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THW

Gültig für Stadt und Landkreis Landshut: Bitte meiden Sie Waldgebiete bzw. lassen Sie Ihr Fahrzeug, wenn Sie nicht fahren müssen, stehen. Bringen Sie sich nicht selbst in Gefahr. Das Unwetter ist noch nicht vorbei. Bitte meiden Sie vor allem die Bereiche Landshut – Münchnerau sowie Gündlkofen/Bruckberg. 
 

Landshuter Altstadt flächendeckend durch herabstürzende Ziegel gefährdet. 

Bitte bleiben Sie zu Hause!

Kurze Lageübersicht:
Das Orkantief Sabine hat Stadt und Landkreis Landshut heute im Laufe des frühen Morgens voll erwischt. Aktuell befinden sich alle Löschzüge der Landshuter Feuerwehr im Einsatz, dazu ebenfalls sehr viele Feuerwehren des Landkreises Landshut im Dauereinsatz. Die Kreiseinsatzzentrale ist ebenfalls seit dem frühen Morgen in Betrieb und voll besetzt. Bisher (09:30) sind in Stadt und Landkreis Landshut rund 120 Einsätze zu verzeichnen, davon entfallen etwa 30 auf das Landshuter Stadtgebiet. Hauptbetroffen ist das Gebiet rund um die Münchnerau, hier wird aktuell an der Priorisierung der Einsatzstellen gearbeitet. Außerdem betroffen sind die Ortsbereiche Achdorf, Hofberg, Schönbrunn und Frauenberg. Die Einsatzzahlen steigen weiter.
Leider wurde im Bereich der Münchnerau auch ein Einsatzfahrzeug der Landshuter Feuerwehr während eines Einsatzes nicht unerheblich durch einen abgebrochenen Baumwipfel beschädigt. Das Fahrzeug ist bis auf weiteres nicht mehr einsatzfähig. Die neben dem Fahrzeug arbeitende Mannschaft kam mit dem Schrecken davon. An einer weiteren Einsatzstelle wurde ein Feuerwehrmann an der Hand verletzt und befindet sich auf dem Weg ins Krankenhaus.
An dringlichen Einsätzen – außerhalb des Orkantiefs – kam es noch zu einem Brand in einem Spänebunker eines landwirtschaftlichen Anwesens. Dieser konnte von Atemschutzträgern gelöscht werden. Anschließend wurde der Spänebunker und die Förderschnecke geräumt. Eine Gefahr für Tiere, Stallungen und Wohnhaus bestand nicht. Weiter stürzte auf der A 92 im Bereich Landshut West ein LKW um und blockierte die Fahrbahn.
Zur Unterstützung der Feuerwehren sind auch die Kräfte des THW Landshut und THW Ergolding im Einsatz.

Ein ausgedehnter Wohnhausbrand hat am Donnerstagabend (2. Januar 2020) im Landshuter Westen einen Toten und zwei Verletzte gefordert. Die Löschzüge Stadt und Rennweg der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Landshut wurden um 22:10 mit dem Stichwort „Zimmerbrand – Flammen schlagen aus Fenster“ in die Zugspitzstraße gerufen. Beim Eintreffen der ersten Kräfte schlugen die Flammen bereits aus mehreren Fenstern des Erdgeschosses, eine Bewohnerin und ein Ersthelfer befanden sich zu diesem Zeitpunkt vor dem Gebäude, der bettlägerige Ehemann befand sich noch im Haus. Entsprechend der vorgefundenen Lage wurde umgehend die Alarmstufe erhöht und ein weiterer Löschzug hinzu alarmiert. Mehrere Atemschutztrupps kämpften sich dann sowohl über die Haustüre als auch über die Terrasse in das komplett in Flammen stehende Erdgeschoss vor. Dort konnte der Mann im Wohnzimmer leider nur noch tot aufgefunden werden. Die Ehefrau und der Ersthelfer wurden soweit der Feuerwehr bekannt ist leicht verletzt und in Krankenhäuser eingeliefert. Für die Betreuung der Angehörigen sowie auch für die Einsatzkräfte wurden umgehend Kriseninterventionsteams und Seelsorger an die Einsatzstelle gerufen. Die Löscharbeiten zogen sich anschließend über einen längeren Zeitraum hin, dabei wurden zahlreiche Atemschutztrupps eingesetzt. Ein Übergreifen auf den Dachstuhl und das Obergeschoss konnte zwar weitestgehend verhindert werden, das Erdgeschoss brannte komplett aus. Da im Zuge der Löscharbeiten am Haus sichtbare Risse im Mauerwerk festgestellt wurden, wurde noch das THW Landshut mit einem Baufachberater hinzugezogen. Dieser stellte jedoch keine Gefahr fest. Gegen 00:30 konnte ein Großteil der Feuerwehrkräfte wieder einrücken. Zur Stunde übernimmt der Löschzug Rennweg die Nachlöscharbeiten und die Brandwache, das THW Landshut führt Verschalungsarbeiten an den zerstörten Fenstern durch. Die Landshuter Feuerwehr war unter der Leitung von Stadtbrandrat Gerhard Nemela mit den Löschzügen Stadt, Rennweg und Siedlung sowie der Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung mit rund 70 Einsatzkräften vor Ort. Weiter waren drei Rettungswägen, zwei Notärzte, der Einsatzleiter Rettungsdienst, das THW Landshut, mehrere Streifen der Polizei sowie die Kriminalpolizei vor Ort. Bezüglich der Brandursache und des entstandenen Sachschadens hat die Polizei vor Ort die Ermittlungen aufgenommen.

