Home Tags Posts tagged with "Stau"

Stau

Stadtteilgespräch der CSU in Mitterwöhr – Stau, Sanierung der Straßen und Falsch-parken

Am vergangenen Sonntag fand ein Stadtteilgespräch des CSU Oberbürgermeisterkandida-ten Dr. Thomas Haslinger und der Stadtratskandidaten in der Taverna Olympia für den Be-reich Mitterwöhr statt.

Der Andrang war groß und so konnte der Ortsvorsitzende Rudolf Schnur viele Anwohner aus Mitterwöhr willkommen heißen.

Zunächst ging Rudolf Schnur auf einige Themen des Stadtteils ein, insbesondere die Prob-lematik bei Hochwasser und die angedachte Sanierung der Breslauer Straße.

Haslinger sprach in seinem Impulsreferat über die Zukunft der Gesundheitsvorsorge, die notwendige Zusammenarbeit mit dem Landkreis und den Bau der beiden Umgehungsstra-ßen B15n und die Westtangente. Anwohner sprachen vor allem die Parkplatzproblematik an.

Haslinger stellte daraufhin seine Sicht über eine Lockerung der Stellplatzsatzung dar. „Wenn wir, wie die Grünen es wollen, den Stellplatzschlüssel aufweichen, werden noch mehr Men-schen den öffentlichen Raum zuparken, das Problem wird noch größer. Bereits heute ist es so, dass in manchen Stadtgebieten die Straßen so zugeparkt sind, dass Rettungskräfte un-ter Umständen nicht durchkommen. Teilweise stehen die Autos im absoluten Halteverbot oder der Feuerwehrzufahrt. Das ist ein unhaltbarer Zustand und wir werden uns dafür ein-setzen, dass hier mit der notwendigen Härte Bußgeld verteilt und die Autos auch abge-schleppt werden.”

.

Dr. Thomas Haslinger

 

Foto: CSU-Landshut

Auf der A 92 kam es am heutigen Freitag zur Mittagszeit zwischen den Anschlussstellen Moosburg Nord und Landshut West in Fahrtrichtung Deggendorf – circa zwei Kilometer vor der Anschlussstelle Landshut West zu einem schweren Verkehrsunfall mit einem alleine beteiligten PKW. Dieser kam bei hoher Geschwindigkeit nach rechts von der Fahrbahn ab und schlitterte  über den Abhang in einen Waldbereich und anschließend wieder zurück Richtung Fahrbahn. Die Einsatzstelle wurde zunächst zwischen LA West und Altdorf angegeben, konnte aber bereits bei der Auffahrt der Einsatzkräfte auf die Autobahn korrigiert werden.

Beim Unfall wurde eine Person aus dem Fahrzeug geschleudert und schwerst verletzt. Eine zweite Person kam dem ersten Anschein nach mit mittelschweren Verletzungen davon und konnte ohne schweres Gerät aus dem total zerstörten Fahrzeug gerettet werden. Beide wurden von Notärzten und Rettungsdienst versorgt sowie mit einem Hubschrauber und einem Rettungswagen in Krankenhäuser verbracht. Durch die Feuerwehren aus Landshut und Altdorf wurde eine vorübergehende Totalsperre (während des Einsatzes des Hubschraubers) der Autobahn in Richtung Deggendorf eingerichtet, die Unfallstelle abgesichert und Fahrzeugteile sowie Betriebsstoffe beseitigt und gebunden. Ab dem Start des Hubschraubers könnte zumindest eine Spur Richtung Deggendorf wieder freigegeben werden, was aber am erheblichen Verkehrsaufkommen und am kilometerlangen Rückstau zunächst nicht viel änderte. Nach rund drei Stunden war der Einsatz dann komplett beendet. Wie es zu dem Unfall kommen konnte, ermittelt die Polizei.

Podiumsdiskussion Pro und Contra in der Gaststätte Zollhaus

Unerwartet viele interessierte Bürgerinnen und Bürger aus Landshut und Umgebung zwängten sich am Freitag-Abend in die Gaststätte Zollhaus, wo IsarTV als Initiator einer Podiumsdiskussion über die Errichtung einer Westumfahrung der Stadt Landshut eingeladen hatte. Moderiert wurde die Diskussion von Thomas Holzberger (IsarTV) und Emanuel Socher-Jukic (LZ).

Auf dem Podium standen Rede und Antwort: der Oberbürgermeister der Stadt Landshut Alexander Putz, MdL Jutta Widmann von den Freien Wählern und Vertreterin des Aktionsbündnis PRO-Westtangente, Kathy Mühlebach-Sturm (Vorsitzende des Bund Naturschutz), Stefan Gruber (Stadtrat und Gegner der Westtangente – PRO Lebensraum Isarau). Im Publikum saßen der Vertreter des Landkreises Landshut Landrat Peter Dreier und MdL Rosi Steinberger von den Grünen um eventuelle Fragen zu diesem Thema zu beantworten.

Moderator Thomas Holzberger wies darauf hin, dass der 24. September ein wichtiger Termin für die Landshuter Bürgerinnen und Bürger sei. Es geht um die Abstimmung für oder gegen die Errichtung einer sogenannten Westtangente. Schon seit den 60er Jahren unter dem damaligen OB Deimer war die Westumfahrung bereits ein Thema, das sich aber bis heute so dahinzog. Der erste Bürgerentscheid fand bereits im Jahre 2012 unter OB Hans Rampf statt und wurde damals mit einer knappen Mehrheit abgelehnt.

In einer Video-Vorstellung brachten die Podiumsdiskussions-Teilnehmer, begleitet aus dem Publikum zum Teil mit „krakehlerischen Kommentaren“, ihre Betrachtungen und Ansichten zum Thema Westtangente vor. Von Moderator Socher-Jukic auf die Zahlen, Daten und Fakten angesprochen meinte Jutta Widmann: „Fakt ist, dass mittlerweile zwei Gutachten vorhanden sind und zwar aus dem Jahre 2010 und 2017. Beide Gutachten sagen unabhängig voneinander aus, dass die bewohnten Durchgangsstraßen in Landshut eine immense Entlastungswirkung erfahren, wenn die Westumgehung gebaut wird. Eine Hochrechnung zeigt, dass dadurch eine Entlastung von mindestens 5 Millionen Fahrten im Jahr erreicht werden kann. Das heißt auch, dass die Entlastung durch Lärm und Feinstaub für die Menschen in der Stadt von enormer Bedeutung sein wird, so die neueste Untersuchung.“

Stefan Gruber bemängelte, dass es nicht zwei Gutachten gäbe, sondern dass ein Gutachten auf das letztere aufgesetzt wurde ohne empirisch neu zu untersuchen. Es hätte keine neue Verkehrszählung stattgefunden, es sei nur das alte Gutachten aufgefrischt worden. Nach den Recherchen von Gruber fahren von 20 Uhr bis 06 Uhr früh nur 1.000 Fahrzeuge, das sind dann von den angeführten 6.000 Fahrzeugen/Tag von Frau Widmann 5.000 Fahrzeuge, die die Innenstadt-Straßen belegen, das sind in der Minute 6 Fahrzeuge. Wo läge hier eine erhöhte Geräusch- und Feinstaubbelastung vor?

