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Trinkwasser

Leitungswasser wird in Deutschland größtenteils aus Grundwasser gewonnen. Obwohl wir vor hohen Nitratkonzentrationen im Grundwasser warnen, gilt dies nicht für das Trinkwasser. Die Wasserversorger bereiten das Wasser entspre- chend den gesetzlichen Anforderungen auf. Das ist technisch möglich, macht sich aber auch im Preis bemerkbar.

Leitungswasser wird stärker kontrolliert als Mineralwasser.

Die Wasserversorger müssen ihr Leitungswasser regelmäßig auf 46 chemische Stoffe untersuchen lassen. Dagegen fehlen bei Mineralwasserherstellern viele Grenzwerte. Die derzeit gültige Mineralwasser – und Tafelwasserverordnung, die es bereits seit 1984 gibt, sieht nur für 16 Stoffe Untersuchungen vor. Im Gegensatz zum Leitungswasser gibt es z.B. keine vorgeschriebenen Untersuchungen auf Uran, Fungizide, Herbizide und organische Chlorverbindungen. Das Lei- tungswasser wird dementsprechend viel besser kontrolliert als das Mineralwasser.

Leitungswasser kommt per Rohrleitung direkt bis in die Küche. Flaschenwasser, das im Supermarkt steht, wird dagegen häufig über lange Strecken mit LKWs transportiert. Es wird unnötig viel Diesel verbraucht und die Umwelt belastet.

Außerdem kostet Mineralwasser unnötig viel Geld. Pro Jahr kom men, je nachdem welches Mineralwasser Sie trinken, ein paar hundert Euro pro Person zusammen.

Häufig werden wegen des Gewichtes und der Stabilität Plas- tikflaschen gekauft. Mineralwasser schmeckt dadurch oft nach Acetaldehyd, das bei der Herstellung von Kunststoff entsteht und von den Flaschen ins Wasser übergehen kann.

Zudem entsteht viel Müll, der vermeidbar ist. Mehrwegflaschen produzieren zwar nicht ganz so viel Müll, müssen aber auch hergestellt und gereinigt werden.

Falls Sie mehr über die Qualität Ihres Leitungswassers wissen wollen, schauen Sie auf der Homepage ihres Wasseranbieters nach oder rufen Sie dort an. Besonders wenn Sie Säuglings- nahrung damit zubereiten wollen, ist es wichtig, dass die Nitratkonzentration niedrig liegt.

Wir raten Ihnen, immer frisches, kaltes Wasser zum Trinken zu nutzen. Lassen Sie das Standwasser abfließen. Sie können es stattdessen zum Bewässern von Topfpflanzen nutzen.

Um Keimen vorzubeugen, sollten Sie die Fla- schen, in denen Sie das Leitungswasser aufbewahren, regelmäßig reinigen. Außerdem raten wir Ihnen, den Perlator in Ihrer Küche regelmäßig abzuschrauben und zu entkalken. Der Perlator ist der Luftsprudler, welcher sich am Ausgang des Wasserhahns befindet. Dort können sich ebenfalls Bakterien ansammeln.

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Quelle:    VSR-Gewässerschutz e.V

                 Egmondstr.5,  47608 Geldern
www. VSR-Gewässerschutz.de

 

 

Medizin aus dem Wasserhahn!

16.9.2014  –  zm 104, Nr.18A – 2086-2090

 

Was oben reingeht, kommt in Teilen unten wieder raus. Medikamente beispielsweiseSie lassen sich im Urin der Patienten – wenn auch nur in kleinsten Spuren – nachweisen und gelangen ins Abwasser. Hinzu kommt die millionenfache Entsorgung von Altmedikamenten über die Toilettenspülung. Die daraus resultierende Belastung für die Umwelt ist alles andere als harmlos. Und auch die Qualität des Trinkwassers gerät zunehmend in Gefahr. 

 

Studien belegen, dass in Deutschland mehr als 150 verschiedene Arzneiwirkstoffe in nahezu allen Gewässern – bis hin zum Grund- und Trinkwasser – nachweisbar sind. Ob Schmerzmittel, Antibiotika, blutdrucksenkende Mittel oder Psychopharmaka – es gehört zu den unerwünschten Nebeneffekten beim Gebrauch von Medikamenten, dass die Wirkstoffe nicht vollständig vom Körper abgebaut und über den Urin direkt oder als Abbauprodukt wieder ausgeschieden werden. Auch wenn Medikamente auf die Haut aufgebracht werden, gelangen die Arzneistoffe beim Duschen oder Baden zum Teil in die Kanalisation. Über das Abwasser fließen die Rückstände in die Kläranlagen, wo die Vielzahl an chemischen Verbindungen nicht vollständig entfernt werden kann. Mit dem Ablauf aus den Kläranlagen in die Flüsse und Seen finden die chemischen Verbindungen so ihren Weg in die Umwelt und den Wasserkreislauf. Dort können sie Pflanzen, Tiere und Menschen schädigen. Zusätzlich zu den Rückständen der Human-Medikamente gelangen auch Tierarzneimittel in die Umwelt. Hauptquelle hierfür sind Gülle und Mist von behandelten Tieren, die als Dünger auf landwirtschaftliche Flächen aufgebracht werden. Durch die ständige Wiederholung der Düngung kommt es zu einer Anreicherung von Medikamentenrückständen im Boden. Über Abschwemmung durch Starkregen und durch Versickerung gelangen die Arzneimittel in Oberflächengewässer und schließlich auch ins Grundwasser. Hinzu kommen die direkten Ausscheidungen von weidenden Nutztieren, die vorher mit Arzneimitteln behandelt wurden.

