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Seniorenbeirat der Stadt Landshut

Die Sprechstunde des Seniorenbeirates der Stadt Landshut findet am Freitag, 21.08.2020 von 10.00 bis 11.00 Uhr statt. Aufgrund der Coronapandemie ist jedoch ein persönliches Erscheinen nicht möglich.  Richard Kiermeier berät ältere Menschen und informiert über Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Heimaufnahme, Notfallmappe und Notfalldose. Er ist in dieser Zeit unter der Tel.-Nr. 0871/88 1614 zu erreichen.

Aufgabe des Seniorenbeirates ist es, die Interessen der älteren Mitbürger zu vertreten und Ansprechpartner für den Stadtrat, die Stadtverwaltung und Verbände zu sein. Er nimmt Beschwerden und Anregungen älterer Mitbürger entgegen und leitet sie nach Überprüfung den zuständigen Stellen mit einer Stellungnahme zu, soweit er sie nicht selbst erledigen kann.

 

Der Vorsitzende des Seniorenbeirates der Stadt Landshut übt Kritik am Stadtrat und stellt Erwartungen an den neuen Stadtrat auf.
Franz Wölfl im Bild mit Bürgermeister Erwin Schneck (re.).


Seniorenbeirat der
Stadt Landshut 

                                                                                      . 

 

Pressemeldung Nr. 2/2/2020  – Landshut, den 29. April 2020 

Pressemeldung des Seniorenbeirates der Stadt Landshut 

Stadträte*innen: vergesst die Alten nicht! 

„Der Seniorenbeirat der Stadt Landshut appelliert an die am 15. März gewählten Stadträtinnen und Stadträte, in der am 1. Mai beginnenden Amtsperiode die berechtigten Belange der älteren Landshuterinnen und Landshuter nicht zu vergessen“, erklärte Franz Wölfl, der Vorsitzende des Landshuter Seniorenbeirates. 

Rund ein Viertel der Bevölkerung unserer Heimatstadt sei älter als 60 Jahre; in nur wenigen Jahren wird sich der Anteil auf ein Fünftel belaufen. Wir Älteren seien keine Egoisten. Das meiste, was man für uns tut, komme auch anderen Generationen zu Gute, wie beispielsweise der Umbau des Straßenbelags der Altstadt zeige. Eine der größten Herausforderungen für den Stadtrat sei, von der Verwaltung ein Stadtentwicklungskonzept erarbeiten zu lassen, das nicht nur klimafreundlich, sondern auch altersgerecht sei. Nehme man die demographische Entwicklung ernst, dann hieße dies, die Stadtviertel so zu gestalten, dass ältere Menschen in ihrem vertrauten Wohnumfeld verbleiben können. Auch sollte nicht unberücksichtigt bleiben, dass ältere Menschen ab einem gewissen Alter vom Auto und Fahrrad auf andere Fortbewegungsmittel wie E-Scooter mit 6 km/h Höchstgeschwingigkeit, Rollator oder Rollstuhl umsteigen. Darüber nachzudenken, ob es sinnvoll wäre, auf breiteren Gehwegen eine Spur für diese Fortbewegungsmittel zu reservieren, wäre sicher lohnenswert. 

Der Seniorenbeirat erwartet vom neuen Stadtrat ferner, bei den städtischen Bussen mehr Service für ältere und behinderte Menschen anzubieten. Das könne beispielsweise dadurch geschehen, dass für Rollator- und Rollstuhlfahrer die Möglichkeit geschaffen werde, die Fahrscheine unmittelbar an der Zustiegstür zu entwerten. Eine Art Lackmustest für den neuen Stadtrat wird die Beratung und Beschlussfassung über die vom Seniorenbeirat beantragte „Optimierung der Beteiligungsrechte des Seniorenbeirates“ sein. Bei diesem Antrag könne der Stadtrat beweisen, dass nicht nur über die alten Menschen geredet wird, sondern auch mit ihnen, und zwar auf Augenhöhe. 