Oberbürgermeister Putz legte Fakten auf den Tisch. Er betrachtete die Westtangente, die an der B11 endet. Hier ergäbe sich eine Entlastung der Luitpold- und Wittstraße von 6.100 Fahrzeugen, das sind ca. 27 Prozent, auf der Watzmann-Klötzlmühl- und Schwimmschulstraße Minus 3.500 Fahrzeuge, das sind 35 Prozent. Wenn man die künftige Verkehrsentwicklung berücksichtigt, so gibt es auf der Veldener Straße in der Kombination B 15neu und Westtangente in die B11 Minus 5.100 Fahrzeuge und in der Konrad Adenauerstraße in Betracht der B15neu 1.700 Fahrzeuge weniger. Im Westen ist der Anteil der Westtangente wesentlich größer, nämlich 4.300 durch die Westtangente-Luitpoldstraße, die restlichen 1.800 kommen durch die B15neu zustande. „Ich nehme es mit Wohlwollen zur Kenntnis, dass Herr Gruber erklärt hat, dass 6.000 bis 7.000 Fahrzeuge keinerlei Lärm- oder Abgasbelastung erzeugen werden“, wollte OB Putz unbedingt feststellen und dokumentieren.

„Es geht darum, die Landshuter Bürger vom Stau zu befreien“, kommentierte Kathy Mühlebach-Sturm, nach dem sie die erste Frage des Moderators mit „…das ist die falsche Frage…“ erwiderte. Sie prophezeite, dass es bis zu 30 Jahre dauern wird, bis die Straße gebaut sein wird. Die Stadt wächst ständig, trotzdem könne man die Flächen nicht verschleudern und ein Erholungs- und Naturschutzgebiet, das dringend gebraucht wird für die Stadt, nicht in seiner Wertigkeit zerstören. Multimobilität z.B. „…durch Schnellbuslinien…“ muss betrieben und gefördert werden. Eine stadtnahe Erholung sichert die Lebensqualität der Stadtbewohner. Dass Lärm krank macht, weiß jedes Kind. Der Verlust von Retentionsraum wäre sehr groß, d.h. Hochwasser könnte nicht mehr versickern. Die Stadt Landshut nennt sich Stadt der Biodiversität und hat auch ein spezifisches Papier zu Wege gebracht wo drinnen steht, dass die Auenlandschaft eine Spitzenstellung einnehmen soll. Durch das Wasserwirtschaftsamt sei diese Biodiversität mit viel Geld vom Staat aufgewertet worden. Die Auenlandschaft sei ein Juwel der Stadt Landshut.

Bevor Jutta Widmann zu diesem Beitrag von Frau Mühlebach-Sturm zu ihrem Statement kam, gab es von OB Putz noch ein paar Fakten und Daten.

Die Fläche der westlichen Isarauen beträgt 196 ha. Die an dieser Stelle durchquerte Westtangente beansprucht davon 1,5 ha. Die Hälfte davon liegt in einem Bereich, wo nicht Auwald sondern Fichtenwald besteht, darum wurde auch die Variante 7 ausgewählt. Ein deutliches Raunen der PRO-Leute im Saal bekam Stefan Gruber zu hören, als er Alexander Putz darauf hinwies doch auch einmal in den Isarauen spazieren zu gehen und nicht nur in Bruckberg um festzustellen, wie nahe dieser Erholungsraum für die Bevölkerung an die Stadt heranreicht.

Angesprochen von Moderator Thomas Holzberger auf das Erholungsgebiet der Stadt meinte Jutta Widmann, sie sei eine Bürgerin die fast täglich mit ihrem Hund dort spazieren geht oder dort joggt. Sie stört es auch in keinster Weise, bei Löschenbrand unter der Brücke hindurch zu wandern oder zu laufen. Der kurze Moment, in dem sich der Lärmpegel erhöht während man die vorhandenen Brücken durchschreitet sei sehr gering und man nimmt ihn kaum wahr. Obszönes Gelächter einer Gegnerin der Westtangente veranlasste Widmann festzustellen, dass den Gutachten kein Gehör entgegengebracht wird. „Wenn man diese Position vertritt, Straßen seien keine Alternativen, dann sei jede Entwicklung von Landshut und jeder Kommune auf Eis gelegt.“ Auch der ÖPNV wie die Elektromobilität braucht Straßen, wies die Sprecherin des Aktionsbündnisses PRO-Westtangente hin.

Stadtrat Gruber führte aus, dass er, wenn er sich die verschiedenen Verkehrsströme anschaut, so sei er ein Ein- und Auspendler und wenn man hier das Schienennetz und den ÖPNV und auch die Taktung dieser Verkehrsmittel angleiche, wird man durch diese Attraktivität viele Menschen begeistern diese Möglichkeit der Fortbewegung in Anspruch zu nehmen.

Der Vorwurf „Gefälligkeits-Gutachten eines Besuchers kam Putz gerade recht. „Es werden Daten und Fakten verlangt und wenn dann Daten und Fakten vorliegen wird der Gutachter diskreditiert, so Putz“. Es können nur Fachleute zu diesen Gutachten herangezogen werden und nicht Fachfremde.

Auf einen Hinweis von Moderator Socher-Jukic auf ein mögliches Alternativ-Konzept  verwies OB Putz darauf hin, dass die B15neu beschlossene Sache sei und im Bundesverkehrswegeplan festgehalten ist. „Es ist unsere Pflicht zu untersuchen, wie sich die Auswirkungen auf das Stadtgebiet darstellen.“ Im Zuge der Gutachten wurde auch die Kombination Westtangente untersucht. Selbstverständlich verständigt sich die Stadt mit allen Verkehrsträgern in der Stadt. Die Stadt hat die Verpflichtung den ÖPNV sinnvoll und effizient zu gestalten. Den Tarifverbund mit dem Landkreis will die Stadt weiter entwickeln. Das Radwegekonzept wird ständig überarbeitet. Putz habe sich vehement für die Radwegeverbindung zwischen Hochschule und Ergolding eingesetzt. Dennoch wird der Stau auf der Straße zur Kenntnis genommen. Denn die Bürgerinnen und Bürger verlieren dadurch viel Zeit im Stau, die sie lieber am Arbeitsplatz oder bei ihren Familien zur Verfügung hätten.

