlinehandel wächst rasant. Die Anzahl der Paketzustellungen steigt daher stetig auf geschätzte 4 Milliarden Pakete im kommenden Jahr in Deutschland. Dadurch steigt das Verkehrsaufkommen an unterschiedlichen Zustelldiensten und auch die daraus resultierenden Umweltbelastungen nehmen enorm zu.
Es ist geboten, dass sich die Logistiker in Form einer Logistik-Kooperative auf der sogenannten „Letzten Meile“ zusammenschliessen und mit umweltschonenden Kfz oder dem Lastenrad von sogenannten „Mikro-Depots” aus gemeinsam ausliefern.
Rudolf Schnur, Stadtrat
Lastenräder ersetzen zwei Drittel der städtischen Pkw
Weitere Informationen zu dem Thema sind unter anderem aus der Logistik-Studie „Bürger wollen Liefer-Kooperativen“ des Marktforschungsinstitutes Kantar zu entnehmen.