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Stadt Landshut

Stadt Landshut ermöglicht eine Stunde kostenloses Parken im Innenstadtbereich

Handel und Gastronomie in der Landshuter Innenstadt sind seit einigen Tagen infolge der Corona-Krise geschlossen, die meisten stehen den Menschen aber online, telefonisch und mit Lieferangeboten zur Seite. Die Nahversorger – dazu zählen natürlich auch alle Restaurants, Imbisse, Lokale etc., die ein „to-go“-Angebot anbieten – und die Schwaiger im Innenstadt-Bereich sind weiterhin geöffnet, damit sich die Bürgerinnen und Bürger mit Lebensmitteln versorgen können. Eine Liste der geöffneten Läden ist aktuell in Arbeit und wird unter www.landshut-einkaufen.de laufend aktualisiert. Um das Einkaufen in der Krise möglichst einfach und unkompliziert zu gestalten, hat sich die Stadt Landshut entschieden, alle gebührenpflichtigen Parkplätze im Innenstadt-Bereich während der Krise für eine Parkdauer von bis zu einer Stunde in Verbindung mit einer Parkscheibe kostenlos bereit zu stellen. Dies gilt für die folgenden Parkzonen:

• Innere Münchener Straße

• Dreifaltigkeitsplatz

• Neustadt

• Grasgasse

• Regierungsplatz

• Postplatz

• Mühleninsel

• Leukstraße

• Isargestade

Die Übersicht ist auch unter www.landshut.de zu finden. „Mit dieser Maßnahme wollen wir zwei Dinge erreichen“, so Michael Luger, Wirtschaftsförderer der Stadt Landshut: „Zum einen wollen wir, dass die Menschen ihre Einkäufe auch mit dem Auto möglichst unkompliziert und ohne große Umwege machen können. Denn das reduziert das Infektionsrisiko. Zum anderen möchten wir ein Zeichen für unsere Nahversorger setzen, die in unserer Innenstadt weiterhin die Fahne hoch halten.“ Wer länger parken möchte, muss weiterhin am Automaten ein Parkticket lösen, was aber auch digital über die „ParkNow“-App möglich ist. „Wir müssen aktuell jeden Handlungsspielraum, den wir haben, – und sei er noch so klein – voll ausschöpfen, um die Folgen von Corona zu reduzieren. Die Stadt Landshut arbeitet auf allen Ebenen mit Hochdruck an der Bewältigung dieser Krise“, so der Wirtschaftsförderer.

 

Foto: h.j.lodermeier

 

 Einzelne Schwerpunkte erkennbar

Verteilung der festgestellten Corona-Fälle in der Region

 

Über 400 Corona-Fälle sind in der Region Landshut bisher festgestellt worden – eine genaue Analyse der Wohnorte der betroffenen Personen lässt sich eine regionale Verteilung des Infektionsgeschehens nachvollziehen. So wird deutlich, dass besonders die Gemeinde Tiefenbach vergleichsweise viele Corona-Fälle aufweist. Auch in Rottenburg, Pfeffenhausen oder Niederaichbach wurden mehrere Infektionen festgestellt. Die Stadt Landshut verzeichnet etwas über 120 Fälle auf rund 74.000 Einwohner.

Landrat Peter Dreier beruhigt aber insbesondere die Tiefenbacher: „Wir haben in diesem Bereich besonders intensiv getestet. Durch eine Festveranstaltung Anfang März war zu vermuten, dass es hier zu einer Häufung an Fällen kommen würde und haben bestmöglich versucht, die Infektionsketten nachzuvollziehen. Deshalb heißt es noch lange nicht, dass beispielsweise die Tiefenbacher besonders gefährdet wären. Denn auch hier gilt: Der wirksamste Schutz ist gute Hygiene und das Minimieren von Kontakten außerhalb der eigenen Familie.“ Das Landratsamt empfiehlt dennoch, bei allen Einkäufen und nötigen Arztbesuche einen Mundschutz zu tragen.