Darauf Frau Mühlebach-Sturm: Die Kosten für den Bau der Westtangente von 20 Millionen werden nicht ausreichen. Flächenpreise und Handwerkerpreise werden nicht gehalten werden können. Sie geht eher von 40 Millionen aus, kann aber die Quelle jetzt nicht benennen.
Derzeit werden die Kosten auf 30 Millionen beziffert, wobei eine Mindestförderung von 50 Prozent möglich sei. In Aussicht gestellt wären sogar 80 Prozent. Unter dem Strich würde der Stadt die Westtangente ca. 6 Millionen kosten, so Jutta Widmann. Stefan Gruber bezeichnet diese Planung als Wunschkonzert der Landtagsabgeordnetin. Viele Sanierungsobjekte in der Stadt ließen es nicht zu, so eine teure Straße zu bauen und sich neu extrem zu verschulden.

Wenn sich durch ein sparsames Haushalten wie im Haushaltsjahr 2017 geschehen ist, ein Überschuss von 11 Millionen erwirtschaftet wurde, so könne sich die Stadt eine Westtangente sehr wohl leisten, so OB Alexander Putz. Allerdings muss alles getan werden, dass die Wertschöpfung im Stadtgebiet ansteigt.

Von Moderator Thomas Holzberger benannte sinnvolle Vision in Sachen Westtangente erwiderte MdL Rosi Steinberger: „Die Vision von Oberbürgermeister Putz wurde damals in einem Dialogforum verworfen, weil sie keine Verkehrswirksamkeit hätte!“ Das Thema Ringschluss um Landshut hält sie für ein Märchen. Eine Fortführung der Westtangente, die an der B11 endet, sei so Steinberger völlig illusorisch.

Landrat Peter Dreier, der einmal Bürgermeister von Hohenthann war, erläuterte seine Situation beim Bau einer Umgehungsstraße um Weihenstephan in seiner damaligen Gemeinde. Eine sichere Finanzierung wäre eine Ortsumfahrung in kommunaler Sonderbaulast und hier sei ein Topf vorhanden, mit 80 prozentiger Förderung.

Landrat Dreier stellte eindeutig klar, dass er ausdrücklich zu einer Verlängerung der Westumfahrung von Landshut in den Landkreis Landshut steht und die Stadt bei ihrem Engagement voll unterstützen wird.

 

-HJL-

 

Fotos: klartext.LA

 

 

Mittelstand fordert: B15 endlich entschlossen ausbauen

Als unhaltbaren Zustand betrachtet der Präsident des BDS Bayern, Marco Altinger, die derzeitige Diskussion um einen Baustopp bei der B15neu. Sowohl der Abschnitt bis zur A94 ab Essenbach als auch die Umfahrung von Landshut Richtung Süden müssen entschlossen ausgebaut werden. Die Verkehrsprognosen sprechen eine eindeutige Sprache – bis 2025 wird der Straßengüterverkehr um 30,8 Prozent zunehmen. Die schon überlastete bestehende B15 kann diesen Verkehr nicht bewältigen.

Wir brauchen daher schnellstens einen Weiterbau der B15neu“, fordert Marco Altinger Präsident des BDS Bayern und gleichzeitig Vorsitzender des BDS Landshut. Insbesondere der Abschnitt bis zur A94 ab Essenbach und die Umfahrung von Landshut Richtung Süden müssen entschlossen ausgebaut werden. „Die steigenden Baukosten dürfen kein Argument sein, schließlich droht Landshut ansonsten der Verkehrsinfarkt mit allen negativen Folgen“, so der Mittelstandspräsident.

Infrastruktur ist Standortfaktor

Bliebe alles beim Alten, so Altinger, wären weitere Staus und Verzögerungen die Folge. „Das gefährdet Arbeitsplätze vor Ort. Schließlich stehen wir in einem internationalen Standortwettbewerb und in diesem zählt eine gute Infrastruktur zu den wichtigsten Faktoren“, bekräftigt der Präsident des BDSBayern, der 18.000 Selbständige und mittelständische Betriebe im gesamten Freistaat vertritt. Neben ökonomischen Gesichtspunkten ist Altinger vor allem der Schutz der Anwohner ein wichtiges Anliegen. „Die LKWs drängen sich dicht an dicht durch die Ortschaften. Gerade diese Anwohner könnten wir mit Ortsumgehungen spürbar von schlafraubendem Lärm entlasten. Fazit: Einen Baustoppfür die B15neu zu fordern, ist gerade im Hinblick auf die vom Lärm geplagten Anwohner und die zuerwartenden Nachteile für die kleinen und mittleren Betriebe unverantwortlich“, so Altinger abschließend.

 

-hjl-

 

Verkehr in der Region

Träume, Wünsche … Wirklichkeit

 

Flyer_Verkehr-in-der-Region_2013-06-18DruckDinA5

1. Runde: Haben wir eine intelligente Mobilität?

 

Bernd Sluka, Landesvorsitzender des VCD Bayern

Böses Erwachen wegen der Autogläubigen;

 

Christian Hanika, Freie Wähler

Mobilität ist Freiheit; en

 

Robert Esterl, Regierung von Niederbayern

Mobilität ist Grundelement der Daseinsvorsorge und besteht aus mehreren Facetten.

 

Florian Oßner, CSU

BUND ist den Grünen eher zugetan; Freiheitsbegriff verbindet sich stark mit dem Begriff der Mobilität. Jeder seinen Traum der Mobilität erfüllen. Es steht Politik nicht an, die Form der Mobilität vorzuschreiben.

 

Dr. Thomas Gambke, MdB Grüne

Mobilität ureigenes Bedürfnis sich zu bewegen. CSU verdrängt kleine Läden aus den Dörfern.

 

Dr.  Ulrich Kaltenegger

BUND nicht gegen Mobilität grundsätzlich. Bestimmtes Maß finden. Wann Mobilität beginnt schädlich zu werden, hängt vom Einzelfall ab.

Diskussion über Stellplätze am LRA und Krankenhaus Achdorf. Viele Leute halten es für ein Grundrecht in der Nähe ihres Büro parken zu können. In München geht das schon lange nicht mehr.

