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Unwetter

Eine kurze aber heftige Unwetterzelle hat sieben von acht Löschzügen der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Landshut einen arbeitsreichen Samstagnachmittag beschert. Ab etwa 15:00 wurden die Einsatzkräfte bis 19:30 zu gut 20 Einsatzstellen im gesamten Stadtgebiet gerufen, lediglich der Bereich Münchnerau blieb davon ausgenommen. Überwiegend handelte es sich dabei um umgestürzte Bäume oder herabhängende Baumteile, an drei Einsatzstellen mussten Wasserschäden beseitigt werden, am Eisstadion stürzte ein langer Bauzaun um und musste durch die Einsatzkräfte wieder aufgestellt werden. 

Bei den Sturmschäden reichten in den meisten Fällen einige Schnitte mit der Kettensäge, um die Gefahr bzw. die Behinderung zu beseitigen. Bei einer massiven umgestürzten Buche in der Sandstraße, einer Kiefer in der Arnimstraße und mehreren umgestürzten Bäumen in der Schönbrunner Straße waren aber ein größerer Personal- und Geräteeinsatz erforderlich. In der Sandstraße stürzte eine große Buche auf eine Garagenzeile und musste von den Einsatzkräften in mühevoller Kleinarbeit zurückgeschnitten und beseitigt werden. Die Bäume in der Schönbrunner Straße konnten bis auf einen von der Feuerwehr beseitigt werden. Da eine Beseitigung des letzten Baumes wegen der auf dem Baum liegenden Spannung nur in einer äußerst gefährlichen Aktion möglich gewesen wäre, entschied man sich für eine Sperrung der Straße und die Entfernung des Baumes einer Spezialfirma zu übergeben. In der Arnimstraße stürzte ein Teil einer großen Kiefer auf ein Wohngebäude und blieb dort auf der Dachattika hängen. Durch die Feuerwehr wurde der Baum mittels Drehleiter soweit ausgeastet und anschließend mit einem Kran auf eine Wiese gehoben. 
 
Durch den kurzen heftigen Starkregen erwischte es unter anderem eine Bäckerei am Kaserneneck sowie ein Einrichtungshaus im Landshuter Industriegebiet. Die Wasserschäden konnten mit Wassersaugern beseitigt werden. 
 
Zur Koordinierung der Einsatzstellen im Landshuter Stadtgebiet sowie auch im Landkreis Landshut, wo ebenfalls zahlreiche Feuerwehren im Einsatz waren, wurde kurz nach 15:00 auch die Kreiseinsatzzentrale in der Landshuter Hauptfeuerwache durch die ehrenamtlichen Einsatzkräfte besetzt und blieb bis etwa 18:00 in Betrieb. Soweit der Landshuter Feuerwehr bekannt ist, kamen bei dem Unwetter keine Personen zu Schaden. Die entstandenen Sachschäden können von der Feuerwehr nicht beziffert werden. Im Einsatz waren die Löschzüge Stadt, Achdorf, Rennweg, Hofberg, Siedlung, Schönbrunn und Frauenberg mit rund 100 Einsatzkräften.
Fotos: Feuerwehr Landshut

Pressebericht vom Donnerstag, 8. August 2019

Warnung vor Spam/-Phishing Mails

VILSBIBURG, LKRS.LANDSHUT. Derzeit eine neue Welle von Spam-Mails feststellbar.

Am Mittwoch, 07.08.2019, erschien eine betroffene Bürgerin bei der Polizeiinspektion Vilsbiburg und zeigte eine Spam-E-Mail vor. In dieser wird damit gedroht, dass ein vermeintlicher Hacker Videoaufzeichnungen über die Laptopkamera erstellt hätte, während der Benutzer auf anzüglichen Internetseiten surfte. Der Täter droht damit diese zu veröffentlichen, wenn nicht eine Zahlung von 400,- Euro auf ein Bitcoin-Konto getätigt wird.