Dies gilt natürlich auch für die andren Gemeinden mit höheren Zahlen: In Rottenburg schlägt eine größere Zahl an infizierten Patienten in der Schlossklinik zu Buche, in Pfeffenhausen ist vor allem die höhere Zahl an Infektionen im Seniorenzentrum zu beachten. Die infektiösen Patienten und ihre direkten Kontaktpersonen befinden sich auch in häuslicher Quarantäne und stellen so keine unmittelbare weitere Infektionsgefahr für die weitere Bevölkerung dar. Außerdem sind diese Zahlen stets eine Momentaufnahme und ständig im Wandel: Denn die Summe beinhaltet auch viele Fälle, die bereits genesen sind und die Quarantäne aufgehoben werden konnte.

Für die Statistik wird grundsätzlich der Wohnort der betroffenen Personen zu Grunde gelegt. Eine Ausnahme bilden aber die Tests, die von den Krankenhäusern genommen wurden; hier fließt zunächst der Standort in die Statistik ein, bevor sie dann ggf. dem Wohnort zugewiesen werden. (Stand: 31. März 2020)

In der Region Landshut wurden bisher 448 Corona-Infektionen festgestellt. Die Zahl der Kontaktpersonen liegt bei 1.826. Bisher sind zwölf Infizierte, bei denen ein Zusammenhang mit COVID19 möglich ist, verstorben (Stand: 01.04.2020, 17.00 Uhr). Die Anzahl der nachgewiesenen Infektionen bildet das gesamte Geschehen seit der KW11 ab, als der erste Corona-Fall in der Region nachgewiesen wurde. Zwischenzeitlich Genesene und aus der häuslichen Quarantäne entlassene Personen sind noch in der Summe enthalten.

Derzeit werden in den Krankenhäusern in der Region 77 Patienten betreut, die mit dem Corona-Virus infiziert sind, hinzu kommen 21 auf den Intensivstationen (Stand: 01.04.2020, 9.30 Uhr). Dies sind aber nicht nur Patienten aus dem Raum Landshut – auch Bürgerinnen und Bürger anderer Landkreise befinden sich in den regionalen Kliniken zur Behandlung (werden aber von einem anderen Gesundheitsamt als Indexfall gelistet). Vorsorglich werden alle Patienten mit einem Atemwegsinfekt, die ins Krankenhaus eingeliefert werden, auf das Corona-Virus getestet. Ein großes Problem sind hier aber die fehlenden Laborkapazitäten – aufgrund der hohen Auslastung kann es mittlerweile mehr als sieben Tage dauern, bis das Testergebnis vorliegt. So lange bleibt der Patient in einer eigenen, isolierten Corona-Station; auch wenn sich nach Eingang des Testergebnisses herausstellen sollte, dass der Patient sich nicht mit dem Virus angesteckt hat. In der Zwischenzeit ist dieser Platz aber dennoch fest belegt und statistisch erfasst.

 

Bildquelle: Landratsamt Landshut

Die Würfel sind gefallen: Der bisherige OB ist auch der künftige OB!

Alexander Putz bleibt mit 70,4 % Landshuter Oberbürgermeister und ist zum ersten Mal für sechs Jahre gewählt.

Die Zweitplatzierte Sigrid Hagl holte 29,6 % der Stimmen.

Sehr enttäuschend ist die geringe und demokratiegeringschätzende Wahlbeteiligung von 55,8 % !
Dabei wurde den Wählern erstmals die Wahlunterlagen frei Haus geliefert!

Oberbürgermeister Alexander Putz, der sich bereits nach drei Jahren im Amt, wie versprochen, wieder zur Wahl gestellt hat, gewinnt die Stichwahl mit einer hohen Anzahl von 70,4 Prozent vor der OB-Kandidatin der Partei der Grünen mit 29,6 Prozent der Stimmen. Er kann somit den Landshuter Stadtrat die nächsten sechs Jahre weiterhin anführen.