Zu guter Letzt, so Franz Wölfl, abschließend, ein – wie man in Bayern sagt – ein „Schmankerl“. Die Stadt Landshut verfügt über einen Seniorentreff mit dem bekannten „Cafe am Isartürl“. Lobenswert. Aber Rollstuhl- und Rollatorfahrer*innen kommen ohne fremde Hilfe nicht hinein. Die Türen gehen nicht automatisch auf. Obwohl dieses Problem einigen Stadträten*innen bekannt ist, hat sich bisher nichts getan. Wahrscheinlich gibt es Wichtigeres, um das man sich kümmert. 

 

Vors.: Franz Wölfl

 

 

Sich sorgen löst die Probleme nicht

Pressemeldung des Seniorenbeirates der Stadt Landshut zur Pandemie SARS-CoV-2

 

„Der Seniorenbeirat der Stadt Landshut begrüßt alle von Bundesregierung, Bayerischer Staatsregierung und Stadt Landshut im Zusammenhang mit der Eindämmung der Ausbreitung des Corona-Virus ergriffenen Maßnahmen, auch wenn die aktuelle weitgehende Isolation vieler alter Menschen, vor allem wenn sie zu Hause alleine oder in stationären Einrichtungen leben, soziale Teilhabe auf ein Minimum reduziert“ erklärte Franz Wölfl, der Vorsitzende des Seniorenbeirates der Stadt Landshut. Wir danken allen Ärzten und Ärztinnen, Pflegerinnen und Pflegern, haupt- und ehrenamtlich Tätigen in Hilfsorganisationen, Kirchengemeinden und Nachbarschaftshilfen und allen anderen Menschen, die sich aufopferungsvoll rund um die Uhr und sieben Tage die Woche für ihre kranken und/oder hilfebedürftigen Mitmenschen einsetzen, so Wölfl weiter.

Die Corona-Pandemie habe die Gesellschaft zwar fest im Griff. Dennoch dürfe man sich nicht 24 Stunden Sorgen machen, denn sich sorgen löse die Probleme nicht. Gerade für uns ältere Menschen sei es wichtig, sich abzulenken. Die Nachrichten in Rundfunk und Fernsehen von früh morgens bis spät abends zu verfolgen, sei jedoch insoweit nicht das richtige Rezept, so Hedwig Pable, stellvertretende Vorsitzendes Seniorenbeirates. Da die Berichterstattung gerade bei älteren Menschen auch zur Verunsicherung beitragen könne, sei es daher sehr sinnvoll, der Berichterstattung immer wieder für eine geraume Zeit aus dem Wege zu gehen und stattdessen

Dinge tun, die einem Spaß machen: telefonieren, Briefe schreiben, in alten Fotoalben stöbern, vom Balkon aus ein Schwätzchen mit dem Nachbarn oder der Nachbarin halten, sich um sein Haustier kümmern usw. Nach Möglichkeit sollte man sich jeden Tag eine kleine Aufgabe suchen, die man erledigen möchte. Das vermittle das Gefühl, der Situation nicht ausgeliefert zu sein. Einige von uns haben den letzten Weltkrieg als Kind miterlebt und die meisten von uns haben die 50er und 60er Jahre des letzten Jahrhunderts durchlebt. Wir verfügen über die Lebenserfahrung, die uns sagt, dass auch in der größten Krise die Welt nicht untergeht.

„Sorge bereitet mir jedoch“, so Franz Wölfl, „das Wording einiger Politiker und Journalisten“. Es werde primär über ältere Menschen gesprochen und geschrieben. Das sei das Wording des letzten Jahrhunderts. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts müssten ältere Menschen selbst die Möglichkeit erhalten, in der öffentlichen Kommunikation ihre subjektive Sicht auf die aktuelle Situation zu kommunizieren. Auch sollte die Botschaft der Aufopferung Jüngerer für Ältere vermieden werden. Bei älteren Menschen könne sie ein reduziertes Selbstwertgefühl sowie Schuldgefühle auslösen, bei jüngeren Menschen Frustration und Ressentiments. Und schließlich: Kommunikation über Videotelefone und Soziale Medien sei für viele ältere Menschen eine gewünschte und realistische Option. Allerdings sollte gerade von der Politik ein überzeichnetes Bild technikaffiner, „moderner“ Senioren*innen, die Kontakte problemlos per Skype etc. pflegen, vermieden werden. Das sei nämlich (noch) nicht die Realität. Eine homogene, „positiv“ verzerrte Darstellung älter Menschen in diesem Zusammenhang könne zu Frustrationen und Ablehnung führen und die ohnehin  bestehende digitale Spaltung noch verstärken.