 

 

2. Runde: Standard des ÖPNV

 

Bernd Sluka:

Mit der Bahn aus Passau gefahren. Kein Rückweg mit Bus mehr möglich. Keine Vertaktung, bis zu 5 Stunden Wartezeit. Der Preis war nur sehr schwer zu finden. Ein Anruf RBO ergab dann die Klärung!

 

Gambke:

Angebotsorientiert; Grüne konnten sich nicht durchsetzen in LA; Fährt der Bus regelmäßig, dann ist er voll. Er empfiehlt AST. Nicht leicht durchzusetzen. Ausbau der Bahn mind. zweispurig. Vierspurig zwischen Freising und München. Alle Strecken elektrifizieren.

 

Oßner:

Gute Taktung des ÖPNV: Problematisch dies zu organisieren.

Kostenfrage! Wer zahlt welche Leistung? Im Vorfeld vertraglich regeln. Abstimmung mit den Füßen. Gambke richtig angenommen. Größere Taktung sichert größere Freiheit.

Vernünftige Zusammenarbeit ohne ideologische Debatte.

 

Hanika:

Bahn geht an die Börse. Gewinn vor Angebot. Ramsauer hat fünfmal die Maut angesprochen, ohne Erfolg. Sonst war nicht viel. Beispiel: Citybus; mehr Geld für kleinere Maßnahmen als für 3. Startbahn.

 

Esterl und Moderator: Gibt es eine Verzahnung zwischen Straßenbau und ÖPNV im Ministerium?

Esterl: Wer fährt mit welchem Verkehrsmittel? Gewisses Maß an Idealismus gehört dazu. Südtirol: Jugendliche bis 17 kostenfrei und damit herangeführt. Bahncard kostet für 15jährigen 150 Euro. Autofahren ist um 30 % billiger geworden. Bahn und Bus um 42 %. ÖPNV und IV wird gleichermassen mit Steuermittel finanziert.

 

Steinberger:

ÖPNV in Stadt und Landkreis zusammen sehen.

 

Amberger , Busunternehmen:

550 Mio. Euro der ÖPNV-Förderung entzogen. Lkrs. LA schießt 250.000 Euro zu. Für einen Verkehrsverbund offen, fangen wir einen Tarifverbund an. Fordert einen Paradigmenwechsel. Südtirol hat 500.000 EW und gibt dafür ungleich mehr aus, als der Lkrs. LA.

 

Mutter:

Besuch von Schulen hängen auch mit Wegstrecke zusammen.

 

Oßner:

Von Frau Steinberger kam bei Haushalt des Landkreis keine Initiative.

 

Steinberger:

Das ist eine langfristige Geschichte. Keine persönlichen Vorwürfe, an der Sache orientieren.

 

Oßner:

Im Gemeindebereich Kumhausen fehlen Busse. Attraktivität steigern: da bin ich der letzte der dies nicht fördern würde.  Finanzierung der Startbahn hat damit nichts zu tun.

Es hilft nicht in Sonntagsreden viel zu fordern. Solide Haushalte und Finanzen als Generationengerechtigkeit.

 

Hanika:

Vermische absichtlich die 3. Startbahn mit der ÖPNV-Förderung. Stadt und Land LA einen ÖPNV-Tarif. Anbindung an den Münchner Flughafen.

 

Gambke:

Herr Oßner sie müssen sich schon entscheiden: Sie sagen im Landkreis gebe ich mehr Geld aus und in Berlin wollen Sie kürzen. Sie müssen zwischen den Projekten entscheiden. Ich sage ihnen die Bundesregierung entscheidet für den Straßenverkehr und gegen den ÖPNV.

 

 

 

3. Runde: 3. Startbahn

 

Dr. Kaltenegger:

Hier es nicht um regionale Interessen, sondern um die Rolle des MUC II im Konzert der großen Flughäfen weltweit. Funktion als Internationales Drehkreuz. Prognosen sind nicht eingetreten und nachvollziehbar. Flughafen in öffentlicher Hand (51 % Freistaat BY, Rest BRD und M). Liegt im FFH-Gebiet. Absiedeln von Attachinger Bürgern. Werden aus der Heimat vertrieben.

Projekt, das erheblich in schutzwürdige Güter eingreift. Dient nur wirtschaftlichen Interessen. Konkurrenz mit Frankfurt, in nur 300 km Nähe.

Im Schnitt 2 x pro Woche beim VGH in München. Kein Urteil in Sicht.

M wurde durch Bürgerbegehren verpflichtet, nicht zuzustimmen. Dies ist aber vertragliche Voraussetzung! Kein Baubeginn in Sicht.

 

Oßner:

Man darf nicht sagen, der Flughafen sei grundsätzlich böse. Jobmaschine setzt Leute in Lohn und Brot. Investitionen wegen Gewinnerzielungsabsicht. Derzeit bereits nicht mehr ökonomische Abwicklung der Verkehre möglich. Ausgleichsflächen in adäquater Art und Weise werden vorgesehen. Kaltenegger hat mit den Anliegerinteressen absolut Recht. Lärmschutz! Landwirte wurden herausgekauft.

Zukunftssicherung der Region Bayern. Kraft zu haben ja zu sagen, bei vernünftiger Umsetzung.

 

Dr. Kaltenegger:

Es gibt keine kapazitätsbedingten Warteschleifen. Laut FMG, keine die mit einer Startbahn in Zusammenhang stehen.

Freising und Freisinger Unternehmen wollen das gar nicht.

 

Gambke:

Wir wollen Innovation fördern. Nicht jede Innovationen sind sinnvolle Innovationen.

Nicht 3. Startbahn. Da sitzen sie auf einem toten Pferd Herr Oßner. Lieber Elektrifizierung der Bahnstrecke nach Pilsen. 50 % der Flüge nach Berlin erledig ich mit dem Flugzeug. Bahnstrecke durch den Thüringer Wald. Weg für eine sehr innovative Zukunft.

 

Hanika:

Florian du kannst für die Misere nichts, dass deine Oberen verbockt haben. Wir stehen für den Flughafen München. Die Gesamtheit, das Volk und den Nürnberger Flughafen mit einbeziehen. Mit uns in Regierungsverantwortung wird es keine 3. Startbahn geben.

 

Kreisvorsitzende Grüne LA:

Arbeitskräfte werden von der Region abgezogen und konzentrieren auf Hotspot München. Kein Gewinn für die Fläche und für Bayern.

 

Teilnehmer:

Gewinner des Flughafens sind wir.