Eine größere Menge ausgetretenes Heizöl hat am ersten Weihnachtsfeiertag ab Mittag für einen mehrere Stunden andauernden Einsatz von Feuerwehr, THW und Polizei gesorgt. Zuerst wurde der Ölfilm nach dem mittäglichen Regen im Bereich der Bachstraße auf dem Rossbach gemeldet. Durch die alarmierte Feuerwehr wurden direkt an der Einlaufstelle an der Kreuzung ins Rosental sowie im weiteren Verlauf des Rossbachs bis zur Mündung in die Isar insgesamt drei Ölsperren sowie vorgelagert Bindefleece und Bindewürfel eingebracht. Weiterhin wurden für das Wasserwirtschaftsamt Proben entnommen. Parallel begaben sich weitere Einsatzkräfte auf die Suche nach der Herkunft des Heizöls. Dafür wurden im Bereich des Birkenberges mehrere Kanalschächte geöffnet und auf Heizöl hin kontrolliert. Nach einer knappen Stunde konnte die Ursache schließlich im Bereich einer Heizung in einem Privatanwesen am Birkenberg gefunden werden. Vor Ort wurden im betroffenen Keller weitere Maßnahmen ergriffen, um ein Nachlaufen des Öles in den Regenwasserkanal zu stoppen. Bereits zu diesem Zeitpunkt wurde an der Einlaufstelle jedoch eine immer massiver werdende Menge an Heizöl festgestellt. Ein Teil des Öles wurde durch den phasenweise einsetzenden Starkregen und die dadurch steigenden Fließgeschwindigkeiten sowohl im Regenwasserkanal als auch im Rossbach teilweise durch die Ölsperren durchgedrückt. Dies führte im Verlauf des Einsatzes zu mehreren Meldungen eines deutlich sichtbaren Ölfilms auf der Isar bzw. auf der großen Isar. Diese Sichtungen wurden von weiteren verständigten Feuerwehrkräften bestätigt. Deshalb wurde umgehend das THW Landshut mit dem zuständigen Fachberater sowie weiteren Ölsperren nachalarmiert. Gemeinsam wurden dann zunächst im Maxwehr vor dem dortigen Rechen eine doppelte Lage Ölsperren eingebaut. An der Einlaufstelle am Rossbach wurden nahezu während der gesamten Einsatzdauer die durchtränkten Bindematerialien immer wieder entnommen und durch Neue ersetzt, um so die durch die starke Strömung fortlaufende Menge möglichst auf ein Minimalmaß zu beschränken. Durch das THW wurde am Einlauf des Rossbachs in die Isar noch eine massive mit Strohballen und Sandsäcken verstärkte Ölsperre errichtet. Die Errichtung einer komplett über die Isar verlaufenden Ölsperre wurde in Absprache der Einsatzkräfte wegen der großen Vorlauf- und Rüstzeit sowie dem Wissen des gestoppten Ölaustritts für nicht mehr zielführend erachtet. Alles in allem dauerte der Einsatz von 13:30 weg bis in die Abendstunden des ersten Weihnachtsfeiertages. Im Einsatz waren die Löschzüge Stadt und Achdorf sowie das THW Landshut mit rund 35 Einsatzkräften. Die mit anwesende Polizei hat noch an der Unglücksstelle die weiteren Ermittlungen aufgenommen. Die insgesamt ausgetretene Menge kann von der Feuerwehr nur geschätzt werden, sie dürfte aber sicherlich im unteren dreistelligen Literbereich liegen.