Alexander Putz: „Ich bin sehr zufrieden mit diesem Ergebnis, und es ist eine große Verantwortung, die mir übertragen worden ist. Gerade die letzten Wochen haben gezeigt, was diese Verantwortung für einen persönlich in so einer Krisensituation bedeutet. Ich werde versuchen bestmöglichst meiner Verantwortung gerecht zu werden. Ich bin auch froh, dass viele Leute gewählt haben. Wir haben eine deutlich höhere Wahlbeteiligung als vor zwei Wochen. Das zeigt, dass die Bürger trotz der Krise, denn viele haben Angst um ihre Gesundheit, viele bangen um ihren Arbeitsplatz und viele Selbständige wenden sich täglich an mich, und trotzdem ist es ihnen nicht egal gewesen, wer die Geschicke in Landshut in den nächsten 6 Jahren als Oberbürgermeister leitet. Insofern bin ich den Wählerinnen und Wählern sehr dankbar, für diesen Vertrauensbeweis.“

-hjl/RLC-

 

Foto: Stadt Landshut

PRESSEMITTEILUNG                                                                                  18.03.2020

Angesichts der Corona-Krise gilt im Freistaat seit Montag der Katastrophenfall. Die bereits erlassenen Maßnahmen haben auch auf das Alltagsleben in der Stadt Landshut erhebliche Auswirkungen. Oberbürgermeister Alexander Putz bittet die Bevölkerung um Verständnis für die erforderlichen Einschränkungen und wendet sich mit folgendem Appell an alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt Landshut:

Liebe Landshuterinnen und Landshuter,

wegen der Verbreitung des Corona-Virus gilt seit Montag bayernweit der Katastrophenfall. Seit Wochenbeginn sind eine Vielzahl von Maßnahmen umgesetzt worden, die auch vor Ort ganz erhebliche Auswirkungen auf unser Alltagsleben haben. Ich weiß, dass diese Einschränkungen viele von uns hart treffen, das gilt nicht zuletzt für Gewerbetreibende. Dennoch halte ich die nun geltenden Regelungen zum Schutz aller für sinnvoll und zwingend erforderlich. Daher bitte ich um Ihr Verständnis und appelliere an Sie alle: Bitte halten Sie sich an die Anordnungen und helfen Sie mit, durch eine Reduzierung der Sozialkontakte – auch und gerade im privaten Bereich – das Infektionsrisiko zu senken. Unser aller Ziel muss es dabei sein, auf diese Weise die Ausbreitung des Virus spürbar zu verlangsamen, um so einerseits besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen, also unsere älteren oder vorerkrankten Mitbürgerinnen und Mitbürger, möglichst vor einer Ansteckung zu schützen und andererseits die Kapazitäten unseres Gesundheitssystems nicht zu überlasten.

Diese schwierige Situation können wir nur meistern, wenn wir alle zusammenhelfen. Stadt und Landkreis Landshut stimmen ihre Schritte daher eng miteinander ab, die wesentlichsten Maßnahmen möchte ich im Folgenden nochmal zusammenfassen.