 

Oßner:

Sie können auch nichts für Herrn Aiwanger. Nicht ständig andere zu denunzieren.

St. Florians-Prinzip: Ausbau von Nürnberg. Dann muss er zwangsweise wachsen.

Verschiedene Destinationen weltweit anfliegen; Produkte weltweit anbieten.

Zeit ist Geld. Flüge ohne Umsteigen sind gerade nachgefragt. Zusätzliche Standortvorteil.

 

Gambke:

Antworte als Manager. Musste jede zweite Woche die Firmen in Japan und USA aufsuchen. Auf Umsteigebeziehungen wurde dabei wenig geachtet.

 

Dr. Kaltenegger:

Flughafen leistet mit seinen zwei Startbahnen das, was er für die Region zu erfüllen hat.

Fachkräftemangeln in Freising und Umgebung bereits jetzt.

Nürnberg hat Problem, dass zuwenig los ist. Geisterflughäfen gibt es mehrere (z.B. Kassel-Kalden).

 

Fritz Wenzel:

Herr Oßner spricht immer von „MUSS“. Ich hoffe, dass verantwortliche Politiker erkennen, dass mit der Natur nicht so umgegangen werden kann.

 

Teilnehmer:

Demokratieverständnis der CSU wegen Bürgerbegehren? Seehofer unterläuft dies von Anfang an.

 

Oßner:

Bei uns kauft man nicht die Katze im Sack. Im Gegensatz zu Aiwangers wechselhaften Aussagen.  Sofort Einspruch von Hannika anhand von Beispielen Seehoferscher Drehungen.

Die Entscheidung bleibt in München. Nach Ablauf der Jahresfrist könnte der rot-grüne Stadtrat wieder anders entscheiden.

 

 

4. Runde: B 15 neu

 

Hanika:

Politik mit gesundem Menschenverstand und deshalb Kandidatur für Bundestag. Keine B 15 neu, sondern Umgehungen. Notfalls auch dreispurig.

Endet die B 15 neu bei Essenbach, dann würde die Konrad-Adenauer-Straße zum Flaschenhals mit noch größerer Belastung.

Pragmatisch vor Ort Lösungen suchen: Stadt und Landkreis zusammen.

 

Sluka:

Bundesverkehrswegeplan = Wunschkonzert der MdB. Sehr gut ausgebautes Fernstraßennetz. Nachholbedarf ei Sanierungen. Kein Geld für Neubauten, nur Sanierungen in den nächsten 15 Jahren.

Straßenverkehr nimmt nicht mehr zu (seit 2000). Meistens sind die Probleme hausgemacht: Ziel- und Quellverkehr.

 

Esterl:

Verkehrszuwachs ist immer noch gegeben: 1 bis 2 %. Nicht mehr so hoch wie früher.

 

Oßner:

CSU hat sich zur B 15 neu bekannt. Nadelöhr: Konrad-Adenauer-Straße!

Entlastung Ost hat mit der Gemeinde Ergolding zu keinem Ergebnis geführt. Westtangente wurde von einem Bürgerbegehren abgelehnt.

Nord-Süd-Magistrale der den Großraum LA entlastet. Effizienzsteigerung dieses Straßenabschnitts würde auch Stau, Lärm, Abgase usw. mindern. B 15 alt ist schlechteste Trasse. 30 Ortsdurchfahrten!

CSU hat das Rad nicht neu erfunden. Durchgehend geplant seit Jahrzehnten.

 

Gambke:

Sie müssen sich auch hier wieder entscheiden. Landshuter Problem und überregionales Problem vermischen. Stadt hätte statt Tunnel lieber eine weitere Brücke bauen sollen.

Im Stadtrat wurde die Westtangente verkauft als Sinn, dass die Vilsbiburger in Münchnerau einkaufen können.

Lassen Sie uns das Problem nach Berlin bringen. Berlin soll eine Umgehung um Landshut bauen. Dann kassieren sie vorher die B 15 neu. Sonst kommt durch die Hintertür eine Autobahntrasse.

 

Dr. Kaltenegger:

Wir wollen keine neue Autobahn von Nord nach Süd. Alternative für den BN: ortsnahe Umfahrungen. Bis A 92 wird die B 15 neu kommen. Das ist Fakt. Vilsbiburg hat ortsnahe Umfahrung, die entlastet und der Leichtigkeit des Verkehrs dient. Sie können die A 94 bereits fast ortsdurchfahrtsfrei erreichen.

Zwischen Essenbach und Geisenhausen sind 312 Mio. angesetzt. Ohu wird zerschnitten.

Evtl. auch Verzicht auf Tunnel bei Eisgrub.

 

Teilnehmer:

Respekt für Florian Oßner, dass er sich da her traut hat. Für eine neue Straße ist Geld da, aber nicht für die bestehenden Straßen. Stadt LA für die ortsnahen Umgehung unterstützen.

Kann man alte Vorhaben hochhalten, obwohl sie nicht mehr sinnvoll sind?

Mittelstand wird durch Paragrafenpolitik zurück gefahren.

 

Mühlebach-Sturm:

Offenes Ohr für Anwohner der Konrad-Adenauer-Straße. Bewirken Sie, dass für Radfahrer und Fußgänger eine Überquerung errichtet wird. Stadt der kurzen Wege!

Verkehr bei Umgehung nur auf der B 299 weniger, wenn zurück gestuft werden würde.

 

Teilnehmer:

Unterführung der B 15 neu unter der A 92 unter massive Eingriffe in das Grundwasser.

 

Esterl:

Grundwasserwanne mit Ausgleichsdüker ist planfestgestellt.

 

Prof. Jans:

Viele Gemeinderäte haben sich gegen die B 15 neu ausgesprochen. Tausende von Unterschriften dagegen. Wie naiv kann man im GR nur sein. Weltfremd. CSU-Antrag lautete: Durchbauen in einem Stück bis A 94. Wenn B 15 neu bis Geisenhausen gebaut wird, dann bleibt dieser Zustand mind. 15 Jahre bestehen.

 

 

 

Flögl:

Zunächst hieß es: es gibt nur die B 15 neu. Nachdem die Klage durch war, dauerte es nur drei Jahre bis Umgehung durch war. Weniger als 30 Ortsdurchfahrten.

 

Esterl:

Es waren tatsächlich einmal 33 Ortsdurchfahrten.

B 15 neu bis A 92 in Bau. Fertig 2017.

Von dort in Richtung Süden nur genehmigter Vorentwurf.

Abwarten wie neuer Verkehrswegeplan in Berlin entschieden wird.