Zudem musste die Landshuter Feuerwehr in der Heiligen Nacht gegen 2:30 noch zu einem vermeintlichen Dachstuhlbrand im Landshuter Westen, am Vormittag des 25. Dezember zu einem ausgelösten Rauchwarnmelder und am 25. Dezember Mittags zu einem defekten Toaster – alles ebenfalls im Landshuter Westen, ausrücken. Der Dachstuhlbrand stellte sich bei der Erkundung glücklicherweise als einen Irrtum des Mitteilers heraus. Alarmursache für den Rauchwarnmelder war ein angebranntes Essen. Ausser einer kurzen Kontrolle und Belüftung waren für die Feuerwehr hier keine Maßnahmen zu treffen. Der defekte Toaster musste ebenfalls nur kurz mit der Wärmebildkamera kontrolliert werden.

Der zweite große „Blaulichttag” der Landshuter Hilfsorganisationen wurde trotz des anfänglichen Regens noch ein voller Erfolg. Pünktlich um 10:00 gab Landshuts Oberbürgermeister und Schirmherr Alexander Putz vor dem Rathaus im Beisein zahlreicher Ehrengäste aus der Politik und musikalisch umrahmt vom Spielmannszug der Landshuter Feuerwehr den Startschuss für fünf Stunden „Blaulicht und Martinshorn“. Gleich im Anschluss folgte um 10:30 die erste große Schauübung vor der Martinskirche. Dort wurde ein Verkehrsunfall mit zwei beteiligten PKW und vier verletzten Personen, davon zwei eingeschlossen bzw. eingeklemmt, angenommen. Zum Einsatz kamen dabei neben einer Streife der Landshuter Polizei je ein Rettungswagen des BRK, des Malteser Hilfsdienstes und der Johanniter-Unfall-Hilfe sowie das Hilfeleistungslöschfahrzeug des Löschzugs Münchnerau der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Landshut. Gemeinsam wurde das anspruchsvolle Szenario dem Motto des Tages getreu „Wir retten gemeinsam“ routiniert abgearbeitet. Trotz des Regens hatten sich zu dieser Zeit bereits viele Besucherinnen und Besucher in der Landshuter Altstadt eingefunden, die sich auch im Folgenden nicht über mangelnde Unterhaltung beklagen konnten. Ein Tauchbecken hier, Polizeihunde im Einsatz dort, eine Sandsackchallenge, „Gummimännchen“ der Feuerwehr in Chemikalienschutzanzügen, viele ausgestellte Einsatzfahrzeuge und Schauübungen. Egal welcher spätere Berufswunsch der Kinder gerade aktuell war, es gab für Alle etwas zu sehen und zu bestaunen. Für die Landshuter Feuerwehr wurde es um 13:30 mit der zweiten Schauübung – einer Personenrettung über Drehleiter – am Ländtor wieder ernst. Angenommen wurde ein Arbeitsunfall auf dem Dach, bei dem eine Person durch einen Stromschlag bewusstlos wurde. Nach der Erstversorgung durch die Sanitäter kam schließlich die Drehleiter der Feuerwehr zum Einsatz, um die Person schonend vom Dach zu retten. Nachdem auch diese Übung erfolgreich über die Bühne gebracht wurde, klang der Tag mit vielen strahlenden Kinderaugen und interessierten Eltern ab 15:00 schließlich langsam aus. Eine Fortsetzung, soviel kann man schon vorweg nehmen, wird es sicherlich in den nächsten Jahren geben.