  1. Gemeinsam haben Stadt und Landkreis Landshut ein Bürgertelefon eingerichtet: Unter den Nummern 0871/408 – 1805; -1806 und -1807 können Sie, liebe Landshuterinnen und Landshuter, sich mit Ihren Fragen rund um das Coronavirus an erfahrene Mediziner wenden. Die Telefone sind täglich von 10 bis 12 Uhr und von 14 bis 16 Uhr besetzt; eine Ausweitung des Angebots ist angedacht. Mein Dank gilt in diesem Zusammenhang den Ärztinnen und Ärzten, deren ehrenamtliches Engagement diesen Service möglich macht. Selbstverständlich stehen außerhalb der Betriebszeiten des Bürgertelefons auch die beiden landesweiten Hotlines zur Verfügung: Das Infotelefon der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern (KVB) ist unter der Nummer 116 117 erreichbar, die Hotline des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit unter der Nummer 09131/6808-5101.
  1. Auf eine gemeinsame Anfrage von Stadt und Landkreis hin wird die KVB voraussichtlich noch in dieser Woche eine mobile Abstrich-Station einrichten, an der Patienten, bei denen ein begründeter Verdacht auf eine Infektion besteht, auf das Coronavirus getestet werden können. Darüber, ob ein begründeter Verdacht auf eine Erkrankung besteht, können nur Ärzte entscheiden: Ich bitte Sie daher dringend, die Test-Station nicht ohne entsprechende Überweisung eines Arztes oder einer Gesundheitseinrichtung aufzusuchen. Die Stadt Landshut wird für die Test-Station übrigens das Freigelände vor der Sparkassen-Arena zur Verfügung stellen.
  1. Die aktuelle Lage hat natürlich auch auf die Verwaltung Auswirkungen: Seit Dienstag sind in der Stadt Landshut die Rathäuser 1 und 2 für den Parteiverkehr geschlossen. Diese Maßnahme erfolgt sowohl zum Schutz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als auch der Besucherinnen und Besucher. Persönliche Termine sind nur noch in Ausnahmefällen und ausschließlich in wichtigen, unaufschiebbaren Angelegenheiten möglich – und auch nur dann, wenn der Termin vorab telefonisch vereinbart wird. Natürlich sind alle Ämter der Stadt Landshut auch weiterhin besetzt und per E-Mail und Telefon erreichbar. In diesem Zusammenhang bitte ich, die entsprechenden Meldungen in der Presse, auf unserer Homepage www.landshut.de und auf der Facebook-Seite der Stadt zu beachten.
  1. Auch die Stadtwerke Landshut haben ihre Servicestellen vorsorglich geschlossen. Die Stadtwerke bitten ihre Kunden daher, ihre Anliegen per Post oder per E-Mail an info@stadtwerke-landshut.de zu senden. Telefonisch sind die Stadtwerke unter der Service-Nummer 0800 0871 871 (kostenfrei aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunk gegebenenfalls abweichend) montags bis freitags von 8 bis 18 sowie samstags von 9 bis 13 Uhr erreichbar.
  1. Bereits seit einigen Tagen erfolgt in allen Stadtbussen kein Barverkauf von Fahrkarten mehr, auch Ticketkontrollen finden nicht mehr statt – Fahren ohne Fahrschein hat also aufgrund der Ausnahmesituation keine negativen Folgen für den Fahrgast. Zudem können Fahrgäste nicht mehr durch die Vordertür einsteigen. Alle diese Maßnahmen dienen dem Gesundheitsschutz der Busfahrer. Deshalb bitte ich Sie um Verständnis.

Eine ständig aktualisierte Zusammenfassung aller Maßnahmen sowie sämtliche Informationen rund um den Coronavirus erhalten Sie auch unter www.landshut.de/corona.

Sehr begrüßenswert finde ich, dass sich in diesen Tagen bereits eine Reihe von Vereinen und Privatinitiativen dazu bereit erklärt haben, Nachbarschaftshilfe zu leisten – beispielsweise, indem Einkäufe und Erledigungen für ältere oder kranke Mitbürgerinnen und Mitbürger übernommen werden. Dieses ehrenamtliche Engagement ist vorbildlich, es verdient jede Unterstützung. Auf der städtischen Homepage und auf unserer Facebook-Seite finden Interessierte Links auf die bereits bestehenden Angebote. Dabei bitte ich nur, auch in diesen Fällen auf die geltenden Kontaktbeschränkungen zu achten: Sie dienen vor allem dem Schutz unserer Seniorinnen und Senioren und sollten in jeder Situation eingehalten werden.