 

 

5. Runde: Schlussbemerkung

 

Sluka:

Bebauungspläne, Radwege, Vernetzungen, neue Mobilität

 

Esterl:

Schon weit schlimmeres erlebt; interessantes Stimmungsbild;

 

Hanika:

Ich hoffe ich konnte ihnen vermitteln, dass eine neue Kraft nach Berlin kommt.

Ihr Chr. Hannika jung und mit 100 % Energie

 

Oßner:

Die Politik ist für die Bürgerinnen und Bürger da, in die Entscheidungsprozesse mit ein zu beziehen. Eines muss man sagen: die großen Entwicklungsachsen sind an großen Straßen entstanden. Gemeinschaftliche Lösungsmöglichkeiten. Spagat freie Mobilität und Umweltschutz. Prosperierende Landstriche.

 

Gambke:

Welche Konzepte stehen dahinter? Passen da Worte zu den Taten?

Herr Oßner, da muss mehr als eine grüne Krawatte her. Wir Grüne werben für Konzepte die Wohlstand und Lebensqualität zum Ziel haben und Einkaufsmöglichkeiten vor der Türe.

 

Dr. Kaltenegger:

Wir hoffen auf Politiker, die wissen von was sie reden, die die Konsequenzen überblicken. Entscheidungsträger, die Respekt haben vor der Natur und Menschen.

Engagierte Bürger wie heute, die Politikern auf die Sprünge helfen.

 

Information für alle interessierten Bürger, insbesondere die Unterstützer der BI „LA-Ost-staufrei“, die sich mit ihrer Unterschrift für eine Entlastungsstraße im Landshuter Osten eingesetzt haben

 

 

Im Dezember des vergangenen Jahres haben wir die Bürgermeister der Stadt Landshut angeschrieben, um ihnen – nach der ablehnenden Haltung des Marktes Ergolding zur Entlastungsstraße Ost – Gelegenheit zu geben, zu verschiedenen Fragen, die Verkehrssituation im Landshuter Osten betreffend, Stellung zu nehmen.

 

Am 23. März 2013 trafen sich nun Herr Anton Schwarz, Herr Walter Ebner, Herr Jörg Maassen, Frau Franziska Böhm und Herr Harald Böhm als Vertreter der Bürgerinitiative, mit dem Oberbürgermeister, Herrn Hans Rampf sowie dem Stadtbaudirektor, Herrn Johannes Doll, um über die gestellten Fragen Auskunft zu erhalten. Ebenfalls anwesend war Herr Rudolf Schnur, Stadtrat, der die Initiative von Anfang an unterstützend begleitet hat. Von Herrn Dr. Thomas Keyßner, 2. Bürgermeister, haben wir eine schriftliche, von Herrn Gerd Steinberger, 3. Bürgermeister, gar keine Stellungnahme erhalten. Im Folgenden berichten wir über die Antworten der Befragten, weisen aber darauf hin, dass es sich im Fall von OB Rampf lediglich um eine sinngemäße Wiedergabe der getroffenen Aussagen handelt, die aus dem Gedächtnis wiedergegeben werden:

 

 

1. Wie bewerten Sie die Verkehrskonferenz, die am 12.11.2012 in der Regierung von

Niederbayern stattgefunden hat?

 

OB Rampf Die Verkehrskonferenz hatte lediglich informativen Charakter, d.h. es wurde

hier weder vorgeschlagen, noch beantragt und schon gar nichts beschlossen.

Der OB betont, dass er die B15n für unabdingbar hält und sich vehement für

deren Bau einsetzt. Baudirektor Doll ist der Auffassung, dass die Straße einer-

seits zwar weitere Belastung für den Osten bringt, im Gegenzug aber zur Ent-

lastung führt, vor allem in Bezug auf die Berufspendler, Schüler und Hoch-

schulstudenten, die die künftige Anschlussstelle Dirnau nutzen werden.

 

BM Dr. Keyßner „Eine andere Sicht als die Stadtverwaltung habe ich allerdings beim Thema

B15 neu. Anders als die Stadtverwaltung glaube ich – aufgrund des Autobahn-

charakters – nicht daran, dass die B15 neu den Landshuter Osten wirklich ent-

lasten könnte.“

 

BM Steinberger keine Stellungnahme

 

 

2. Gibt es für die Konrad-Adenauer-Straße Messwerte in Bezug auf Lärmentwicklung, Feinstaub-

und andere Schadstoffbelastungen, die durch Abgase hervorgerufen sein können?

 

OB Rampf Der OB überreichte eine Stellungnahme des städtischen Umweltamtes, in dem

mitgeteilt wurde, dass im Bereich K.-A.-Straße keine Messungen durchgeführt

werden. In der Podewilsstraße – Höhe CCL – dagegen werden Messungen

durchgeführt, deren Werte mit denen der K.-A.-Straße vergleichbar seien!

 

BM Dr. Keyßner „…seitens des Fachbereichs Umweltschutz habe ich aber auch erfahren, dass

Sie bereits durch einen Brief von Oberbürgermeister Rampf die Auskunft zu

Lärm- und Feinstaubsituation erhalten haben, welcher ich mich anschließe.“

 

BM Steinberger keine Stellungnahme

 

3. Welche Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrsbelastung und Staubbelastung

erachten Sie für möglich und wann und in welcher Form werden Sie diese auf den Weg

bringen? (In diesem Zusammenhang sehen wir die Ausweisung weiterer Bau- und Nutz-

flächen in Schönbrunn und Auloh sehr skeptisch, da nach wie vor die nötige Verkehrs-

infrastruktur fehlt und eine Zunahme der Belastung der bestehenden Straßen nicht

mehr erträglich ist.)

 

OB Rampf Bestätigte, dass sowohl im Bereich der Auwaldsiedlung, der ehemaligen

Schochkaserne, als auch in Auloh weitere Bebauung stattfinden soll und

wird. Als einzige Maßnahmen wurde der Ausbau der Kreisstraße LA 14

und der Bau der B15n genannt. Der Bau der B15n unterliegt aber bekannter-

maßen nicht der Verantwortung und damit auch nicht im Einflussbereich der

Stadt Landshut.

 

BM Dr. Keyßner keine Stellungnahme. Herr Dr. Keyßner hat zu diesem Punkt aber ein persön-

liches Gespräch angeboten, das von der BI aus terminlichen Gründen bislang

nicht wahrgenommen wurde.