Foto: Klartext.LA
Fotos: Feuerwehr Landshut

22. August 2019 

Wir retten gemeinsam – Tag der Landshuter Hilfsorganisationen 

Landshuts Hilfsorganisationen präsentieren sich am 7. September 

zwischen 10:00 und 15:00 in der gesamten Altstadt und am Ländtorplatz 

Am Samstag den 7. September 2019 präsentieren sich die Landshuter Hilfsorganisationen unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Alexander Putz zwischen 10:00 und 15:00 in der Landshuter Altstadt sowie am Ländtorplatz der interessierten Öffentlichkeit. Freiwillige Feuerwehr, Polizei, Technisches Hilfswerk, Malteser Hilfsdienst, Johanniter-Unfall-Hilfe, der Katastrophenschutz der Stadt Landshut, die Bundeswehr und das Bayerische Rote Kreuz mit der Wasserwacht zeigen in diesen fünf Stunden an meh-reren Stationen Auszüge ihres Könnens und ihrer Arbeitsweise, präsentieren zahlreiche Einsatzfahrzeuge und Ausrüstungsgegenstände sowie die umfassende Jugendarbeit der jeweiligen Organisationen. 

Allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern bietet sich an diesem Tag die einmalige Gelegenheit, diese Vielfalt an ehrenamtlichen und hauptberuflichen Hilfs- und Rettungsmöglichkeiten “live” zu erleben und mit den Einsatzkräften ins Gespräch zu kommen. Die Hilfsorganisationen werden dabei in der Altstadt zwischen Rathaus und Spiegelgasse sowie im Bereich des Ländtorplatzes präsent sein. 

Der offizielle Beginn wird um 10:00 vor dem Rathaus mit den Grußworten von Oberbür-germeister und Schirmherr Alexander Putz sein. Bereits ab 09:45 spielt dort der Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Landshut, der nach den Grußworten alle Ehrengäste und führenden Vertreter der Hilfsorganisationen zur Martinskirche „spielen“ wird, wo um 10:30 gleich die erste große Schauübung (Verkehrsunfall zwischen zwei PKW mit mehreren Verletzten) mit fünf beteiligten Hilfsorganisationen stattfinden wird. 

Wo ist was geboten? 

Während der fünf Stunden Veranstaltungsdauer werden sich in der Innenstadt zahlreiche Einsatzkräfte mit Fahrzeugen und Spezialgerät aufhalten. Im Bereich des Ländtores wird das Tauchbecken des THW Landshut mit Tauchern stationiert sein. Weiter zeigt das THW die Abstützung einer Hauswand und präsentiert gemeinsam mit der Wasserwacht in der Altstadt die Ausrüstung für die Wasserrettung. Dazu kann man an der bayernweiten „Sandsack-Challenge“ teilnehmen.

Die Freiwillige Feuerwehr Landshut wird mit mehreren Fahrzeugen im Bereich der Altstadt und am Ländtor vor Ort sein, und dabei unter anderem Equipment für Gefahrgutunfälle präsentieren. Die Polizei wird am Vorplatz der Residenz sowie in der Residenz mit vielen Fachbereichen vor Ort sein, unter anderem auch mit einem Hubschraubersimulator. Im Innenhof der Residenz wird das Können der Polizeihunde vorgeführt. Der Kreisverband Landshut des Bayerischen Roten Kreuzes, der Malteser Hilfsdienst und die Johanniter-Unfall-Hilfe werden an mehreren Standorten in der Altstadt das gesamte Spektrum der medizinischen Notfallversorgung darstellen und vorführen. Dazu sind unter anderem ein Defibrillator sowie Spezialfahrzeuge zur Dekontamination von Verletzten und zur Bewältigung von Großschadensereignissen mit mehreren Verletzten mit vor Ort. Mit dabei ist auch der Herzenswunschkrankenwagen. Der Katastrophenschutz der Stadt Landshut und die Bundeswehr präsentieren sich ebenfalls in der Residenz. 

Im Bereich des Wetterhäuschens am Ländtor gibt es einen großen Infostand aller Jugendgruppen, an dem sich interessierte Jungen und Mädchen sowie deren Eltern und Angehörige über die vielfältigen Möglichkeiten der Mitwirkung in den verschiedenen Hilfsorganisationen informieren können. 