Besonders problematisch in der Tierhaltung ist die Verabreichung von Antibiotika (siehe dazu die Titelgeschichte in zm 16/2014). Nach Angaben des Umweltbundesamtes (UBA) wurden allein im Jahr 2012 rund 1600 Tonnen Antibiotika an Tierärzte abgegeben. Der Verbrauch von Humanantibiotika lag im gleichen Jahr bei etwa 630 Tonnen. Von bestimmten Antibiotika wie den Sulfonamiden und den Tetrazyklinen ist bekannt, dass sie sich im Boden anreichern können. Forscher haben laut UBA nachgewiesen, dass sie dort auch von Nutzpflanzen aufgenommen und so in die Nahrungskette gelangen können. Das UBA prüft derzeit in einem Forschungsprojekt, ob bei hohen Konzentrationen an Antibiotika-Rückständen, wie sie in Gülle und Klärschlamm auftreten können, Antibiotika-Resistenzen in Mikroorganismen zusätzlich gefördert werden.

Negative Wirkung auf die Umwelt

Über die langfristige Wirkung der Arzneimittelrückstände auf die Ökosysteme liegen bisher wenige Informationen vorLaborexperimente und Freilandversuche zeigen aber negative Effekte wie ein reduziertes Wachstum, Verhaltensänderungen oder eine verminderte Vermehrungsfähigkeit bei Lebewesen in der Umwelt. Hormonreste der “Pille” haben laut der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg zur Verweiblichung männlicher Fische beigetragen. Auch sind Nierenschäden bei Fischen durch das schmerzstillende Mittel Diclofenac beobachtet worden. Und erst kürzlich ist eine Studie erschienen, die Verhaltensänderungen bei Flussbarschen auf Psychopharmaka-Rückstände im Abwasser zurückführt. Als besonders umweltrelevant – weil schon in geringen Konzentrationen toxisch für die Umwelt und oft auch sehr langlebig – haben sich Hormone, Antiparasitika und bestimmte Schmerzmittel herausgestellt. Welches Ausmaß die Umweltbelastung mit Arzneimitteln erreicht, zeigt das aktuelle Forschungsprojekt “pharmaceuticals in the environment” im Auftrag des UBA: Spuren von mehr als 630 verschiedenen Arzneimittelwirkstoffen sowie deren Abbauprodukte lassen sich weltweit nachweisen. Sie sind in Gewässern, Böden, Klärschlamm und Lebewesen zu finden. Insbesondere Röntgenkontrastmittel und das Schmerzmittel Diclofenac lassen sich sehr häufig und auch in höheren Konzentrationen nachweisen.  Diclofenac wurde bisher in Gewässern von insgesamt 50 verschiedenen Ländern gemessen. “Das Umweltbundesamt kann jetzt sicher belegen, dass Arzneimittelrückstände in der Umwelt weltweit ein relevantes Problem darstellen. Lösen können wir es nur global, indem wir die internationale Chemikaliensicherheit stärken”, erklärte im April dieses Jahres Thomas Holzmann, damaliger Präsident des UBA, das als Umweltbehörde direkt dem Bundesumweltministerium untersteht.

 

Hohe Konzentration von Diclofenac

 

Dem UBA zufolge liegen die meisten Daten bisher zum Schmerzmittel und Entzündungshemmer Diclofenac vor. In 35 Ländern überstiegen Messwerte die Gewässerkonzentration von 0,1 Mikrogramm pro Liter – ein Wert, der nahe der im Laborversuch ermittelten Konzentration liegt, bei der erste Schädigungen an Fischen beobachtet wurden. Dieser Wert war auch in der Diskussion als europäische “Umweltqualitätsnorm für Oberflächengewässer”. Die EU-Mitgliedstaaten haben sich nunmehr darauf geeinigt, die Konzentration dieses Stoffes in europäischen Gewässern regelmäßig zu messen und mögliche Gegenmaßnahmen bei Überschreitung zu entwickeln. Neben dem Blockbuster” Diclofenac zählen zu den weltweit meist verbreiteten Wirkstoffen auch das Antiepileptikum Carbamazepin, das nichtsteroidale Antirheumatikum Ibuprofen, das auch bei Schmerzen und gegen Entzündungen ebenso wie Diclofenac zum Einsatz kommt, das Pillen-Hormon Ethinylestradiol sowie das Antibiotikum Sulfamethoxazol.

Trotz der alarmierenden Rückstandswerte im Wasser sieht das UBA “nach heutigem Wissensstand kein Risiko für die menschliche Gesundheit”, da die für den Menschen relevanten Grenzwerte nach wie vor deutlich unterschritten würden. Der Umweltverband Deutsche Umwelthilfe (DUH) sieht das ein wenig kritischer. Meist würden in Studien nur die Auswirkungen einzelner, ausgewählter Wirkstoffe betrachtet, heißt es in einem Hintergrundpapier der DUH. Bei der Vielzahl von nachgewiesenen Stoffen in den Gewässern seien aber durchaus additive uns synergistische Wirkungen denkbar. So wurde laut DUH bereits in Untersuchungen mit verschiedenen Wirkstoffgemischen festgestellt, dass diese zu umweltschädlichen Wirkungen führen können, obwohl dies aus dem Verhalten der Einzelwirkstoffe nicht vorhersehbar gewesen sei. Dementsprechend hoch sei der Handlungsbedarf, so die DUH.