 

BM Steinberger keine Stellungnahme

 

 

Kommentar:

 

Aus den vorstehenden Antworten ist nur zu entnehmen, dass ihnen nichts Konkretes zu entnehmen ist. Die Situation im Landshuter Osten bleibt nicht nur wie sie ist, sie wird sich künftig vermutlich noch verschlechtern.

 

Zum Verhalten von Bürgermeister Steinberger bedarf es eigentlich keiner Worte. Gleichwohl möchte ich anmerken, dass es der Anstand gebietet, in irgendeiner Form auf unsere Anfrage zu reagieren, und sei es nur, dass er keine Stellungnahme dazu abgeben will.

 

Als Fazit bleibt, dass das Ganze ein bisschen an den Kampf Don Quijotes gegen die Windmühlen erinnert. Doch wir werden nicht locker lassen, auch wenn es ein langwieriges Unterfangen ist, denn: „steter Tropfen höhlt den Stein!“

 

Für die BI LA-Ost-staufrei

Harald Böhm

 

0 2260

Das Jahr 2012 hat erneut gezeigt, dass die Art und Weise, wie in Landshut mit manchen Herausforderungen umgegangen wird, keine tauglichen Lösungen ergeben kann.

Jahrelanges Aussitzen, Zaudern und Dabattieren sollte 2012 in plötzliche Entscheidungen umgemünzt werden.
Der Dauerbrenner Westtangente musste schon deswegen scheitern, weil selbst der Oberbürgermeister in dem entscheidenden Interview vor dem Bürgerentscheid den unschlüssigen Bürgern eine eher gegen die Westtangente stehende Haltung aufzeigte, indem er wörtlich zitiert wurde: “Wenn ich nicht Oberbürgermeister wäre, würde ich vielleicht auch anders entscheiden.” und “Ich brauche die Straße nicht, auch weil wir da draußen gerne spazieren gehen.” Zudem wird der Sinn der Westtangente bezüglich der Fortführung im Landkreis Landshut in Frage gestellt: “…weil das Ganze natürlich nur mit einer Weiterführung zwischen Landshut und Tiefenbach Sinn macht.” Oft äußerten daher vor allem Bürger, die sonst eher dem OB zu gewandte sind, deswegen gegen die Westtangente stimmen zu müssen. Er sei ja schließlich selbst nicht davon überzeugt.
Eine weitere Äußerung zur Westtangente, die Versäumnisse im Stadtosten eingesteht: “Wir dürfen hier nichts verschlafen, wie wir es im Osten getan haben.” leitet zur bestehenden Engstelle in den Verkehrsadern der Stadt über.
Hier war bereits in mehreren Sitzungen seit 2006 seine Haltung immer deutlich zum Ausdruck gebracht worden: Keine Zustimmung für eine Machbarkeitsstudie über eine Entlastungstraße Ost! Denkbar knapp war die Entscheidung um Bausenat im Jahre 2006 ausgefallen, bei der mit der Stimme des OB mit 5:4 Stimmen gegen weitere Untersuchungen einer Entlastungsstraße Ost votiert wurde. Zudem Zeitpunkt gab es noch keine weiteren Machbarkeitsuntersuchungen für eine Westtangente, wie sie danach erstellt wurde. Das Signal aus München, das der Unterzeichner für eine Entlastungsstraße Ost mit der Unterstützung der damaligen Landtagsabgeordneten Ingeborg Pongratz eingeholt hatte, wurde geradewegs für eine Westtangente vereinnamt.
Im Juli 2006 wurde den beiden Stadträten aus Landshut, die sich wegen einer Entlastungsstraße Ost in der Obersten Baubehörde erkundigt hatten, vor der genannten Entscheidung des Bausenates, eine Förderung bis zu 80,5 % in Aussicht gestellt.

Zum Auftritt im Marktgemeinderat in Ergolding empfehle ich die Mitschrift unter “Ergolding schlägt die Türe zu!”.  Durchsetzungswille sieht anders aus! Niemand kann erwarten, dass die selbstbewussten und durchsetzungswilligen Ergoldinger Marktgemeinderäte der Stadt eine Gefallen tun, von dem dessen Vertreter selbst nicht überzeugt sind. Keinerlei Vorteile für Ergolding vermittelnd, nicht die Zusammenarbeit u.a. in Sachen Strom und ÖPNV erwähnend, dafür selbst einen Reigen an Skepsis frei Haus liefernd, lässt sich kein Staubsauger und schon gar keine Straße an den Mann bzw. Marktgemeinderat bringen.
Gerade zu kontraproduktiv war es, den Ergoldingern zuerst eine Planung vorzustellen, die seit Jahren nicht mehr zur Debatte steht. Der Anschluss einer Entlastungsstraße Ost direkt an die Rottenburger Straße war seit 2006, nach einem Auftritt des Verkehrsgutachters Prof. Lang im Ergoldinger Marktgemeinderat kein Thema mehr. Prof. Lang hatte damals geraten nur dann eine Entlastungsstraße Ost der Landshuter hinzunehmen, wenn kein direkter Anschluss an die Rottenburger Straße erfolgen würde. Daran hatte sich die Bürgerinitiative “LA-Ost-staufrei” stets gehalten. Dieses Schreckgespenst einer Belastung der Ergoldinger Ortsmitte durch eine Entlastungsstraße Ost hätte man getrost weglassen können, um auch nur den Hauch einer objektiven Entscheidungsfindung zu begründen. Ausführungen des OB, dass die Kasernenkreuzung mehr belastet werden würde, als ohne Entlastungsstraße Ost, sind nicht nur falsch, sondern die Entscheidung vorbestimmend. Nicht einmal die alte und mehrfach widerlegte Mär von der Konkurrenz einer Entlastungsstraße Ost mit der B 15 neu wurde ausgelassen.

Fazit: Es wurde vieles gegen die Entlastungsstraße Ost vorgebracht, wenig, zu wenig dafür. Der Gang nach Ergolding war durch die Unterschriftensammlung der BI erwzungen (drohendes Bürgerbegehren) und nicht freiwillig! Das Vermeiden einer Entlastungssstraße Ost wurde vom OB konsequent weiter verfolgt und in seinem langjährig verfolgten Sinne erfolgreich beendet.
Sage mir keiner, der nicht bei allen Sitzungen zu dem Thema dabei war, es wäre anders gewesen!

Im übrigen musste man kein Anhänger einer Verschwörungstheorie sein, um zu ahnen, wie die Entscheidung ausgehen wird, wenn man als erster im Saal war und alle eintreffenden Entscheidungsträger beobachtete. Selbst die Vertreter des Landkreises entzogen sich nicht dem Ritual: Hereinkommen, den Plan ansehen und den Kopf schütteln!