Weitere Auszüge (chronologisch) aus dem Programm: 

Nach der großen Schauübung wird der Spielmannszug am Ländtor um 11:00 nochmals ein kurzes Konzert zum Besten geben, ehe dann um 11:30 ebenfalls am Ländtorplatz der Essensverkauf aus der Feldküche der „Schnelleinsatzgruppe Verpflegung des BRK-Landshut“ beginnt. Der Erlös kommt dabei der ehrenamtlichen Arbeit zu Gute. Um 12:00 findet im Innenhof der Residenz eine erste Schauübung der Polizeihunde statt. Um 12:30 folgt eine Wasserrettungsübung auf der Isar, um 13:30 eine Drehleiterrettung der Feuerwehr am Ländtorplatz. Um 14:30 sind wieder die Diensthunde der Polizei in der Residenz zu Gange. Um 15:00 wird die Veranstaltung schließlich enden und der Abbau beginnt. 

Die Freiwillige Feuerwehr, die Polizei, das Technisches Hilfswerk, der Malteser Hilfsdienst, die Johanniter-Unfall-Hilfe, der Katastrophenschutz, die Bundeswehr und das Bayerische Rote Kreuz mit der Wasserwacht würden sich über zahlreiche interessierte Bürgerinnen und Bürger sehr freuen. Die Veranstaltung findet bei jeder Witterung statt.

Fotos und Grafiken: Feuerwehr Landshut

In der Nacht von Montag auf Dienstag wurden die Feuerwehren aus Altdorf und Landshut zunächst wegen einer unklaren Rauchentwicklung im Bereich der Hochstraße in Altdorf alarmiert. Die Kräfte konnten zwar in diesem Bereich sowie auch in der nahen Oberndorfer Straße Rauch und Brandgeruch feststellen, jedoch war zu diesem Zeitpunkt keine Ursache feststellbar bzw. sichtbar. Das schlechte Wetter mit Starkregen und wenig Sicht in der Dunkelheit erschwerte das Ganze nochmals. Gemeinsam mit mehreren Streifen der Polizei begaben sich die Einsatzkräfte dann auf die Suche nach der Ursache und wurden schließlich auf der anderen Seite der Bahngleise – weit hinten am Ende der Bahnhofstraße fündig. Dort brannte ein altes, leer stehendes Bahngebäude. Der Dachstuhl war bereits in Teilen durchgebrannt. Wegen der Einsturzgefahr des Daches begannen die Feuerwehrkräfte ausschließlich von Außen und über die Drehleiter mit den Löscharbeiten. Im Laufe des Einsatzes wurde zum Einreißen des Daches auch das THW Landshut hinzugezogen. So wurde mit einem Greifer dann Stück für Stück das Dach geöffnet, um so auch die letzten Glutnester finden zu können. Die Löscharbeiten zogen sich deshalb bis etwa 6:00 morgens hin. Eine Brandwache kontrollierte das Objekt im Laufe des Dienstages mehrmals. Brandursache und Sachschaden sind der Feuerwehr nicht bekannt. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Im Einsatz standen rund 70 Kräfte der Feuerwehren aus Altdorf und Landshut.

Ein über den kompletten Sonntag über der Region hängendes Tief mit starkem und vor allem nassen schweren Schnee hat der Landshuter Feuerwehr sowie zahlreichen Feuerwehren des Landkreises Landshut bisher einen arbeitsreichen Sonntag beschert. Soweit die Feuerwehr bisher (Sonntag 21:00) weiß, gab es glücklicherweise keine Personenschäden.
 
Gegen 9:30 vormittags erreichen die Landshuter Feuerwehr die ersten Einsätze wegen umgestürzter Bäume bzw. wegen vom Umsturz bedrohter Bäume. Ab dem späten Vormittag häuften sich dann die Alarme und vor allem aus den Waldgebieten im Südosten der Stadt wurden vermehrt überhängende und umgestürzte Bäume gemeldet. Wenig später machte sich Stadtbrandrat Gerhard Nemela zusammen mit weiteren Führungskräften der Feuerwehr sowie mit Verantwortlichen der Bauamtlichen Betriebe der Stadt Landshut ein Bild der verschiedenen Einsatzstellen. Gemeinsam wurde dann entschieden, dass die Gefahr von Schneebruch Vielerorts derart hoch ist und auch ein Beseitigen der vorgefundenen Gefahrenstellen für die Einsatzkräfte nicht ohne eigenes Risiko möglich ist und die Straßen dementsprechend zu sperren sind. Betroffen davon waren die Wildbachstraße zwischen Schloss Schönbrunn und Adlkofen, die LA 14 zwischen Gretlmühle und Wolfsbach, die Zufahrt nach Frauenberg, die alte Bergstraße, das Metzental, die Schönbrunner Straße sowie die B 299 und Teile der Hagrainer Straße sowie des Vogelherds. Im Laufe des Tages konnten die B 299, die alte Bergstraße sowie die Hagrainer Straße und der Vogelherd wieder freigegeben werden. Alle übrigen Straßen sind und bleiben bis Montagvormittag gesperrt. Dann wird durch die Behörden das weitere Vorgehen entschieden.
 