 

Entsorgung über die Toilettenspülung

Was die Ausscheidung eingenommener Medikamente angeht, lässt sich diese von Verbraucherseite nur in sehr engen Grenzen reduzieren. Bei der Entsorgung von Altmedikamenten sieht das aber ganz anders aus. “Viele Verbraucher wissen gar nicht, dass die Art ihrer Entsorgung ein ernsthaftes Umweltproblem darstellt, erklärt Dr.Konrad Götz vom Institut für sozial-ökologische Forschung in Frankfurt am Main (lSOE). Eine repräsentative Befragung des ISOE zeigt: Immerhin jeder fünfte Deutsche entsorgt gelegentlich Tabletten über den Ausguss oder die Toilette. Bei flüssigen Arzneimitteln sind es sogar fast 50 Prozent (siehe Grafik). Experten der Umweltverbände schätzen, dass allein auf diesem Weg jedes Jahr Hunderte Tonnen Arzneimittelwirkstoffe in Böden und Gewässer gelangen.

Laut einer Medienanalyse des ISOE werde der richtige Umgang mit Spurenstoffen zwar häufig thematisiert, beim Verbraucher komme das aber seit Jahren nicht richtig an. “Nur 15 Prozent der Verbraucherinnen entsorgen ihre Medikamente immer richtig, das heißt – entsprechend der von der Bundesregierung empfohlenen Praxis – über den Restmüll”, sagt Götz. Hier gehören die Pillen und Säfte hin, da der Müll heute in der Regel verbrannt wird, bevor die Überreste deponiert werden. Durch die Verbrennung ist die vollständige Zerstörung der Wirkstoffe gewährleistet.

 

Dass dies nur wenige Bundesbürger wissen, führt Götz auf die Tatsache zurück, dass es keine bundeseinheitliche Kommunikation zu diesem Thema gibt. “Jede Kommune regelt das anders. Das führt zur Verunsicherung bei den Bürgern und ist verbraucherunfreundlich. Um mögliche Gefahren für die Umwelt zu verhindern, muss zumindest eine bundesweit einheitliche Informationskampagne zur Entsorgung durchgeführt werden“, meint ISOE-Forscher Götz. Die verbraucherfreundlichste Regelung wäre seiner Meinung nach allerdings die Rückkehr zur alten Regelung, dass Medikamente in der Apotheke abgegeben werden können. Auch Ärzte können nach Meinung des Forschers zur Lösung des Problems etwas tun, indem sie sich über die Problematik von Medikamentenresten im Wasser und über umweltfreundliche Medikamentenalternativen informieren. Vonseiten der Patienten sei die Bereitschaft da: Fast 90 Prozent der Befragten wünschen sich von ihrem Arzt – bei gleicher Wirksamkeit – umweltfreundliche Alternativangebote.

Wirklich praxistauglich für den ärztlichen Arbeitsalltag ist dieser Tipp allerdings nicht, da es bislang keine zentrale Informationsquelle über die Umwelteigenschaften von Medikamenten gibt. Deshalb fordert das ISOE die Einführung eines Klassifikationsschemas für die Umweltverträglichkeit und Trinkwasserrelevanz der Wirkstoffe, wie es das beispielsweise in Schweden bereits gibt. Die Ergebnisse könnten dann leicht in die bestehende Verschreibungssoftware oder die Rote Liste integriert werden. Zurzeit scheint die Politik aber keinerlei Regelungsbedarf zu sehen. Erst im vergangenen Jahr hat der Umweltausschuss des Bundestages einen Antrag der Opposition zur Rücknahme von Altarzneimitteln zurückgewiesen. Der Versuch, ein bundeseinheitliches, von der Pharmaindustrie finanziertes Rücknahmesystem für Altarzneimittel über  Apotheken wieder einzuführen, ist damit wohl gescheitert. Den Vorstellungen der Linken zufolge sollten die öffentlichen Apotheken ab 2015 verpflichtet sein, haushaltsübliche Arzneimittelmengen zurückzunehmen.

Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) äußerte sich zu diesem Vorschlag einer verpflichtenden Arzneimittelrücknahme in den Apotheken nicht. Sie wies lediglich darauf hin, dass weiterhin viele Apotheken anbieten, Alt-Medikamente grundwasserneutral zu entsorgen. Dies allerdings auf freiwilliger Basis. Der Kunde muss also selbst herausfinden, welche Apotheke das sein könnte. Immerhin sieht die ABDA Apotheker in der Pflicht, ihre Kunden über die Problematik besser zu informieren. “Wir müssen Aufklärungsarbeit leisten und unsere Patienten darüber informieren, dass Medikamente über den Hausmüll entsorgt werden dürfen”, so Mathias Arnold, Vizepräsident der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände.

 

EU-Richtlinie nicht umgesetzt

 

Zwar verpflichtet eine EU-Richtlinie die Mitgliedstaaten bereits seit 2004 zur Einrichtung von geeigneten Sammelsystemen für abgelaufene oder ungenutzte Medikamente. Doch Deutschland hat die Richtlinie bis heute nicht umgesetzt. Nach Überzeugung der Deutschen Umwelthilfe (DUH) wäre die Einführung eines eigenen Sammel- und Rücknahmesystems für Arzneimittel jedoch dringend nötig, solange Altmedikamente in großen Mengen durch Waschbecken oder Toilette entsorgt werden.