Die Polizei weist daraufhin, dass auf keinen Fall Geld an Unbekannte überwiesen werden sollte. Dies gilt insbesondere für sogenannte Kryptowährungen wie „Bitcoin“, sowie Überweisungen ins Ausland. Derartige E-Mails sollen den Empfänger unter Druck setzen und zur Zahlung verleiten. Es wird empfohlen, diese ungelesen sofort zu löschen bzw. zu ignorieren. Keinesfalls sollte auch darauf geantwortet werden. Wenn dennoch Bedenken bestehen, Opfer eines Hackerangriffs geworden zu sein, steht selbstverständlich jede Polizeidienststelle für eine Prüfung zur Verfügung.

Baum fällt auf Lkw

VELDEN, LKRS.LANDSHUT. Umstürzender Baum stürzt auf vorbeifahrenden Lkw.

Am Mitwoch, 07.08.2019, gegen 15.15 Uhr, kam es bei Brandstätt, auf der  Staatsstraße 2087, zu einem Unwetterschaden. Durch den zu diesem Zeitpunkt starken Wind wurde ein Baum zum Umstürzen gebracht.. Ein vorbeifahrender Lkw wurde dabei durch diesen am Führerhaus beschädigt. Der Fahrer blieb zum Glück unverletzt. Da der umgefallene Baum die Fahrbahn blockierte, musste dieser durch die eingesetzten Feuerwehren zerschnitten werden. Kurze Zeit später konnte diese wieder freigegeben werden.

Gegenverkehr gestreift und geflüchtet

VILSBIBURG, LKRS.LANDSHUT.  „Spiegelstreifer“ im Begegnungsverkehr. Der Verursacher flüchtet.

Am Mittwoch, 07.08.2019, gegen 15.40 Uhr, kam es bei Bründl zu einer Verkehrsunfallflucht. Der Unfallverursacher war mit seinem roten Lkw in Richtung Vilsbiburg unterwegs. Sein Unfallgegner kam ihm in entgegengesetzter Richtung entgegen. Auf Höhe des Parkplatzes „Am Bründl“ kam es zu einer Berührung der Außenspiegel, wodurch der Außenspiegel eines Unfallbeteiligten nach hinten geschleudert wurde und die Motorhaube eines nachfolgenden Pkw beschädigte. Der Unfallverursacher entfernte sich vom Unfallort, ohne seinen gesetzlichen Pflicht zur Personalienfeststellung nachzukommen. Durch den Zusammenstoß entstand ein Sachschaden im vierstelligen Eurobereich. Die Polizeiinspektion Vilsbiburg bittet unter der Tel. 08741/96270 um Hinweise möglicher Zeugen.

