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Smartphones

Bildtext: Michael Wissinger (EDV-Administrator Markt Ergolding), Sabine Bichler (Rektorin Grundschule Piflas), Andreas Strauß (Erster Bürgermeister Markt Ergolding)

 

Die Grundschule Piflas startet nach den Weihnachtsferien den Schulbetrieb mit einem neuen technischen Medium

24 Tablets stehen den Piflaser Schülerinnen und Schülern ab sofort zur Verfügung

 

Dass Smartphones, Tablets & Co. immer mehr den Alltag eines jeden einzelnen bestimmen ist unbestreitbar. In der Arbeitswelt sind diese Medien nicht mehr wegzudenken. Und da gehört es nun mal dazu, dass man mit den technischen Funktionen vertraut sein muss. Deshalb macht die Grundschule Piflas einen ersten Schritt, um den Grundschülerinnen und –schüler den verantwortungsvollen Umgang mit Tablets näher zu bringen. „Das Wischen, Zoomen und Auswählen muss man den Kindern nicht mehr beibringen, das kennen sie von zu Hause“, so Rektorin Sabine Bichler. Vielmehr soll im Unterricht auf die Grundlagen der gängigsten Programme eingegangen werden. Die Lehrstunden mit dem Tablet sind für alle Jahrgangsstufen geeignet und entsprechend angepasst. So erlernen beispielsweise die Jüngsten das Malen mit dem entsprechenden Stift auf dem Tablet und die 4.-Klässler dürfen schon erste Erfahrungen mit Microsoft-Programmen machen. Die abnehmbare Tastatur der Tablets ermöglicht flexible Unterrichtsinhalte.

Eine auf allen 24 Tablets installierte Software bietet eine Besonderheit: Die Schritte und Bewegungen, die ein Mitschüler auf seinem Tablet macht, können die anderen Schüler und auch die Lehrkraft mitverfolgen. Das ist vor allem bei Gruppenarbeit sehr praktisch. In einem speziellen Koffer, eine Art „Trolley“ können alle Tablets gut verstaut, gleichzeitig geladen und bequem transportiert werden.

Erster Bürgermeister Andreas Strauß wünschte Frau Bichler erfolgreiche und vielversprechende Unterrichtsstunden.

 

Foto: Marktgemeinde Ergolding

Geringe Bezahlung und neue Technologien verdrängen Qualitätspresse 
Qualitätspresse: stark vom Aussterben bedroht (Foto: pixelio.de, A. Hermsdorf)
Qualitätspresse: stark vom Aussterben bedroht (Foto: pixelio.de, A. Hermsdorf)

Dublin (pte014/09.04.2015/11:30) – Der TV-Produzent Michael Rosenblum http://rosenblumtv.com findet im Rahmen einer Fachtagung zum mobilen Journalismus in Dublin klare Worte. Um die Qualitätspresse sei es schlecht bestellt: “Der Job des Journalisten ist so tot wie der eines Liftboys.” Seiner Ansicht nach wurden Aufzugführer durch Druckknöpfe, Fabrikarbeiter durch Roboter und Bankangestellte am Schalter von Geldausgabeautomaten ersetzt. Amazon habe die Buch- und Musikhändler von der Bildfläche gefegt, während es nun dem Journalismus an den Kragen gehe.

Gehälter für Profis sinken

“Smartphones sind mächtige Instrumente für Journalisten. Es gibt keine Barrieren mehr dafür, Journalist zu sein. Jeder kann es tun”, sagt Rosenblum. Der Branchenkenner vergleicht die Branche mit Airbnb und Uber. “Airbnb besitzt kein einziges Hotel und Uber kein einziges Taxi. In naher Zukunft werden die weltgrößten Medienunternehmen auch keinen einzigen Journalisten mehr angestellt haben”, ist Rosenblum überzeugt.

Die Entwicklungen seien bereits zu sehen. Freie Journalisten strömen in den Markt, was dazu geführt habe, dass sich die Bezüge für Journalisten in diesem Jahrtausend stark verringert hätten. Copy-und-Paste-Journalismus verbreite sich rasant. Ein Freelancer schreibt: “Es ist eine unvermeidliche Konsequenz, dass angestellte Redakteure die technischen Tools nutzen, um unsere Arbeit billig zu bekommen. Wir leiden, weil wir aufgrund unserer Erfahrungen und Fähigkeiten, Qualitätsjournalismus zu produzieren, gerecht bezahlt werden wollen.”

Demokratie gerät in Gefahr

Die niedrige Entlohnung könnte laut Experten auf lange Sicht dazu führen, dass immer weniger begabte Menschen den Journalismus als Beruf wählen. Jedoch – und darin sind sich die Branchenbeobachter des Dubliner Kongresses auch einig – braucht es echte Journalisten, die ihre Fähigkeiten dazu verwenden, im Namen der Gesellschaft tätig zu werden. Denn ist der Journalismus in Gefahr, so ist es letztlich auch die Demokratie.