 

Altmedikamente belasten Grund- und Trinkwasser, schädigen die Natur und landen über die Nahrungskette schließlich auch beim Menschen. Die geltende Rechtslage, die auch die Entsorgung über den Hausmüll erlaubt, verstößt nicht nur gegen EU-Recht, sondern auch gegen den gesunden Menschenverstand. Deutschland braucht dringend ein einheitliches Sammelsystem für Altmedikamente”, betont DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch. Zur Abhilfe müsse zügig eine getrennte Erfassung und Beseitigung alter Arzneimittel aufgebaut werden. Im Zentrum des Sammelsystems sieht auch die DUH die Apotheken. Die Verbraucher müssten auf bundesweit einheitliche Rückgabemöglichkeiten in Apotheken zurückgreifen können. Klare Informationen darüber sollten sie dementsprechend bereits beim Kauf am Ausgabeort derMedikamente erhalten. Die Kosten für das Sammel- und Entsorgungssystem sollen, so wünscht es sich die DUH, von den Arzneimittelherstellern übernommen werden.

 

Grafik zur Entsorgung:

Von: Otmar Müller – Gesundheitspolitischer Fachjournalist

Redaktionsbüro Köln  –  mail@otmar-mueller.de

 

Breites Leistungsportfolio und modernes Dienstleistungsunternehmen

Leiter der Stadtwerke Armin Bardelle und Verwaltungsbeirat Stadtwerke Thomas Haslinger

laden zum Informationstag

Am vergangenen Samstag gab es eine Informationsrundfahrt der besonderen Art. Auf Einladung des

neuen Verwaltungsbeirates Stadtwerke, Stadtrat Thomas Haslinger von der Jungen Liste (JL), und

der Werkleitung konnten sich Neustadträte und andere Interessierte einen umfassenden Überblick

über das breite Aufgabenspektrum der Stadtwerke Landshut machen.

Der Leiter der Stadtwerke Armin Bardelle und sein Stellvertreter Jürgen Baron begleiteten mit ihren

Erläuterungen die fünfstündige Rundfahrt zu verschiedenen Liegenschaften im Stadtgebiet.

Armin Bardelle ließ es sich nicht nehmen und fuhr den Tour-Bus persönlich.

„Als neuer Verwaltungsbeirat Stadtwerke ist es mir ein Anliegen, mich umfassend in das Thema

Stadtwerke einzuarbeiten. Herrn Bardelle und Herrn Baron möchte ich herzlich danken, da sie mich

dabei sehr unterstützen. Bereits Anfang Mai hatten wir ein erstes Hintergrundgespräch. In einem

zweiten Schritt wollte ich die wichtigsten Liegenschaften kennen lernen – daraus ist die Idee

entstanden, gleich auch noch anderen Stadträten und interessierten die Möglichkeit zu geben, sich

zu informieren“, äußerte Thomas Haslinger.

Mehrere Stadträte folgten der Einladung. Neben den Neustadträten Maximilian Fendl (CSU), Stefan

Gruber und Professor. Dr. Frank Palme (beide B90/GRÜNE) waren auch Willi Hess und der

ehemalige Verwaltungsbeirat Stadtwerke Rudolf Schnur (beide CSU) mit dabei.

Angefahren wurden unter anderem das Klärwerk, das Biomasseheizkraftwerk, der

Trinkwasserspeicher, der Verkehrslandeplatz Ellermühle und das Umspannwerk.

Die Teilnehmer zeigten sich beeindruckt vom Leistungsportfolio der Landshuter Stadtwerke und

dem modernen Dienstleistungcharakter des Unternehmens.

Verwaltungsbeirat Thomas Haslinger: „Ich will mich dafür einsetzen, dass der gute Ruf der

Stadtwerke in der Bevölkerung noch weiter verbessert wird und die Stadtwerke nachhaltig für die

Bürgerschaft arbeiten können. Mit Herrn Bardelle und Herrn Baron liegt die Werkleitung meines

Erachtens dafür genau in den richtigen Händen.

Thomas Haslinger

Stadtrat

Verwaltungsbeirat für die Stadtwerke Landshut

Medikamenten-Entsorgung: Verbraucherwissen mangelhaft

Dr. Nicola Schuldt-Baumgart Wissenskommunikation und Öffentlichkeitsarbeit
ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung

Arzneimittelrückstände im Wasser sind ein weltweites Umweltproblem. Auch in Deutschland werden mehr als 150 verschiedene Wirkstoffe in nahezu allen Gewässern nachgewiesen, bis hin zum Grund- und Trinkwasser. Die Spurenstoffe aus Schmerzmitteln, Antibiotika, blutdrucksenkenden Mitteln oder Psychopharmaka stammen meist aus häuslichen Abwässern – doch viele Verbraucher wissen gar nicht, dass sie die Verursacher sind. Eine repräsentative Befragung des ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung hat große Wissenslücken im Umgang mit Arzneimitteln ausgemacht.