Ich denke, ich spreche im Namen von uns allen, wenn ich abschließend allen Ärztinnen und Ärzten, dem Pflegepersonal und sämtlichen Bediensteten in Kliniken und Praxen danke: Sie leisten Großartiges und opfern sich ohne Rücksicht auf eigene Risiken für die Gesundheit Ihrer Mitmenschen auf. Ich verneige mich vor Ihrem Einsatz und bitte Sie, im Kampf um die Gesundheit unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger nicht nachzulassen!

Obwohl wir momentan sicherlich der größten gesellschaftlichen Herausforderung seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs gegenüberstehen, möchte ich abschließend versichern, dass es auch in der Region Landshut keinen Grund für Panik oder Hysterie gibt. Laut allen Experten ist eine Infektion mit dem Coronavirus für die allermeisten Betroffenen nicht bedrohlich, viele werden womöglich gar nicht merken, dass sie überhaupt erkrankt sind. Dennoch gilt es, unsere Mitmenschen, bei denen ein erhöhtes Risiko für schwere Verläufe besteht, vor einer Infektion zu schützen. Dazu dienen alle Maßnahmen, die aber nur dann ihre erhoffte Wirkung entfalten werden, wenn sich jeder und jede daran hält.

Für Ihre Solidarität und Ihre Mithilfe bedanke ich mich im Namen der Stadt Landshut sehr herzlich bei Ihnen! Bitte bleiben Sie gesund.

Mit freundlichen Grüßen und besten Wünschen

Alexander Putz, Oberbürgermeister

PRESSEMITTEILUNG 13.03.2020 

Stadt verfügt auf Vorschlag des Gesundheitsamts 

sofortige Schließung von Kinos und Discos 

Die Stadt Landshut hat in ihrer Eigenschaft als Kreisverwaltungsbehörde (Untere Gesundheitsbehörde) und auf Vorschlag des Gesundheitsamts den Betrieb des Kinopolis mit sofortiger Wirkung untersagt. Die laufenden Vorstellungen dürfen noch zu Ende gebracht werden, danach ist der Betrieb einzustellen. Die Anordnung gilt entsprechend auch für die Discotheken im Stadtgebiet, konkret das „Trixie Schneider“, den „Rocket Club“ und das „Flux“. Grund ist jeweils der Schutz der Bevölkerung vor der weiteren Ausbreitung des Coronavirus.

PRESSEMITTEILUNG

Ab Montag (16.03.) werden in Landshut konkrete Verdachtsfälle zentral getestet

Die von Stadt und Landkreis Landshut initiierte zentrale Screening-Einheit zum Test von konkreten Verdachtsfällen auf eine Erkrankung mit dem Corona-Virus wird am Montag, 16.03. ihre Arbeit aufnehmen. Auf der Landshuter Grieserwiese werden im Bereich der alten Rettungswache künftig in einem Art “Drive-In”-Verfahren Personen getestet, bei denen der konkrete Verdacht besteht, dass sie sich mit dem Corona-Virus infiziert haben könnten. Zusätzlich wird ab Montag eine telefonische Annahme-Stelle für Bürgerinnen und Bürger aus Stadt und Landkreis eingerichtet, bei sich potentiell erkrankte Personen melden können und Mediziner eine erste Anamnese stellen können. Sie ist ab Montag täglich von 10.00 bis 12.00 Uhr und von 14.00 bis 16.00 Uhr unter Tel. 0871/408-1800 erreichbar.

In der Screening-Stelle werden aber ausschließlich Patienten getestet, die von ihrem Hausarzt oder der zusätzlichen telefonischen Annahme-Stelle zuvor als begründeter Verdachtsfall angemeldet werden. Ein solcher Verdachtsfall besteht erst, sofern ein Patient einschlägige Symptome (Atemwegsbeschwerden, Fieber, Schnupfen, Kopfschmerzen und Husten) aufzeigt und in den vergangenen zwei Wochen nach Auftreten der Beschwerden in einem der genannten Risikogebiete war und/oder mit einer nachweislich infizierten Person mindestens 15 Minuten in direktem Kontakt stand. Sollte mindestens einer dieser Punkte nicht erfüllt sein, besteht kein Verdacht auf eine Infektion. Die Teststelle wird vorerst täglich von 9.00 bis 12.00 Uhr geöffnet sein.