Positiv zu vermerken sei, so Franz Wölfl abschließend, die Darstellung der aktuellen Corona-Fallzahlen in der LZ auf der ersten Seite der Berichterstattung aus der Region. Hier werde auf die Angabe des chronologischen Alters bewusst oder unbewusst verzichtet. Dadurch würde implizit auf die Botschaft verzichtet, dass jüngere Menschen „sicher“ wären und dass Krankheit und Tod im Falle älterer Menschen aufgrund ihres hohen Lebensalters weniger gravierend wären.

 

Foto: h.j.lodermeier

 

Podiumsdiskussion mit allen OB-Kandidaten*innen

 

Der Seniorenbeirat der Stadt Landshut veranstaltet am 16. 1. 2020 von 14.00 bis 16.00 Uhr im Forum Netzwerk Landshut, Bahnhofsplatz 1a; Landshut eine Podiumsdiskussion mit allen OB-Kandidaten und -Kandidatinnen.

Diskutiert werden die Anliegen und Wünsche der älteren Landshuterinnen und Landshuter an den künftigen Oberbürgermeister bzw. die künftige Oberbürgermeisterin. Die Diskussion reicht von Verbesserungen bei den städtischen Buslinien bis hin zu bezahlbarem Wohnraum für Ältere, von einem ausreichenden Angebot an Pflegeplätzen bis hin zum kulturellen Angebot der Stadt vor allem für ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger, um nur einige Beispiele zu nennen. Die Bevölkerung der Stadt ist herzlich eingeladen. Über eine möglichst große Teilnahme würde sich der Seniorenbeirat der freuen.

 

Bildquelle: Archiv – KLARTEXT.LA

Sprechstunde des Seniorenbeirates der Stadt Landshut

Die Sprechstunde des Seniorenbeirates der Stadt Landshut findet am Freitag, 08.11.2019 von 10.00 bis 11.00 Uhr im Rathaus, Altstadt 315, 1. Stock, Zi.-Nr. 129, im Büro des Seniorenbeirates statt. Anneliese Zeilbeck und Birgit Würfel beraten bei dieser Sprechstunde bei Problemen älterer Menschen. Informationsblätter und Broschüren (z. B. Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Heimaufnahme, Erbschaftssteuer, Notfallmappe, Notfalldose) liegen bereit.

Aufgabe des Seniorenbeirates ist es, die Interessen der älteren Mitbürger zu vertreten und Ansprechpartner für den Stadtrat, die Stadtverwaltung und Verbände zu sein. Er nimmt Beschwerden und Anregungen älterer Mitbürger entgegen und leitet sie nach Überprüfung den zuständigen Stellen mit einer Stellungnahme zu, soweit er sie nicht selbst erledigen kann.

Bildquelle: Archiv KLARTEXT.LA

Kranke ältere Menschen sind anders

In seiner ersten Sitzung fasste der neu gewählte Seniorenbeirat der Stadt Landshut gleich ein „heißes Eisen” an.

Er ließ sich von der Chefärztin der Medizinischen Klinik IV des Klinikums der Stadt Landshut, Frau Dr. med. Antonia Kostaki-Hechtel, über Behandlungsspektrum, geriatrische Diagnostik und Frührehabilitation am Klinikum informieren: Behandelt werden Patienten im höheren oder hohen Lebensalter mit internistischen Mehrfacherkrankungen, Erkrankungen des Bewegungsapparates, nach Stürzen und bei Gangstörungen, nach Schlaganfall, um nur einige Fallgruppen zu nennen. Die Diagnostik reicht von der Feststellung des Selbsthilfestatus und Unterstützungsbedarfs über Mobilität und Kognition bis hin zur speziellen Schmerzdiagnostik. Im Rahmen der geriatrischen Frührehabilitation werden zusätzlich zu den wegen einer Akuterkrankung erforderlichen diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen intensive Rehabilitationsmaßnahmen durchgeführt, wie beispielsweise Selbsthilfetraining oder Training der Feinmotorik.