Es ist ein unerwünschter Nebeneffekt beim Gebrauch von Medikamenten: Der Wirkstoff wird nicht vollständig vom Körper abgebaut und über den Urin direkt oder als Abbauprodukt wieder ausgeschieden. Über das Abwasser fließen die Arzneimittelwirkstoffe in die Kläranlagen, wo die Vielzahl an chemischen Verbindungen nicht vollständig entfernt werden kann. Mit dem Ablauf aus den Kläranlagen in die Flüsse und Seen finden die Rückstände so wieder zurück in die Umwelt und den Wasserkreislauf. „Knapp der Hälfte der 2000 vom ISOE befragten Deutschen ist überhaupt nicht bekannt, dass allein schon durch die Einnahme von Medikamenten Spurenstoffe in den Wasserkreislauf gelangen“, sagt ISOE-Forscher Konrad Götz. „Erstaunt haben uns bei der Befragung aber vor allem die großen Wissenslücken bei der richtigen Entsorgung von flüssigen Medikamentenresten.“

Wissenslücke Arzneimittelrückstände – Risiken für die Umwelt

47 Prozent der Deutschen entsorgen flüssige Medikamentenreste falsch, nämlich über die Spüle oder die Toilette. „Damit hat sich die Wissenslücke bestätigt, die wir bei einer ähnlichen Befragung 2007 festgestellt haben“, sagt Konrad Götz. Laut einer Medienanalyse des ISOE werde der richtige Umgang mit Spurenstoffen zwar häufig thematisiert, beim Verbraucher komme das aber seit Jahren nicht richtig an. „Nur 15 Prozent der VerbraucherInnen entsorgen ihre Medikamente richtig, das heißt – entsprechend der von der Bundesregierung empfohlenen Praxis – über den Restmüll“, sagt Konrad Götz. Der Restmüll wird heute nicht mehr auf Deponien gelagert, sondern verbrannt. Dadurch ist die vollständige Zerstörung der Wirkstoffe gewährleistet. „Die Entsorgung über den Hausmüll ist deshalb derzeit zwar der umweltfreundlichste Weg – weil viele Verbraucher das nicht wissen, ist es aber genaugenommen nur der zweitbeste“, folgert Götz. „Am verbraucherfreundlichsten wäre es, zur alten Praxis zurückzukehren.“ Bis 2009 konnten Medikamente in den Apotheken zurückgegeben werden, wo sie professionell entsorgt wurden.

Patienten wünschen sich umweltfreundliche Alternativen

Denn wenn die Wirkstoffe in den Wasserkreislauf gelangen, können sie Tier- und Pflanzenwelt gefährlich werden: Hormonreste der „Pille“ haben nachweislich zur Verweiblichung männlicher Fische beigetragen. Auch sind Nierenschäden bei Fischen durch das schmerzstillende Mittel Diclofenac beobachtet worden sowie Verhaltensänderungen durch Psychopharmaka. „Um mögliche Gefahren für die Umwelt zu verhindern, muss endlich eine wirksame Informationskampagne zur Entsorgung durchgeführt werden“, ist sich ISOE-Forscher Götz sicher. Wichtig sei aber auch, dass sich Ärzte über die Problematik von Medikamentenresten im Wasser und über umweltfreundliche Medikamentenalternativen informieren. Vonseiten der Patienten sei die Bereitschaft da: Fast 90 Prozent der Befragten wünschen sich von ihrem Arzt – bei gleicher Wirksamkeit – umweltfreundliche Alternativangebote.

Die Repräsentativbefragung zur Medikamenten-Entsorgung wurde im Projekt „TransRisk – Charakterisierung, Kommunikation und Minimierung von Risiken durch neue Schadstoffe und Krankheitserreger im Wasserkreislauf“ durchgeführt. TransRisk wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) innerhalb des BMBF-Schwerpunktes „Risikomanagement von neuen Schadstoffen und Krankheitserregern im Wasserkreislauf“ (RiSKWa) gefördert. Die Projektleitung liegt bei Prof. Thomas Ternes, Bundesanstalt für Gewässerkunde, Koblenz.

ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung, Frankfurt am Main

Das ISOE gehört zu den führenden unabhängigen Instituten der Nachhaltigkeitsforschung. Seit 25 Jahren entwickelt das Institut wissenschaftliche Grundlagen und zukunftsfähige Konzepte für Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft – regional, national und international. Zu den Forschungsthemen gehören Wasser, Energie, Klimaschutz, Mobilität, Urbane Räume, Biodiversität sowie Bevölkerungsentwicklung und Versorgung.

Ansprechpartner:

Dr. Konrad Götz
ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung
Tel. +49 69 707 69 19-21
goetz@isoe.de

Trinkwasser wird bleifrei
Neuer Grenzwert für Blei im Trinkwasser

Noch in diesem Jahr wird das “Aus” für Bleirohre als Trinkwasserleitungen besiegelt – genauer am 01.12.2013. Dann nämlich tritt ein neuer Grenzwert für Blei im Trinkwasser in Kraft. Pro Liter Wasser dürfen dann nicht mehr als 0,010 mg Blei enthalten sein. Da die Werte in Bleileitungen in der Regel höher sind, müssen diese gegen Rohre aus besser geeigneten Werkstoffen ausgetauscht werden. “Mit dem neuen Grenzwert werden Bleirohre als Trinkwasserleitung quasi unbrauchbar. Wird der Blei-Grenzwert in einer Leitung überschritten, kann das Gesundheitsamt den Wasserversorger oder den Vermieter verpflichten, die Ursache der Überschreitung zu beseitigen. Faktisch wird dazu meist ein kompletter Austausch der Bleirohre nötig sein”, sagte Jochen Flasbarth, Präsident des Umweltbundesamtes (UBA).

Der Staatssekretär im Bundesministerium für Gesundheit Thomas Ilka betont: “Wasserversorger und Vermieter, die ihre Bleirohre nicht bis zum 1. Dezember 2013 vollständig ausgewechselt haben, müssen die betroffenen Verbraucherinnen und Verbraucher schriftlich oder per Aushang unabhängig von der Blei-Konzentration im Trinkwasser informieren.”