Wie heißt es so treffend: Wer nicht kämpft hat schon verloren!

 

Rudolf Schnur

 

0 2807

Neue große Baugebiete an der Auwaldsiedlung und in Auloh sind geplant und stehen vor der Genehmigung, ein Grünes Zentrum, sowie Studentenwohnheime sind wachsen in Schönbrunn, der Bezirk verlegt seinen Hauptsitz dorthin und die Bildungseinrichtungen in Schönbrunn, allen voran, die Hochschule Landshut, wächst. Nebenbei wird noch die Errichtung eines Umschlag- und Behandlungsplatzes für Grüngut auf der ehemaligen Standortschießanlage in Dirnau geprüft.

Was das Grüne Zentrum bedeutet lässt sich der Pressemitteilung des Bayerischen Landwirtschaftsministeriums vom 22.10.2012 gut entnehmen:

“In Landshut wird in den nächsten Jahren ein Grünes Zentrum entstehen, das zahlreiche Organisationen, Verbände und Behörden aus der Land- und Forstwirtschaft unter einem Dach zusammenführt. Das hat Landwirtschaftsminister Helmut Brunner nach einem Treffen mit Bezirkstagspräsident Manfred Hölzlein, Landrat Josef Eppeneder, Oberbürgermeister Hans Rampf sowie Vertretern der beteiligten Organisationen in München mitgeteilt. Laut Brunner soll das Grüne Zentrum neben der Landwirtschaftsverwaltung und der Landwirtschaftsschule den Bayerischen Bauernverband, den Zuchtverband für Fleckvieh in Niederbayern, die Erzeugergemeinschaft Südostbayern, das Landeskuratorium der Erzeugerringe für tierische Veredelung, den Tiergesundheitsdienst Bayern und die Waldbesitzervereinigung Landshut beherbergen. …Wichtiges Kriterium soll dabei laut Brunner die Ausbaufähigkeit sein. „In Landshut wird ein modernes, gut erreichbares Dienstleistungszentrum entstehen, das die ganze Region stärkt“, sagte der Minister. Es werde mehr als 150 Beschäftigte unterschiedlicher Organisationen an einem Standort bündeln. Das Investitionsvolumen liegt bei rund 15 Millionen Euro.”

Grundsätzlich eine erfreuliche Entwicklung in der Stadt und im Stadtosten. Wenn damit der Straßenverkehr nicht immer mehr werden würde. Und genau für dessen Bewältigung gibt es auch langfristig nur eine Straße, die LA 14 als Verlängerung der Niedermayerstraße nach Niederaichbach. Hinzu kommt, dass die beiden Brücken der Konrad-Adenauer-Straße (= Ortsdurchfahrt der B 299) im Frühjahr einer genauen Untersuchung unterzogen werden. Davon hängt ab, ob nur  leichte Sanierungsarbeiten anfallen oder aber im schlimmsten Fall ein Neubau nötig wird.  In drei Jahren wird die im Bau befindliche B 15 neu den vorläufigen Endpunkt, die A 92 in Essenbach erreichen. Von da an wird der Verkehr in Richtung Nord-Süd auf der Konrad-Adenauer-Straße auf ein neues Allzeit-Hoch ansteigen.

0 2561

Stellungnahme der Bürgerinitiative „LA-Ost-staufrei“ zum Ergebnis der Gemeinderatssitzung des Marktes Ergolding am 08.11.2012:

Mit ihrer eindeutigen Entscheidung, grundsätzlichen Überlegungen zur Planung und einem eventuellen Bau einer Entlastungsstraße Ost nicht zuzustimmen, hat der Gemeinderat des Marktes Ergolding nicht nur der Stadt Landshut und allen betroffenen Bürgern eine klare Abfuhr erteilt, sondern auch eine historische Chance vertan. Aus Sicht der Bürgerinitiative „LA-Ost-staufrei“ wäre es endlich einmal an der Zeit gewesen, über den Tellerrand hinauszuschauen und dem Nachbarn wirklich partnerschaftlich zur Seite zu stehen.

Stattdessen wurde gebetsmühlenartig darauf verwiesen, dass nur die B15n die allein glückseligmachende Entlastung bringen wird. Dem ist zwar, was den Fernverkehr – und damit auch den Schwerlastverkehr – betrifft, zuzustimmen. Leider wurde in der gesamten Diskussion jedoch vollständig übersehen, dass die Entlastung, die die BI fordert in eine ganz andere Richtung geht. Diese Forderung zielt auf einen weiteren Isarübergang im Stadtgebiet, der eine Verteilung des Ziel- und Quellverkehrs regelt. Konkret bedeutet dies, Erreichbarkeit der Wohngebiete Auloh und Schönbrunn sowie der Hochschule, der beruflichen Schulen, der Behörden, Firmen und nicht zuletzt des Messegeländes einerseits sowie der BAB 92 und des Industriegebietes (auch des Ergoldinger) andererseits. Ob eine B15n diese innerörtliche Erschließung ersetzen kann, darf bezweifelt werden. Aus Sicht der BI wurde dieser Punkt aber von Seiten der Stadt Landshut auch zu wenig kommuniziert. Gleichwohl ist die demokratische Entscheidung der gewählten Ergoldinger Volksvertreter zu akzeptieren, auch wenn sich vielleicht mancher betroffene Ergoldinger im Bereich Piflas darüber wundern mag. Für die BI „LA-Ost-staufrei“ ergibt sich darauf auf jeden Fall die Konsequenz, dass die Sammlung der Unterschriften in dieser Form zunächst eingestellt wird. Die Initiative selbst wird sich deshalb aber nicht auflösen, sondern die mit dem Problem allein gelassene Stadt Landshut weiter auffordern, nach Möglichkeiten und Lösungen für eine Entlastung des Landshuter Ostens zu suchen. Ferner setzt sich die BI, die ihre Tätigkeit nunmehr auf den Schwerpunkt „LA-Ost-staufrei“ ausrichtet,  verstärkt für den Weiterbau der B15n bis zur B299 nach Geisenhausen ein, betont aber explizit, dass ein Weiterbau über die Isar mit vorläufigem Endpunkt  LA 14 bei Dirnau für sie nicht in Frage kommt. Genau hier wird nämlich das Dilemma sichtbar, denn entsprechend dem Sankt-Florians-Prinzip hat dann der Landshuter Osten den Verkehr, vor dem die Ergoldinger solche Angst haben.

Harald Böhm, 84036 Landshut

Sprecher BI „LA-Ost-staufrei“