In der anschließenden Diskussion war einhellige Meinung, dass die Gesundheitsversorgung als Daseinsvorsorge bei aller Berechtigung von Forderungen nach Wirtschaftlichkeit und Effizienz jenseits von Rentabilitätserwägungen sicherzustellen habe, dass Menschen auch im hohen Alter am medizinischen Fortschritt voll umfänglich teilhaben können. Wenn Diagnostik und Therapie bei alten Menschen hohe Kosten verursachten, dann sei dies ausschließlich der Tatsache geschuldet, dass bei alten Menschen neben einer bestmöglichen Organbehandlung eine auf Funktionalität ausgerichtete multimodale Therapie notwendig sei. Kranke alte Menschen seien eben anders! Aus diesem Grunde wäre die Politik gut beraten, darüber nachzudenken, ob es nicht sinnvoll wäre, die Zusammensetzung der Verwaltungsräte der Krankenkassen dahingehend zu ergänzen, dass diesem Gremien sowohl auf Arbeitgeber- als auch auf Arbeitnehmerseite mindestens eine Person angehören müsse, die das 70. Lebensjahr vollendet hat, so der Vorsitzender des Seniorenbeirates Franz Wölfl.

Die Diskussion erstreckte sich auch darauf, dass alte Menschen, die an einer Demenz leiden, aus welchen Gründen auch immer, stationär behandelt werden müssen. Dies stelle die Krankenhäuser vor große Herausforderungen. Es wurde die Frage aufgeworfen, ob es nicht sinnvoll, vielleicht sogar notwendig sei, auch in größeren Krankenhäusern ähnlich wie in den Altenheimen beschützende Stationen einzurichten. Der Seniorenbeirat blieb eine Antwort auf diese sehr komplexe Frage schuldig. Franz Wölfl, der Vorsitzende, könnte sich aber vorstellen, dass hierüber im Sozialausschuss der Stadt Landshut debattiert wird, wenn die Stadtverwaltung im Sozialausschuss einen ersten Zwischenbericht über die Umsetzung des Seniorenpolitischen Gesamtkonzeptes der Stadt gibt.

Der Vorsitzende des Seniorenbeirates dankte abschließend Frau Dr. Kostaki-Hechtel für ihren gesundheits- und seniorenpolitisch hoch motivierten Vortrag und kündigte an, dass sich auch die Landesseniorenvertretung der Thematik der Altersmedizin annehmen werde.

 

gez.

Franz Wölfl, Vorsitzender

Foto: Seniorenbeirat

Das Bild zeigt Hans Schober (rechts) und den Seniorenbeauftragten der Stadt Franz Linzmeier (links) mit den neugewählten Vorstandsmitgliedern (von links) Manfred Knopf, Richard Kiermeier, Hedwig Pable und Vorsitzendem Franz Wölfl.

 

NEUWAHLEN BEIM SENIORENBEIRAT:

Im Rahmen der konstituierenden Sitzung haben die Mitglieder des Seniorenbeirats der Stadt am Donnerstag eine neue Vorstandschaft gewählt.