Die Trinkwasserverordnung aus dem Jahre 2001, die am 01.01.2003 in Kraft trat, sieht eine stufenweise Herabsetzung des Bleigrenzwertes im Trinkwasser bis zum 1. Dezember 2013 vor. Damit endet die zehnjährige Übergangsfrist für den Austausch bleihaltiger Rohre. Davon betroffen sind Gebäude, die vor 1970 gebaut wurden, da danach keine Bleileitungen mehr verbaut wurden. Komplett auf Bleileitungen wird seit über hundert Jahren im gesamten süddeutschen Raum verzichtet. Im Rest von Deutschland wurden Bleirohre jedoch teilweise sowohl für Hausanschlussleitungen als auch für die Trinkwasser-Installation in Gebäuden verwendet.

Die Hausanschlussleitungen sind in der Regel in der Verantwortung des Wasserversorgers und können nur durch diesen ausgetauscht werden. Die Rohre der Trinkwasser-Installation gehören dem Hauseigentümer. Diese haben dafür zu sorgen, dass die Trinkwasserbeschaffenheit einwandfrei ist und eventuell vorhandene Bleirohre ausgetauscht werden.

Sollten als Hausanschlussleitungen oder im Gebäude noch Bleirohre vorhanden sein, müssen die betroffenen Verbraucherinnen und Verbraucher ab dem 01.12.2013 hierüber schriftlich oder per Aushang informiert werden – auch wenn der Blei-Grenzwert nicht überschritten wird. Diese Information ist für bestimmte Risikogruppen wichtig. So gilt zum Beispiel für Schwangere und Kleinkinder die Empfehlung, Leitungswasser, das Blei enthält nicht zu trinken oder Speisen zu essen, für deren Zubereitung das Wasser verwendet wird. Nach Möglichkeit sollten diese Gruppen auf abgepacktes Wasser zurückgreifen.

Blei ist ein Nerven- und Blutgift, das sich im Körper anreichern und besonders die kindliche Entwicklung des Nervensystems beeinträchtigen kann. Deshalb sind schwangere Frauen, Ungeborene, Säuglinge und Kleinkinder besonders gefährdet und vor der Aufnahme von Blei zu schützen.

Auch andere Installationswerkstoffe, zum Beispiel verzinkter Stahl oder Kupferlegierungen, können Blei ins Trinkwasser abgeben. Das UBA führt in einer Empfehlung diejenigen trinkwasserhygienisch geeigneten Werkstoffe auf, für die nachgewiesen wurde, dass sie nicht zu einer Überschreitung des neuen Blei-Grenzwertes führen (siehe Liste rechts: Trinkwasserhygienisch geeignete metallene Werkstoffe). Bei der Erstellung neuer Installationen und bei Instandhaltungsmaßnahmen sollte darauf geachtet werden, dass nur die in der Empfehlung aufgeführten metallenen Werkstoffe verwendet werden.

Grundsätzlich sollte darauf geachtet werden, dass das Wasser zum Trinken oder zur Zubereitung von Speisen nicht zu lange (über vier Stunden) in den Leitungen gestanden hat. Wenn der Wasserhahn länger nicht genutzt wurde, sollte man das Wasser kurz ablaufen lassen, bis es gleichbleibend kühl aus der Leitung kommt. Bei Problemen unterstützt und berät das zuständige Gesundheitsamt oder die für Trinkwasser zuständige Landesbehörde.

Quelle: Umweltbundesamt für Mensch und Umwelt, D-14193 Berlin
http://www.umweltbundesamt.de
frank.hoenerbach@uba.de
Ein Beitrag aus dem ECO-News Presseverteiler von ECO-World.de

In der Rubrik:   Essen & Trinken

 

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Berliner Morgenpost
http://www.morgenpost.de/web-wissen/article114602022/

20.03.13

Forscher warnen vor Chemikalien im Trinkwasser

Im Wasser verbergen sich Tausende chemische Stoffe, von denen viele schon in kleiner Dosis gefährlich sein können. Industrie und Verbraucher müssten endlich handeln, fordern Wissenschaftler.

Immer mehr Chemikalien drohen über den Wasserkreislauf im Trinkwasser zu landen, auch weil viele Verbraucher verschwenderisch mit Medikamenten und Reinigungsmitteln umgehen.

“Vermutlich sind bereits mehrere tausend chemische Stoffe in dem vom Menschen genutzten Wasserkreislauf – über ihre Wirkung wissen wir wenig”, sagte der Lüneburger Umweltwissenschaftler Klaus Kümmerer. “Wir müssen vermehrt dafür sorgen, dass derartige Stoffe nicht in den Wasserkreislauf kommen”, forderte er.
“Weltweit wird über den Wassermangel gesprochen, aber über die Qualität des Wassers meist nur unter Experten”, erklärte Kümmerer mit Blick auf den Weltwassertag am 22. März.

“Auch weil sich die Stoffe in Wasser und Boden chemisch verändern, haben wir kaum Erkenntnisse über mögliche Auswirkungen auf Mensch und Tier”, sagte Kümmerer, der an der Leuphana Universität das Institut für Nachhaltige Chemie und Umweltchemie leitet.

Nicht alle Stoffe lassen sich herausfiltern

Selbst mit neuen Methoden könne man nicht alle Stoffe herausfiltern. “Manche Behandlungsmethoden produzieren sogar Stoffe, die giftiger sind als die Ursprungssubstanzen”, erläuterte der Chemiker.

Auch Aktivkohle könne nur einen Teil der vielen Stoffe herausfiltern. Je nach Technik könnten die meisten Stoffe trotz erweiterter Behandlung Kläranlagen passieren und zum Teil ins Trinkwasser gelangen.