Auch weiterhin gilt: Der Patient meldet sich telefonisch bei seinem Hausarzt oder der neuen Service-Stelle und schildert seine Lage. Der Hausarzt beurteilt anhand des Gesprächs, ob es sich um einen konkreten Verdachtsfall handelt oder nicht. Muss die Person auf eine Infektion mit dem Corona-Virus getestet werden, meldet der Hausarzt die Person bei der Screening-Einheit zuvor an. Der Patient fährt mit seinem Auto auf die Grieserwiese, wo zunächst seine Personalien mit der Anmeldung aus der Praxis abgeglichen werden. Im Anschluss wird ein Rachenabstrich genommen, der von einem Labor untersucht wird. Der Getestete wird über sein Ergebnis informiert: Sollte der Test positiv ausfallen, wird das Gesundheitsamt weitere Maßnahmen veranlassen.

Da der Patient während des gesamten Verfahrens sein Auto nicht verlassen muss, ist gewährleistet, dass sich die Mitarbeiter oder andere Personen hier nicht anstecken können. “Mit dieser Screening-Einheit wollen wir die Hausärzte, Notaufnahmen und Rettungsdienste in unserer Region entlasten, damit auch die medizinische Versorgung in unserer Region weiter gewährleistet ist”, erklärten Landrat Peter Dreier und Oberbürgermeister Alexander Putz diese Initiative. Dabei machten sie noch einmal deutlich, dass ausschließlich die Personen getestet werden, die im Vorfeld auch tatsächlich vom Hausarzt oder der telefonischen Annahme-Stelle als begründete Verdachtsfälle angemeldet wurden. Personen, die sich rein präventiv testen lassen wollen oder zusätzlich mitgebracht werden, können nicht berücksichtigt werden.

Mittlerweile sind in Stadt und Landkreis Landshut sechs Menschen positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Das Gesundheitsamt ermittelt die Kontaktpersonen und veranlasst weitere Maßnahmen.

Trotz der geltenden Schul- und Kitaschließungen, die durch die Bayerische Staatsregierung veranlasst wurden, läuft der Busbetrieb des LAVV vorerst wie gewohnt weiter.

Alle Informationen sind auf der Homepage des Bundesgesundheitsministeriums (https://www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus.html), des Bayerischen Gesundheitsministeriums (https://www.stmgp.bayern.de/vorsorge/infektionsschutz/infektionsmonitor-bayern/) oder des Robert-Koch-Instituts

(https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/nCoV_node.html) verfügbar. Das Bundesgesundheitsministerium hat ein Bürgertelefon eingerichtet (Tel. 030 346 465 100) und auch unter der Tel. 116 117 steht der Ärztliche Bereitschaftsdienst zur Verfügung.

 