Für die Feuerwehr gestaltete sich die Beseitigung einiger Bäume als durchaus schwierig. So musste man im Nahbereich der Bäume teilweise mit weiteren von Schneebruch betroffenen Ästen und Bäumen rechnen, außerdem hingen einige Bäume in schwieriger Lage, so dass ein Umschneiden nicht ohne weiteres möglich war. Gerade der Baum, der von einem Steilhang in der alten Bergstraße abgebrochen war und nach unten in Richtung Fahrbahn hing, musste in mühevoller Kleinarbeit gemeinsam mit dem THW Landshut weggeschnitten werden. In einigen Fällen durfte sich die Feuerwehr glücklicherweise auch über die Unterstützung von Landwirten mit schwerem Gerät wie Frontlader, Seilwinden und Rückewägen freuen. Durch die umstürzenden Bäume wurden auch PKWs sowie Privatanwesen beschädigt. Ein Überblick über die entstandenen Sachschäden liegt der Landshuter Feuerwehr nicht vor.
 
Die Rettungskräfte mussten im Laufe des Tages leider auch viele kritische Situationen feststellen, die so nicht notwendig gewesen wären. Unter anderem wurden von Passanten durch Feuerwehr und Straßenbaulastträger aufgestellte Straßensperren wieder zur Seite geräumt. Die Polizei wurde entsprechend informiert. Die Feuerwehr kann hier nur an die Vernunft aller Bürgerinnen und Bürger appellieren, nicht durch solch unüberlegte Aktionen die eigene Gesundheit sowie die anderer Verkehrsteilnehmer zu gefährden. Die Straßen wurden und werden nicht umsonst gesperrt. Stellenweise wurden auch Passanten beobachtet und angesprochen, die trotz eindringlicher Warnungen mit Kindern und Kinderwägen in gesperrte Straßenzüge gingen bzw. in Waldbereichen unterwegs waren. Wenngleich die Schneefälle aktuell am Sonntagabend am Abklingen sind, so ist die Schneelast auf den Bäumen unverändert hoch, die Schneebruchgefahr ist weiter sehr hoch. Bitte meiden Sie daher auch am Montag und in den nächsten Tagen unbedingt den Aufenthalt unter Bäumen sowie in Wäldern. Gehen Sie bitte – trotz der Winteridylle – nicht im Bereich von Bäumen und Wäldern spazieren. Es besteht durch den Schneebruch Lebensgefahr.
 
Zur Unterstützung und Koordinierung der Einsätze ist zudem seit etwa 11:00 die Kreiseinsatzzentrale in der Hauptfeuerwache in Betrieb und wird auch noch bis in die Nacht hinein besetzt bleiben. Insgesamt wurden bisher im Stadtgebiet Landshut knapp 50 und im Landkreis Landshut um die 100 Einsätze verzeichnet. Auch im Landkreis sind nach derzeitigem Stand wegen Schneebruchs rund 40 Kreisstraßen gesperrt. Über die Dauer wird jeweils vor Ort nach Sicherheitsaspekten entschieden. Die genaue Einsatzzahl kann erst im Nachgang detailliert erfasst werden. Viele Einsätze, die die Feuerwehren vor Ort von Anwohnern aufgenommen haben bzw. bei der Erkundung selbst festgestellt haben, fehlen in den aktuellen Auswertungen noch.
 
Seitens der Feuerwehr Landshut waren neben Stadtbrandrat Gerhard Nemela und Stadtbrandinspektor Martin Dax die Löschzüge Stadt, Achdorf, Hofberg, Schönbrunn und Frauenberg zwischen 10:00 und 20:00 im Einsatz. Dazu war auch das THW Landshut an mehreren Einsatzstellen mit schwerem Gerät unterstützend tätig. Die Polizei unterstützte die Arbeit der Rettungskräfte mit mehreren Streifen.