Auch neue Methoden der Erdgasförderung wie Fracking stellten eine Gefahr für das Trinkwasser dar, mahnte Kümmerer. “Was im Grundwasser ist, kann man nicht mehr herausholen.”

“Wir haben in Mitteleuropa noch sauberes Trinkwasser, da muss man sich keine Sorgen machen. Aber damit es nicht endet wie in anderen Regionen der Welt, müssen wir vorsichtig sein”, betonte der Wissenschaftler.

Viel mehr Substanzen als früher

“Derzeit haben wir zwar keine großen Schadstoffmengen, dafür sind es aber viel mehr Substanzen als früher, die ins Grund- und Trinkwasser gelangen”. Dazu gehörten viele Medikamente.

Medikamenten-Rückstände verschmutzen Experten zufolge permanent die deutschen Flüsse. Während über Jahre vor allem Schmerzmittel gefunden wurden, hat man zuletzt zunehmend Psychopharmaka in Proben nachgewiesen.

Ein Großteil der Stoffe gelangt nach über menschliche Ausscheidungen in die Gewässer, der Rest findet den Weg dorthin, weil er einfach über die Toilette entsorgt wird.

Hormone aus Antibabypillen schädigten bereits die Fische, hätten Studien ergeben. Auch Mittel gegen Pilze aus importierter Kleidung gelangten beim Waschen ins Wasser.

Auch Spuren von Drogen im Abwasser

Heute lässt sich auch der Drogenkonsum in einer Stadt anhand der Spuren von Kokain, Cannabis oder Amphetaminen im Abwasser rekonstruieren. Komplexer gestalten sich Tests auf Arzneimittel, von denen es einfach zu viele gibt.

Ein Problem ist auch, dass die Trinkwasserwerte lediglich die Belastungen von vor Jahren widerspiegeln: Bis etwa Medikamenten-Rückstände aus Flüssen ihren Weg durch die Sedimente ins Grundwasser nehmen und durch Brunnen wieder an die Oberfläche gelangen, kann es bis zu zwölf Jahre dauern.

Das Umweltbundesamt (UBA) geht heute von Medikamentenrückständen aus allen Indikationsgruppen in Fließgewässern aus: Schmerzmittel, Betablocker, Antieptileptika oder Hormone etwa. Mehr als 130 Einzelwirkstoffe wurden bislang in deutschen Gewässern nachgewiesen.

Welche Arzneiwirkstoffe aber überhaupt langfristig schädlich sind, ist nicht bekannt: Auch die Wirkung von hormonhaltigem Wasser auf den Menschen ist ungewiss.

Neben Spuren von Medikamenten kommen aber auch neue Stoffe hinzu. Rückstände aus Nanotechnologie oder Pflegeprodukten etwa. Selbst Zuckerersatzstoffe aus der Nahrung verarbeitet der menschliche Körper nicht. Die Risiken sind bislang noch nicht absehbar.

Quelle: dpa/oc

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Bayerischer Landtag

Drucksache 16/14920

16. Wahlperiode

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Dringlichkeitsantrag
der Abgeordneten Georg Schmid, Alexander König, Prof. Ursula Männle, Dr. Florian Herrmann, Dr. Otto Hünnerkopf und Fraktion (CSU), Dr. Andreas Fischer, Jörg Rohde, Dr. Otto Bertermann, Tobias Thalhammer, BrigitteMeyer, ThomasDechant, RenateWill und Fraktion (FDP)

Kommunale Wasserversorgung sichern

Der Landtag wolle beschließen:

Der Landtag beobachtet mit Sorge die Pläne der Europäischen Kommission, die Trinkwasserversorgung in Europa für den Wettbewerb mit Privaten zu öffnen. Die sichere Bereitstellung von sauberem und bezahlbarem Trinkwas- ser hat eine herausragende Bedeutung für das Wohl der Allgemeinheit und ist daher eine kommunale Pflichtaufgabe der Daseinsvorsorge.

Die Staatsregierung wird aufgefordert, sich auf europäischer Ebene weiterhin intensiv gegen eine Liberalisierung und Privatisierung der öffentlichen Trink- wasserversorgung einzusetzen.

Begründung:

Am 26. September 2012 hat sich die Europäische Kommission in einem an verschie- dene Nichtregierungsorganisationen des Wassersektors gerichteten Schreiben für eine Privatisierung der öffentlichen Wasserversorgung ausgesprochen, sobald hierfür ein passender Rechtsrahmen geschaffen sei. Es ist zu befürchten, dass der Einstieg in ei- nen solchen Rechtsrahmen mit dem aktuellen Richtlinienentwurf über die Konzessi- onsvergabe erfolgen soll.

Die bisherige Struktur der kommunalen Wasserversorgung hat sich über viele Jahr- zehnte bewährt und garantiert die zuverlässige Belieferung der bayerischen Bürgerin- nen und Bürger mit hochwertigem Trinkwasser zu bezahlbaren Preisen. Einer Libera- lisierung des Wassersektors, die die Wasserversorgung allein den Regeln des Marktes unterwirft und dem kommunalen Aufgabenbereich der Daseinsvorsorge entzieht, ist im Interesse des Allgemeinwohls und des Ressourcenschutzes entschieden entgegen- zutreten. Eine Öffnung des Marktes für profitorientierte Investoren ist auch mit den hohen Anforderungen an das sehr sensible und lokal stark differenzierte System aus Grundwasserregime und Trinkwassererschließung nicht vereinbar.