Foto: Landkreis Landshut

PRESSEMITTEILUNG
Die aktuellen Entwicklungen hinsichtlich des Corona-Virus‘ wirken sich auch auf die bereits angekündigte Veranstaltung am Wahlsonntag, 15. März, im Neue Plenarsaal aus. Wie bereits berichtet, sollte dort die Möglichkeit angeboten werden, die aktuellen Ergebnisse der Oberbürgermeister- und Stadtratswahl nach Schließung der Wahllokale auf einer Leinwand live mitzuverfolgen.
Aufgrund des erwarteten hohen Besucheraufkommens und der im Verhältnis beengten räumlichen Verhältnisse wird der Neue Plenarsaal aus präventiven Gründen und zum Schutz der Bürger deshalb nicht für die Allgemeinheit geöffnet. Lediglich Presse- und Medienvertreter, Stadträte und Oberbürgermeisterkandidaten mit Begleitung erhalten die Möglichkeit, in den Neuen Plenarsaal zu kommen. Die Stadt Landshut kommt auch hier den Vorgaben der Staatsregierung nach, „kleinere“ Veranstaltungen nach Ermessen abzusagen, und bittet wegen der getroffenen Schutzmaßnahme um Verständnis.
Ergebnisse unter
www.landshut-wahl.de
Nach wie vor bietet die Stadt Landshut den gewohnten Online-Service zu den Wahlen an: Sobald das erste Ergebnis vorliegt, ist es auf der von der Stadt Landshut eigens eingerichteten Internetseite unter
www.landshut-wahl.de zu sehen. Darüber hinaus wird auch ein Fernsehteam des Bayerischen Rundfunks vor Ort sein, das auch aus Landshut live berichten wird.

PRESSEMITTEILUNG                                                                                  12.03.2020

Über möglichen Ersatztermin soll zu einem späteren Zeitpunkt entschieden werden

Die Stadt wird in ihrer Eigenschaft als Untere Gesundheitsbehörde auf Weisung des Gesundheitsamts Landshut die für den Zeitraum vom 24. April bis zum 3. Mai 2020 geplante Frühjahrsdult absagen. Diese Entscheidung hat Oberbürgermeister Alexander Putz heute Vormittag den Festwirten, Vertretern der Schausteller und Marktkaufleute sowie der Brauerei Wittmann in einer kurzfristig anberaumten Gesprächsrunde im Rathaus mitgeteilt. Grund ist die voranschreitende Ausbreitung des Coronavirus. Von allen Beteiligten wurde die unerfreuliche Nachricht mit großem Verständnis aufgenommen.

Gleichzeitig wurde vereinbart, über einen Ersatztermin und damit eine „außerplanmäßige“ Dult im Juni nachzudenken. Darüber kann allerdings erst zu einem späteren Zeitpunkt und in Abhängigkeit von der weiteren Entwicklung hinsichtlich der Corona-Epidemie entschieden werden, wobei der Schutz der Bevölkerung weiterhin für alle Beteiligten oberste Priorität genießt.

 

PRESSEMITTEILUNG                                                                                  12.03.2020

Mann positiv getestet – Familie in Quarantäne

Grundschule Carl-Orff bleibt bis zum 20. März geschlossen

In der Stadt Landshut gibt es den ersten bestätigten Corona-Fall: Ein 58-jähriger Mann, der kürzlich von einer dienstlichen Reise aus den USA zurückgekehrt war, ist positiv auf das Virus getestet worden. Er zeigt zwar Symptome, ist insgesamt aber derzeit in guter Verfassung und befindet sich daher in häuslicher Quarantäne. Ebenfalls in häuslicher Quarantäne sind seine Ehefrau und die beiden Kinder des Paares. Alle Familienmitglieder werden ebenfalls auf das Coronavirus getestet.

Da ein Kind die Grundschule Carl-Orff besucht, wird die Schule aus Sicherheitsgründen vorsorglich ab morgen durch das Schulamt zunächst bis Freitag, 20. März, geschlossen. Eine Ersatzbetreuung kann nicht angeboten werden. Das Gesundheitsamt ermittelt außerdem die weiteren Kontaktpersonen und wird, soweit erforderlich, auch weitere Maßnahmen veranlassen.

In diesem Zusammenhang weisen das Gesundheitsamt und die Stadt Landshut nochmals darauf hin, dass die üblichen Hygienemaßnahmen wie regelmäßiges Händewaschen, Husten in die Ellenbeuge und das Meiden von direktem Kontakt mit offenbar kranken Personen, die beste Möglichkeit sind, um sich vor der Erkrankung zu schützen.