Evakuierungen im Bereich Wolfsbacher Weg wegen drohenden Dammbruchs

Ein Unwetter mit extremen Starkregen und ein nachfolgendes lange stehendes Starkregengebiet haben am Dienstagabend im Landshuter Osten sowie in Teilen des Landkreises für teils schwere Überschwemmungen gesorgt. In Landshut war davon vor allem der Bereich rund um Schönbrunn/Schweinbach betroffen. In diesem Bereich waren in der Spitze bis zu 200 Kräfte von Feuerwehr, THW, Polizei und Rettungsdiensten von 18:30 bis 5:00 morgens im Einsatz.
Durch den heftigen Starkregen – ein Kamerad der Landshuter Feuerwehr hat aus seinem privaten Regenmesser bereits nach einer halben Stunde 50 Liter Wasser entleert – liefen gegen 19:00 mit der ersten Unwetterzelle sowohl die Regenrückhaltebecken in Attenkofen als auch die Becken oberhalb Schweinbach voll. Nach Kenntnis der Feuerwehr wurden in diesen Becken 105.000 Kubikmeter Wasser zurückgehalten. Trotzdem kam es bereits zu diesem Zeitpunkt im Bereich der Staatsstraße 2045 nach Adlkofen/Jenkofen, im Bereich der Wildbachstraße und auch im Kreuzungsbereich Niedermayerstraße/Wildbachstraße zu Überflutungen der Fahrbahn und einiger Garagen und Grundstücke. Hier wurden von Anwohnern und Feuerwehrkräften Sandsäcke zum Schutz der Grundstücke aufgebaut. Da mit den Wassermassen auch einiges an Geröll, Schlamm und Holzteilen auf die Fahrbahn geschwemmt wurde, rückte das THW zusätzlich mit schwerem Räumgerät an. So musste auch die Anfahrt des Löschzugs Frauenberg über die Frauenberger Straße nach Schönbrunn erst von Unrat befreit werden. Die Straße wurde zwischen der Sparkassenarena und der Gretlmühle komplett gesperrt. Durch den kurzzeitig nachlassenden Regen entspannte sich gegen 21:00 die Situation schließlich ein wenig.
Rund eine Stunde später setzte dann aber über Landshut und dem Landshuter Osten erneut heftiger Starkregen ein. Durch die bereits gefüllten Regenrückhaltebecken lief das hier niedergehende Wasser sofort über den Schweinbach ab, was schließlich gegen 23:00 zu steigenden Pegeln und damit zu einer Zuspitzung der Lage am Schweinbachdamm auf der Seite des Wolfsbacher Weges führte. Die dortige Wohnbebauung liegt an den tiefsten Stellen rund drei bis vier Meter unterhalb der Dammkrone des Schweinbachs. Da hier ein Überschwappen des Wassers und damit eine akute Gefährdung des Dammes nicht mehr ausgeschlossen werden konnte, wurde hier mit mehreren tausend Sandsäcken der Damm erhöht. Zusätzlich wurden mit weiteren Sandsäcken einige Anwesen gesichert. Durch das schnell steigende Wasser und bereits einige leicht überströmte Stellen konnte gegen 23:30 auch ein Dammbruch nicht mehr ausgeschlossen werden. Daher entschlossen sich die Einsatzkräfte aus Sicherheitsgründen dazu, den Bereich des Wolfsbacher Weges zu evakuieren und bis auf einen Löschzug, alle verfügbaren Kräfte der Landshuter Feuerwehr nach Schönbrunn zu beordern. Die von Polizeibeamten und Feuerwehrkräften durchgeführte Evakuierung von über 50 Personen verlief völlig reibungslos. Für sie wurde von Kräften der Rettungsdienste in der nahen Sparkassenarena eine Notunterkunft mit Betten, Verpflegung und Betreuung eingerichtet. Durch die massive Dammsicherung gelang es den Einsatzkräften schließlich, den Damm zu sichern und eine großflächige Überflutung des Wolfsbacher Weges zu verhindern. Bis auf kleinere Probleme in Kellern und Garagen kann man hier am Ende dann doch von Glück im Unglück sprechen. In der Nacht rückte dann zusätzlich zur Entlastung der Landshuter Kräfte noch das THW Mühldorf an, die sich aber glücklicherweise auf kleinere Sicherungsmaßnahmen sowie Aufräumarbeiten beschränken konnten. Die Evakuierung konnte schließlich gegen 4:00 morgens aufgehoben werden.
Bei diesem Einsatz konnte auch erstmals der neue Teleskoplader der Landshuter Feuerwehr seinen hohen Einsatzwert unter Beweis stellen. Das Fahrzeug unterstützte im Bereich Schönbrunn die Verladetätigkeiten der Sandsäcke, so dass den dort arbeitenden Kräften einige Meter Trageweg erspart werden konnten. Bewährt hat sich ebenfalls das massive Aufstocken des Sandsackbestandes im Bereich der ehemaligen Panzerhallen. Diese wurden im Bereich Schönbrunn eingesetzt, weitere Paletten wurden zur Unterstützung nach Geisenhausen geschickt. Ein kurzzeitig möglicher Engpass wurde durch Sandsacklieferungen aus dem Gemeindebereich Essenbach kompensiert.
Insgesamt waren an diesem Abend im Bereich Schönbrunn/Schweinbach rund 200 Kräfte von Feuerwehr, THW, Rettungsdiensten und Polizei im Einsatz. Der Einsatz wurde dabei von den Führungskräften um Stadtbrandrat Gerhard Nemela sowie der Einsatzleiter von THW, Polizei und BRK aus der Kreiseinsatzzentrale koordiniert und geleitet. Vor Ort fungierten Landshuter Zugführer mit Unterstützung des Führungsfahrzeuges sowie der Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung als Abschnittsleiter. Seitens der Landshuter Feuerwehr standen in dieser Nacht die Löschzüge Stadt, Achdorf, Rennweg, Hofberg, Münchnerau, Schönbrunn und Frauenberg im Einsatz. Für die Notwendigkeit einer etwaigen weiteren Sandsackfüllung wurde dazu der Löschzug Siedlung in Bereitschaft gehalten. Den Brandschutz in der Stadt stellten in dieser Zeit Bereitschaften in der Hauptwache und in der Wache Rennweg sicher. Die Zusammenarbeit mit allen weiteren Hilfsorganisationen funktionierte dabei gewohnt reibungslos.
Gegen 5:00 morgens endete der Einsatz schließlich für die meisten Kräfte der Landshuter Feuerwehr. Für einige Kräfte ging es jedoch bis zum Mittwochmorgen mit Kleinren Aufräumarbeiten, Kellerpumpen und Erkundungen in vorher nicht zugänglichen Bereichen weiter.
Zusätzlich zum Einsatzgeschehen in Landshut wurden von der Kreiseinsatzzentrale im Landkreis Landshut im Zeitraum von 18:00 bis 4:45 morgens – vorwiegend in den Bereichen Adlkofen, Hohenegglkofen, Geisenhausen sowie Pfeffenhausen – nahezu 200 Einsätze von 51 alarmierten Feuerwehren koordiniert. Die reale Zahl dürfte gerade wegen der Großschadenslage rund um Geisenhausen, bei der noch nicht alle Einsätze einzeln erfasst werden konnten, noch deutlich höher liegen. Hierzu wurde das Personal der Kreiseinsatzzentrale von Kreisbrandinspektor Andres Pichl unterstützt.