Vorsitzender des Gremiums bleibt Franz Wölfl, der dieses Amt seit 2015 innehat. Ebenfalls bestätigt wurden die erste stellvertretende Vorsitzende Hedwig Pable und Richard Kiermeier, der nach wie vor als zweiter stellvertretender Vorsitzender fungiert. Einen Wechsel gab es dagegen auf der Position des Schriftführers: Hans Bickl, der diese Aufgabe neun Jahre lang wahrgenommen hatte, stand für eine weitere Amtszeit nicht mehr zur Verfügung. Seine Nachfolge tritt Manfred Knopf an, der dem Seniorenbeirat erstmals angehört. Er wurde, wie alle seine Vorstandskollegen, ohne Gegenstimme gewählt. Für die Stadt dankte Leitender Rechtsdirektor Hans Schober allen Mitgliedern des Seniorenbeirats für ihr Engagement. „Das zeigt, wie sehr Ihnen das Wohl der älteren Mitbürger am Herzen liegt“, sagte er und betonte: „Diese Bereitschaft zum ehrenamtlichen Einsatz ist keine Selbstverständlichkeit.“ Wölfl wiederum bedankte sich im Namen des Seniorenbeirats bei Schober, der in wenigen Wochen in Pension geht, für die „stets sehr gute, unbürokratische Zusammenarbeit“ und wünschte ihm für den Ruhestand alles Gute. –

 

 

Foto:

Stadt Landshut

Mit Rollator und Rollstuhl auf großer Fahrt

 

Auch in diesem Jahr organisiert der Seniorenbeirat der Stadt Landshut für gehbehinderte Bewohnerinnen und Bewohner der Landshuter Altenheime an jedem Dienstag im Monat Juni einen nachmittäglichen Ausflug nach Gstaudach. Gesponsert werden die Ausflüge von der Stadt Landshut, den Volksbanken und Raiffeisenbanken des Kreisverbandes Landshut sowie den Stadtwerken Landshut, die diese Maßnahme unterstützen. „Für die Heimbewohnerinnen und Heimbewohner sind diese Ausflüge nach Gstaudach eine willkommene Abwechslung vom immer nach dem gleichen Muster verlaufenden Heimalltag. Sie sind ein Zeichen dafür, dass man auch dann, wenn man auf Rollator oder Rollstuhl angewiesen ist, an gesellschaftlichen Ereignissen teilhaben kann“, erklärte Franz Wölfl, der Vorsitzende des Seniorenbeirates.

 

Die Ausflüge beginnen mit einer Rundfahrt durch die Stadt. Mitglieder des Seniorenbeirates geben Erläuterungen sowohl zur Geschichte der Stadt Landshut als auch zu städtebaulichen Entwicklungen und Neuheiten unserer Heimatstadt. Die Fahrtroute führt zur Hochschule Landshut, vorbei an der Justizvollzugsanstalt Landshut/Berggrub, über den Hofberg hinunter in die Obere Altstadt, weiter zum Ländtor, über Klötzlmüller- und Querstraße hinaus in die Wolfgangssiedlung und schließlich zum Huberwirt in Gstaudach. Dort kann man sich eine Brotzeit bestellen oder Kaffee und Kuchen nehmen.

 

Wenn einem auf der Rückfahrt gesagt wird, dass es ein gelungener Ausflug war und man sich schon jetzt auf den Ausflug im nächsten Jahr freue, dann ist dies für die Mitglieder des Seniorenbeirates ein Zeichen dafür, dass man die Wünsche der Heimbewohnerinnen und –bewohner richtig eingeschätzt habe, stellte Evi-Katrin Wohlrab, Mitglied des Seniorenbeirates und Organisatorin der Stadtfahrten, abschließend fest.

 

Hoher Besuch beim Seniorenbeirat

Oberbürgermeister Alexander Putz war Gast des Seniorenbeirates in der turnusmäßigen Sitzung am 23. März. Der 1 1⁄2 Stunden währende Gedankenaustausch wurde sowohl von Seiten des Oberbürgermeisters als auch von Seiten der Mitglieder des Seniorenbeirates als sehr fruchtbar empfunden. „Die Belange der älteren Bevölkerung Landshuts sind beim neuen Oberbürgermeister Alexander Putz in besten Händen. Er setzt die erfolgreiche Seniorenpolitik seiner Vorgänger nahtlos fort“, konstatierte Franz Wölfl, der Vorsitzende des Seniorenbeirates, am Ende des Gesprächs.