Sollte ein begründeter Verdacht der Infektion mit dem Corona-Virus bestehen – die Person zeigt entsprechende Symptome undwar in den vergangenen zwei Wochen in einem der genannten Risikogebiete und/oder mit einer nachweislich infizierten Person mindestens 15 Minuten in direktem Kontakt – ist unbedingt folgende Vorgehensweise zu beachten: Der Patient meldet sich telefonisch bei seinem Hausarzt, schildert seine Lage und bespricht das weitere Vorgehen. Auch der Kassenärztliche Bereitschaftsdienst – erreichbar unter 116 117 – ist einer der ersten Ansprechpartner. Das Gesundheitsamt bittet die Bevölkerung, unbedingt diese Vorgehensweise einzuhalten und in keinem Fall selbstständig die Notaufnahmen der Krankenhäuser anzurufen. Auch das Alarmieren des Rettungsdienstes ist weiterhin lediglich in Notsituationen geboten.

 

fraktion.csu@landshut.de

CSU Fraktion Landshut   84028 Landshut   Rathaus

 

An den

Stadtrat der

Stadt Landshut

 

Antrag

Der Stadtrat möge beschließen:

Die Stadt Landshut folgt den sich aus dem Volksbegehren „Rettet die Bienen“ ergebenden Empfehlungen, bis zum Jahr 2030 eine klimaneutrale Verwaltung zu erreichen (Art. 11c Satz 2 Bayerisches Naturschutzgesetz), die im Eigentum der Stadt stehenden Gebäude und ihre zugehörigen Freiflächen über das nach Art. 7 Abs. 1 Bayerische Bauordnung geforderte Maß hinaus angemessen zu begrünen oder zu bepflanzen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 BayBO) sowie die begrünten Teile der Trenn- Seiten, Rand und Sicherheitsstreifen, Böschungen und sonstigen straßenbegleitenden Grundstücksteile (Straßenbegleitflächen) bei Kreis- und Gemeindestraßen mit dem Ziel zu bewirtschaften, die Luftreinhaltung, die Artenvielfalt und den Biotopverbund zu fördern.

Begründung:

Die Bayerische Staatsregierung hat das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ in Form von erheblichen Gesetzesänderungen weitestgehend umgesetzt. Unter anderem verpflichtet sich der Freistaat Bayern in Art. 11c Bayerisches Naturschutzgesetz selbst bis zum Jahre 2030 eine klimaneutrale Verwaltung zu erreichen. Mit einer Ergänzung der Bayerischen Bauordnung verpflichtet sich der Freistaat Bayern zu einer über das übliche Maß hinausgehenden angemessenen Begrünung und Bepflanzung seiner Liegenschaften.

Die Staatsstraßen sollen gemäß einer Änderung des Bayerischen Straßen und Wegegesetzes als Magergrünland bewirtschaftet werden. Lärmschutzanlagen sollen begrünt werden. Die Maßnahmen nach der Bayerischen Bauordnung stehen natürlich in Bezug auf z.B. baurechtliche, denkmalschützende usw. Kriterien unter Vorbehalt, während die Maßnahmen nach dem Bayerischen Straßen und Wegegesetz unter dem Vorbehalt der Verkehrssicherheit stehen. Den kommunalen Gebietskörperschaften (BayNatSchG; BayBO) bzw. den Landkreisen und Gemeinden (BayStrWG) wird jeweils empfohlen, die Selbstverpflichtung des Staates zu übernehmen.

Mit den beschriebenen Maßnahmen kann die Stadt einen wertvollen Beitrag zu Klimaschutz, Klimaanpassung und Biodiversität leisten. Das Engagement in diesen Themen wird als weicher Standortfaktor weiter an Bedeutung gewinnen.

 

Rudolf Schnur                                                         Dr. Thomas Haslinger

Anke Humpeneder-Graf                                       Manfred Hölzlein

Lothar Reichwein                                                   Helmut Radlmeier

Gaby Sultanow

 

Foto: klartext.LA