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Sozialverwaltung des Bezirks Niederbayern

Bildtext (v. l.): Johannes Fauth, Leiter des Referats für Entgeltwesen und Sozialplanung, Carin Brandhuber, stv. Leiterin des Referats Geschäftsleitung, Martin Gallitzendörfer, Leiter des Referats Eingliederungshilfe für Kinder und Jugendliche, Pressesprecherin Christine Hochreiter und Irmgard Kaltenstadler, Leiterin der Sozialverwaltung, vor dem Neubau.

 

Die Sozialverwaltung des Bezirks Niederbayern expandiert

Immer mehr Aufgaben und immer mehr Mitarbeiter: Im September beginnt der Umzug in den Neubau

 

Immer mehr Beschäftigte für immer mehr Aufgaben: die Sozialverwaltung des Bezirks Niederbayern in Landshut expandiert – und bekommt demnächst ein neues „Zuhause“. Rund 30.000 Fälle werden allein in diesem Jahr bearbeitet, von fast 180 Mitarbeitern in fünf Referaten. Hinter all diesen „Fällen“ stehen Menschen mit ganz persönlichen Lebensgeschichten und Schicksalen. Im Rahmen des Bezirks-Projekts „Rollenwechsel“ machte sich die Leiterin des Referats für Öffentlichkeitsarbeit  Christine Hochreiter jetzt einen Tag lang vor Ort ein Bild von der umfangreichen Tätigkeitspalette der Sozialverwaltung – von der Eingliederungshilfe für behinderte Menschen bis hin zur  Hilfe zur Pflege. Der Bezirk organisiert  unter anderem Hilfsmittel für Menschen mit Beeinträchtigung, kümmert sich um Schulbegleiter oder darum, dass ein Mensch mit Beeinträchtigung eine teilstationäre heilpädagogische Tagesstätte besuchen kann.  Er  investiert derzeit allein 60 Millionen Euro pro Jahr in rund 4.000 Werkstatt-Plätze in Niederbayern und 55 Millionen Euro in 1.500 Plätze in Wohnheimen für Menschen mit geistiger Behinderung. Gemeinsam mit der Pflegekasse werden die Pflegesätze für rund 200 Seniorenheime in Niederbayern verhandelt.

Mit 442,9 Millionen Euro fließen in diesem Jahr fast 90 Prozent des Verwaltungshaushalts in die soziale Sicherung (2018: 423,6 Millionen Euro). Die Ausgaben für die Hilfe zur Pflege und die Eingliederungshilfe haben sich seit 2014 um insgesamt fast 111 Millionen Euro erhöht. Auch haben die Bezirke 2018 die Hilfen im Rahmen der ambulanten Pflege von den Landkreisen und Städten übernommen. Hierfür sind im Haushaltsplan über drei  Millionen  Euro vorgesehen.

 

Der Neubau bietet Platz für rund 200 Mitarbeiter

Ab der zweiten Septemberwoche werden die Mitarbeiter den Planungen zufolge in das neue Verwaltungsgebäude in Landshut-Schönbrunn in unmittelbarer Nähe zu Hochschule, Sparkassenakademie und Agrarbildungszentrum umziehen. Der Neubau mit vier Stockwerken hat eine Bruttogeschossfläche von gut 5.700 Quadratmetern und bietet Platz für etwa 200 Mitarbeiter. Dach und Fassaden sind weitgehend fertig. Im Außenbereich laufen aktuell die  Landschaftsbauarbeiten sowie die Erschließungsarbeiten. Die Fertigstellung ist  Anfang September geplant. Im Innenbereich sind die Rohinstallationen fertiggestellt, Decken und Wände geschlossen. Der Innenausbau soll Anfang/Mitte August abgeschlossen sein. Danach erfolgt die Baureinigung, Möbel werden eingebaut, Abnahmen und Prüfungen finden bis voraussichtlich Anfang September statt. Die Leiterin der Sozialverwaltung Irmgard Kaltenstadler sagte bei einer Besichtigung der Baustelle schräg gegenüber des bisherigen Sitzes: „Wir freuen uns alle auf das  neue Gebäude. Der Neubau schafft für die Mitarbeiter und ihre umfangreichen Aufgaben beste Rahmenbedingungen.“

 