Gleich zu Beginn des Gesprächs wies der Oberbürgermeister darauf hin, dass für ihn Seniorenpolitik Generationenpolitik sei. Sehr viele Maßnahmen, die für Ältere in die Wege geleitet würden, kämen auch anderen Bevölkerungsgruppen zu gute. Die Absenkung der Gehwege nütze einmal dem älteren Menschen, der mit dem Rollator unterwegs ist, aber genauso der Mutter mit Kinderwagen.

Besonders erfreut zeigte sich der Oberbürgermeister über die vom Seniorenbeirat im letzten Jahr gestellten Anträge. Sehr ausführlich wurde der erfolgreich eingebrachte Führerschein-Antrag diskutiert. Bürgerinnen und Bürger, die das 70. Lebensjahr vollendet haben und ihren Führerschein dauerhaft zurückgeben, können die städtischen Busse zeitlich begrenzt unentgeltlich nutzen. Alle Beteiligten waren sich einig, dass niemand genötigt werden dürfe, seinen Führerschein abzugeben; die Rückgabe müsse freiwillig erfolgen. Auf die Angst der älteren Menschen, durch die Rückgabe des Führerscheins die eigene Mobilität zu verlieren, müsse Rücksicht genommen werden, so Hedwig Pable, die stellvertretende Vorsitzende des Seniorenbeirates.

Angesprochen wurde auch der Antrag auf Einrichtung eines Bewegungsparcours. Diesem Antrag konnte die Stadt u. a. aus finanziellen Erwägungen bisher nicht entsprechen. Oberbürgermeister und Seniorenbeirat bekräftigten die Sinnhaftigkeit eines Bewegungsparcours und vereinbarten, gemeinsam nach etwaigen Sponsoren Ausschau zu halten.

Diskutiert wurde weiter die Wohnsituation für die ältere Bevölkerung. Seitens des Seniorenbeirates wurde gefordert, mehr Sozialwohnungen zu bauen. Der Oberbürgermeister betonte, dass die Schaffung bezahlbaren Wohnraums für ihn hohe Priorität besäße und erwähnte, dass diesbezüglich einige Projekte in Entwicklung seien.

Diskussionsgegenstand war schließlich der Seniorentreff im Isartürl am Isargestade, der sich bei den älteren Landshutern sehr großer Beliebtheit erfreut. Die Sach- und Personalausstattung hätten jedoch mit der Entwicklung nicht Schritt gehalten; der Seniorentreff platze aus allen Nähten. Der Oberbürgermeister versprach, soweit möglich, für Abhilfe zu sorgen.

Der Oberbürgermeister wies abschließend darauf hin, dass das ehrenamtliche Engagement aller Bevölkerungsgruppen nicht hoch genug für unsere Gesellschaft eingeschätzt werden könne. Es bilde das Rückgrat unserer Gesellschaft. Den ehrenamtlich Tätigen gebühre Dank und Anerkennung.

Oberbürgermeister und Seniorenbeirat waren sich einig, dass man im Gespräch miteinander bleiben und den heutigen Gedankenaustausch zu gegebener Zeit fortsetzen werde.

Sprechstunde des Seniorenbeirates der Stadt Landshut

 

Die Sprechstunde des Seniorenbeirates der Stadt Landshut findet am Freitag, 07.10.2016 von 10.00 bis 11.00 Uhr im Rathaus, Altstadt 315, 1. Stock, Zi.-Nr. 129, im Büro des Seniorenbeirates statt.

Ehrentraud Stadler und Johann Bickl beraten bei dieser Sprechstunde bei Problemen älterer Menschen. Auch Informationsblätter und Broschüren (z. B. Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Heimaufnahme, Erbschaftssteuer) liegen bereit.

Aufgabe des Seniorenbeirates ist es, die Interessen der älteren Mitbürger zu vertreten und Ansprechpartner für den Stadtrat, die Stadtverwaltung und Verbände zu sein. Er nimmt Beschwerden und Anregungen älterer Mitbürger entgegen und leitet sie nach Überprüfung den zuständigen Stellen mit einer Stellungnahme zu, soweit er sie nicht selbst erledigen kann.

 

 

 

-hjl-