Am Montagmorgen kam es im Berufsverkehr in Fahrtrichtung München zwischen den Anschlussstellen Landshut West und Moosburg Nord – ungefähr auf Höhe der Radwegunterführung zur Ellermühle – zu einem schweren Verkehrsunfall mit mehreren LKW. Dabei fuhr ein mit etwa 20 Tonnen Schotter beladener Sattelschlepper auf einen anderen LKW auf. Durch die Wucht des Aufpralls wurde das Führerhaus des LKW komplett demoliert und der Fahrer im Führerhaus eingeklemmt. In den Unfall wurde dann noch ein weiterer direkt hinter dem LKW befindlicher Kleintransporter verwickelt, der über umherfliegende Trümmerteile gefahren ist. Durch die alarmierten Feuerwehren aus Landshut und Altdorf wurde zuerst der eingeklemmte LKW Fahrer mit schwerem hydraulischen Rettungsgerät aus der Fahrzeugkabine gerettet und dem Rettungsdienst übergeben. Er wurde mit dem Hubschrauber in ein Krankenhaus eingeliefert und nach Kenntnis der Feuerwehr schwer verletzt.
Als weitere Schwierigkeiten für die Einsatzkräfte entpuppten sich der völlig zerfetzte Fahrzeugtank des LKW, wodurch der Treibstoff über die gesamte Autobahn verteilt wurde und die 20 Tonnen Schotter auf der Ladefläche. Die mit Treibstoff verunreinigte Fahrbahn wurde von den Einsatzkräften mit etlichen Säcken Bindemittel abgestreut – anschließend kam eine Kehrmaschine zum Einsatz. Für die Entladung des LKW wurde dazu noch das THW Landshut, ein Kran der Autobahndirektion sowie eine Fachfirma verständigt. Während der Rettungsarbeiten und auch aktuell noch wegen der Umladearbeiten ist die Autobahn in Richtung München ab Landshut West komplett gesperrt. Der Einsatz dauert zur Stunde noch an. Bis zur endgültigen Freigabe der BAB – sprich bis der LKW komplett entladen und alle Fahrzeuge abgeschleppt sind sowie die Autobahn komplett gereinigt ist – ist nach Einschätzung der Feuerwehr erst um die Mittagszeit zu rechnen. Im Einsatz sind rund 60 Einsatzkräfte der Löschzüge Stadt und Münchnerau sowie der Feuerwehr Altdorf. Ebenfalls im Einsatz ist das THW Landshut, das bei der Umladung des LKW hilft. Neben dem Fahrer des aufgefahrenen LKW gibt es soweit der Feuerwehr bekannt ist keine weiteren Verletzten.
Die Rettungsgasse kann beim heutigen Einsatz mit Ausnahme des ersten Fahrzeuges als sehr gut bezeichnet werden. Bei der Durchfahrt des ersten Fahrzeuges musste die Mannschaft zwei Mal aussteigen, um Fahrzeuge zum Freimachen der Rettungsgasse zu bewegen. Alle nachrückenden Fahrzeuge hatten dann keine Probleme bei der Durchfahrt – hier wurde die Rettungsgasse vorbildlich gebildet und auch offen gehalten.
Das Bild der Feuerwehr Landshut zeigt die aktuell laufende Umladeaktion.