Das Projekt „Rollenwechsel“

Die Perspektive ändern und so neue Einblicke in den Alltag der Einrichtungen gewinnen: Das ist das Ziel des Projekts „Rollenwechsel“ des Bezirks Niederbayern, bei dem Führungskräfte einen Tag eine  bezirkseigene Einrichtung näher kennenlernen. Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich machte zum Jahresstart den Anfang und besuchte die Erwachsenenpsychiatrie am Bezirkskrankenhaus Passau. Bezirkstagsvizepräsident Dr. Thomas Pröckl verbrachte einen Tag im Zentrum für integrale Depressionsbehandlung am Bezirksklinikum Mainkofen. Die Leiterin der Sozialverwaltung Irmgard Kaltenstadler ging für einen Tag wieder in die Schule. Sie „hospitierte“ im Institut für Hören und Sprache (IfH) in Straubing. Nach Abschluss des Bezirksprojekts werden alle Teilnehmer gemeinsam bei einer Pressekonferenz berichten, was sie jeweils von dem Rollenwechsel „mitgenommen“ haben.

 

– ch –

 

Foto: Bäter/Bezirk Niederbayern

 

Im Bild von rechts: Bezirksrat Markus Scheuermann, Architektin Dipl.-Ing. (FH) Angelika Greßmann (dp Architekten, Regensburg), Burkhard Mayenschein (Geschäftsführer Josef Stanglmeier Bauunternehmung GmbH & Co. KG, Abensberg), Bezirksrat Toni Deller, Oberbürgermeister Alexander Putz, Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich, Irmgard Kaltenstadler, Leiterin der Sozialverwaltung, Matthias Kopf und Stefan Singer, Referat Bauangelegenheiten des Bezirks, Dipl.-Ing. (FH) Stefan Sabukosek (Geschäftsführer Sehlhoff GmbH Ingenieure + Architekten, Landshut)
Foto: Bezirk Niederbayern

Landshut. Nachdem die Mitglieder des Bezirksausschusses im Februar dieses Jahres die Freigabe zur Ausführung erteilten, fiel mit dem Spatenstich am 3. August 2017 der offizielle Startschuss für den Neubau eines Verwaltungsgebäudes für die Sozialverwaltung des Bezirks Niederbayern.
Im Herbst 2019, so der Zeitplan, soll das 4-geschossige Gebäude in Riegelbauweise fertig sein: mit ca. 200 Büroarbeitsplätzen, 184 Pkw-Stellplätzen und einem Sitzungssaal. „Waren in der Sozialverwaltung 2009 105 Bedienstete beschäftigt, sind es derzeit 155. Und die Auswirkungen des Bundesteilhabegesetzes wie auch die im Raum stehende Übertragung weiterer Aufgaben werden den Personalbedarf weiter erhöhen“, so Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich.
Schon bei der Genehmigung der Vorentwurfsplanung wurde außerdem eine mögliche spätere Aufstockung um ein weiteres Geschoss beschlossen. Von Seiten der Planung und Statik wurden entsprechende Vorkehrungen getroffen, um dies zu einem späteren Zeitpunkt mit minimalen Eingriffen realisieren zu können.

Priorität hatten bei der Planung die Energieeffizienz des Gebäudes und die Nutzung regenerativer Energien. Architektin Angelika Greßmann erklärte, dass der Neubau im KfW 55-Energiestandard errichtet und mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet sein wird; die Beheizung erfolgt über eine Wärmepumpe und eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung.
Aus Gründen des Hochwasserschutzes ist der Neubau in Landshut-Schönbrunn nicht unterkellert. Der durch den Neubau verlorengegangene Rückhalteraum wurde aber durch die Schaffung von Retentionsflächen auf den angrenzenden Grundstücksflächen ausgeglichen.

Für den Bau des Verwaltungsgebäudes in Landshut-Schönbrunn, in das der Bezirk Niederbayern ca. 19,14 Millionen Euro investiert, sprachen die zentrale Lage sowie die gute Anbindung an den ÖPNV und die Erschließung.

Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich dankte allen am Projekt Beteiligten und schloss mit dem Wunsch „dass der Neubau unfallfrei, im Rahmen des Zeitplans und im Rahmen des Budgets ausgeführt werden kann“.