Die Wasserversorgung ist durch Ortsnähe gekennzeichnet und eine klassische kom- munale Aufgabe. Bei einer bloßen Ausrichtung der Wasserversorgung an den wirt- schaftlichen Erfolg besteht die Gefahr, dass der Ressourcenschutz, die Beachtung von Nachhaltigkeitsaspekten sowie die Instandhaltung und Erneuerung der Versorgungs- anlagen in den Hintergrund treten. Zudem kann Trinkwasser wegen seiner örtlich un- terschiedlichen chemischen Zusammensetzung auch nicht beliebig gemischt werden. Damit ist es für Durchleitungsrechte – anders als Gas oder Strom – nicht beliebig ge- eignet.

Drucksachen, Plenarprotokolle sowie die Tagesordnungen der Vollversammlung und der Aus- schüsse sind im Internet unter www.bayern.landtag.de – Dokumente abrufbar. Die aktuelle Sitzungsübersicht steht unter www.bayern.landtag.de – Aktuelles/Sitzungen zur Verfügung.

28.11.2012

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Die Stadtteilgruppe Ost blickte anfangs auf den großen Erfolg der Veranstaltung mit dem Präsidenten des Bundes der Steuerzahler, Rolf von Hohenhau, zurück. Danach befassten sich die Mitglieder unter der Leitung von Heinrich Karl in ihrer jüngsten Sitzung erneut mit den verschiedenen Problemen in ihrem Zuständigkeitsbereich.
Einmal mehr wurde über die Verkehrssituation auf der Konrad-Adenauer-Straße gesprochen. Gestärkt durch die Antwort des Bayerischen Innenministers Joachim Herrmann, der feststellte, dass die Bundesfernstraße B 15 neu und eine mögliche Entlastungsstraße Ost (Ortsstraße) keinerlei Konkurrenz bedeuten, und getragen durch Dutzende von verärgerten Bürgern wird dieses Thema Hauptinhalt der Stadttteilgruppenarbeit bleiben.
Mit Verwunderung wurde über die Antwort des Oberbürgermeisters an Stadtrat Rudolf Schnur, dass es nicht angebracht sei, staubedingte längere Anfahrtszeiten für Rettungskräfte als lebensbedrohlich darzustellen, diskutiert.
Herr Maassen vom Bürgerbegehren Landshuter Osten Staufrei – JETZT “Entlastung für Alle”, referierte über die jetzige und zukünftige Verkehrssituation im Osten der Stadt, man wünscht sich eine Entlastungsstrasse Ost die schon seit Jahrzehnten im Flächennutzungsplan unter Punkt 5  geführt ist. Hier ist dringender Handlungsbedarf nötig da die Situation jetzt schon untragbar ist für Anwohner und Pendler, der Osten benötigt die Entlastung seit Jahren, die im Westen von den Bürgern nicht gewünscht wird und eine Erforderlichkeit dahingestellt ist.
Herr Hans-Helmut Krause, Mitinitiator des Bürgerbegehrens “Pro Trinkwasser und Atemluft” informierte die Anwesenden über die Informationen, die er aus der zweiten Lesung des Umweltsenates zur geplanten Verlegung des Umschlag
und Behandlungsplatzes für Grüngut sowie der geplanten Errichtung einer Vergärungsanlage für nichtholziges Grüngut, Bioabfällen und bisher nicht genutzten organischen Abfällen in Dirnau gewonnen hatte. Die Auswahl der ehemaligen Standortschießanlage in Dirnau ist nicht nachvollziehbar. Die Stadt hat ein Vorkaufsrecht an dem, dem Bund gehörenden
Grundstück. Von diesem Vorkaufsrecht soll Gebrauch gemacht werden. Das Gelände muss allerdings erst noch für die Nutzung hergerichtet werden. Nach der Inbetriebnahme wird der LKW-Verkehr auf der LA14 erheblich zunehmen.
Die geplante Vergäranlage soll an eine für den Schwerverkehr gut erreichbaren Stelle liegen. Es wird hier von einem Autobahn- oder Bundesstraßenanschluss gesprochen. Mit der Weiterführung der B15 neu wird Dirnau auch diesen Anforderungen gerecht.
Die Stadt versucht die Bürger gegenwärtig zu beschwichtigen und später vor vollendete Tatsachen zu stellen.
Um dies abzuwenden bittet Herr Krause die Stadteilgruppe um aktive Unterstützung bei der Sammlung von Unterschriften.
Die bereits zahlreich geäußerten Befürchtungen der zunehmenden Stellplatznot im Bereich des ehemaligen Geländes der Schochkaserne werden gerade wieder bei Großveranstaltungen auf dem Messegelände, wie den Flohmarkt, demonstriert.
Auch die Ereignisse und die Berichterstattungen über die sogenannte “Todesbaustelle” an der Niedermayerstraße waren Anlass zur ausführlichen Erörterung. Die meisten der Anwesenden haben, wie viele andere Bürger auch, mehrmals schwere Lasten über der nicht abgesperrten Fahrbahn schweben sehen und sich gefragt, ob das gut geht. Stadtrat Schnur verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass er bereits mehrfach bei Polizei und Straßenverkehrsamt unzureichende Verkehrssicherungsmaßnahmen dargestellt hat.
Mit freundlichen Grüßen
Rudolf Schnur
Stellvertretender Stadtteilgruppensprecher Landshut-Ost, Stadtrat
Oderstraße 13, 84036 Landshut
Ruf 0871 52324, Fax 0871 51739, Mobil 0172 8905283, Strompost: schnur@landshut.org