In der Nacht von Freitag auf Samstag stellten Mitarbeiter der Deutschen Bahn, die am Landshuter Hauptbahnhof gerade mit Rangierarbeiten beschäftigt waren, an einem komplett mit Chlorwasserstoffsäure gefüllten Kesselwagen (gleichzusetzen mit Salzsäure) im Bereich der Fülleinrichtungen einen Austritt der Flüssigkeit fest und verständigten die Rettungskräfte. Entsprechend der Alarmplanung für Gefahrguteinsätze wurden durch die Leitstelle Landshut daraufhin gegen 02:30 die Löschzüge Stadt, Achdorf, Hofberg und Siedlung sowie die Feuerwehr Altdorf und die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung der Stadt Landshut alarmiert. Dazu entsprechend Kräfte der Polizei, des THW und der Rettungsdienste.
Vor Ort wurde zuerst entschieden, den Wagon mit einer ferngesteuerten Lock vorsichtig aus dem direkten Bereich des Hauptbahnhofes auf einen abgelegenes Nebengleis ohne Oberleitungen zu ziehen. Einsatzkräfte der Feuerwehr rüsteten sich anschließend mit Atemschutz und speziellen Chemikalienschutzanzügen aus. Parallel wurde durch die Dekontaminationseinheit ein Dekontaminationspatz aufgebaut, um die zurückkehrenden Einsatzkräfte dann gleich waschen zu können. Nachdem alles soweit aufgebaut und vorbereitet war, kletterten die Einsatzkräfte auf den Kesselwagen und konnten dort im Bereich der Fülleinrichtung des Wagons einen geringen Gefahrstoffaustritt feststellen. Mittels Werkzeugen gelang es den Männern, diese Bereiche soweit abzudichten und zu verschließen. Ein anschließender Test bestätigte, dass die getroffenen Maßnahmen erfolgreich waren und kein Gefahrstoffaustritt mehr stattfand.
Durch die geringe Menge ausgetretener Flüssigkeit, die sich auch ausschließlich auf den Kesselwagen beschränkte, bestand zu keiner Zeit eine Gefahr für Anwohner und die Umwelt. Die Oberndorf Straße musste in der Nacht lediglich wegen des großen Aufkommens an Einsatzfahrzeugen abgesperrt werden. Neben knapp 70 Einsatzkräften der Feuerwehr waren auch ein Fachberater des THW, Polizei und Bundespolizei sowie gut 45 Einsatzkräfte der Rettungsdienste mit Ärzten, Sanitätern und mehreren Schnelleinsatzgruppen vor Ort. Verletzte gab es nach Kenntnis der Feuerwehr glücklicherweise keine zu beklagen und so endete dieser materialintensive Einsatz, der von Stadtbrandrat Gerhard Nemela und Stadtbrandinspektor Martin Dax geleitet wurde, am frühen Morgen gegen 6:30. Wie es zum Austritt kommen konnte und wie hoch der entstandene Sachschaden ist, wird nun durch die Polizei ermittelt.

Aufgrund sintflutartiger Regenfälle ist der Schweinbach in der Nacht im Bereich der Wildbachstraße über die Ufer getreten. Deswegen war gegen Mitternacht aus Sicherheitsgründen kurzfristig die Evakuierung von mehreren Häusern am Wolfsbacher Weg erforderlich. Betroffen waren etwa 80 Anwohner, die von Polizei und Feuerwehr persönlich über die Gefahr informiert und schließlich mit Stadtbussen in die nahegelegene Sparkassen-Arena gebracht wurden.  Dort wurden die Betroffenen durch das Rote Kreuz betreut. Gegen 4 Uhr war die akute Gefahr dann dank des Einsatzes von Feuerwehr und THW gebannt, die Anwohner konnten in ihre Häuser zurückkehren.
Dass sich die Lage am Schweinbach, der auch in der Vergangenheit schon mehrfach für Überflutungen gesorgt hatte, so rasch zuspitzen konnte, lag laut Stadtbrandrat Gerhard Nemela daran, dass das Unwetter praktisch über dem Osten Landshuts stand: “Über mehrere Stunden hat sich da fast nichts bewegt, es hat geschüttet wie aus Kübeln und die Wetterfront ist einfach nicht abgezogen”, sagte er. Feuerwehr und THW hätten Tausende Sandsäcke verbaut, um den Bachlauf dennoch zu halten. “Kurz nach Mitternacht war aber zu befürchten, dass das trotz aller Anstrengungen nicht gelingen könnte. Deswegen haben wir uns zu den Evakuierungen entschlossen.” Viele Anwohner hätten aus dem Schlaf geklingelt werden müssen. Dennoch sei die Evakuierung insgesamt problemlos verlaufen – auch deshalb, weil mit der Sparkassenarena eine Ausweichunterkunft sofort verfügbar war. Und: “Das Zusammenspiel aller Einsatzkräfte von Feuerwehr, THW, Rotem Kreuz und Polizei hat wieder sehr gut geklappt”, so Nemela.
Aufgrund der Überflutungen kam es auch zu entsprechenden Verkehrsbehinderungen. So musste ebenfalls ab gegen Mitternacht die LA 14 abschnittsweise gesperrt werden. Da zu nächtlicher Stunde aber nur wenige Menschen unterwegs waren, hielten sich die Verkehrsbehinderungen laut Nemela in Grenzen.
Der Einsatz ist seit etwa 5 Uhr beendet, die Aufräumarbeiten laufen.