Vorsichtsmaßnahme wegen Unwetterwarnung und hohem Isarpegel

Am Sonntagnachmittag stellen die Stadtwerke Landshut präventiv eine Hochleistungspumpe an der Troppauer Straße auf. Weil der Deutsche Wetterdienst vor Unwetter mit örtlich heftigem Starkregen in der Stadt und im Landkreis Landshut warnt, treffen die Stadtwerke diese Vorkehrungsmaßnahme. Die Vorabinformation des Deutschen Wetterdienstes kündigt bis zu 40 Liter pro Quadratmeter in einer Stunde an.

Der Wasserstand der großen Isar ist auf Höhe der Konrad-Adenauer-Brücke in den vergangenen zwei Tagen nur minimal zurückgegangen. Bei der Brücke befindet sich der Auslauf eines Ableitungskanals von der Breslauer Straße. Von diesem aus wird bei Starkregenereignissen mechanisch gereinigtes Wasser in die Isar abgeleitet, um den Stauraumkanal zu entlasten.

Die Isar drückt bei Hochwasser allerdings gegen die Auslaufklappe, sodass der freie Abfluss des mechanisch gereinigten Wassers stark eingeschränkt ist. „Der Aufbau der Pumpe ist eine reine Vorsichtsmaßnahme“, sagt Werkleiter Armin Bardelle. „Wir wollen auf Nummer sicher gehen.“

Sofern die Gewitter an Landshut vorbeiziehen, wird die Pumpe bestenfalls ohne Einsatz wieder abgebaut. Sollte ein jedoch ein Starkregenereignis eintreten, saugt die Pumpe einen Teil des zu vielen Wassers aus dem Ableitungskanal in 3,50 Meter Tiefe an und pumpt es über vier Druckleitungen direkt neben dem Auslaufbauwerk in die Isar – 300 Liter pro Sekunde schafft die Pumpe zusätzlich zur regulären Entlastung des Kanals.