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Tickende Zeitbombe

ÖDP und „Fridays for Future” beim Ramadama in der Bayerwaldsiedlung

Gemeinsam mit einigen Aktiven von “Fridays For Future” und einer engagierten Gruppe Landshuter Bürgerinnen und Bürger hat die ÖDP am vergangenen Samstag eine Säuberungsaktion in der nördlichen Bayerwaldsiedlung durchgeführt.

 

Innerhalb von knapp zwei Stunden wurde ein stattlicher Haufen Müll von Plastik, Glasflaschen und ein großer Eimer Zigarettenkippen gesammelt. OB-Kandidat Dr. Stefan Müller-Kroehling, auf dessen Anregung die Aktion stattfand, wies darauf hin, dass Mikroplastik eine tickende Zeitbombe sei und es weltweit in absehbarer Zeit zu einem der größten Probleme werde. Er forderte daher: „Mikroplastik muss an der Quelle gestoppt werden!“. Es belastet in hohen Konzentrationen bereits die Isar und sein Bachbett 87,9 Partikel Mikroplastik pro Kubikmeter Flusswasser fanden Forscher der Universität Bayreuth 2018 oberhalb von Landshut Tendenz steigend.

Erschrecken war die große Menge an giftigen Zigarettenstummeln, die man in der kurzen Zeit fand. Denn die Filter der weggeworfenen Kippen stecken voller Giftstoffe. Beim Rauchen sammeln sich Nikotin, Arsen, Blei und viele andere Chemikalien in den Filtern. Immer wenn es regnet, sickern diese Stoffe mit dem Regenwasser in den Boden oder in die Kanalisation. Laut Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) vergiftet schon ein einziger weggeworfener Zigarettenstummel schätzungsweise 40 Liter Grundwasser. Auf diesem Weg gelangen jedes Jahr weltweit etwa 90 Tonnen an Nikotin und über eine Tonne Arsen in die Umwelt. Gefährdet werden dadurch nicht nur Fische, auch Kleinkinder fallen dieser Umweltverschmutzung immer wieder direkt zum Opfer. Bei ihnen kann schon eine einzige verschluckte Kippe zu ernsthaften Vergiftungssymptomen bis hin zum Tod führen.

„Diese Mengen an giftigem Müll in Landschaft, Boden und Grundwasser können wir nicht einfach übersehen”, so ÖDP-Stadträtin Elke März-Granda. Auch Stadträtin Christine Ackermann und die fleißigen Helfer zeigten sich entsetzt über die zustande gekommene Menge an Kippen, die aufgrund ihrer hohen Giftstoffkonzentration eigentlich im Sondermüll zu entsorgen wären.

Ein weiterer, global bedeutsamer Aspekt der Exkursion war die nur auf den ersten Blick „landschaftlich unspektakuläreÖrtlichkeit im Gewerbegebiet am nördlichen Stadtrand. Ein Teil des Gebietes liegt auf einem entwässerten Niedermoor, und das sei für Landshut eine Besonderheit. Dr. Müller-Kroehling erklärte, woran man den Moorboden erkennt, und warum sein aktueller, stark zersetzter Zustand sehr schlecht für das Weltklima ist. Wegen des großen Interesses an dem Thema wird es hierzu auch eine eigene Führung geben (Termin wird in der LZ und auf der Homepage der ÖDP bekanntgegeben). Den Brotzeitzuschuss der Stadt spendete die Gruppe dem Verein ‘Rettet den Regenwald e.V

 

Foto: ÖDP

Pressemitteilung

 

Erweiterte Bauchschlagader: die tickende Zeitbombe Vortrag am Klinikum mit Screening-Möglichkeit

 

Als tickende Zeitbombe wird die erweiterte Bauchschlagader auch bezeichnet.

 

Wie finde ich die Bombe und wie kann sie entschärft werden? Darüber klärt Privatdozent Dr. Georgios Meimarakis am Donnerstag, 17. November, im Klinikum Landshut auf. Nach dem Vortrag können die Interessierten an einem Aneurysma-Screening teilnehmen.

Vorsorge mit Ultraschall: Interessierte können sich von Privatdozent Dr. Georgios Meimarakis und seinem Team von der Gefäßchirurgie nach dem Vortag am Donnerstag screenen lassen. Foto: Klinikum Landshut

Der Riss der Bauchschlagader ist schmerzlos – doch nicht einmal jeder Fünfte überlebt es, wenn das Aortenaneurysma aufplatzt. „Der Blutverlust ist einfach zu groß und zu schlagartig, um ihn mit Transfusionen ausgleichen zu können“, erklärt Privatdozent Dr. Georgios Meimarakis, Chefarzt der Gefäßchirurgie am Klinikum Landshut. Bei einem Aortenaneurysma erweitert sich die Bauchschlagader. Dieser Prozess verläuft oft schleichend und bleibt meist unentdeckt. Dank moderner Diagnostik lässt sich solche Veränderung rechtzeitig erkennen und schonend behandeln. Interessierte können am Donnerstag, 17. November, im Rahmen eines Vortrags an einem Aneurysma-Screening teilnehmen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Dieses Screening mittels Ultraschall ist absolut harmlosen und schmerzfrei. Vor allem bei Männern über 65 Jahren ist ein regelmäßiger Check-up wichtig. Dasselbe gilt auch für Frauen über 65 mit Risikofaktoren wie Rauchen, Bluthochdruck, Zuckerkrankheit oder einem zu hohen Cholesterinspiegel.

In seinem Vortrag informiert Dr. Meimarakis ab 18 Uhr über die „tickende Zeitbombe“ im Bauch, Vorsorge und Behandlungsmöglichkeiten. Ist ein Aneurysma erstmals diagnostiziert, muss nicht immer operiert werden. Oft genügt es, den Durchmesser mittels Ultraschall regelmäßig zu kontrollieren. „Eingreifen müssen wir erst dann, wenn die Bauchaorta deutlich vergrößert ist.“ Allerdings sei es keine Seltenheit, dass sich der Durchmesser innerhalb eines Jahres verdoppelt. „Ist die Gefäßwand erst einmal geschwächt, dehnt sie sich sehr schnell aus bis hin zum Platzen“, so Meimarakis. Der Vortrag findet im Klinikum Landshut, Raum Hammerbach, Ebene 0, statt.

 

 

 

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Veranstaltungshinweis

 

Aortenaneurysma – Die tickende Zeitbombe: Prävention und Therapie

 

Aortenaneurysmen sind schon längst zu einer Volkskrankheit geworden. Bei dieser Erkrankung erweitert sich die Bauchschlagader. Dieser Prozess verläuft häufig langsam und bleibt meist unentdeckt. Im schlimmsten Fall erweitert sich die Bauchschlagader so sehr, bis es zu einem spontanen Gefäßeinriss kommt. Eine solche Ruptur bedeutet für die meisten Betroffenen den Tod. Die häufigste Ursache für die Entstehung ist die Arteriosklerose, die über 80 Prozent der Fälle ausmacht. Eine Vorsorgeuntersuchung kann helfen, Aneurysmen frühzeitig zu erkennen. Privatdozent Dr. Georgios Meimarakis informiert am Donnerstag, 17. November, über das Aortenaneurysma, über Behandlungsmöglichkeiten und über die Vorsorge. Interessierte können sich nach dem Vortrag in der Gefäßchirurgischen Abteilung screenen lassen.

Beginn ist um 18 Uhr im Klinikum Landshut, Raum Hammerbach, Ebene 0. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

 

Bild: Privatdozent Dr. Georgios Meimarakis, Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie, vaskuläre und endovaskuläre Chirurgie:

 

 

 

 

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